Ubuntu vs. Windows (XP, Vista und 7)

Nachdem ich Ubuntu nun auch schon eine Weile benutze erlaube ich mir nun auch mal eine kleine Gegenüberstellung von Ubuntu und den aktuelleren Windows Versionen (XP bis 7) im Desktop-Bereich.

Windows:

Vorteile:
– DVD Wiedergabe und Musikwiedergabe funktioniert meistens schon auf Anhieb. Der Windows-Media Player hat die wichtigsten Codecs schon installiert und (hoffentlich) auch lizenziert.
– Als junger Mensch lernt man es heute schon in der Schule
– Es sieht gut aus und ist eigentlich auch recht leicht zu bedienen
– Es gibt viel Freeware auf PC-Zeitschriften und natürlich auch ein breites Angebot an kommerzieller Software auf CDs und DVDs. Daher braucht man nicht zwingend Internet
– Viele Internetbloggs mit Performancetipps und anderen Hacks und Tipps
– Drucker und sonstige Geräte laufen unter Windows besonders gut, da Treiber auf jeden Fall verfügbar sind.

Nachteile:
– Es kostet relativ viel Geld (mindestens 100 Euro)
– Der Browser (IE) ist ziemlich buggy und stört damit die Internetgesellschaft, da kaum Leute alternative Browser wie Opera oder Firefox benutzen, welche die W3C Standards auch einhalten.
– Bei Internetnutzung ist ein Virenscanner Pflicht.
– Zwangsaktivierung von Windows per Telefon oder Internet
– anfangs ist alles schnell, nach einiger Zeit wird es immer langsamer

Ubuntu:

Vorteile:
– es kostet erstmal keine Lizenzkosten
– relativ virenfrei (es gibt seltenst Massenviren für Linux, wenn dann eher gezielte Angriffe auf Unternehmensserver!)
– zahlreiche freie Software
– eine nette Community
– gute Paketverwaltung
– sehr schneller Systemstart und sehr schnelles Herunterfahren

Nachteile:
– Die Installation des Grundsystems ist ohne Internet möglich, aber nachträgliche Installation aus den Paketquellen ist fast nur mit Internet möglich.
– Manche Codecs sind leider lizenzpflichtig, dafür muss man unter Linux zahlen, wenn man ehrlich bleiben möchte.
– Teilweise krasse Umgewöhnung wenn man Windows gewohnt ist.
– Spiele und „wichtige“ Software wie iTunes sind unter Linux nicht verfügbar, wegen der Arroganz von Apple (Spiele ist aber nicht so schlimm, da es auch viele freie Spiele gibt)
– Treiber für Drucker und Co. können manchmal schwierig sein.

Für Ubuntu habe ich übrigens auch noch diese schöne „Logo“ gefunden:

Man sieht also, dass Windows einige Vorteile hat, die einfach gut sind. Ubuntu ist in anderen Bereichen und Sicherheit noch ein bisschen besser, hat aber mit Hardwareunterstützung teilweise Probleme. Aber manchmal auch nur deshalb, weil es eben anders läuft.
Für Leute, die frisch mit dem Computer anfangen würde ich auf jeden Fall Ubuntu drauf machen. Aber auch nur dann, wenn diese daheim auch einen Internetzugang haben. Vorteile ist einfach die Kostenersparnis und eine recht gute Community.
Wenn die Leute dagegen viele moderne Gadgets wie Appleprodukte nutzen wird eben Windows oder OS X Pflicht. Einfach, weil da die Unterstützung besser ist und die Leute vermutlich auch Geld haben. Windows ist auch nicht schlecht und kann auch einiges leichter als Linux.
Doch Linux wird immer mehr eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Windows. :)

Und wer selbst die Logo finden möchte gebe bei Google einfach mal Windows Logo oder Ubuntu Logo ein.

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder. Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

19 Antworten zu “Ubuntu vs. Windows (XP, Vista und 7)”

  1. Spanksen sagt:

    Das Logo macht mich fertig ;-)

  2. bagalutenGregor sagt:

    Kaum einer nutz alternative Browser?
    musst du mir genauer erklären…
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    der bagalutenGregor

    • Tobi sagt:

      @bagalutenGregor: Habe es nochmal genauer geschrieben. Ich meinte natürlich, dass kaum einer von den Standard-Windows Usern Alternativen wie Firefox oder Opera benutzt.

