Archiv | August, 2015

Flüchtlinge sind willkommen.

Achtung: Wer es noch nicht weiß. Der Postillon ist einfach nur eine Seite, die Satire verbreitet. Man darf also kein Wort davon glauben. Außer es kommt irgendwann tatsächlich in der Tagesschau.

Ein Artikel von gestern bringt es nochmal ganz gut auf die Spitze, was die ganzen Nazis, besorgte Bürger und andere Menschen die ganze Zeit behaupten. Ein Flüchtling verspeist ein blondes deutsches Kind bei lebendigem Leib. Na wer das nicht als offensichtliche Satire erkennt, der hat ein Problem mit der Realität.

Mal ganz ehrlich: Seid ich zur Schule gehe (vielleicht auch schon im Kindergarten) habe ich Umgang mit ausländischen Menschen gehabt. Da waren Türken, Russen, Italiener und sogar Menschen aus dem Balkangebiet dabei. Einige davon waren in der Schulzeit ziemlich gute Freunde von mir. Mein bester Freund kommt aus dem Kosovo und hat vor 3 Jahren seine Frau aus Serbien geheiratet. Wer es nicht weiß: Die Kosovo Albaner und die Serben haben sich damals gegenseitig die Birne eingeschlagen und nun heiraten zwei Menschen aus beiden Ländern einandner. Ist das nicht toll? Was besseres kann es doch eigentlich nicht geben.
Und was ist heute: Heute haben wir immer noch viele Ausländer in der Umgebung. Die bereichern aber das Stadtbild ungemein. Sei es mit einer Pizzaria, einem Dönerladen, Schuhreparaturen, Schneider oder einfach als Menschen wie du und ich.

Wenn wir als Deutschland regelmäßig Waffen in Länder mit lupenreiner Demokratie (ausnahmsweise mal nicht Russland!) exportieren und die Präsidenten oder Diktatoren diese Waffen dann gegen ihr eigenes Volk einsetzen, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Menschen aus ihrem eigenen Land flüchten. Sie riskieren ihr Leben, indem sie sich auf Boote begeben um ins friedliche Europa zu kommen. Was machen wir als Europa: Einfach mal die Boote zurück ins Mittelmeer schieben und sie oftmals sterben lassen. Das Zentrum für politische Schönheit hat das schon vor ner Weile mit Särgen und Kreuzen öffentlich gemacht. „Die Toten kommen

Wer Wind sät, wird Sturm ernten!

Es ist ja nicht so, als ob wir gezwungen werden unsere tollen Waffen an die Kriegsherren zu exportieren. Soweit ich weiß leben wir offiziell noch in Frieden mit der Welt. Also könnten wir als Bundesrepublik Deutschland auch mal sagen: „Nein wir unterstützen keine Massenmörder! So einen hatten wir selbst vor 70 Jahren.“ Wir könnten stattdessen ja einfach unsere tollen G36 Waffen verkaufen. Die haben eine eingebaute Krümmung und würden damit weniger Leid anrichten.

Klar ist es enorm viel, wie viele Flüchtlingen gerade kommen. Aber letztendlich ist es einfach unsere Aufgabe die Flüchtlinge aufzunehmen. Im Grunde genommen sind wir nämlich eines der reichsten Länder der Welt. Wir haben eine Sozialversicherung, die für jeden Menschen aufkommt. Bist du arbeitslos? Gut, hier bekommst du Arbeitslosengeld. Bist du in Rente? Hier bekommst Rente. Du bist krank geworden? Geh zum Arzt, die gesetzliche Krankenversicherung zahlt schon vieles.
Klar gibt es in unserem Sozialsystem und es reicht vieles nicht mehr aus. Aber im Grunde wird trotzdem keiner komplett allein gelassen. Der Staat kümmert sich schon noch um einen.

Deshalb ist es nur normal, dass wir in Deutschland nun auch mal Flüchtlinge aufnehmen müssen. Wir haben damit nicht gerechnet, deshalb ist es auch oft chaotisch. Aber sie sind nun mal da und damit müssen wir eben umgehen!

