„Juhu, Hurra, Jippie Yeah – ich habe bestanden!“…

… wie gerne würde man seinem Fahrlehrer nach einer mit höchster Konzentration gefahrenen Prüfungsfahrt diesen Jubel zurufen?
Nun ja, nun mal, ich will euch gar nicht lange auf die Folter spannen: Ich durfte diese Erfahrung machen!
Da hatte ich heute morgen noch so meine Zweifel, als ich voller Sorgen frühzeitiger aufgewacht bin, als ich eigentlich geplant hatte. Tja, und das lag auf keinen Fall daran, dass ich einen so überaus gut getakteten Biorhytmus habe – nein, es lag daran, dass ich jede der 9 Übungen für den Motorrad-Führerschein wieder und wieder in meinen Träumen durchgegangen bin und gehofft habe, dass es heute besser läuft als in den letzten Fahrstunden. Da lief es im Prinzip auch nicht schlecht, nur muss man die Einschränkung anerkennen, dass immer wieder kleine Patzer passiert sind.
Aber da ich ja nen guten Draht zu Gott habe, war die Prüfung halb so schlimm. Natürlich fand ich’s etwas aufwühlend, dass mein Fahrlehrer mit dem Tüv-Prüfer nicht zum vereinbarten Zeitpunkt am vereinbarten Ort zur Stelle war. Aber glücklicherweise kam zufällig sein Vater gerade aus dem Haus und schloss mir die Tür zur Fahrschule auf, in der meine Motorradkleidung lag. So konnte ich mich in aller Ruhe umziehen und ging noch x-mal mental alle Übungen durch und betete, um zur Ruhe zu kommen.
Mit einer Viertelstunde Verspätung traf dann auch das lang ersehnte Fahrschulauto ein, aus dem nach Halten des Wagens die gewünschten Insassen ausstiegen und mich begrüßten.
Ab dem Zeitpunkt verlief alles ratz-fatz. Die Übungen waren in windeseile durchgeführt – auch wenn eine wiederholt werden musste – und auch die Fahrt danach war „angenehm“ (in soweit eine Prüfungsfahrt eben angenehm sein kann).
Und nachdem ich das letzte Kommando auf dem Tüv-Parkplatz befolgt habe – nämlich das Motorrad abzustellen und zum Auto zu kommen – gratulierte mir der Prüfer, woraufhin ich voller Freude sicherheitshalber nachgefragt habe, ob ich denn wirklich bestanden hätte!? „Ja klar haben Sie bestanden! Wo sollte es denn gelegen haben? Sie haben alles einwandfrei gemacht.“
Ach – supi! Ich glaube, ich hätte es nicht verkraftet, wenn ich nochmals 230 Euro für eine Wiederholungsprüfung hinblättern hätte müssen.
An diese Stelle möchte ich mal ein Lob an meinen superkompetenten Fahrlehrer aussprechen, der mir alles richtig verständlich erklärt hat. Und natürlich darf folgendes Lob auch nicht unausgesprochen bleiben: Gepriesen sei der HERR!