Citizen Four – Die Snowden Verfilmung

Letztes Wochenende war ich nach längerer Zeit wieder in Heidelberg um mal wieder ins Kino zu gehen. Dieses Mal lief „Citizen Four“ im Karlstor Kino. Der Film ist eigentlich eine reine Dokumentation über die Enthüllungen von Edward Snowden, wie es dazu gekommen ist, was er damit beabsichtigt hat und was vielleicht ein anderer Whistleblower noch zu sagen hat.

Schön fand, dass er von einem internen Wiki erzählt hat, in dem es auch Dokumente fürs Troubleshooting der Überwachungsprogramme gibt. Scheinbar haben diese Programme auch ihre bekannten Bugs. ;) Tja mit Arch Linux wäre das nicht passiert, das System wäre vorher schon gestorben!

Schockierend fand ich dann eher die Tatsache, wie der Chef der NSA einfach so das Gericht angelogen hat. Klar es ist nichts neues und gehört irgendwie auch zum Geschäft. Aber wenn selbst die Gerichte nicht mehr die Geheimdienste kontrollieren kann, kann man die Demokratie gleich in der Pfeife rauchen.

Ansonsten gab es nicht wirklich viel überraschendes, da man die Hintergründe als informierter Bürger über die letzten Monate oft mitbekommen hat und immer noch neue Dinge veröffentlicht werden. Trotzdem hat mir der Film diese Sache doch nochmal tiefer ins Bewusstsein gebrannt! Und zumindest mit einer Person schreibe ich nun verschlüsselte E-Mails. Den anderen könnte ich bei Gelegenheit auch nochmal die Dinge beibringen!

Besuch in Heidelberg

Nachdem der letzte etwas längere Urlaub Anfang des Jahres war, wurde es nach dem Umzug in der Firma endlich auch mal Zeit um mal wieder Abstand vom Geschäft zu bekommen. Die Zeit habe ich gut genutzt um einen Tag nach meinem Geburtstag zusammen mit monkel den Film „Die Zeit der Kannibalen“ im Karlstorkino anzuschauen. Sehr netter und zynischer Film. Spoiler Alert: Es ist sehr schön kurz nach der Insolvenz der Firma als Partner einsteigen zu dürfen. :)
Jo nach dem Kino war dann nicht mehr los. Wieder durch die Nacht geschlendert und bei monkel übernachtet. Am nächsten Morgen musste monkel in eine Vorlesung und ich fuhr dann wieder heim.

Am Donnerstag ging es dann mit Toni und Nessi nochmal nach Heidelberg. Diesmal hab ich dann endlich mal das Schloss gesehen und ein paar interessante Stellen von der Stadt. Zum Beispiel die alte Brücke mit dem Affen und den Liebesschlössern. Es hat schon ein bisschen gewurmt, dass ich mein Lockpickingset nicht dabei hatte. Wäre sicherlich interessant gewesen die Schlösser neu anzuordnen (vorausgesetzt ich hätte überhaupt ein Schloss aufbekommen. :) ).
Nachdem wir auf dem Schloss waren, ging es dann noch auf die Neckarwiese ein bisschen die Sonne genießen und mit Leuten zu reden. Abends haben wir noch das Spiel (Brasilien : Kroatien) angeschaut. Als Troll musste ich natürlich 3:1 für Kroatien tippen. Aber die Brasilianer waren dann doch leicht besser und spätestens nach dem Elfmeter haben sie richtig losgelegt und das Ergebnis (3:1) für sich entschieden.

Freitagmorgen ging es dann leider schon wieder nach Calw zurück, weil ein Mitglied der Gemeinde am Sonntagmorgen verstorben ist. Das ist nicht unbedingt ein schönes Ereignis. Aber als gläubiger Christ haben wir ja die Gewissheit, was nach dem Tod auf uns zu kommt. Nämlich die Herrlichkeit bei Gott zu sein. Und ich meine, dass seine Frau dies als Trost annehmen konnte.

Joa, nach vielen Besuchen in Heidelberg bei monkel hat es mir nun auch endlich mal gereicht für eine kleine Kulturführung aufs Schloss und den Freunden von Toni und Nessi. Es hat eben doch seine Vorteile, wenn man mal tagsüber durch Heidelberg läuft und nicht nur zum Übernachten dort ist. :) Schönes Wetter war ja auch.

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