Hacke Peters, Fuck-A-Bunten und Borrachos in Darmstadt

Nachdem ich trotz Vorschwärmens von gutem Punkrock mit deutschen Texten (die man sogar sehr gut verstehen kann, zumindest im Falle von Borrachos) keine Begleitung zum Konzert gefunden habe, bin ich eben alleine hingefahren und hab mir das Spektakel in der Oetinger Villa angeschaut.
Am Eingang wurde ich erstmal getrollt.

„Ist hier das Konzert?“
„Kommt drauf an. U2 spielen hier nicht. Und Justin Bieber hat auch abgesagt!“
„Na die Borrachos“
„Jo, da biste richtig“

Am Einlass gab es dann auch eine Bemerkung „Und SOWAS NENNT SICH PUNK!“ als ich die 7 Euro mit nem 50ziger bezahlt habe. Ja, hatte es leider nicht kleiner. Als ich drinnen ankam war es so ca. 20:15 Uhr. Die erste Band hat aber leider erst so gegen 21:15 Uhr mit Spielen angefangen. Gespielt haben am Anfang „Hacke Peters„. Sie haben meistens nur Lärm gemacht und leider war Drummer nicht dabei, weshalb der Sänger beim Schlagzeug einspringen musste. Doch dafür haben sie netten hessischen Dialekt gesprochen. Im Großen und Ganzen war es eine lustige Angelegenheit. :)

Etwas rockiger wurde es dann mit den „Fuck-A-Bunten„. Diese Band war ein bisschen ete pete was ihren Sound anging. „Hey mach mal noch mehr auf den Monitor. Ich hör nichts.“ Sogar nach dem zweiten Lied noch. Ansonsten waren sie so naja. Man muss es eben mögen. Ich mag es eher nicht. Das ging dann auch ne Stunde lang und gegen 23:20 war dann der Spuk vorbei.

Dann wurde die Bühne umgebaut für die „Borrachos„. Die Band wegen der ich überhaupt den weiten Weg auf mich genommen habe. Die Anfahrt hat immerhin 2,5 Borrachos Alben gedauert. :) Der Auftritt war dann einfach genial. Nach relativ kurzem Soundcheck haben sie dann einfach angefangen zu spielen und einen Eimer mit Songtiteln durch die Masse kreisen lassen. Daraus wurde dann immer das nächste Lied gezogen. So gab es einen bunten Mix aus den letzten 3 Alben. Inklusive manchen Liedern, die besser im besoffenem Zustand gesungen werden „Pornostar“ und Fotzbock äh „Botzfook“. Aber sie haben auch alte Lieder wie „Dieses Lied“ gespielt.
Diese Band war für mich einfach die Beste. Leider war schon nach einer Stunde (gegen 0:30 Uhr) dann ihr Auftritt zu Ende. :(

Wer die Songs von den Borrachos noch nicht kennt. Ladet sie alle kostenlos von ihrer Homepage herunter.

Eine richtige Pogozone gab es nicht. Die hatten alle ihr Bier in der Hand. Dafür war die Stimmung sehr cool. Es hätten noch ein paar mehr Leute hineingepasst. :)
Nach den Borrachos wären wohl noch „Wilde Zeiten“ gekommen. Die hab ich mir dann aber gespart. Es war schon spät und ich wollte eh nur die Borrachos sehen. Der Heimweg nach Calw stand ja noch auf dem Programm. Um 3Uhr war ich dann endlich daheim.