Die Kehrseite des Admin Daseins

An und für sich hat es was für sich, wenn man ein Admin ist. Man darf laufend neue Computer aufsetzen und hat an manchen Tagen kaum was zu tun. Wenn man die Benutzerbetreuung dann auch noch abgeben könnte, wäre die Sache geritzt. Ich würde mir dann spannende Projekte holen und kann mich in aller Ruhe darauf konzentrieren und muss nicht viele Sachen gleichzeitig machen. #B.A.f.H. lässt grüßen.
Doch die Sache hat natürlich auch ein paar kleine aber feine Schattenseiten. Man trägt die Verantwortung für die Lauffähigkeit des Systems. Das kann ganz schön nervend sein, wenn man plötzlich einen virenverseuchten Datenserver hat.
Man versucht dann alles mögliche und versucht ein paar CDs von der CT‘ aus. Dummerweise dass diese alle ein paar Monate alt sind und man dafür Internet braucht. Es gab natürlich auch ein Offline Updateverfahren, doch der USB-Stick wurde nicht erkannt. Na gut, dann haben wir eben mal Rescue CDs von Avira und Kaspersky drüber laufen lassen. Es wurden über 2.600 verseuchte Dateien gefunden, welche anscheinend auch repariert bzw. in Quarantäne gesteckt wurden. Beim anschließenden Booten war der Virus aber immer noch da, doch mit ein paar Versuchen ließ sich dann wenigstens ein Virenscanner installieren. Auch dieser hat wieder einige verseuchte Dateien gefunden. Danach dachten wir: Alles ist gut. Doch das Ende vom Lied war. Es geht nichts über den Server neu aufsetzen.
Gut, das haben wir dann auch gemacht. Zuerst wollten wir aber den Testserver (ähnlich aufgebaut wie der Original-Server) zum Laufen bringen, aber beim Rücksichern der Daten war dieser Server leider auch infiziert. Nun hatten wir also zwei kaputte Server und so haben wir uns eben doch entschieden alles neu aufzusetzen. Eine Bandsicherung mit den wichtigsten Daten hatten wir zum Glück. Also gesagt getan. Doch leider bekam ich nicht wirklich raus ob man das Band nach einer Neuinstallation auch noch lesen kann.
Nach ein paar aufregenden Stunden und viel Manpower (zwei Kollegen haben mir übrigens die ganze Zeit über geholfen. Danke nochmals dafür!) liefen der Server und die Warenwirtschaft wieder. Nun mussten die (geprüften und virenfreien) Clients wieder an die Domäne angebunden werden. Das war leider wieder ein kleiner Knackpunkt, der auch nochmal viel Zeitpunkt gekostet hat.
Nun lief die Firma heute wieder einwandfrei und auch die Clients wurden wieder grob so eingerichtet, dass auch die E-Mails funktionieren.
Doch die ganzen anderen Dokumente und Bilder und andere Daten liegen noch auf dem Band. Da ich leider davon ausgehen muss, dass auch diese verseucht sein könnte muss man nun schrittweise zurücksichern: Virenscanner und dann gehts los. :)
Wollen wir nun hoffen, dass morgen alles klappt und die anderen verseuchten Rechner (die ich bis montag wieder neu aufsetzen darf / sollte) wieder vernünftig laufen.

Und nun sag ich erstmal gute Nacht. Die kurzen Nächte (einmal 4 Stunden und gestern halt auch wieder nur 6 Stunden) zehren an den Kräften.

Doch wir haben daraus viel gelernt und das wird in Kürze auch wieder umgesetzt.

Quelle des Bildes

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder.

Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

6 Antworten zu “Die Kehrseite des Admin Daseins”

  1. Ich sach´jetzt nix…

    • Tobias sagt:

      @Der Applejünger: Ist auch besser so. Da wurden auch ein paar Fehler gemacht, die ich schon vorher hätte erkennen sollen. Hinterher ist man aber immer schlauer und diese Fehler werden nun zeitnah umgesetzt. Der nächste Crash darf nicht mehr passieren. Im Übrigen ist kein Betriebssystem vor Viren sicher… Im Bereich Sicherheit ist Linux immer noch am besten. Nicht zuletzt, weil dabei mehrere Leute den Code prüfen und somit die Fehler schneller ausmerzen können.
      Selbst dein MacOS hat manche Sicherheitslücke, die man ausnutzen könnte. Nur sind Macs eben noch nicht interessant genug. Das nutzen momentan ja nur die Grafikleute und die haben nichts interessantes, was sich lohnen würde…

      Aber auch egal. Fehler passieren und nun werden die Lösungen gesucht und dann zeitnah umgesetzt.

Trackbacks/Pingbacks