30c3 – ein kurzer Rückblick

Vom 27.12. bis 30.12.2013 war wieder alljährliche Chaos Communication Congress (kurz CCC) organisiert vom Chaos Computer Club (auch bekannt unter CCC) in Hamburg. Ursprünglich wollte ich mit einem guten Freund hin fahren, aber der hatte aufgrund von Uni Aufgaben leider keine Zeit.
Doch ich hatte mir ja nun extra die Weihnachtszeit (bis zum 6. Januar) freigenommen und wollte dann doch letztendlich mal hochfahren und mir auch mal das Geschehen live anschauen. Also hab ich mir ein Ticket gekauft und kurze Zeit später auch ein günstiges Hostel und einen Platz im Fernbus gebucht. Der günstige Preis für das Hostel war wirklich gerechtfertigt, denn man hatte wirklich nur sehr wenig Platz. Da ich aber eh nur einen Schlafplatz und eine Dusche brauchte war das egal. Die Fahrt mit dem Bus war im Prinzip auch ganz gut. Allerdings sind 8,5 Stunden auf Dauer doch ganz schön lange. Da aber wirklich genug Beinfreiheit war und auch mal eine Pause drin war ging das auch recht gut.

Auf dem CCH angekommen gab es erstmal eine kurze Führung von meinem Paten. Es wurde dieses Jahr nämlich zum ersten Mal ein Patenschaftsprogramm angeboten. Sprich jemand nahm sich die Zeit genommen einmal alles zu zeigen. So bin ich sogar in den Raum hinein gekommen, wo die Kameraleute alles überwachen damit es aufgenommen wird. Denn das CCH und seine möglichen Räume ist wirklich sehr rießig. Es gibt ja einmal den Saal 1 wo gut und gerne 3.000 Leute hineinpassen und schon bei der Keynote mit Glenn Greenwald wurde dieser Raum gut gefüllt. Im Saal 2 wurde er glaub ich auch übertragen.
Neben mir saßen dann auch gleich ein paar Journalisten von einer anständigen Zeitung (FAZ online) und haben fleißig mitgeschrieben was der Herr Greenwald so von sich gab. Es war wirklich interessant und teilweise auch gut bissig. Danach war für mich der erste Tag auch vorbei, da ich erstmal müde von der langen Busfahrt war und mich noch etwas zurecht finden musste.

Am zweiten Tag hab ich auch nicht viel miterlebt, aber dafür bei der großen Rundfahrt zum Containerterminal mit dem Bus einige interessante und schöne Containerterminals gesehen und mich an den großen Fahrzeugen erfreut. Gegen später dann ein neuer Vortrag zu SCADA Strangelove. Es ist echt erheiternd welchen Aufwand diese Leute betreiben um solche Industrieanlagen aus dem Internet zu bekommen. Denn wie wir ja alle wissen: Wasserkraftwerke, Stromwerke und Atomkraftanlagen gehören nicht ins Internet. Sonst kommt irgendwann ein böser Hacker und macht aus Versehen die Anlage kaputt. :(
Noch später war dann der CCC Jahresrückblick und diesmal bin ich schon in einen vollen Saal gekommen und es war sehr schwierig noch einen Platz zu finden. Aber wo ein Wille ist, findet man meistens auch noch einen Sitzplatz. :) Da fing es mit dem großartigen Intro an, dass sie dann zweimal abgespielt haben. Beim ersten Durchlauf ging nämlich die linke Seite nicht wirklich und erst später kam dann dort auch ein Bild zu sehen. Also nochmal alles auf Anfang und wiederholt. Sehr genial.

Beim dritten Tag wollte ich ursprünglich an diesem Löt Workshop von Mitch teilnehmen. Dummerweise war ich aber schon zu spät dran und es gab keine Plätze mehr. Dafür gab es dann sehr viele gute Vorträge, die ich mir im Laufe des Tages angeschaut habe. Ein guter Abschluss war dann noch die Fnord News Show.

Am vierten Tag hab ich dann gar nicht mehr so viel mitbekommen. Aber ein Vortrag über die Technik in Schulen war sehr erheiternd. Leider ging es dann gegen 15:20 Uhr schon wieder los um rechtzeitig beim Bus zu sein und gegen 0:50 war ich dann wieder in Heidelberg. Der Rest ist Geschichte. Wobei ich dann wenig später noch versucht habe ein paar Schlösser zu öffnen, aber diesmal wirklich kein einziges Schloß aufbekommen habe. Irgendwie waren die Schlösser auf der GPN leichter. ;)

Doch noch eines zum Congress: Es ist echt erstaunlich das bei knapp 9.000 Leuten alles so friedlich zu geht. Man kann wenn man will auch meistens die Leute ansprechen und es gibt wirklich sehr viele schöne Dinge zu entdecken.
Besonders die Verbrauchszahlen von Strom und Netzwerk sind doch immer wieder interessant, deshalb hier das Video:

Natürlich kann man die Vorträge auch alle nochmal in der Aufzeichnung anschauen. Manchmal ist es aber trotzdem schön wenn man live dabei ist.
Das einzig doofe war ja das diesmal das WLAN wirklich abgekackt ist. Da es aber wirklich seeeeehr viele Leute in den großen Säälen waren mach ich das nicht zum Vorwurf. Das musste einfach passieren. Es hätte mich leicht überrascht, wenn die Hardware das alles gepackt hätte.