Wenn ich dann wieder solche Berichte aus Heidenau lese, schäme ich mich Deutscher zu sein.

Aber wenigstens machen mittlerweile auch viele Leute ihren Mund auf und beziehen Stellung zu diesem Thema:

Habt keine Angst mehr, sondern geht mal mit euren Freunden ins Asylheim oder Flüchtlingsheim und heißt die Menschen mit einem freundlichen Lächeln willkommen. Bisher hab ich noch niemand erlebt, der micht gebissen hätte. :) Besonders die Kinder freuen sich aber umso mehr, wenn man sie mal für eine Weile aus dem Heim nimmt und mit ihnen was macht. Beispielsweise zu einem Kindertag bei der Feuerwehr mitnehmen und sie spielen lassen. Aber auch die jungen Erwachsenen freuen sich, wenn sie mal in Kontakt kommen. Ein bisschen Deutsch lernen oder einfach mit uns abhängen.
Vielleicht kommt ja irgendwann die Zeit, wo auch in Deutschland wieder ein Krieg ausbricht (hoffentlich nicht zu meiner Zeit!) und wir selbst Flüchtlinge werden. Dann sind wir auch froh, wenn wir irgendwo Asyl bekommen und freundlich aufgenommen werden.

Extol – Sting of Death

Das Lied ist schon eine Weile alt. Nun hab ich mal auf den Text geachtet und finde es gleich nochmal besser. :)

AGFEO TK-Suite Server Passwort setzen

Wer sich mit dem TK-Suite Server beschäftigt ist sicher auch mal auf den Punkt gestoßen, wo er ein Passwort für den „admin“ setzen wollte. Das nachfolgende bezieht sich auf die Version 4.4.34. In anderen Versionen kann sich das Verhalten eventuell geändert haben.

Wenn man sich lokal am Rechner mit dem TK-Suite Server anmeldet und über den TK-Suite Client – „Anwendungen“ – „TK Suite Server Einstellungen“ die Einstellungen aufruft und dort den Bereich Benutzer wird man gar nicht erst nach einem Passwort gefragt. Man wird einfach dem Benutzer des TK-Suite Clients angemeldet und wenn man alle Rechte hat, kann man auch ohne den Benutzer „admin“ alles am TK-Suite Server konfigurieren. Nur ein Passwort für den Benutzer „admin“ kann man nicht setzen.

Wenn man aber beispielsweise ein DECT IP System im Einsatz hat und mit einem DECT 60 IP Telefon auf das globale Telefonbuch zugreifen möchte, muss der Benutzer „admin“ ein Passwort besitzen. Ansonsten erscheint mit Version 3.34.8 für das DECT IP System beim Aufrufen des globalen Telefonbuch „Keine Einträge“.

Deshalb hier ein Trick wie man ein Passwort für den „admin“ setzt.

1. Browser öffnen.
2. Folgende Adresse eingeben: IP-des-TK-Suite-Servers:5080/login
3. Mit Benutzer „admin“ und bekanntem Passwort (kann leer sein oder eben „admin“ sein) einloggen
4. Im Bereich Benutzer dem „admin“ ein neues Passwort geben.
5. Änderungen übernehmen.

Aus Sicherheitssicht ist es übrigens sehr sinnvoll, wenn der Benutzer „admin“ ein Passwort vergeben hat. Ansonsten kann ja jeder Benutzer im Netzwerk einfach den TK-Suite Server anpassen und hinterher wundert man sich eventuell, warum die Einstellungen geändert wurden. Darauf kommt man auch erst, wenn sich wirklich aktiv über den Browser am TK-Suite Server einloggt. :) Meistens benutzt man ja nur die CTI Funktionen oder eben den TK-Suite Client.

