Archiv | September, 2008

Trauerrede

Vor wenigen Tagen wurde in einer großen deutschen Stadt ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Die Wahl wurde notwendig, da der bisherige
Amtsinhaber wenige Wochen zuvor einer schweren Krankheit erlag. Bei seiner Beerdigung, die unter großer Anteilnahme der Bevölkerung stattfand, hielt für alle überraschend nach den offiziellen Reden seine Tochter eine bewegende und erschütternde Traueransprache. Dabei sagte sie unter anderem: „Papa war früher immer für uns da … Papa hat uns die Welt zu Füßen gelegt …
Er war unser Vorbild, unser Freund, unser Helfer … Die große Wende in unserem Leben: 1999. Gemeinsam haben wir die Entscheidung getragen, dass Papa für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert. Völlig naiv waren wir in dem Glauben, es wird sich schon nichts ändern. Welch ein großer Irrtum!
Auf einmal änderte sich alles. Papa hatte keine Zeit mehr für uns, keine Zeit mehr für Mama. Wie froh war ich, ihn bei offiziellen Veranstaltungen zumindest mal für zwei Minuten zu sehen. Er ging um 7 Uhr morgens aus dem Haus, kam nachts erst wieder und das sieben Tage die Woche. Unser Familienleben musste dadurch fast ohne ihn stattfinden. Wir hatten auf einmal keine Zeit mehr, mit ihm für uns wichtige Dinge zu besprechen, Sorgen auszudrücken oder ihn um Rat zu fragen. Wir hatten ihn in weiten Teilen an die Stadt verloren …
Im Laufe der Jahre hatte man sich jedoch an diese Situation gewöhnt. Ich möchte mich heute jedoch nicht beklagen. Dass Papa Oberbürgermeister geworden ist, war sein größter Lebenstraum und wir standen und stehen voll hinter ihm.“

Wo laufen Sie vielleicht Gefahr, dass Ihre Familie Sie verliert: An Ihren faszinierenden Beruf, an Ihr großartiges, erfüllendes Hobby, an Ihre tolle
Gemeinschaft und Gemeinde? Vielleicht fragen Sie Ihre Kinder, Frau oder Freunde jetzt schon mal, was sie in ihrer Trauerrede einmal über Sie sagen werden.
Claudius Schillinger
(c) www.maennermail.de

Philipp hat auch einen Blog

So dele, unser „alter“ Zivi bzw. FSJler ist nun ins Allgäu ausgewandert und hat deshalb gleich mal einen Blog eingerichtet. Nicht so schön, wie Blogger.com oder WordPress, aber immerhin einen Blog. ;)

Mehr Infos hier: http://philin.twoday.net

So isch es.

Der HDL Song

Und hier noch der Text dazu:

DiEseS LieD IsT FüR aLLe MeInE LieBEn FReuNdE
UnD soLCHe, DiE eS WerDeN wOLLeN!
Hab euch alle meeeegaaaaaaa lüüüübbbb!!!!!!
Will euch niemals verlieren,
best Friend 4ever!!! *looooooool*
*rofl* *knutschi*

*KOTZ*

Hey, Groupies,… kommt zurück!…..
war doch nur Spaß!!!…..

Für alle geliebten Menschen dieser Erde,
die nicht der Generation „LoL“ angehören oder sich täglich in diesen Kreisen bewegen, sei hier der Höflichkeit halber, noch eine Liste mit den im Lied verwendeten Abkürzungen angegeben.

lol: laughing out loud (zu deutsch: laut lachen). Die Emotionen des Lächelns werden unterdrückt und stattdessen in drei Buchstaben gepresst.

*gg*: „g“ steht für „grins“ und ist beliebig oft steigerbar, je nachdem für wie groß man seine eigene Klappe hält.
*gggggggggggggggggg* (Julia Roberts verzieht ihren Mund zu einem leichten Lächeln)

letter: (zu deutsch: Brief) Sie wissen schon, diese komischen Papierdinger, die es vor den Emails gab, mit den zackigen Schnipseln zum Draufkleben.

