Qualität von manchen (Jugend-) Gottesdiensten

Wolf Schneider kritisiert Predigtdeutsch

Manchmal kommt es einem so vor, als ob die Christen keinen besonderen Wert auf ein wenig Professionellität legen. Schließlich sind vor Gott ja alle gleich gut und nur durch Jesus kommen wir zum Vater. Das ist an und für sich auch richtig und Gott hat auch Wege seine Christen für einzelne Menschen individuell einzusetzen.

Doch ab und zu sollte auch manches gut vorbereitet und professionell aufgezogen sein. Stell dir doch mal vor, du hockst in einer großen Veranstaltung von einer beliebten Person und die Technik macht ihren Dienst gut. Wenn der Redner dazu noch laut, deutlich und vor allem verständlich spricht, dann macht es doch eindeutig mehr Freude zu zu hören. Anders wäre es, wenn jemand sich unverständlich ausdrückt und dadurch die Leute langweilt.

Daher hab ich die Bitte an alle Prediger und Pfarrer und sonstige Leute, die predigen oder eine Andacht halten: Überlegt euch eure Andachten gut und versucht das was ihr rüberbringen wollt mit Beispielen aus der heutigen Zeit oder mit Bildern zu unterstreichen.

Unser Prediger macht das oft sehr gut, aber auch Ernst Vatter oder Karl Anderson machen das gut. Anja Roller, die gestern im Kick die Andacht gehalten hat, hat es gut rübergebracht.

Zu der Technik: Ja, da kann schon mal was passieren, dass es nicht so gut läuft. Aber versucht gute Technik an den Start zu bringen und vor allem: Setzt jemand dran, der sich damit richtig gut auskennt. Und macht vorher ein Soundcheck.

Bands sind ja alle schön und gut, aber zur Ohrenschonung sollte die Band aus Mitgliedern bestehen, die ihr Handwerk versteht. Und wenn es um die Lieder geht: Traut euch doch auch mal deutsche Lieder zu singen. Die von Aidlingen haben sehr viele deutsche Lieder im Reportaire. Es gibt sicher viele bekannte Lieder, die jeder kennt. Aber nicht jedes englische Lied ist auch gut. Zum Beispiel das Lied, wo es heißt: „I could sing of your Love forever“ ist irgendwie komisch. Man muss doch auch mal atmen und kann nicht die ganze Zeit singen. Immer fröhlich sein, das geht nicht. Wenn dann plötzlich einer stirbt, ist es bald aus mit Frohsinn und Tralalala. Also macht einfach gute Lieder, vielleicht auch mal alte wie „Lord i lift your name on high“ oder „Fear not“. Und wenn ihr Schlagzeug verwendet: Ein echtes Schlagzeug ist immer viel besser als jedes elektronische.

Damit ich will ich angehenden Musikern nicht die Laune verderben, sondern dazu motivieren sich erstmal mit dem Instrument auseinander zu setzen und zu üben.

Kurzum: Wenn der Redner seine Andacht gut vorbereitet hat und statt 50 Bibelverse mal nur 3 oder 4 Verse nimmt und diese mit Bildern oder Beispielen unterstreicht dann wird die Andacht gut. Die Technik ist gut zur Unterstützung des Gottesdienstes auch für Lieder und so, aber es sollte darauf geachtet werden, dass man diese beherrscht. Musik ist schön, aber die Musiker sollten ihr Handwerk auch verstehen und immer gut üben.

Genau deshalb mach ich keine solchen Sachen mehr. Für Andachten fallen mir keine passenden Bilder oder Umschreibungen ein, die Technik liegt mir nicht und Musik ist schöner, wenn man sie anhört.

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder. Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

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