Jammern auf hohem Niveau

Manchmal ist der Blick auf die eigenen Finanzen schon deprimierend. Da verdient man ein jährliches Brutto-Gehalt im Wert eines gehobenen Mittelklassewagens, aber davon geht dann an Steuern und Versicherung wieder der Wert eines Kleinwagens weg. Übrig bleibt dann eine relativ große Summe X. Wenn ich dann das Jahr Revue passieren lasse, frage ich mich trotzdem: Wo ist eigentlich all das viele Geld geblieben?
Klar hab ich auch einige kleine oder größere Anschaffungen getätigt: Auto, Rentenversicherungen, Netbook, teilweise Urlaub, viele Konzerte, Eltern, monatliche Spenden, Sprit.

Aber trotzdem: Ich hab kein Geld! So ein Mist.

Doch andersherum geht es mir echt gut. Denn das Gehalt ist auf gutem Niveau und ich kann mir noch den Luxus eines eigenen Autos leisten und für Spenden und Freizeitluxus reicht es dann doch immer noch.
Im Grunde ist mein Jammern also immer noch ein Jammern auf hohem Niveau. Es gibt immer noch genug andere Leute, die auf niedrigerem Lohnniveau arbeiten. Also ist wohl Dankbarkeit angebracht, dass es einem so gut geht und man von seinem Reichtum immer noch ein bisschen abgeben kann.

Banken planen EC-Karten Umprogrammierung

Wie Heise in einem aktuellen Bericht schreibt planen die Banken nun eine automatische Umprogrammierung fehlerhafter EC-Karten. Grund für den Fehler war eine fehlerhafte Verarbeitung der Jahreszahl 2010, somit konnten tausende von Kunden nicht mehr Bargeld am Automaten abheben und eine Zahlung per EC-Karte war auch nicht mehr möglich. Mittlerweile wurden alle Automaten und Zahlungsterminals korrigiert und akzeptieren nun wieder alle EC-Karten.
Doch der Fehler auf dem Chip bleibt weiterhin bestehen, daher planen die Banken eine automatische Korrektur an Bankautomaten. Die Postbank denkt sogar darüber nach eine automatische Korrektur auch an Zahlunsgterminals zu veranlassen. Vermutlich wird das ganze über automatische Firmwareupdates der Automaten und Terminals von einem Zentralrechner ablaufen (meine Mutmaßung).
Weiter wollen die Banken die Kosten fürs Bargeldabheben an fremden Automaten übernehmen.

Nach der Finanzkrise eben ein neuer Year 2010-Bug und ich dachte schon, dass nach dem Year2000 Bug hätte die IT endlich dazugelernt und wäre fürs 21. Jahrhundert gerüstet wäre. Naja… Computer eben.

P.S.: Ich hatte in Pontresina beim Geldabheben übrigens keine Probleme damit. Scheinbar waren also nur deutsche Geräte betroffen. :)

Kriminelle schieben Esel vor sich her

Cyber Kriminelle verstecken sich hinter falschen Eseln
Wie Heise zur Zeit berichtet, werden die Banking Trojaner immer schlauer. Das geht sogar soweit, dass der Trojaner den Kontostand des Opfers ausspät und bei einem negativen Ergebnis einfach kein Geld abruft. Damit wird die Gefahr durch einen negativen Kontostand nach der Transaktion eingedämmt.
Die neueste Generation solcher Trojaner gibt sogar den Strafverfolgern, die sich als Zombie ausgeben, falsche Daten an ihren Rechner zurück. Der Kontrollserver erkennt also automatisch ob der Zombie nun ein echter Zombie ist oder ein falscher Zombie (also ein Rechner der Polizei).
Das macht einem schon ein bisschen Angst, schließlich sind hauptsächlich deutsche Banken betroffen und dann auch noch viele von der Postbank.

Doch die Technik und der Algorhythmus der dahinter steckt ist enorm. Es scheint fast so, als ob die Kriminellen beinahe mehr Fantasie haben als mancher normaler Programmierer. Wobei sicherlich viele Techniken von Spielen und so abgekupfert wurden.
Wir dürfen also gespannt sein, was die Eseltreiber weiter bringen. Wenn mich dann irgendwan mal die Schlümpfe wegen Geldwäsche festnehmen weiß ich immerhin den Grund dafür. :D

Finanzkrise im Quadrat

Telepolis schreibt mal wieder ein paar Fakten über den Derivatenhandel (Wetten auf Börsenkurse) und die Auswirkungen, wenn die 800 Billionen Schuldenbombe platzt.
Sehr interessant zu lesen, es macht auch Angst. Doch selbst wenn es dazu kommen sollte: Jesus bleibt, man muss also keine Angst haben.

