Weihnachten 2011

Ach, toll!
Es gibt viele Gründe, die einem ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubern lassen:
Heute vor etwas mehr als 2000 Jahren ist Jesus geboren, weshalb wir jedes Jahr mit ihm Weihnachten feiern dürfen, so auch heute!

Meine Zukunft hat nun mehr Perspektive: nachdem ich vor etwa sechs Wochen meine Bewerbung um eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger verschickt hatte, bekam ich zwei Wochen später die passende Einladung zu einem Vorstellungsgespräch – allerdings erst im Februar, was zu diesem Zeitpunkt perfekt gepasst hat, denn so gegen Ende Januar hätte ich meine Zu- oder Absage zur Einstellung bei der Polizei erwartet.
Doch dieser entscheidende Brief kam nun doch früher, was bei mir neugieriges Unbehagen ausgelöst hat, denn: ich war bei der Arbeit, hab schön ordentlich und konzentriert die Ablage verarbeitet, bis mich mein kleiner Bruder per Handy über das Eintreffen dieses Briefs informiert hat und ihn, so brav wie er ist, natürlich noch nicht geöffnet hat. Gut, Gespräch beendet. Etwa zehn Minuten später kam eben dieses neugierige Unbehagen in mir auf – denn ich wusste ja immer noch nicht, was es nun ist – Zu- oder Absage?! Eigentlich wollte ich mich noch bis Feierabend über die Lösung dieser Frage gedulden – hab es aber nicht mehr ausgehalten, meinen kleinen Bruder zurückgerufen und ihn ganz lieb darum gebeten, den Brief zu öffnen und ihn mir langsam und deutlich vorzulesen.
Betreff: „Einstellung in den Polizeivollzugsdienst des Landes Baden-Württemberg“. Meine Reaktion: „Juhuuu! Yes! Danke, danke, danke! WOOOOOW!“, verbunden mit großen Freudensprüngen. Das ist einfach Hammer, nach etwas mehr als einem Jahr geduldigem Absolvieren der Tests und anschließendem bangendem Warten mit dem flaumigen Gefühl der Ungewissheit im Bauch, jetzt endlich die ZUSAGE in der Hand zu halten!

Was auch noch als ein unglaubliches und verrücktes Erlebnis in meinen Erinnerungen gespeichert ist, dass ich heute morgen noch einige Süßigkeiten als Weihnachtsleckereien zum Verschenken im Kaufland kaufen wollte, als ich dann vor den Preisschildern stand: 0,01 €, 0,01 €, 0,01 €, …

So kam es, dass ich insgesamt 120 Süßis für 1,20 € gekauft hab, darunter Zentis Marzipan-Kartoffeln, Marzipan-Brote zu 200g, Marzipan-Brote zu 500g, Domino-Steine, Ulmetten, gefüllte Schoko-Lebkuchenherzen und Honig-Printen!

Hier das Beweisfoto (leider ohne Kassenzettel):

Euch allen wünschen wir nun Frohe Weihnachten und ein gesegnetes Fest!

Wieder einen Schritt weiter!

Super! Genial! Die letzte Hürde ist überwunden!
Gestern hab ich die polizeiärztliche Untersuchung hinter mich gebracht. Ergebnis: ich wurde als Polizeidienst-tauglich empfunden.

Trotzdem habe ich heute noch ein mulmiges Gefühl, weil mir noch einige Unkosten bezüglich dessen bevorstehen. Denn es wurde doch einiges festgestellt, was natürlich nicht als negativ bewertet werden muss: Hohlkreuz, keine flache Fußsohle, zwei Weisheitszähne.
Somit war der gestrige Vormittag die reinste Offenbarung.

Vor zwei Jahren war ich zwar schon Mal beim Orthopäden, weil ich mir eben auch Gedanken darüber gemacht habe, ob das nun ein Hohlkreuz ist oder nicht – und vor allem, ob das gefährlich ist.
Der hat meine Lendenwirbelsäule dann geröntgt und gemeint, das Hohlkreuz bilde ich mir nur ein. Das sei alles völlig normal und okay.
Deshalb war ich gestern etwas erstaunt über diese Feststellung.