Smileys: Meist auf der Seite liegende Gebilde aus Klammern, Strichen und Punkten, die einem irgendetwas sagen sollen, was garantiert keine Bedeutung hat.

*Achselzuck*: Mensch, ich hab das doch im Lied erklärt, was das heißt! Da müssen Sie mal richtig hingucken, is doch sogar mit Untertitel!!!

*Zornig-Guck*: Passt zu Kommentar davor. Regieanweisung, die man sich selbst gibt, um dem Chatpartner klar zu machen: Würde deine WebCam funktionieren, könntest Du sehen, wie blöd ich gerad aussehe.

THX: Thanks (zu deutsch: Danke) oder Norddeutsch: „Jo!“

BTW: By the way (zu deutsch: übrigens)

OMG: Oh my God/Oh mein Gott. Wird verwendet, um zum Ausdruck zu bringen, das etwas really fucking strange as hell is.

Off: Gegenteil von „On“. Hier gemeint: Status im Internet, offline.

Offline: Getrennt vom Netz!!!

Netz: Ach komm, ich geb’s auf!

ICQ: Chatprogramm, das vorwiegend von Schülern und Studenten genutzt wird, um einen Vorwand zu haben, nicht lernen zu müssen.

CYA: See ya (zu deutsch: See ya!) Übliche, unpersönliche Verabschiedung im Chat: „Wir sehen uns/Man sieht sich“

GN8, SG: Übliche, persönliche Verabschiedung im Chat. Wird vorliebend gegen Abend verwendet: Gute Nacht, Schlaf gut!

HDL: „Hab dich lieb.“ Nach der Häufigkeit der verschickten SMS (Kurzmitteilungen) mit diesem Inhalt, müssten sich alle Menschen der Welt freudestrahlend in den Armen liegen.

IDA: Antwort auf „HDL“ ist in der Regel ein: „Ich dich auch“, wenn man weiteren Problemen oder Nachfragen aus dem Weg gehen möchte.

*Rofl*: Rolling on the floor laughing. (zu deutsch: Sich auf dem Boden kringeln vor Lachen). Der Humor von den Menschen, die sich durchs Leben rofln, trifft meistens nicht meinen Humor.

KP: „Keinen Plan“. Bringt im Chat-Jargon zum Ausdruck, dass man von einer Sache keine Ahnung hat. Wann hast du zuletzt ein richtiges Buch gelesen? KP!

NP: Steht nicht etwa für „Neuer Plan“, sondern für „No Problem“. Im Sinne von: Hab ich gern für dich gemacht.

HDGDLFIUEBAEDW: Steigerung von HDL: „Hab dich ganz doll lieb, für immer und ewig, bis ans Ende der Welt“. Ist nicht sehr gebräuchlich und ist heutzutage nur noch auf den Federmappen von 13 jährigen Teenies zu finden.

HDGDLFIUEBAED: „Hilf deinem Gehirn! Dauerhaftes Loln führt im Unterbewusstsein eine Beschädigung am Einfühlungsvermögen durch!“ Selbst kreierte Anspielung auf die vorherige Abkürzung.

© Jasper, 2008.

Geklaut vom Youtube Video

Personalausweis abgelaufen

Mensch, die deutsche Demokratie ist echt bescheuert. Nicht nur, dass der gute Herr Schäuble den DEUTSCHEN Bürger (also mich nicht, bin ja Schwabe ;) ) durch die neuen Sachen wie eGK, Biometrischer Reisepass, und sonstigen Datenschutz-Undingen bevormunden will. Nein, es kommt noch schlimmer. Die Personalausweise und allerlei sonstige amtliche Dokumente laufen irgendwann ab und man wird nicht einmal drauf aufmerksam gemacht. Ich meine, wer denkt denn schon bitte daran, dass man seinen Pass mal erneuern lassen muss. Mit dem Personalausweis hat man schließlich kaum was zu tun. Das ist bei Fahrzeugpapieren oder Führerschein schon eher der Fall. Diesen bekommt man bei zu sportlicher Fahrweise mal abgenommen, oder wenn man Federn erneuern lässt, muss das Ganze ja erneuert werden.