Hier gehts zum Artikel: Teil 1 und Teil 2

Banken und das Verhandeln

Letzten Mittwoch war ich zu einem Beratungsgespräch bei der Sparkasse eingeladen. Als die mich zum ersten Mal angerufen haben, dachte ich erstmal: „Hä, Versicherung, was wollen die denn jetzt wieder?“

Ob se vorbeikommen können? Klar natürlich, ihr bekommt auch Tee. Achso, ich soll zu ihnen kommen. Ja gut, kann ich auch machen.

Gut, also dann in der Sparkasse haben die mich erstmal ein paar Daten ausgefragt: Wie heisesch du? Was verdiensch du so? Und was geht mit dir so ab?? Verpflichtungen oder Kinder?

Nachdem die mich so gefragt haben, hab ich mich für die Riesterrente interessiert, weil da war was mit 5 Euro pro Monat und 154 EURO Prämie. Hört sich natürlich nicht schlecht an.

Gut, so ist es leider dann doch nicht. Ich müsste 75 EURO pro Monat investieren um die volle Prämie vom Staat zu erhalten. Naja, ich hab die dann mal rechnen lassen, und die meinten wirklich: Es würde sich schon lohnen. Am Ende hab ich dann aber doch gesagt: Ist mir doch zu viel.

Dann sind wir auf das Thema Haftpflicht gekommen und sie meinten: Des braucht jeder Kerle auf der Welt. Also zumindest die, die mit der Lehre fertig sind und noch keine haben. Mist, jetzt haben sie eine Schwachstelle erwischt und mir dann gleich eine Versicherung angeboten. Ich hab se dann halt unterschrieben: 68 Euro im Jahr ist ja nicht viel. Gerade mal eine Tankfüllung.

Als ich dann wieder daheim angekommen bin meint mein Vater so: „Saga mol, bisch du eigentlich bled? Bei der WGV zahlsch ja nur 43 Euro.“ Gut, er hat es mir dann auch noch gezeigt und tatsächlich, das hat wirklich gestimmt. Also bin ich am Freitag nochmal zur Spaßkasse gefahren und hab gemeint: „Do sin 24 Euro, bitte wechsla und dann 25 Euro auszahlen.“ -> Für seine Brüder macht man ja alles. Denn bei der Post kannsch ja nix zähla lassen, des dauert ewig und drei Tag. Joa, also dann meinte die Azubine noch: Herr Aichele, mir habet der falsche Vertrag unterschrieben. Ich brauch nochmal 2 Autogramme von ihnen. Dann hab ich gemeint: Ja ich hab aber gehört die WGV isch 20 Euro billiger, ich stornier der Vertrag. Des wollten die mir halt dann doch net glauben. Ich hab halt dann gemeint, dass ich erstmal noch ein Angebot von der WGV einholen würde. Das wollt ich auch wirklich nur: Ein Angebot einholen. Aber der WGV Mensch meinte dann: Halt mir sind ganz billig: 44 EURO super Leistungen und noch 10 % Rückvergütung wenn nix passiert. Habs dann halt auch unterschrieben, weil wir damit echt schon gute Erfahrungen gemacht haben.

Joa, dann nochmal zur Spastkasse: So Herr Aichele, wir haben uns nochmal schlau gemacht und wir können ihnen 47 EURO anbieten und sie hätten noch jemand, der sich immer um sie kümmert. Dann hab ich gemeint: Ja warum denn: Erstens die WGV ist jetzt auch in Calw und die isch 8 Euro billiger.

Ja Herr Aichele, aber wir möchten so gerne eine Geschäftsbeziehung mit ihnen aufbauen, weil wir am Mittwoch ein gutes Gespräch mit ihnen hatten. –> Hab ich halt dann dazu gemeint, dass ich ja später noch dazu stoßen kann. Aber im Moment möchte ich lieber zur WGV gehen, die isch nämlich günstig.

Was mich halt beeindruckt hat: Die Sparkasse will scheins sogar von Kleinverdiener noch ne Geschäftsbeziehung: 2k Brutto ist ja immer noch im unteren mittleren Bereich. Und die Sparkasse ist auch gerne bereit mit sich verhandeln zu lassen. Ich mein: von ehemals 68 Euro jährlich wären es ja dann immerhin 47 Euro nur noch gewesen –> 21 Euro Unterschied.

Aber eigentlich hab ich ja nur deshalb ein Sparkonto bei der Sparkasse damit ich mein Kleingeld einzahlen und gleich danach wieder in Scheinen auszahlen kann. Doch offiziell sag ich das natürlich nicht. Zweitens find ich dass Onlinebanking der Sparkasse bescheiden und drittens verlangt die Sparkasse noch immense Gebühren auf das Girokonto.

Deshalb: Die Post rockt:
1. Hab ich bisher noch keine einzige Phishingmail von denen bekommen.
2. Onlinebanking ist super einfach zu bedienen, fast schon wie das T-Onlinebanking (also die Software)
3. Ich kann meine Kontoauszüge kostenlos online abrufen.
4. Ich zahl keine Gebühren, und die Zinssätze auf Guthaben ist auch noch gut.