Ubuntu 11.04 – Der erste Eindruck

Nun ist ja Ubuntu 11.04 seit 28. April draußen und ich habe nun heute mal den Umstieg gewagt. Es gab ja erstmal einige Stimmen dagegen. Beispielsweise der neue Desktop „Unity“. Doch an und für sich ist es erstmal nicht schlecht. Das einzige, was mich momentan stört: Ich finde den Knopf „Desktop anzeigen“ nicht mehr. Vielleicht gibt es diesen Knopf nicht mehr oder er ist einfach versteckt. Das war immer recht angenehm. Aber dafür gibt’s ja das Tastaturkürzel: „Windows-Taste“ – „D“
Wenn man nur die Windowstaste aufruft, werden links im Launcher auch weitere Tasten angezeigt. Mit „Windows“ + „1“ wird beispielsweise der persönliche Ordner angezeigt und so. Nur wie man nun wieder Screenshots macht, habe ich noch nicht so ganz kapiert. Die Windowstaste ist nun mehrfach belegt und mit der Drucktaste wird auch nichts mehr erzeugt. Kurzum: Dieser Bereich ist für mich noch ganz neu.

Vom Aussehen her ist „Unity“ aber erstmal recht schick und aufgeräumt. Wenn man beispielsweise die Systemeinstellungen sucht, tippt man die einfach ein und es werden Suchergebnisse vorgeschlagen. Wie bei Windows 7 eben auch. Das mag zwar erstmal eine Umstellung sein, aber an und für sich auch nicht besonders tragisch. Teilweise ist das vielleicht besser, als sich durch viele Menü durchhangeln zu müssen.
Joa, ansonsten war es dass erstmal.
Ich werde mir Ubuntu 11.04 mal genauer anschauen und bei Nichtgefallen, kann ich ja immer noch auf Fedora oder OpenSuSe oder Linux Mint wechseln. Mal den KDE 4 Desktop auszuprobieren kann sicher nicht schaden, das letzte Mal, als ich diesen mal drauf hatte war mit SuSe 8 oder so. Da war ich noch ganz auf Windows fixiert und da ich nicht alle meine Musik und Dateien auf Linux portieren wollte, war es auch etwas langweilig. Aber mit der 4er Version von KDE scheint ja alles wieder besser geworden zu sein. Die Taskleiste ist dann wie bei Windows unten und sieht beispielsweise so aus: KDE 4.6. Aber xfce soll ja auch nicht schlecht sein. Vielleicht ist es tatsächlich mal angebracht andere tolle Debianbasierte Distributionen zu nutzen. Muss ja nicht immer das Mainstream Ubuntu sein. Für Linux Mint sprechen ja die Integration von nichtfreien Codecs oder Plugins, die man sowieso braucht: MP3-Codec, Flash (Quelle)

Was haltet ihr vom neuen Ubuntu 11.04? Benutzt ihr vielleicht andere Distributionen? Wenn ja, welche könnt ihr empfehlen (Einsteiger, faule User, wie ich es bin)?

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder.

Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

12 Antworten zu “Ubuntu 11.04 – Der erste Eindruck”

  1. Unity fand ich eine Katastrophe. In meinem Fall fehlte mir die Taskleiste zum Herumschalten.

    Und Firefox ist seitdem nicht mehr vernünftig nutzbar für mich, egal, welche Version ich wie zu installieren versucht hatte.

    Aber mir scheint, da niemand das sonst erwähnt, bin ich damit der Einzige?

    • Tobi sagt:

      @ulf_der_freak: Gut, Firefox läuft bei mir wunderbar. Ich bin wieder von Unity auf GNOME 2 gewechselt. Das ist einfach immer das Beste…

      Vielleicht hast du falsche Paketquellen eingebunden. :)

  2. Manuel sagt:

    Um Ubuntu nicht ganz wegen Unity verlassen zu müssen, gibt es auch „Ubuntu GNOME Remix“ http://ikhaya.ubuntuusers.de/2.....mit-gnome/

    Haiku http://haiku-os.org/ ist auch interessant, selbst wenn es kein Linux ist.

    • Tobi sagt:

      @Manuel: Ging auch einfacher. Einfach sich abmelden und unten „Ubuntu Classic“ auswählen. Sich anmelden und sich freuen, dann wird GNOME auch nach dem Neustart immer ausgeführt.

      • Manuel sagt:

        @Tobi: Das geht allerdings soweit ich weiß nur noch bis 11.10 . Naja, vielleicht ist Unity bis dahin so weit verbessert worden, dass wir GNOME nicht mehr vermissen.

        • Tobi sagt:

          @Manuel: Wenn es dann soweit ist, gibt es ja immer noch KUBUNTU und XUBUNTU. :)
          Aber Unity fand ich persönlich nun eher doof. Für Tablets und Smartphones ist das sicher eine tolle Oberfläche, aber für Desktoprechner: Nöööö…

          Aber Innovationen brauchen eh immer ihre Zeit. Und zur Not gibt’s eben doch noch die andere Konkurrenz.

  3. Timo sagt:

    Ohje, wenn ich das lese, dann würde ich mich doch wieder freuen, wenn ich zu Ubuntu umziehen könnte, aber das wird nichts. Ich benötige leider die Microsoft Office Programme, da mir die OpenOffice in der Uni nicht weiterbringen. Genauso wie ich leider auch PS brauche, was auf Linux nicht läuft… sonst wäre ich schon lääängst wieder bei Ubuntu gelandet …

    LG
    Timo

    • Tobi sagt:

      @Timo: Also das mit Office kann ich nicht nachvollziehen. Das hatte ich damals mit WINE zum Laufen gebracht und dazu noch relativ reibunglos. Excel und so haben sich dann direkt aus dem Dateibrowser geöffnet, wenn ich eine .xls Datei geöffnet habe.

      Mit Photoshop kenn ich mich zu wenig aus, da ich kein Grafiker bin.

      Aber alternativ könntest du noch eine Virtual Box installieren, dort Windows XP oder 7 draufklatschen und einen Ordner als Gemeinsamen Ordner (Netzlaufwerk) definieren. Dann kannst du deine Bilder in der Virtual Box bearbeiten, aber gleichzeitig im Ubuntu wieder ansehen oder per Mail senden oder was auch immer.

      Das Gleiche mache ich zumindest mit iTunes. In der Virtual Box läuft iTunes und über die Netzlaufwerke habe ich auch im Windows meine Musik. Die sind zwar nicht im iTunes (ist zu langsam), aber immerhin habe ich darüber einen direkten Zugriff auf die Dateien.

      Also eine Überlegung wäre es wert. Bring aber viel Zeit mit, das kann ein bisschen nervenaufreibend werden.

  4. Geiserich sagt:

    bin von ubuntu 10.04 nach Linux Mint gewechselt.Ist mir einfach zuviel SchnickSchack auf dem Desktop.braucht kein mensch.firefox lief auch nicht mehr vernünftig.

    • Tobi sagt:

      @Geiserich: Naja, ich benutze aktuell 11.04 mit der alten GNOME 2 Oberfläche. Ich hab mich eben dran gewöhnt…
      Aber das ist ja das Gute an Linux. Es gibt so viele Alternativen. Jeder kann seinen Desktop selbst auswählen. ;)

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