Aber weshalb muss ein Personalausweis auch unbedingt nach 5 Jahren ablaufen. Gut ich meine, damals hatte ich noch ein Kinderfoto zur Hand und hab dieses in meinen Pass reinmachen lassen. Aber so viel Unterschied zu heute ist doch auch nicht zu erkennen.

Das Ganze ärgert mich eigentlich nur deshalb, weil ich am Samstag zum Mediamarkt gefahren bin um ein Navi zu kaufen und die 0% Finanzierung in Anspruch nehmen wollte. An der Kasse wurde mir dann gesagt, dass mein Pass abgelaufen war. Menschenskinder, das ist doch behindert. Nur weil dieser blöde Pass, wo sogar noch eine unhandliche Größe hat, abläuft, darf ich nichts mehr kaufen, äh finanzieren.

Naja, isch hald bled glofa.
Ärgerlich ist es trotzdem. Doch die gute Seite ist die: Jetzt kann ich nochmal über die Entscheidung nachdenken, welchen Navi ich mir eigentlich kaufen möchte. Ursprünglich war es ein „Becker traffic assist 7928“, an sich kein schlechtes Gerät. Der Nachteil ist eben, dass es aus Baden kommt ^^ und bei der Berechnung sehr langsam ist, wie eine kleine Recherche sagt.

Ich bin mittlerweile mit einem alten Garmin Navi gefahren und hab bisher nie was auszusetzen gehabt. Das gute Ding hat mich immer super geführt und die Staumeldungen waren auch aktiv (hab diese dann aber doch ignoriert, weil der Stau sich bekanntlich an der Stelle meistens eher auflöst und so war es dann auch.) Von dem her, wäre ein Garmin Navi nicht schlecht gewesen, wenn der Preis halt nicht so hoch wäre.
TomTom mag ich aber auch sehr, das war das erste Navi mit dem ich mal gefahren bin, leider auch das Navi, mit dem ich den Unfall hatte. ;) Und es hat mich einmal fehlgeleitet.
Nun ja, aber vom Preisleistungs-Verhältnis werde ich mir aber dann trotzdem ein TomTom holen, die haben bisher auch die User-Generated Karten. Von dem her, sind diese nicht schlecht.

Jetzt darf ich aber erstmal mit der netten Frau vom Einwohnermeldeamt reden, damit ich wieder einen aktuellen Personalausweis bekomme.

Metallica – Death Magnetic


Na, schon das Video zu „The day that never comes“ gesehen? Klingt doch interessant oder?
Hab ich mir auch gedacht und nachdem ich auch „Cyanide“ schon mal gehört hatte, dachte ich, die neue Metallica lohnt sich auch einen Kauf. Gesagt getan.

Und ich muss sagen, man wird echt nicht enttäuscht. Erstens sind es immer lange Songs und zweitens klingen sie wieder wie „Master of Puppets“. Lang, schöne Soli und auch nette Texte. Wobei mir die Texte bei Metallica eigentlich eher egal sind. Die Melodien und Moshparts sind bei denen viel interessanter.
Und mal ganz ehrlich: „The day that never comes“ hat doch musikalisch ein paar Parallelen zu „One“. Langsam anfangen, dann am Ende nette Solis. Beides sind aber Balladen, aber trotzdem mit mächtigem Groove. „The Unforgiven III“ mag ich dagegen nicht so sehr. Klingt irgendwie lahm und der Titel ist doof. :)

Auch von den Instrumentalparts gibt es wieder einen Song, der komplett ohne Text auskommt, dabei aber mächtig groovt. „Suicide & Redemption“ hat das gute Stück und ist nach „Orion“ nun mein Lieblings-Metallica-Instrumental.

Kurzum wer Metallica liebt und besonders die alten Lieder mochte und immer noch mag, kann die neue Platte getrost kaufen. Diesmal klingt es ehrlich wieder nach Metallica. Nicht wie beim vorigen Ausflug namens „St. Anger“ – die hat zwar auch was, klingt aber eben wie eine komplett andere Band und arg aggressiv. ;)