Starbug hat wieder zugeschlagen – Iris Hack

Nachdem damals der Fingerabdrucksensor vom iPhone 5S noch mit relativ großem Aufwand zu knacken war, geht es mit dem Samsung Galaxy S8 relativ leicht. Es wird aber auch eine andere Technik verwendet. Diesmal ist die Iris im Auge das Ziel.

Der CCCB hat natürlich wieder ein Video dazu gemacht.

Und mit etwas mehr Erklärung:

34C3 Location steht fest

Nachdem ich seit dem 30C3 alljährlich in Hamburg war um interessante Dinge zu sehen, teilweise auch interessante Gespräche zu führen oder einfach nur die tollen Vorträge zu sehen, musste nun mal eine neue Location her. Das CCH wird nämlich umgebaut.
Schön, dass nun mit dem CCL in Leipzig eine neue Location gefunden ist. Positiv für mich ist außerdem, dass Leipzig von Stuttgart aus auch deutlich näher liegt. Sprich die Zugfahrt wird wohl wieder etwas kürzer werden. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie alles werden wird. Ein Neuanfang ist ja auch immer ein Umbruch: Die Location muss neu ausgetestet werden.

Ich freu mich auf jeden Fall mal auf Dezember.

33c3 – Rückblick

Auch letztes Jahr war wieder der Congress in Hamburg und das erste Mal gab es in Hamburg eine Ticketlotterie. Da bereits Ende 2015 sehr viele Leute da waren und damit die Grenze an erlaubten Menschen erreicht haben, war leider eine Limitierung notwendig. Das war natürlich traurig. Doch ich glaube die wichtigen Leute sind trotzdem weiterhin hingekommen. Es hat sich auf jeden Fall ausgezahlt als Engel mitgearbeitet zu haben, denn so hatte ich bereits die Chance ein Ticket noch vor dem offiziellen Vorverkauf zu bekommen. Manu und ich hatten dieses Privileg. Im C-Hack war zumindest Tim in dieser glücklichen Situation. Seine Freunde hatten leider kein Glück.

Tim und ich hatten bereits während des Kongress ein bisschen was auf der C-Hack Seite geschrieben. Diese Sammlung findet man hier.

Den Fahrplan vom diesjährigen Kongress gibt es noch hier. Was ich besonders eindrucksvoll fand: Es war zwar eine sehr große Masse an Menschen unterwegs. Trotzdem gab es immer irgendwo die Möglichkeit sich an einen freien Tisch hinzusetzen und mal wieder Strom zu schnorren. Das hat mich ehrlich gesagt etwas überrascht. Das Hack Center war auch sehr voll und die üblichen Verdächtigen waren wohl auch wieder da. Aber so große Fahnen als Kennzeichen haben irgendwie gefehlt.

Was auch interessant war, dass dieses Jahr über 2500 Engel im Engelsystem registriert waren. Das hat allerdings dann auch etwas zu Chaos in der Küche geführt. Denn diese ist nur auf 1000 Mahlzeiten vorbereitet. Wenn dann plötzlich alle neuen Engel, die bereits gleich am Anfang schon Essensmarken bekommen haben, dort aufschlagen ist die Küche einfach sehr schnell am Ende der Auslastungsgrenze angelangt.
Dieses Mal hab ich dann hauptsächlich meine Engelschichten mit Access Control verdient. Und es hat sogar mal wieder für ein Engelshirt gereicht. Das war letztes Jahr leider nicht so. Da hab ich einfach zu wenig gearbeitet, bzw. wir sind zu früh wieder losgefahren. Access Control war an manchen Türen echt ein leichter Stress (besonders die Türe, die zu Schneekugel führte), an anderen Türen einfach nur chillig weil sowieso keiner rein und raus durfte. Nebenbei konnte man aber immer interessante Gespräche führen oder meine Code fürs Baumhaus fertig schreiben.

