Neue Idee, Windows vom Desktop zu verdrängen

Der folgende Abschnitt stammt nicht von mir, sondern von Bashflash

In der letzten c’t 06/2011 war auf Seite 3 ein netter Leitartikel auch zu diesem Thema. Es muss halt funktionieren, unkompliziert und
einfach. Ein besonderes Problem ist bei Linux natürlich auch die Hardware, die immer noch oft mangelhaft von den Herstellern der Geräte mit Linux-Treibern unterstützt wird. Das Hauptproblem ist aber der Umstieg für Ottonormalverbraucher, hier im Beispiel von Windows auf Linux. Um Ottonormalverbraucher zu überzeugen, müßte der also im Beispiel seine Windowsprogramme, für die er keinen sofortigen, bequemen und gleichwertigen Ersatz unter Linux angeboten bekommt, was oft eben nicht der Fall ist, auch unter Linux laufen lassen können.
Wine ist zwar ein tolles Tool hierfür, aber es genügt nicht, für viele Ottonormalverbraucher ist es schon zu komplex. Viele Windows Programme laufen unter Wine zudem noch nicht, erst Recht natürlich solche, die Hardwaretreiber mitbringen oder selbst nur Windows-Hardwaretreiber für externe Geräte sind. Daher wäre es nötig, dem User eine windowskompatible, am besten schon fertige VM anzubieten, die er unter Linux parallel starten und dann gegebenenfalls vorläufig darin seine Windows Programme und notfalls auch externen Geräte mit Windows Treibern laufen lassen kann. Der Weg wäre möglich mittels ReactOS. Die Linux Distributoren sollten sich also mal zusammensetzen und darüber verhandeln, wie sie ReactOS möglichst schnell zu einem tauglichem Windows Nachbau verhelfen können. 64 Bit, Sicherheitsaspekte oder besondere Features kann man dabei später angehen, wichtig wäre vor allem, dass saubere, malwarefreie, lokale Programme und externe Hardware einfach so unter Linux weiterhin von Ottonormaluser nach dem Umstieg verwendet werden können. Und zwar ohne dass man dazu eine Windows Lizenz für die VM und eine extra Installation benötigt, sonst könnte man ja gleich bei Windows bleiben. Nein, diese VM würde fertig vorkonfiguriert kostenlos von den Distributoren mitgeliefert werden. Dies wäre wohl mittelfristig das Ende von Windows auf dem Home PC. Da hilft dann auch keine Werbung mit Milliardenaufwand oder eine neue, poppige Oberfläche mit ein paar Gimmicks. Ach ja, und Angst bräuchten die Linux Distributoren auch nicht vor ReactOS als zusätzlicher Konkurrenz haben, dazu wäre dieser Windowsnachbau prinzipiell zu schlecht. Nein, sobald genügend Ottonormalverbraucher auf Linux als Hauptsystem umgestiegen sind, werden die Hardware- und auch Softwarehersteller ganz schnell nachziehen und entsprechende Linuxtreiber, Linuxsoftware und Spiele (!) als Ersatz für die Windowssoftware anbieten. Garantiert! So schnell, dass viele
überrascht sein werden. Und am Ende wird ReactOS quasi wieder überflüssig, zumindest für Ottonormalverbraucher. Aber MS braucht da keine Angst zu haben, zu dieser Erkenntnis sind die Linux Distributoren einfach zu doof.

Von hier an: Gefährliches Halbwissen.

Meiner Meinung nach kann ich dem recht zustimmen. Das Problem von Linux ist nach wie vor der ewige Krieg der Distributionen und die Inkompatibilität untereinander. Was mit RedHat super funktioniert, wird unter Ubuntu wohl so nicht laufen. Was unter Debian prima läuft, wird unter SuSe sicher nicht laufen. Es gibt zwar eine Unmenge an freien Playern, aber teilweise gibt es dann wieder für den Benutzter unverständliche Sachen von wegen Lizenzproblemen. MP3 ist nun mal seit sicher 10 Jahren Standard, jeder Hinterhof-DJ kennt dieses Format. Aber wenn du unter Linux einen Audioplayer installierst, musst du erstmal den Codec nachinstallieren. Das Gleiche bei den DVD-Decodern. Hallo: Das gehört heutzutage einfach dazu, warum legt ihr es nicht einfach bei. VLC ist ja schön und gut, aber es gibt ja auch noch andere Player, die toll sind. Rhythmbox beispielsweise…

Viel schlimmer sieht es ja teilweise bei der Hardware aus. Während die meisten Hersteller neben Windows auch noch den Mac bedienen, wird Linux oftmals gar nicht mehr unterstützt. Ein Grund ist eben neben der unzählbaren Zahl der Distributionen auch der Kindergarten der Kernel-Hacker. Sie wollen eben jeden Code frei haben. Es gibt eben manche Firmen, die ihre Hardware selbst entwickeln und davon auch noch ein bisschen ihre Kosten decken wollen. Da kann man doch ab und zu auch mal eine Ausnahme machen und die propritären Treiber einfach direkt ins System einbinden. Das beste Beispiel ist ja aktuell mit den Nvidia Treibern. Es gibt zwar auch eine freie Community mit dem Nouveau Treiber, aber der Hersteller kennt sein Produkt oftmals doch am besten. Und vor allem: Macht ein Standard, der in jeder Distribution gleich ist. Zumindest auf der Treiberebene wäre das ein Segen. Dann haben die Drucker, Scanner und sonstige Produktentwickler vielleicht auch mal wieder mehr Interesse vernünftige Treiber bereitzustellen. Klar, gibt es CUPS, aber damit funktioniert nicht alles.

Deshalb: Bitte, Bitte liebe Linux-Entwickler rafft euch mal zusammen und seid den propritären Treibern und Paketen nicht immer so engstirnig gegenüber. Meistens überlassen die Firmen den Treiber ja trotzdem auch frei der Community.

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder. Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

5 Antworten zu “Neue Idee, Windows vom Desktop zu verdrängen”

  1. Windowsbunny sagt:

    Du spinnst wohl! Windows bleibt schön da!

  2. ODER: Man kauft sich einen Mac und kann seine Zeit statt mit solchen Problemen zu verbringen auf mit seiner Liebsten verbringen oder RICHTIG Kreativ sein.

Trackbacks/Pingbacks