WIZO im LKA Longhorn, Stuttgart am 11. Januar 2019

Nachdem ich letztes Jahr meinen alten Arbeitgeber verlassen habe, hat mir mein Chef noch ein T-Shirt und ein Konzert spendiert. Da ich zu der Zeit mal wieder intensiver „Die Elenden“ gehört habe und diese Band leider schon lange nicht mehr aktiv ist, habe ich eben mal wieder in WIZO reingehört und etwas nachgeforscht. Dabei hab ich festgestellt, dass der WIZO sogar ursprünglich aus Sindelfingen kommen. Und sie haben sogar ein aktuelles Album aufgenommen. Und das klang gar nicht schlecht.
So kam es dann dass ich für den 11. Januar 2019 im LKA Longhorn in Stuttgart 2 Karten geschenkt bekommen habe. Da ich leider immer noch Single bin und die üblichen Verdächtigen keine Zeit hatten, war das gar nicht mehr so einfach noch jemanden zu finden, der die Karte nutzen würde. Doch durch Facebook habe ich noch einen alten Klassenkameraden gefunden. Und was soll ich sagen: Es war einfach ein geiler Abend.
Zuerst war die „Kurt Baker Combo“ aus Madrid am Start, welche „Gute Laune“ Rock’n’Roll gespielt hat um mal ein bisschen abzudancen. Später waren dann die „Heideroosjes“ am Start mit ordentlichem Punkrock. Da ging es schon mehr ab mit Pogo und toller Nackengymnastik.
Aber als dann endlich WIZO angefangen habe, ging das Schweißfeuerwerk richtig los. Und hey es waren bei diesem Konzert erstaunlich wenig Smartphones in der Luft um das Konzert zu filmen. Die Leute haben sich stattdessen einfach über die Musik gefreut und mit ordentlichem Pogo und Wall of Deaths honoriert. Das war sehr befreiend und hat einfach Spaß gemacht. So viele friedliche Leute auf einem Haufen, die einfach Spaß haben und trotzdem noch ein klares Ziel haben: Ganz klar gegen Nazis!

35C3 – Berichterstattung

Dieses Jahr hab ich hier auf diesem Blog keine eigene Berichterstattung. Habe auf dem 35C3 immer relativ zeitnah eine kurze Zusammenfassung vom Tag geschrieben und letztendlich auch die Bilder dort reingestellt.
Hier gibts die Berichte: Bilder Rückblick, Tag 1, Tag 2 und Tag 3

Jo, im Prinzip war es dieses Jahr von den Talks nicht so ultraspannend. Es gab es leider sogar ein paar Talks, die vom Thema richtig interessant waren. Leider hat der Vortragende eine sehr langweilige Art des Vortragens gewählt, so dass man schlecht folgen konnte. Das fand ich etwas schade. Ansonsten gab es viele Grundlagen Talks, die auch mir als „Profi“ manchmal nochmal Spaß gemacht haben.
Etwas ganz weltbewegendes Neues gab es jedoch nicht wirklich. Daher fand ich es mal ganz spannend zu sehen, was es sonst noch am Congress so gibt. Dass diesmal sogar eine Black Metal Band gespielt hat, fand ich echt erfrischend. Oder sogar mal eine Metalcore Band. Ich mag solche Musik ja ganz gerne und kann mit der ganzen reinen elektronischen Musik auf Dauer nicht soviel anfangen. Das hab ich dieses Jahr ganz neu auf dem Congress wahrgenommen.
Eigentlich wollte ich dieses Jahr mal gar nicht engeln. Und Herr Monkel eigentlich auch nicht. Aber dann hat es ihn doch gereizt wenigstens soviel Stunden pro Tag zu engeln um immerhin eine warme Mahlzeit in der Engelküche zu bekommen. Also hab ich das eben auch gemacht. Ich hab dieses Jahr meiner Erinnerung nach wirklich nur an Türen gesessen und hab die Bändel kontrolliert. Dabei gab es dann auch einige interessante Gespräche oder ein paar Trollaktionen. Und es hat natürlich auch noch für ein T-Shirt gereicht. An einem Abend bin ich dann auch mal zur Engelküche um was von dem guten veganen / vegetarischem Essen zu essen und hab dann dort das Plakat für die Black Metal Band gesehen. Es war also sinnvoll dieses Jahr mal wieder zu engeln. Den Merch hab ich dieses Jahr ausgesessen, da ich eh an einer Tür saß und die Leute kontrolliert habe. Aber so richtig toll fand ich das Design eh nicht. Der Zipper vom 32C3 fand ich ja noch am schönsten bisher, aber natürlich hab ich davon keinen.