      • bagalutenGregor sagt:

        Naja das sehe ich anders und die Nutzer Zahlen sprechen da auch ganz Klar für mich der IE ist schon lange nicht mehr der Große Marktführer, zwar immer noch gute 2/3 aber die Zahlen der Marktanteile sprechen doch dafür das die Formulierung kaum nicht besonders Zutreffend ist.
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        • Tobi sagt:

          @bagalutenGregor: Joa gut, wenn ich da aber in viele Firmen reinschaue ist leider immer noch der IE im Einsatz und der stellt eben vieles dann doch nicht so optimal dar. Außer die Programmierer haben an die IE-Hacks gedacht. :)

          • bagalutenGregor sagt:

            Das Problem bei Arbeitsplatz Rechnern ist das aus sicherheitsgründen das Nachinstalieren von Anderer Software nicht erlaubt ist und es den SystemAdministratoren egal ist wie die Seiten aussehen weil das Installieren von Alternativen Browsern ja arbeit bedeutet.
            Irgendwie müssen die knappen 2/3 ja zustande kommen.
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            der bagalutenGregor

          • Tobi sagt:

            @bagalutenGregor: Genau: Es bedeutet Arbeit und Arbeit bedeutet Zeitaufwand. Zeit, die man für wichtigere Dinge nutzen kann.
            Eigentlich könnte ich die Browserpassage oben mal durchstreichen. Sicherheitsrelevant ist es eigentlich nicht mehr. Das haben die Redmonder relativ gut in den Griff bekommen.

  3. Mr. Apple Man sagt:

    Wenn mann z.B. Kinder hat, hat mann keine Wahl und muss sie vor eine Windows Kiste setzen. Wer sich nämlich mit Windows nicht auskennt wird in der Berufswelt keinen Fuss fassen.Somit wird der Weg bis eine 50/50 Aufteilung da ist noch sehr lange währen. Aber wir müssen nur Durchhalten :-).

    • bagalutenGregor sagt:

      Das seh ich nicht so, denn der umstieg von egal welchem System auf Windows ist wohl der einfachste von allen ausserdem fördert es das Technische verständnis und zeigt dem Kind das es auch andere sachen giebt ;)
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    • Tobi sagt:

      @Mr. Apple Man: Windows zu bedienen ist ja heutzutage sehr einfach. Selbst die Netzwerksachen sind dort sehr einfach gehalten. Systemsteuerung und dort den richtigen Reiter auswählen. Aber an und für sich hast du schon recht. Ohne Windows kommst du heute nicht mehr weit. Aber man könnte ja hergehen, dem Kind zuerst Linux draufbasteln und dann wenn es mal älter ist und Ballerspiele zocken möchte, eben noch eine Windows Partition draufmachen. Oder es selbst machen lassen, dann lernt es auch am meisten… Windows muss man ja öfters mal aufsetzen. ^^ Besonders wenn der Nachwuchs auch ein Bastard Admin werden möchte.

      @bagalutenGregor: Ich seh es auch so. Windows ist sehr einfach zu bedienen. Ein paar Klicks auf Weiter und Ok und schon ist wieder ein neuer Treiber oder ein Programm installiert. Unter Linux heißt es oftmals: Hm, wie geht das? Gibts das auch als Debian Paket? Aber das macht mir im Moment noch den Reiz aus. Den Brother MFC werd ich die Tage auch mal anschließen. Unter Windows war auch die Scan-auf-PC Funktion vom Drucker aus möglich. Mal schauen wie es auf Linux aussieht.