Ein paar hilfreiche Links:
AGFEO TK-Suite Server Migration
TK-Suite Professional mit Hotel Modul migrieren

Pfadfinderlieder

Da folgenden Videos sind qualitativ nicht besonders gut. Aber um mal die Titel zu behalten hilft es bestimmt weiter:

„Drei glänzende Kugeln“

„Jalava“

„Unter den Toren“

„Piet am Galgen“ –> etwas makaber. :)

„Roter Wein im Becher“

„Burschen Burschen“

„Nordwärts, Nordwärts“

„Nehmt Abschied Brüder“

„Man müsste wieder zwei Pistolen und ein Pferdchen haben“

Ich bin nun Pfadfinder

In der Feuerwehr gibt es jemand, der in seiner Freizeit auch noch bei den Pfadfindern mitmacht und immer wieder verschiedene Projekte am Start hat. So wollte er vor langer Zeit einmal einen Quadrocopter bauen und wollte mich dazu als Programmierer gewinnen. Aber erstens konnte ich nicht so gut in C programmieren und zweitens war mein Zeitbudget ziemlich erschöpft. Nun baut er und seine Pfadfinder und ein paar externe Helfer (Baumingenieur, Statiker, …) schon seit rund 2 Jahren an einem Baumhaus. Mittlerweile steht es auch schon relativ fertig im Wald. Allerdings ist es immer noch ein Prototyp. Nun wurde ich dann nochmal angefragt ob ich nicht Lust hätte ein elektronisches Schloss zu entwickeln. Die Idee war: Es soll nicht nur ein Baumhaus werden, sondern ein Baumhaus Wanderpfad im Schwarzwald. Sprich irgendwann sollen an vielen Waldstücken oder Campingplätzen Baumhäuser sein und ein vom Tagesmarsch erschöpfter Wanderer könnte sich für die Nacht im in der Luft hängenden Baumhaus einen Schlafplatz einmieten. Je nach Ort vielleicht sogar mit Duschen und Toiletten oder sogar mit Brötchen Bring-Service.
Da ein Baumhaus unter diesem Aspekt auch etwas sauber gehalten werden muss, macht ein Schloss sehr viel Sinn. Nun könnte man jetzt einfach ein normales Schlüssel-Schloss verwenden, müsste aber dann immer den Schlüssel an den Mieter übergeben. Wenn der Mieter aber recht spontan um 1Uhr nachts am Baumhaus ankommt schläft vermutlich der Betreiber des Baumhauses schon. Deshalb wäre ein elektronisches Schloss ganz geschickt. Da im Wald oft die Mobilfunkverbindung recht schwach ist, haben wir uns dazu entschlossen den Code den man eingeben muss als SMS zu senden. Unter Hackern ist die SMS natürlich sehr unsicher. Für normale Szenario (wenn wir noch nicht so groß sind!) könnte es noch ausreichen.
Der Kunde bucht also auf einer Internetseite das gewünschte Baumhaus (sofern es noch frei ist), bezahlt und bekommt zum gewünschten Zeitraum per E-Mail oder SMS den Code zum Öffnen des Schlosses mitgeteilt und kann dann für den gebuchten Zeitraum das Schloss mit diesem Code immer wieder öffnen. Nach Ablauf des Zeitraumes ist der Code nicht mehr gültig. Der Kunde kann dann von ihnen zwar noch raus, aber nicht mehr rein. Wenn die Tür nach dem Zeitraum dauerhaft offen bleibt wird eine Alarm SMS an den Betreiber gesendet, damit er mal nachschauen kann.

So war die Idee. Und ein bisschen hab ich mich schon damit beschäftigt und manches schon umgesetzt.

