Brandcontainer in Altensteig als Maschinist

Letzten Samstag war wieder Heißausbildung im Brandcontainer in Altensteig angesagt. Das war soweit auch ganz gut. Dieses Mal hatte ich mich allerdings als Maschinist gemeldet um etwas Fahrpraxis und Pumpenerfahrung zu sammeln. 2014 war ich selbst noch im Brandcontainer drin und habe meine Erfahrungen gesammelt. Das ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Durch das Holz oder andere Feststoffe wird auf jeden Fall sehr rauchig und mit der Zeit auch extrem heiß. 300 Grad bis 350 Grad ist mit unserer Schutzkleidung noch gut auszuhalten. Darüber wird es dann aber doch recht schnell unangenehm. Das Problem im Gegensatz zu alter Schutzkleidung ist allerdings, dass man sehr lange die Hitze aushalten kann. Wird der Punkt aber irgendwann überschritten bekommt man die Wärme dann schlagartig an der Haut zu spüren, was dann zu Verbrennungen führen kann. Bei alter Schutzkleidung war es eher so, dass man die Wärme schneller gemerkt hat und sich entsprechend vorbereiten konnte. Trotzdem ist die neue Schutzkleidung sehr praktisch!

Der Job als Maschinist ist bei dieser Übung allerdings sehr langweilig. Am Anfang kurz das Auto zur Ansaugstelle fahren, die Saugleitungen kuppeln und zur Ansaugstelle führen. Dann Pumpe ein, Entwässerungshahn zu machen und einmal Druck einstellen und den Funk überwachen. Da wäre es als Trupp im Innenangriff deutlich spannender gewesen! Trotzdem war es eine gute Erfahrung und hat für die Fahrpraxis und Pumpenbedienung wieder was gebracht! Alle Kameraden mit genug Löschwasser versorgt!

Brandcontainer in Altensteig

Heute hatte ich mal wieder die Gelegenheit mit ein paar Kameraden, die noch nicht so oft im Brandeinsatz dabei waren, im Brandcontainer einen Brandeinsatz als Atemschutztruppp unter relativ realistischen Bedingungen zu üben. Dazu sind wir mit unserem LF 16-2 und dem MTW nach Altensteig gefahren. Nach ein bisschen Theorie ging es dann relativ schnell los zum Brandcontainer Areal.
Dort rüstete sich jeder Kamerad mit einem Atemschutzgerät aus, die Trupps kontrollierten sich gegenseitig und dann ging es zur Rauchgewöhnung zusammen mit dem Ausbilder in den Brandcontainer. Hier wurde dann zu allererst mal der Holzstapel angezündet und man hat sehr schnell gemerkt, wie die Sicht komplett verschwindet. Die Sicht verschwindet dabei tatsächlich auf Null. Man sieht sogar sein Barometer nur noch mit viel Mühe und seinen Truppmann kann man auch nur ertasten.

Aber es hat dann doch relativ gut geklappt. Ich war zusammen mit einem Kameraden der 5te Trupp. Als ersten Auftrag mussten wir rein in den Container und innen das Ventil wieder dran montieren und anschließend noch ein Feuer löschen. Dabei wurde es mir schon ziemlich heiß. Aber wir haben es gut geschafft. Kommentar vom Ausbilder: „War euch eigentlich nicht warm? Ihr hättet ruhig auch mal in den Raum spritzen können und nicht nur das Ventil montieren. Wasser hattet ihr ja schließlich!“ – Gut, wieder was gelernt.
Als zweiten Auftrag waren wir Sicherungstrupp (der erstmal nicht gebraucht wurde) und später sollten wir zur Brandbekämpfung vor. Da wir aber schon mit dem Anfangsdruck von nur 130 Bar reingegangen sind und drinnen dann nicht mehr genug Schlauch hatten, war es nur eine Frage der Zeit, bis das Warnsignal bei 50 Bar losging. Da wir keinen Schlauch mehr hatten, musste ich nochmals raus und welchen nachziehen. Kaum war ich dann wieder drin, ging dann das Warnsignal los und wir mussten den Rückzug antreten.

Mir hat der Brandcontainer sehr viel Spaß gemacht und vor allem wieder meine Grenzen aufgezeigt. Ich bin leider nicht mehr so fit, wie ich es vor ein paar Jahren noch war. Aber aus diesem Grund machen wir gerade ja auch regelmäßig unseren Feuerwehrsport und wenn es mir reicht gehe ich auch mit Freunden aus der Gemeinde joggen.

Der Brandcontainer in Altensteig ist aber auf jeden Fall sehr gelungen. Zum einen ist er sehr groß aufgebaut mit vielen Eingängen und damit viele Übungsszenarien. Zum anderen ist er mit richtigem Holz oder anderem Feststoff befeuert und macht einen Riesenrauch. Da sieht man dann doch wirklich nichts mehr und wenn man seinen Truppmann oder Truppführer nicht am Stiefel packt sieht man ihn nie wieder. Zusammenbleiben ist bei sowas aber wirklich notwendig!

Als ich vor einigen Jahren in einem mobilen Brandcontainer in Schömberg drin gewesen bin, wurd es mir zwar auch sehr warm, aber man hat doch noch sehr viel gesehen und dann war es doch relativ langweilig. Ich kann allen Feuerwehrleuten einen Brandcontainer mit Holzbefeuerung nur ans Herzen legen. Es macht sehr viel Spaß und man lernt viel dabei.

Noch ein paar Bilder:

Und ein paar offizielle Bilder von der FW Altensteig