CeBIT 2010 – ein Bericht dazu

Die CeBIT ist nun vorbei und ich habe mich mittlerweile auch wieder gut erholt. Dank Presseausweis kam ich ja kostenlos zur Messe und drinnen auch in den Resellerbereich. Es war ganz nett mit anzusehen, wie sich viele Schüler / Studenten an einer Schlange angestellt haben und versucht haben das Personal zu überreden hinein zu dürfen während einfach durch drüber ziehen des Ausweises ohne Probleme rein gekommen bin. Joa, soviel mal zum Ausweis: Er hatte durchaus seine Vorteile, auch wenn ich ihn bei Gesprächen nicht gezeigt habe. :D Ich war ja nicht mit Anzug und Krawatte unterwegs, sondern in schwarzer Jeans und schwarzen Pullover (also privat).
Mal vorne weg: Viel Neues gab es nicht zu sehen. Dafür ein paar interessante Dinge. Zum Beispiele die Post hat ihr Hybridbrief Verfahren vorgestellt, oder das Einwohnermeldeamt Paderborn hat den Ausweis der Zukunft gezeigt und man konnte sich dort auch ein Musterausweis beantragen. Natürlich musste man dazu seine Fingerabdrücke abgeben, wie es sich für einen biometrischen Ausweis gehört. An und für sich finde ich die Nutzungsmöglichkeiten dieses Ausweises im Internet auch begrüßenswert: Damit entfällt in vielen Fällen der Altersnachweis in Papierform beispielsweise durch ein Post-Ident Verfahren. Der Contentanbieter muss in Zukunft nur noch beim Personalausweis-Server nach der Legitimation des Ausweises nachfragen und kann somit in Echtzeit die Identität und das Alter überprüfen lassen.
Andrerseits gefällt mir der Gedanke nicht, dass die Bundesregierung wieder Fingerabdrücke von mir hat. Zwar kann man damit mit Leichtigkeit seine Identität bestätigen -> Fingerabdruckscanner, doch falls ich mal nach Amerika reise kann es ja auch sein, dass Big Brother (Amerika ist wunderbar) auch meine Fingerabdrücke bekommt und bei einem Mord bin ich dann nun noch schneller zu erwischen. Das wird auf jeden Fall dann witzig, wenn jemand meine Fingerabdrücke verwendet und damit zum Beispiel einen Promi (sagen wir Guido Westerwelle) umbringt. Dann deuten erstmal alle Indizien auf mich. Doch das sind nur wieder Schwarzmalereien von meinem Hirn, die ich im Moment nicht mit Fakten belegen kann.

Was es sonst noch gab: Da ist zum Beispiel der Stand von GetDigital.de zu erwähnen, wo ich pünktlich zwischen 13Uhr und 13Uhr30 ein T-Shirt mit „I’m blogging this!“ und „Blogito ergo sum.“ als Aufkleber abstauben konnte. Gleich daneben war ein Stand von Ed Hardy mit für diese Jahreszeit (es war am freitags auch tagsüber schon recht kühl) leicht bekleideten Damen. Ich habe dieses Foto nicht selber geschossen, sondern im Twitter gefunden und unterwegs gespeichert, damit ich es doch hier zeigen kann. :)

Doch natürlich gab es nicht nur viele Zeitschriften (als ich vom Bahnhof Laatzen rauskam, gab es erstmal eine CHIP, dann eine CeBIT-Ausgabe von ix und eine CeBIT Zeitung) und T-Shirts zum abstauben, sondern auch einige Stände zu besichtigen. Zum Beispiel die Bundeswehr auf der Jobbörse mit einer Feldjäger-BMW Maschine (also Motorrad, kein Auto oder Panzer), in einer anderen Halle ein Feuerwehrauto der Feuerwehr Dortmund. Vor dem Feuerwehrauto waren einige Firmen und Organisationen vertreten, die sich rund um das Thema GPS-Ortung für Einsatzkräfte aufstellten und informierten. Wir sind in Calw auch schon ziemlich gut aufgestellt und aktuell würde das Thema GPS-Ortung wohl auch nicht viel bringen, da es bei Häuserbränden eher hinderlich wäre. Doch bei größeren Einsätzen (Waldbränden zum Beispiel) ist es sicherlich von Vorteil, wenn der Gruppenführer auf Knopfdruck sehen kann, wo seine Leute eigentlich sind und wie es ihnen geht. Andrerseits hat man doch sowieso schon viel Peripherie bei sich: Atemschutzgerät mit schwerer Flasche und elektronischem Bodyguard (war früher alles analag) und noch ein Funkgerät und die Koppel zur eigenen Sicherung bei Leitern zum Beispiel.

