Gehaltrechner online

In Deutschland redet man ja nicht über das Gehalt. Vor allem dann nicht, wenn man deutlich über dem Mindestlohn verdient. :)
Trotzdem ist es doch manchmal ganz sinnvoll zu wissen, wie man seinen Stundenlohn ausrechnet. Hier findet man eine ausführliche Erklärung.

Der normale Mensch (außer die Leute bei großen Firmen wie Autobauer oder Siemens) arbeitet in der Woche 40 Stunden (ohne Überstunden).
Also muss mal der Wochenfaktor pro Monat ermittelt werden: 52 Wochen dividiert durch 12 Monate ergeben 4,333 Wochen pro Monat.
Etwas genauer ist aber dann doch eher 4,35 wegen den Schaltjahren und Co.
Also kommt dann am Ende 174 Stunde pro Durchschnittsmonat raus: 40 Wochenstunden multipliziert mit 4,35 ergeben 174 Stunden pro Monat.

Nun also noch das Monatsbrutto durch 174 und fertig ist der Stundenlohn.

Und wer zu faul ist, kann den sogenannten Mindestlohnrechner verwenden.

Jo, ist doch interessant zu sehen, wieviel eine Zeitstunde vor Steuern und Abgaben wert ist. Umso ernüchternder ist es dann zu sehen, wieviel am Ende davon noch übrig bleibt (also Netto). Da kommt dann nur noch minimal mehr raus als für eine Einsatzstunde bei der Feuerwehr, was immerhin schon 12 Euro sind. Na gut, der Staat und die Sozialversicherungen wollen eben auch bezahlt werden! ;)

Aber eine Erkenntnis bleibt: Nicht Stunden bringen das Geld, sondern ein guter Stundenlohn und den habe ich! :D

Jammern auf hohem Niveau

Manchmal ist der Blick auf die eigenen Finanzen schon deprimierend. Da verdient man ein jährliches Brutto-Gehalt im Wert eines gehobenen Mittelklassewagens, aber davon geht dann an Steuern und Versicherung wieder der Wert eines Kleinwagens weg. Übrig bleibt dann eine relativ große Summe X. Wenn ich dann das Jahr Revue passieren lasse, frage ich mich trotzdem: Wo ist eigentlich all das viele Geld geblieben?
Klar hab ich auch einige kleine oder größere Anschaffungen getätigt: Auto, Rentenversicherungen, Netbook, teilweise Urlaub, viele Konzerte, Eltern, monatliche Spenden, Sprit.

Aber trotzdem: Ich hab kein Geld! So ein Mist.

Doch andersherum geht es mir echt gut. Denn das Gehalt ist auf gutem Niveau und ich kann mir noch den Luxus eines eigenen Autos leisten und für Spenden und Freizeitluxus reicht es dann doch immer noch.
Im Grunde ist mein Jammern also immer noch ein Jammern auf hohem Niveau. Es gibt immer noch genug andere Leute, die auf niedrigerem Lohnniveau arbeiten. Also ist wohl Dankbarkeit angebracht, dass es einem so gut geht und man von seinem Reichtum immer noch ein bisschen abgeben kann.