Luther, Meine Hoffnung

Mir ist es bisher
wegen angeborener Bosheit und Schwachheit
unmöglich gewesen,
den Forderungen Gottes zu genügen.

Wenn ich nicht glauben darf,
dass Gott mir um Christi willen
dies täglich beweinte Zurückbleiben vergebe,
so ist’s aus mit mir.

Ich muss verzweifeln.
Aber das lass ich bleiben.
Wie Judas an den Baum mich hängen,
das tu ich nicht.
Ich hänge mich an den Hals oder Fuß Christi
wie die Sünderin.
Ob ich auch noch schlechter bin als diese,
ich halte meinen Herrn fest.

Dann spricht er zum Vater:
Dieses Anhängsel muss auch durch.
Es hat zwar nichts gehalten
und alle deine Gebote übertreten.
Vater, aber er hängt sich an mich.
Was will’s! Ich starb auch für ihn.
Lass ihn durchschlupfen.

Das soll mein Glaube sein.

(Martin Luther zugeschrieben)

Mehr muss man dazu wohl nicht mehr sagen!

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder. Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

5 Antworten zu “Luther, Meine Hoffnung”

  1. Luigi sagt:

    Aber das würde ja bedeuten das die Kirche völlig überflüssig ist. Egal was ich mache, so lange ich nur an Gott glaube ist alles Ok, egal wie ich zur Kirche stehe.

    Na ja, egal – ich glaube nicht und bin trotzdem!

    • Manuel sagt:

      Die Kirche als Institution ist völlig überflüssig (gerade was den autoritären Anspruch mancher unserer Glaubensrichtungen angeht).
      Kirche ist nur als Ort der Gemeinschaft von Christen (und allen, die sonst noch kommen wollen) wichtig und meinetwegen noch als Verwaltungsbehörde und Trägerin christlichen Lebens.

      So sehe ich das jedenfalls. Ob man von meiner Meinung auf die Allgemeinheit schließen darf, weiß ich nicht (vielleicht ein bisschen auf die protestantische Allgemeinheit).

  2. Tobi sagt:

    @Luigi: Ich finde auch, dass es als Ort der Gemeinschaft wichtig ist. Aber auch als Diakonie und Fürsorge ist sie wichtig.
    Von dem her kann man die Rechtfertigung der Kirche als heutiger Riesenapparat schon anzweifeln, wenn man nur das Schlechte sieht. Doch für die Diakonie, Religionslehrer und andere Caritative Einrichtungen ist sie dann auch wieder nützlich.
    Da ich aber nie in der Landeskirche war und trotzdem Christ bin, muss ich die Kirche nicht verteidigen.

    Es ist einfach befreiend zu wissen, dass man allein durch die Gnade Gottes bei Gott sein kann. Wobei natürlich auch Reue für seine Taten sein muss.

    • Manuel sagt:

      Stimmt, die Fürsorge gehört natürlich auch noch rein. Mein Kommentar war primär darauf bezogen, dass manche Kirchen so tut, als bekomme man Erlösung nur, wenn man die Mitgliedskarte der katholischen/evangelischen/orthodoxen etc. Kirche hat, genauso wie ich aus der Landesbibliothek nur ausleihen darf, wenn ich brav meinen Ausweis bezahlt habe (komisches Beispiel, aber mir fällt grad nichts besseres ein).

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