Im August ist übrigens das Camp. Und ich rate allen die Zeit und Bock auf die CCC Community haben: Geht hin, es ist nur alle 4 Jahre. Hier mal eine inoffizielle Seite auch zwecks Termin.
Ich hoffe, dass es bei mir dieses Jahr klappt, da ich aktuell noch im Umbruch vom Job stecke. Aber wo ein Wille ist, ist meistens auch ein Weg!

Hier noch die Bilder Gallerie:

35C3 – Wir kommen

Der Congress ist wieder in Leipzig. Und morgen startet er wieder. Es wird also Zeit im Zug zu hocken und hinzufahren.
Es gibt sicher einiges zu sehen. Dieses Jahr sogar mit einer Show von Nico Semsrott am 1. Abend um 0:40 Uhr im Adams.
Und am 2. Abend gibt es den lange gewünschten Film über den Congress „All Creatures welcome“.
Parallel aber den Talk über Martin Sonneborn aus dem EU Parlament.

Das wird sicher eine tolle Zeit. Aber keine Sorge für die „Zurückgebliebenen“ gibt es hier fast alles als Stream zu sehen.
Man sieht sich auf dem Congress in der C-Hack Assembly.

„Du siehst so richtig anverliebt aus!“ :)

Mein Jahr war ja relativ spannend. Am Anfang des Jahres hatte ich noch viel Stress auf der Arbeit, aber auch in der Freizeit mit Feuerwehr, Kassierer bei den Pfadis und das Baumhausprojekt. Genau deshalb hab ich einen für mich damals unvorstellbaren Schritt gemacht und hab mal die Bremse angezogen. Ich hab mit meinem Feuerwehrkommandanten gesprochen und mich freistellen lassen. Die Alternative wäre gewesen, dass ich komplett aus der Feuerwehr aussteige. Das wäre mir aber tatsächlich schwer gefallen, da es mir grundsätzlich trotz allem noch Spaß macht.
Danach hab ich das Baumhausprojekt soweit fertig gestellt, dass es auch eine Dokumentation gibt und potenziell andere am Projekt weiterarbeiten können. Na gut, soweit ist es dann doch nicht gekommen, da keiner wirklich auf Arduino und das Projekt Bock hatte. War mir aber egal, da ich die Auszeit gebraucht habe und es mir gut tat mal Abstand zu gewinnen.
Die Kasse habe ich bis September noch weitergeführt, danach aufgehört. Da sich kein neuer Kassierer fand, hängt es nun eben an der Stammesführung. Ist mir aber auch egal, da ich es lange genug gemacht habe und auch mal wieder nach mir schauen musste. Der Tag hat nur 24 Stunden und die muss man so aufteilen, dass alles klappt und wenn dann mal was nicht mehr klappt, muss es eben auch wieder abgegeben werden.
Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass ich so ne leichte Depression hatte. Also bin ich zum Arzt gegangen und der meinte auch, dass ich eine leichte depressive Phase habe. Seitdem bin ich bei einem Psychotherapeuten in Behandlung, aber ganz ohne Medikamente. Und anfangs dachte ich: „Hm, das bringt mir doch eh nichts.“ Mittlerweile war ich eine Weile bei den Einzelgesprächen und in der Gruppe und ist es echt eine große Hilfe.