Was noch eine Anekdote wert ist: Die T-Shirts die traditionell immer verkauft werden, waren bereits am 1. Verkaufstag ausverkauft. Dieses Jahr haben wir es gut gemacht. Ich hab mich einfach angestellt und meine Leute gefragt was sie brauchen und hab es mitgebracht. Allerdings war dies auch nur so eine spontane Idee.

Empfehlungen aus anderen Podcasts:

LNP205 Wir haben Cyber gemacht bevor es cool war und so hieß
FS191 Sendungslängenangst
Unsere C-Hack Posts

Ein paar visuelle Eindrücke:

Das F.U.C.K. (Frauen und Computer Kram) Bild von diesem Tweet geklaut. :)

Trolle werden trollen (oder getrollt werden)

Ein sehr guter Beitrag, der auch in Zeiten von AfD in Deutschland und einer möglichen Trump Präsidentschaft in Amerika leider sehr traurig endet.

32C3 – Ein Rückblick

Wie jedes Jahr seit 2013 war ich auch dieses Jahr wieder vom 27.12. – 30.12. in Hamburg um zum alljährlichen Chaos Communication Congress zu gehen. Von Jahr zu Jahr werden wir (die Reisegruppe aus Calw) immer mehr. 2013 war ich noch ganz alleine dort. 2014 ging schon Herr monkel mit und 2015 waren wir schon zu viert.
Dieses Jahr hab ich es aber zum ersten Mal geschafft auch mal Hamburg außerhalb des CCH zu erleben. So haben wir beispielsweise beim Suchen nach einem Imbiss noch den Weihnachts/Wintermarkt gesehen und am nächsten Abend noch das tolle Miniaturwunderland. Da war ich ja das letzte Mal anno 2008 dort und ich muss schon sagen. Die bauen immer weiter und selbst zwischen den Jahren ist es da immer propevoll. :)

Kommen wir aber wieder zum Congress. Das Thema war dieses Jahr „Gated Communities“ und was passt da mehr als eine zweimal geflüchtete schwarze Frau aus Somalia die Keynote halten zu lassen. Es war auf jeden Fall eine Keynote die man nicht erwartet hat. Sie lohnt sich auf jeden Fall.
Was der Big Brother bei seiner Arbeit sieht ist natürlich auch sehr interessant, auch wenn es „nur“ aus der Stasi Vergangenheit ist.
Neben den Vorträgen gab es auch wieder viele Workshops. Ein Workshop den ich gerne angehört hätte, wäre Python.Processing.Arduino gewesen. Einfach weil ich schon seit nem Jahr immer wieder mit Arduino versuche ein elektronisches Schloss zu basteln (mit sehr vielen Pausen dazwischen!) und ich eigentlich auch schon lange mal Python lernen wollte. Soll ja eine sehr coole Sprache sein. :) Leider hat der Workshopmensch den Workshop dann kurzfristig via Twitter abgesagt und der volle Raum hat sich wieder verstreut. Schade…. :(

Neben den obligatorischen Vorträgen und Workshops gibt es auch sowas wie Engel. Engel sind die Leute, welche den Congress am Laufen halten (also beispielsweise die Türen bewachen, wenn ein sehr gut besuchter Vortrag wie die Fnord News Show den Saal komplett füllt und damit keine weiteren Zuschauer im Saal zulässt!). Letztes Jahr hab ich das erste Mal einige Engelschichten gemacht und habe auch genug Stunden zusammen bekommen und ein Engelshirt bekommen. Dieses Jahr hab ich leider die am 29.12. abends erforderlichen 11 Stunden mit 9,5 Stunden leicht verpasst. Aber gut, die Arbeit war trotzdem wichtig und so wichtig war mir das T-Shirt dann doch nicht. Trotzdem kann ich es echt empfehlen. So lernt man beim Flaschen sortieren auch Leute vom Bodensee kennen oder spült in der Engelsküche (wo es nur veganes Essen gibt, aber meistens sehr lecker!) 3 Stunden lang große Töpfe und wundert sich immer wieder warum es so komisch riecht und hinterher ist es doch nur Gras. :) Es war auf jeden Fall sehr abwechslungsreich und hat auch dazu geführt, dass wir Engel wieder kostenfrei in der Turnhalle übernachten können. Das ist übrigens recht gut, nur die Duschen sind ab dem zweiten Tag immer recht versieft. Bei einer vollen Turnhalle aber wohl normal. :)