Die Pfadfinder in Calw haben dieses Jahr aber auch eine Finnland / Schweden Fahrt gemacht und ich wurde gefragt ob ich mit möchte. Da ich in beiden Ländern noch nicht war, bin ich einfach mal mit. Deshalb hab ich dann eine Kluft bekommen (die typische dunkelblaue BdP „Uniform“), aber erstmal ohne das typische Halstuch. Die 4 Aufnäher (Welt-Pfadfinder Abzeichen, Deutschlandbanner, BdP Abzeichen und Stammesabzeichen) hab ich dann während der Fahrt im Bus aufgenäht. Das ging sogar relativ gut. Irgendwann in der Schule mussten wir auch mal nähen, aber es hat nie besonders Spaß gemacht. Aber das ging dann doch relativ gut. Manches musste ich zweimal annähen, aber dafür dann das zweite Mal richtig mit Knoten am Ende und etwas sauberer.

In Finnland waren wir von einer finnischen Partnergruppe auf ein finnisches Camp eingeladen worden. 1200 Pfadfinder und wir mitten drin dabei. Das war schon ganz witzig, schön warm in der Sauna und ein Abkühlung am See. Ziemlich am Ende mussten wir dann auch noch ein Programm machen. Was macht man, wenn man jemanden dabei hat, der noch kein Halstuch hat: Man nimmt ihm das Versprechen ab und nimmt ihn im Stamm auf. So haben die das also mit mir gemacht.

Ich will, im Vertrauen auf Gottes Hilfe, nach den Regeln der Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit euch leben!

Die Regeln hab ich mir natürlich auch vorher angeschaut. Nicht, dass ich hinterher meine Seele verkauft hätte. :)

Ich will Schwierigkeiten nicht ausweichen!
Ich will den Anderen achten!
Ich will zur Freundschaft aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder beitragen.
Ich will Kritisch sein und Verantwortung übernehmen.
Ich will Hilfsbereit und Rücksichtsvoll sein.
Ich will mich beherrschen!
Ich will dem Frieden dienen und mich für die Gemeinschaft, in der ich lebe, einsetzen.
Ich will aufrichtig und zuverlässig sein.
Ich will die Natur kennenlernen und helfen sie zu erhalten!

Also eigentlich nicht unbedingt viel neues und vieles tue ich sowieso bereits.

Auf jeden Fall war es recht interessant. Auf dem Berg sitzen gefühlt 300 Leute und auf einmal ist alles ruhig. Dann der Schwur über der Fahne, das Halstuch überreicht und in der Runde jeden einmal mit dem Pfadfindergruß begrüßen. Interessanterweise fanden viele Finnen das etwas besonderes. Bei denen ist sowas wohl gar nicht üblich. Da sagt man einmal seinen Spruch runter und dann ist alles gut. Einmal in der Runde jeden seiner Gruppe zu grüßen macht es doch erst fertig. Bei Beförderungen oder Verleihungen gibt man ja auch immer die Hand. Vielleicht ist es aber auch wieder typisch deutsch :) Ich bin nun einer von wenigen im Stamm die sagen können, dass sie ihr Versprechen in Finnland abgegeben haben.

Der Rest der Fahrt war dann noch lustig. Es gab viel zu viel zu essen, immer eine geile Aussicht aufs Meer und der Zusammenhalt in der Gruppe war auch recht gut. Zumindest gab es keine größeren Streitigkeiten, die sich tagelang hinziehen! Alles relativ unkompliziert und coole Leute aus unterschiedlichen Schichten und Bildungsgraden.
Eigentlich wird man idealerweise bereits als Kind Pfadfinder. Bis 25 ist man dann irgendwann Rover / Ranger. Da bin ich mit meinen 28 Jahren doch glatt aus dem Raster gefallen. Meine Motivation war aber sowieso eher das Baumhaus und dort mit meinen Fähigkeiten mitzuhelfen und nebenbei bin ich eben Pfadfinder geworden. Es macht aber Spaß mit den Leuten was zusammen zu machen und vielleicht auch das eine oder andere Liedchen zu singen.

Zum Pfad des Lebens: Das Ende meines Lebens ist für mich durch meinen Glauben an Jesus Christus bereits klar. Was aber dazwischen noch so kommt, dass weiß keiner. Auch deshalb bin ich nun Pfadfinder und Teil einer der größten Friedensbewegungen der Welt.

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