So hab ich die neu gewonnene Freiheit genutzt und bin im Sommer öfters Motorrad gefahren oder war auf Konzerten. Beispielsweise an meinem Geburtstag bei Iron Maiden. Zweimal im Motorradurlaub. Das erste Mal leider im Regen in Kroatien. Im Sommer dann nochmal in Italien bei Sonnenschein. Dann noch im August mit den Pfadis Segeln gewesen.
Im Juli hatte ich endlich im Geschäft einen zweiten Kollegen bekommen. Das war erstmal gut. So konnte man leicht die Arbeit aufteilen. Als er dann aber im August das erste Mal Urlaub hatte und ich meinen alten Trott wieder erlebt habe, war für mich klar, dass ich tatsächlich nach über 11 Jahren wieder was anderes machen wollte. Das war nicht komplett neu, das hatte ich auch schon vor 2 Jahren immer wieder. Nur habe ich damals nie den Schritt gewagt, weil ich ja der einzige ITler in der Firma war und ich das ganze auch so aufgebaut habe. So ein Erbe lässt man ja nicht einfach verkommen…
Also hab ich im September offen mit meinem Chef darüber gesprochen. Das ging, weil ich ein recht gutes Verhältnis zu meinem Chef habe und ich gleich mit offenen Karten spielen wollte. In anderen Firmen macht man das vielleicht besser nicht. Natürlich war er da mein Chef erstmal überrascht und leicht geschockt und fand den Zeitpunkt echt suboptimal. Schließlich hatte im Juli erst ein neuer Kollege angefangen. Aber ich hab es dann durchgezogen und insgesamt 2 Bewerbungen geschrieben. Eine durch eine englische Headhunterin, die zuerst Deutsch gesprochen hat und später dann Englisch. Es war dann eine Stelle als Salesforce Consultant bei Lidl. Hab ich ja auch mal gemacht, als ich vor 3 Jahren angefangen habe Salesforce an unsere Firma anzupassen. War nicht unbedingt schön, aber könnte man ja auch machen. Ich wurde dann tatsächlich auch zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Die zweite Bewerbung ging an meinen neuen Arbeitgeber. Jemand hatte mich auf die Seite hingewiesen. Also drauf geschaut und eine Stelle als PC Steuerungsentwickler und als Anwendungsbetreuer gesehen. Da hab ich einfach mal eine kombinierte Bewerbung hingeschickt und wurde prompt eingeladen.
Die Vorstellungsgespräche beim neuen Arbeit und bei Lidl waren hintereinander. Zusammenfassend lässt sich sagen: Beim neuen Arbeitgeber hatte ich gleich ein gutes Gefühl. Die ticken ähnlich wie die alte Firma und etwas größer, aber immer noch eine schwäbische GmbH + Co.KG. Da hatte ich gar nicht mehr so richtige Motivation zum Lidl Gespräch zu fahren. Aber man soll den Abend nicht vor dem Tag loben oder so ähnlich.
Das Gespräch mit Lidl war dann gleich ein Griff ins Klo. Der Techniker hatte schon ein leicht rollendes R. Ist ja nicht schlimm. Meine Verwandten in Pappenheim haben das ja auch. Also mal gefragt ob er denn Franke oder Bayer ist. Ich hab auf Franke getippt und er war Bayer. Also gleich mal den ersten Minuspunkt kassiert. Der Rest des Gesprächs war auch eher so mäh und hat eher das Arbeitsbild beschrieben, wie es das Känguruh oft aufzeigt. „Ich arbeite gern für meinen Konzern!“
So hatte ich also die Wahl zwischen einem neuen Job mit guter Bezahlung und sogar wieder Sonderzahlungen oder meinem alten Job, den ich zwar noch leicht mochte, aber irgendwie auch weg wollte. Ich hab mich dann für den neuen Job entschieden. Die Zeit nach der Entscheidung war etwas schwierig, da wir das Ganze erst im Rahmen eine Betriebsversammlung öffentlich machen wollten. Das hat dann noch ein paar Tage gedauert. Letztendlich waren die Leute auch alle etwas geschockt, haben mich dann aber trotzdem verstanden. Schließlich bin ich noch jung und in meinem Beruf verändert sich dann doch vieles. Der Abschied war auch voller Wertschätzung. Ich hab noch eine Runde Pizza ausgegeben und die Kollegen haben noch für mich gesammelt. Es gab einen netten Hoodie („Programmer… see Wizards“) und einen sehr großzügigen Gutschein von Louis.
Ab Januar geht es dann im neuen Job los und ich bin schon gespannt darauf. Es wird eine Umstellung werden, da viele Aufgaben wegfallen und ich zur Arbeit pendeln muss. Aber da ich die S-Bahn nehmen kann, wird es kalkulierbar bleiben! Ich freu mich schon drauf. Vor allem werde ich von Anfang an in einem Team sein und nicht mehr alleine für alles verantwortlich sein.