Sonst war ich noch auf dem legendären Binärgewitter Hörertreffen, das ich beim 31C3 ja noch verpasst habe. War mal lustig und interessant so viele Leute zu treffen, die alle Binärgewitter hören.
Ein paar Leute vom C-Hack aus Calw waren ja auch dort. Als ich an deren Assembly war, hab ich sie leider immer verpasst gehabt. Lag aber bestimmt an der Uhrzeit. :D

Achja, es gab auch eine Kloparty (direkt neben dem Sendezentrum). Ich hab mir ja kurz überlegt da rein zu gehen, aber irgendwie war mir die Einlassschlange doch etwas zu groß. Interessant war aber ja, dass dafür sogar eigene Access Control Angel abgestellt wurden.
So soll es wohl drinnen ausgesehen haben.

Diesmal hab ich leider auch wieder viel zu viel mitgenommen. Sogar einen eigenen Switch, mein Arduino Kram (das elektronische Schloss :) ) und nen Raspberry Pi mit Kamera Modul. Den Switch hab ich kein einziges Mal gebraucht, das zweite Netzwerkkabel auch nicht und das Raspberry Pi Zeug auch nicht. Merke: Wieder überflüssiges Zeugs mitgeschleppt. Dafür war das Hackzentrum im Himmel dieses Jahr erfreulich leer, so dass wir (besonders unsere beiden jungen Mitreisenden) immer wieder einen Sitzplatz finden konnten.

Ein paar Vorträge möchte ich dennoch vorschlagen, die man ansehen sollte.
Grundrechte gelten nicht im Weltall – Eine sehr schöne szenische Lesung aus dem NSAUA mit ganz viel Facepalm Momenten. Das Traurige dabei, es ist wirklich so passiert.
Jahresrückblick des CCC – Jo interessantes was 2015 so alles los war.
Lessons Learned – Freifunk für Geflüchtete – Echt stark was in Darmstadt so abging. Das motiviert ungemein.
Quantenphysik und Astronomie – Ein Vortrag den ich nicht live gesehen habe, der aber einfach nur genial ist. Sowas in der Schule und ich hätte immer aufgepasst. :)
Security Nightmares – Jo, was eben so übers Jahr kaputt ging und was uns noch erwarten wird. Für Nerds ganz nett. Für Normalos vielleicht eher langweilig.
The Perl Jam 2 – Humorvoller Beitrag mit vielen Kamelfotos über Perl 5 und warum es einfach kaputt ist. Dazu sollte man ein bisschen Programmierverständnis haben, sonst kann man vielleicht nicht immer mitlachen. :)
How the Great Firewall discovers hidden circumvention servers – Wie ein Sicherheitsforscher anhand von Tor viel Spaß mit der großen chinesischen Firewall hat. :)

Natürlich gibt es noch viel mehr tolle Vorträge. Eine weitere nette Auflistung hat beispielsweise Logbuch Netzpolitik erstellt und besprochen.

Dieses Jahr zum Jahresende wird der Congress wohl zum allerletzten Mal in diesem Congress Centrum Hamburg stattfinden. Ab 2017 soll das CCH neu renoviert werden. Da wird es dann wirklich interessant, welche Location es in Deutschland gibt. Ich meine dieses Jahr war selbst das CCH zum allerersten Mal ausverkauft also locker mal 12.000 Besucher. Das ist einfach unglaublich wieviele Besucher es jedes Jahr werden. Ich find es einfach schön. 2013 waren es ja wohl schon over 9000.

Und das allergeilste ist ja immer wieder: Man hört die meiste Zeit keine schlimmen Dinge. Also keine Schlägereien, kein Feueralarm, alles relativ friedlich. Nur ganz viele Nerds, die vor sich hinwuseln und Spaß haben!

Bis zum 33C3.