Bezahlfunktion mit der elektronischen Gesundheitskarte

Nachdem schon bekannt ist, dass die neue Karte dank kryptographischer Verschlüsselung erstmal erheblich langsamer beim Lesen und Schreiben ist, wurde das Elektronische Rezept wieder verworfen. Schließlich möchte ja niemand für die (teilweise jetzt schon) lange Warteschlangen beim Arzt oder in der Apotheke verantwortlich sein. Außerdem würde die Arbeitszeit der Arztes noch knapper, als sie ohnehin schon ist.
Doch irgendeinen Einsatzzweck außer den nun vorgeschlagen elektronischen Ärztebriefen muss ja gegeben sein. Schließlich muss eine weitere Anfälligkeit für Datenverlust bei einem Kartendefekt sein, ohne elektronischen Schnickschnack kommt man heute ja eh nirgends mehr weiter.
Damit hat die FDP vorgeschlagen eine Bezahlfunktion für die vierteljährliche Praxisgebühr (10 Euro) einzuführen, damit könnte man sich die 10 Euro in bar sparen. Doch wie Heise berichtet, wird noch heiß diskutiert wie man die Bezahlfunktion realisieren möchte. Zum einen könnte eine Geldkartenfunktion zum Tragen kommen. Also der Patient wird zu einem Geldautomaten geschickt, dort muss er die 10 Euro oder mehr auf die Karte laden und kann somit bezahlen. Oder in der Praxis wird direkt ein Zahlungsterminal eingerichtet.
Beide Zahlweisen halte ich für keine Verbesserung. Mein Vorschlag wäre, dass die Krankenkasse die aktuelle Bankdaten des Patienten vorhält und mittels der Gesundheitskarte dem Patienten per Lastschriftverfahren die Gebühr eingezogen wird. Das wäre ein Fortschritt… :)

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder. Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

2 Antworten zu “Bezahlfunktion mit der elektronischen Gesundheitskarte”

  1. Arven (Michaela) sagt:

    Kompletter Unsinn..
    Verbesserung, zahlen muss man so oder so.
    Man sollte sich eher darum Gedanken machen das es Senioren gibt oder sozial Schwache die sich kaum noch zum Arzt trauen weil sie die Gebühr nicht aufbringen *grummel*

  2. Tobi sagt:

    Na gut für das Herabsetzen der Gebühr bin ich im Übrigen auch. :) Gerade auch wegen den sozial schwächeren Mitbürgern.
    Prinzipiell könnte man die Bezahlfunktion auch komplett weglassen, da sie nicht viel bringt und Bares immer noch schneller geht.
    Doch ich glaub es gibt auch noch viele Krankenhäuser und Ärzte, die die Gebühr auch später nachfordern und trotzdem sofort behandeln. Kommt aber dann auf den Arzt drauf an.

Trackbacks/Pingbacks