Doch nun wieder zur CeBIT: Es gab auch viele Firmen, die ich eher mit der Industrie in Verbindung gebracht hätte. Zum Beispiel war der Schaltschrankbauer Rittal vertreten, und ein Serverschrankbauer ist sogar soweit gegangen und ist eine Kooperation mit Viessmann eingegangen. Wenn ich die Idee hinter diesem Schrank richtig in Erinnerung habe, wird die Wärme, die von den Servern und anderen Geräten abgegeben wird im Innenraum gebündelt und nach oben hin in Heizungsenergie umgewandelt. So würde mir die Konstruktion auch Sinn machen. Denn die Schränke sind parallel hin aufgebaut, so dass in der Mitte ein kleiner Durchgang entsteht.
Diesen Ansatz der Energierückgewinnung finde ich interessant und auch richtig sinnvoll, denn die großen Serverschränke machen trotz Stromspar-CPUs und Platten immer noch eine Menge Wärme und verbrauchen vor allem viel Strom. Da ist es auf jeden Fall begrüßenswert.

Was gab es sonst noch so auf der CeBIT? Na auf jeden Fall war Heise mit einem Stand vertreten, dort gab es Zeitschriften zu kaufen und auch die Krypto-Kampange. Ich hab mir dort auch mal ein eigenes Schlüsselpaar geholt und kann somit endlich verschlüsselte E-Mails verschicken. Klar, das hätte ich früher natürlich auch machen können, aber die Faulheit sowas zu machen und keine Ahnung, wie das geht.
Dazu fällt mir gerade noch ein sehr humorvoller Beitrag von Tobias Schrödel, denn er in Halle 4 getragen hat. Natürlich war dies am Telekomstand und er hat übers Hacken im Einzelnen und Allgemeinen gesprochen und das Ganze mit einer lustigen Art und Weise. So wurde einem bewusst, dass es viele Gefahren gibt die man eigentlich noch gar nicht kennt.
Besonders für Manager ist diese Sache sicherlich interessant. Nähere Details muss ich hier nicht erwähnen, es war eben das übliche: Bluetooth Hacking, USB-Sticks, und manches andere. Auch wenn ich das Meiste schon kannte, hat es mich doch immer mal wieder überrascht. :D

Kommen wir nun zu großen Maschinen, die heutzutage das Rückgrat des Internets und der Forschung und auch Hacker darstellen. Server mit dem Linux Maskottchen. :D

Dieser Server hat recht gute technische Daten. Zum Beispiel die Möglichkeit bis zu 256 GB zu adressieren und für Strom bis zu 2.000 Ampere. Mehr weiß ich gerade nicht mehr auswendig, doch auch Prozessormäßig und Speichermäßig kann man sicher nicht klagen. Die Festplatten werden ja immer voller und kleiner und wo früher 1 Kern war, sind heute bis zu 48 Kerne. Die Entwicklung ist verdammt schnell geworden und die Möglichkeiten werden immer besser. Zum einen werden Passwörter immer schneller knackbar bei immer höherer Bit-Zahl.

Natürlich war auch der ADAC an Ort und Stelle und hat neben alten Autos wie dem alten Käfer und dem ersten ADAC-Moped auch einen MAN-Laster ausgestellt und den neuen Autodiagnose-Anhänger vorgeführt. Das ist doch nun ein grönender Abschluss für mein Bericht oder?

Fazit: Trotz anfänglicher Skepsis, was die CeBIT alles neues bringen wird und kleiner Enttäuschung über Highlights, war es doch recht nett. Und zumindest am Ende des Tages habe ich doch noch ein paar Firmen entdeckt, die für uns sinnvoll sein könnten. Zum Beispiel im Bereich Dokumentenmanagement, doch hier muss noch wirklich der Markt geprüft werden. Die Preise sind teilweise noch astronomisch hoch.
Im Bereich elektronische Rechnung scheint gotomaxx Marktführer zu sein und CRM könnte irgendwann für uns auch ein Thema werden. Doch dazu müssen wir noch einiges wachsen und die Anbindung an unsere WaWi (die DOKU für deren COM-Anbindung ist nach wie vor fürn Poppes!) muss gegeben sein.
Sollte ich nächstes Jahr doch wieder hingehen, nur mit Presseausweis. :D Die Schlange zum Anstehen beim Resellerbereich muss ich mir nicht geben. Der Resellerbereich war zwar jetzt nicht sooo interessant, doch nett um von der einen zur anderen Halle zu kommen.

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder.

Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

7 Antworten zu “CeBIT 2010 – ein Bericht dazu”

  1. Ed Hardy auf der Cebit?
    Produzieren sie jetzt tätowierte Computer?
    Gruß
    Fulano

  2. Spanksen sagt:

    Hab ich ja nicht wirklich was verpasst

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