Arch Linux ist krepelig

Nachdem ich mir endlich mal einen Laptop gegönnt habe (den hier) wollte ich auch mal Arch Linux ausprobieren. Ich dachte mir schon, dass es kein Spaziergang wird. Besonders, da man wirklich alles per Konsole einrichten muss (oder darf). Die Anleitung für Einsteiger wie mich ist recht gut geschrieben. Es ist aber auf jeden Fall sinnvoll ein bisschen Hintergrundwissen zu haben und Freude am Lernen.
Ein paar Probleme die mich gefrustet haben:

1. Mit UEFI ging nicht. –> OK, einfach in Legacy Mode gestellt.
2. WLAN ließ sich nicht einschalten. –> Gut, dann eben ein LAN Kabel genommen.
3. LAN ging nicht. –> Gefrustet gewesen, dann das hier gefunden.
4. Immer noch keine IP Adresse. –> dhcpcd angeschmießen und hurra: „i can has cheezburger“
5. Dann Grundsystem installiert, aber KDE startet nicht, weil X-Server nicht automatisch startet. –> Das hier hat geholfen.
6. Nach jedem Neustart musste immer „dhcpcd“ ausgeführt werden. –> Naja, wird sich schon irgendwann einrenken.
7. Sound ging nicht. –> Hab die ersten Sachen von hier durchgelesen, hat nicht geklappt. Vielleicht wären die Sachen für KDE die Lösung gewesen, hab ich gestern aber überlesen.
8. OpenSuSe installiert. Zuerst mit verschlüsselter /home. Dann Passwort fast vergessen und wieder unverschlüsselte /home installiert.

Ich hätte natürlich weitermachen können und hab auch schon mal die nötigsten Pakete (vlc, libreoffice, firefox) heruntergeladen. Aber wenn es am Anfang schon so doof ist, hab ich einfach keinen Nerv mehr dafür. Außerdem geht manchmal doch wieder was kaputt. Jetzt hab ich OpenSuSe und bin wenigstens wieder weg von Ubuntu. Das läuft recht gut, updatet sich anständig und sieht zudem noch schön aus.

Und wenn nun ein Arch Linux Nutzer herkommt und mich hauen möchte: Arch Linux ist zwar schön, der pacman ist echt genial. Aber mir hat es zu viele Probleme bereitet, die mir das System verleidet haben. Ich möchte ein stabiles System haben und deshalb hab ich eben wieder OpenSuSe genommen. Ich wollte mal KDE ausprobieren.

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder.

Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

2 Antworten zu “Arch Linux ist krepelig”

  1. da]v[ax sagt:

    Die Namensähnlichkeit zu „arch enemy“ ist sicher kein Zufall ;) aber im Ernst: ein Betriebssystem, das schon am WLAN und danach sogar am LAN scheitert, würde ich nicht mehr als Betriebssystem bezeichnen. Das ist einfach nur noch Panne.

    Ich hab mir ja nun gerade mal wieder (nach 8 Jahren) eine neue Daddelkiste geleistet und da musste natürlich Win7 drauf. Das ging SO mega problemlos, das war schon fast unheimlich. Sollte ich mal wieder Langeweile haben, werde ich mir MINT und das aktuelle Ubuntu angucken, So rein interessehalber. Aber allzu viel erwarten werde ich sicher nicht ;)

    • Tobi sagt:

      @da]v[ax: Ich hab ja beruflich auch viel mit Windows zu tun und da kann ich nur sagen. Seit Windows 7 sind Installationen kein großes Thema mehr. :D

      Ubuntu 12.04 hab ich noch auf meinem großen Desktop Rechner drauf. MINT hatte ich mal auf meinem Netbook.
      Aber das aktuelle Ubuntu ist bei mir gar nicht erst vom Stick gestartet und MINT ist ja doch relativ ähnlich zu Ubuntu.

      OpenSuSe deshalb weil ich die alten SuSe noch von ganz früher (so 2003 oder so) kannte und es damals nicht schlecht fand.

      Vielleicht hab ich auch einfach einen aktuellen Kernel und exotische Hardware erwischt, die sich nicht miteinander vertragen. Naja, hauptsache es funktioniert nun endlich. :)

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