Bananenchristen

bananenstaudeDiese Woche war bei uns in der Gemeinde ein Missionar aus Sambia zu Gast. Er hat von seiner Arbeit in Sambia berichtet und wegen ihm wurde gestern auch der jährliche Missionsbasar ausgerichtet. Damit er bzw. der Träger des Ganzen, die Liebenzeller Mission wieder neues Geld zur Verfügung hat um die Arbeit in Zukunft weiter zu finanzieren.
Heute war dann wieder wie üblich die Predigt und Vorstellung seiner Arbeit im Land. Er hat davon berichtet, dass in Sambia gut 3/4 der Bevölkerung sich zu den Christen zählt. Leider ist es aber auch wie hier in Deutschland ähnlich, dass diese äußerlich Christen sind. Wenn dann mal Probleme auftreten kommt dann doch wieder der Animismus zum Vorschein und die Leute wenden sich mit ihren Problemen zu den Hexenmeistern oder fragen ihren Ahnen um Rat. Eigentlich kann man sich das kaum mehr vorstellen, dass heute im 21. Jahrhundert immer noch Leute auf solche Sachen ansprechen. Gibt es aber wohl doch noch.
Charly, so wird der Missionar oft genannt, hat gesagt, dass wir Christen mehr zu Bananenchristen werden sollen. Bei Bananen ist es doch auch so, wie es bei uns einzelnen Christen sein sollte: Sie bringen viel Frucht. Eine Banane wächst erst klein auf, doch schon nach relativ kurzer Zeit macht die Banane wieder eigene Ableger von sich selbst und sorgt so selbsständig für hohen Ertrag. Natürlich muss die Pflanze auch gepflegt werden und braucht reichlich Nahrung um zu gedeihen.
So ist es bei Jesus auch: Er sagte mal in Johannes 15 Vers 5: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Und genau so ist es! Wir können viel reden und versuchen zu überzeugen. Ob derjenige, dem wir von Jesus erzählen wollen, dann aber auch wirklich sein Leben Jesus übergibt haben wir nicht in der Hand. Vor allem sieht alleine Jesus, ob derjenige auch mit dem ganzen Herzen dabei ist.
In diesem Sinne: Lasst uns weiter Bananenchristen sein oder fangt an welche zu werden. Das fängt mit dem Gebet an, geht weiter mit persönlichen Gesprächen unter Freunden und führt zu einer weiteren Riesenparty im Himmel, wenn sich wieder einer für Jesus entschieden hat. Am Ende unseres Lebens wird dann auch unser Lohn ein großer sein.
Doch da das Ganze nie besonders leicht ist, ist eine kleine Gemeinschaft (zum Beispiel gemeinsames Bibellesen und gemeinsamen Gebet) immer wieder hilfreich.

Auf den: Lasst uns Bananenchristen sein! Aber achtet auch darauf die Schalen zu entsorgen, damit der nächste nicht ausrutscht. :)

Bild: © Maja Dumat / pixelio.de

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder. Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

6 Antworten zu “Bananenchristen”

  1. Applejünger sagt:

    Verdammt!! Da wurde irgendwo ein Missionsbasar ausgerichtet, und ich war nicht dabei???

    Ich, der Obermissionierer??? Wat`n Scheiss… Beim nächsten Mal hätte ich gerne eine Einladung, ja???

    Verdammt, verdammt…

  2. Tobi sagt:

    Bitte nicht fluchen! :-(
    Außerdem ging es ja ums Christentum, nicht um Apple Produkte. Wobei ich zugeben muss: Unser Prediger und ein alter FSJler sind beide Applenutzer. Eine gewisse Ähnlichkeit gibt es also schon mit dir. :-D
    Und die Freundin von dem FSJler ist auch eine Apple Nutzerin. Es gibt also schon 3 Appleanhänger in unserer Gemeinde und sie lassen uns trotzdem in Ruhe und wir die Leute auch. Das nenn ich mal Toleranz! :D Ich hatte es mir auch schon überlegt, so als Notebook nen kleinen iMac zu holen. Ist aber teuer.
    Für das Geld bekomm ich nen Rechner mit doppelter Leistung und sogar noch ein farblich anderes Design. :)

  3. Applejünger sagt:

    Tobi, ich kann nur wiederholen: Ich nehme das Thema nicht so ernst wie es scheint.

    (Aber das bleibt unter uns.) ;-)

    Guck` nicht immer nur auf die Leistung. Das ist Quatsch, denn Windoofs braucht soviel mehr Rechenpower als OS X, dass sich die angebliche Mehrpower relativiert.

    Im HIFI-Bereich ist es genauso: Mehr Watt, heißt auf gar keinen Fall mehr Klang.

  4. Tobi sagt:

    Das glaub ich dir gerne. Man kann 50 Watt leise erscheinen lassen, aber auch laut. Je nachdem wie die Form und Größe des Lautsprechers ist.
    Meine Elta-Anlage war zwar günstig, da die Lautsprecher aber ca. 1 Meter hoch sind, verteilt sich der Klang doch recht gut.

  5. Mc Nörgler sagt:

    „…und die Leute wenden sich mit ihren Problemen zu den Hexenmeistern oder fragen ihren Ahnen um Rat…dass heute im 21. Jahrhundert immer noch Leute auf solche Sachen ansprechen…“

    Boing

    Aber das Bibelmärchen ist natürlich besser. (?)

  6. Tobi sagt:

    @Mc Nörgler: Ja es ist besser!

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