Nun ja, ich habe jetzt Auflagen erhalten, die ich noch so schnell wie möglich erledigen soll. Da wäre zum einen der Anamnesebogen meines Jugendarztes, da der Anamnesebogen meines jetzigen Hausarztes, bei dem ich seit 2009 bin, nicht ausreicht (sie wollen meine Krankengeschichte bis zum Zeitpunkt vor fünf Jahren).
Bei meinem jetzigen Hausarzt habe ich mir den Bogen am Dienstag ausfüllen lassen und heute die Rechnung bekommen: 20,10 Euro!

Die Arzthelferin sagte mir anfangs noch, es würde wahrscheinlich nichts kosten. Und ich ging davon aus, wenn es was kosten würde, wäre das der Praxisbetrag von 10 Euro pro Quartal. Na, aber all das war wohl nicht wahrscheinlich genug.
Bei meinem damaligen Jugendarzt war ich gestern nachmittag. Der war erst verdutzt, weil ich nur zweimal krank bei ihm erschienen bin – 2006 und 2007. Einmal wegen den Impfungen und einmal wegen Rhinitis. Egal, er hat es ausgefüllt und nichts dafür verlangt, nicht mal meine Krankenkarte.
Bei dem Orthopäden, bei dem ich vor zwei Jahren zum Röntgen meiner LWS war, hab ich gestern diese Bilder auf CD abgeholt – auch kostenlos.

Leider sind damit noch nicht alle Auflagen erfüllt. Ich musste nochmal einen Termin mit ihm vereinbaren, da meine Brustwirbelsäule auch noch geröntgt werden soll.
Da ich sonst auch noch eine Lungenröntgenuntersuchung durchführen lassen muss(te) (die hab ich heute gemacht), hab ich mich gestern noch nach einem Radiologen umgeschaut und bin dann beim Krankenhaus gelandet. Ich dachte mir, vielleicht ist der Besuch beim Orthopäden hinfällig, wenn ich dort gleich beide Auflagen erfüllen kann. Doch nach einem Anruf war klar: wenn ich beide Untersuchungen dort durchführen ließe, stände ich vor einem Kostenberg von 70 Euro.

Also war ich heute dort und hab nur die Lungen röntgen lassen. Und das zu einem Schnäppchenpreis: 26 Euro.
Achja: bei meiner Krankenkasse war ich heute Mittag auch noch. Ich wollte wissen, weshalb sie keinerlei Kosten übernimmt. Antwort: das sei Privatsache. Für Auflagen für Bewerbungen um eine Ausbildungsstelle zahlt sie keinen Cent.
Jetzt hoffe ich bloß, dass das Röntgen der BWS beim Orthopäden nicht auch noch 50 Euro kostet…

Denn: die Kosten werden nicht erstattet und ich habe immer noch nicht die Gewissheit einer sicheren Einstellung in den Polizeidienst.
Fazit: diesen und nächsten Monat bin ich total blank.
Ich kann mich nun nur damit trösten, dass ich evtl. den gesamten Kostenbetrag für die Bewerbung durch die nächste Einkommensteuererklärung wieder zurück erhalte.

Was ich während der Wartezeit bei der pol.ärztl. Unt. jedoch nett fand: es lag ein Neues Testament für Polizisten aus. Im Vorwort stand, dass die Nächstenliebe im Polizeidienst oberstes Gebot ist. Viele christliche Polizisten bekamen schon Zweifel, ob man wirklich nach Gottes Willen handelt, wenn man auch mal gegen Protestanten auf Demonstrationen rauer vorgehen muss.

Die Bibel sagt dazu, dass Gott einen Staat wichtig findet und in diesem auch Recht und Ordnung herrschen soll.
Dennoch geht es meist auch friedlicher: manche Polizisten versuchten, mit einigen Protestanten ein friedliches Gespräch aufzubauen, was meist auch geklappt hat.
Leider muss man dennoch manchmal härter durchgreifen. Die Gesetze müssen schließlich befolgt werden.
Es fanden sich auch noch viele weitere Kommentare/Geschichten im Vorwort, die wirklich interessant waren.

Aber jetzt nochmal dem Ernst der Lage ins Auge geschaut: Ich werde in puren Jubel ausbrechen, wenn ich die Zusage für die Einstellung in den Polizeidienst bekomme, das könnt ihr mir glauben!