Aber auch sonst hat sich mein Leben dieses Jahr wieder weiter verändert. Nach vielen Jahren einfach vor sich Hinlebens hab ich mal wieder etwas bewusster Partnersuche betrieben. Das fiel mir sogar relativ leicht. Nicht viel Schreiberei und schon ein erstes Date. Na gut, sie war schon 40 und ich 31. War irgendwie klar, dass es dann nichts ernstes werden wird. Aber für ein erstes Date doch ganz ok. Haben einen guten Kaffee getrunken und uns nett unterhalten. Sie fährt sogar Motorrad. Das ist nicht so ganz üblich.
Später gab es dann ein zweites Date. Diesmal mit einer 27 Jährigen Katholikin. Wir haben uns auch schnell relativ gut verstanden und dann auch mal zu einem Kaffee getroffen. Das Kaffeetreffen war richtig gut und hat meine Laune richtig angehoben. Das hat sogar dazu geführt, dass eine Kollegin im Geschäft meinte: „Kaum hast du gekündigt, schon bist du wieder fröhlich!“ – „Nö, das liegt an was anderem!“
Und in der Therapiegruppe meinte dann eine Frau: „Tobi du siehst so richtig anverliebt aus!“ Das war echt das Schönste, was mir mal gesagt wurde. Und es war gut, denn das zeigt auch, dass ich mich wieder positiv verändert habe.
Gut, wir hatten dann mal noch ein zweites Date auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt, Das war dann eher nicht so der Burner, weil wir beide müde waren. Und letztendlich hat sie mir dann auch eine Abfuhr erteilt, weil ich doch zu schüchtern bin. Aber hey, ich hatte es versucht und es war toll und hat mich wieder neu lebendig gemacht.

So alles in allem war es ein sehr schönes und bewegendes Jahr. Viele Veränderungen erlebt und mitgenommen.
Dinge beendet, neuen Freiraum bekommen und mein Leben mal wieder neu gestaltet. Dinge, die ich schon früher hätte machen können. Manchmal braucht es einen Anstupser von außen um die Dinge wieder neu durchdenken zu können. In diesem Fall war es eben der Psychotherapeut, der einfach zuhört und passende Denkanstöße gibt.
Zum Beispiel mal spontan Urlaub nehmen und spontan auf ein Konzert nach Ingolstadt zu fahren und sich spontan mit einem Cousin zum Kaffee verabreden. Kann man alles machen, macht man aber dann doch sehr selten. Weil man niemand findet, der auch Zeit hat. Es kostet manchmal Überwindung alleine irgendwo hinzugehen und niemand kennt. Aber wenn man die Musik mag, lohnt es sich auf jeden Fall. Und da ich in meinem Fall sehr gerne Metal höre und mag, ist das Publikum oft auch recht umgänglich und freundlich.

Drottnar – Funeral of Funerals


Irgendwie erstaunlich, dass mich ein Metalsong so mitreist und freudig stimmt! Dabei bin ich auf keinen Fall lebensmüde!

I will watch without eyes
The summoning

I will hear without ears
The cheers (the cheers)

I will scream without tongue
In ecstasy

I will cry without tears
In uttermost joy

I will raise my body
Without bones

I will cross land impossible
To traverse

I will march without feet
In the grand finale

Rejoice, my friend
This is the end
It is the funeral of funerals

Rejoice, my friend
This is the end
It is the funeral of funerals

I will lift mountains
With my bare hands

And I will see all time
From creation to extinction

I will watch my world
Erupt
In sulfur

While your eyes blinked

Rejoice, my friend
This is the end
It is the funeral of funerals

Rejoice, my friend
This is the end
It is the funeral… of funerals