  4. CONeal sagt:

    Ich denke beides hat Vor und Nachteile. Ich bin z.B. auf Windows angewiesen, daher kommt Ubuntu wenn nur in einer VM drauf. Und dann benutz ich die nie, weil ich nicht weiß wieso :D

    • bagalutenGregor sagt:

      Na komm angewiesen auf ein Bestimmtes System sind wir doch nur weil die Industrie das so will, wenn ich in meinem Lehrberuf was anderes als Windows benutze kann ich nicht mehr alle Kunden bedienen, denn bestimmte Programmiersoftware des Namenhaften Herstellers SIEMENS kommt nur für Windows und verlangt den IE. Ein anderes Beispiel die Firmenpolitik an sich. Wenn für den mich besschäftigenden Betrieb spezielle Software angeschafft wird, zB Controling Software für die Arbeitzzeit erfassung und diese ist nur unter Windows verfügbar, was soll ich machen. Was ich sagen möchte, wir sind nicht gezwungen ein bestimmtes System zu nutzen, oft werden wir aber in ein solches von unseren uns umgebenen Struckturen gepresst.
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      der bagalutenGregor

    • Tobi sagt:

      @CONeal: Für unser Geschäft ist das Ganze leider auch nichts. Die WaWi ist in Delphi geschrieben (geht zumindest aus den häufigen Fehlerlogs hervor!) und die ist leider nur in nativem Windows Code verfügbar. Wegen Office 2007 hätte ich das kleinste Problem, dass kann man dank WINE sehr gut ins System einbinden. Aber Siemens und andere Hersteller machen dann auch wieder ein Strich durch die Rechnung, da wäre auch wieder Windows von Nöten. WINE kann leider noch nicht alles emulieren. Und von Shootern wie Unreal Tournament oder Battlefield ganz zu schweigen, da kann Linux leider auch noch einpacken. Aber Mac OS X eben auch.

      @bagalutenGregor: Arbeitszeiterfassungen sind ja noch das kleinste Übel, da gibt es hunderte Alternativen. Sicher auch was für Linux. Aber die großen Firmen wie Siemens mit ihrer Software (die aber oftmals recht gut läuft!) und die ganzen Lizenzmechanismen dazu, da kannste ja nur Windows nehmen.
      Gut mit dem IE lässt sich streiten, dass ist ja nicht mehr oft Standard. Und wenn, drauf ist er ja…
      Aber wenn du für Linux eine Software erstellen willst und diese erfolgreich vermarkten, musst du eben auch viele Pakete bereitstellen (Debian / Ubuntu, dann für Red Hat, für SuSe und dann noch notfalls als bin. Bei Windows nimmst du einen Installer und fertig ist es. :) Die Mehrarbeit spricht wahrscheinlich wieder gegen Linux. Jeder Distributor kocht sein eigenes Süppchen. Und das jeder auf Ubuntu oder Debian umsteigt kannst du ja auch schlecht verlangen. ;)

  5. Papa Schlumpf sagt:

    Ich sag mal (auch wenn es vtl. etwas übertrieben ist)

    Windows = ist ideal für Anfänger denn da fallen die eigenen Fehler nicht auf
    (Hab selbst 10Jahre damit verbracht/…..)

    Linux = ist etwas für User, die wissen was sie tun und wollen und die Freiheit schätzen
    (Mit Linux Suse(opensuse)/Debian und Ubuntu konnte ich mich devinitiv weiterbilden und weiss das Linux noch immer zu schätzen)

    Apple = da bin ich selbst gerade dabei alles auszulosten…
    (Mal sehen, ob es auch hier 10Jahre der Freude werden, im Moment jedenfalls scheint über meinem Schreibtisch jeden Tag die Sonne)

  6. seo tommy sagt:

    Oh, wenn die 4 jetzt losdonnern …

  7. Hans sagt:

    Schlechte Gegenüberstellung, schlechter Artikel. Das kann ich dir nach 2 Tagen erzählen…

  8. Ich sagt:

    Hallo,
    du schreibst das ein Nachteil von Ubuntu die „teilweise Krasse Umgewöhnung“ ist. Sei erstmal dahingestellt ob es so ist oder nicht!

    Aber wenn man mal bisschen um die Ecke denkt, müsste dieser Punkt doch auch bei Windows auftauchen. Denn sonst ist es kein Vergleich sondern eine Bewertung Ubuntus aus der Sicht ein Windows-Nutzers!

    Grüße

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