KabelBW und Fritzboxen ist sch****

Nun muss ich doch mal einen Rant über KabelBW ablassen. Privat hab ich seit März diesen Jahres in meiner eigenen Wohnung auch KabelBW – damals noch das günstige Internet mit 50Mbit down und 2,5Mbit Up für schmale 19,99 Euro im Monat. Damit habe ich ehrlich gesagt keine Probleme. Ich nutze die Leitung aber auch immer nur abends fürs WLAN und habe aktuell noch keine Raspis dran hängen. Soweit so gut.

Im Geschäft haben wir aber seit Anfang 2012 auch schnelles KabelBW Internet. Aus Gründen wurde mir damals ein Privatkundentarif mit Telefoniefunktion angedreht. Gut, als Modem bekam ich noch ein richtiges Modem von Arris. Das war sehr toll. Ich konnte es einfach einstecken und bekam meine öffentliche IP durchgereicht. Anfang 2013 fiel den KabelBW Menschen auf, dass ich als Firmenkunde ja gar kein Privatkundentarif nutzen darf. Na gut, haben wir eben gewechselt. Ich hab dann auch wieder angemerkt, dass wir eigentlich gar kein Telefoniegedöns brauchen. Es wurde aber ignoriert. Naja, es kostet ja genauso viel und vielleicht können Sie es ja irgendwann doch noch gebrauchen. *Haha*
Dann kam also ein neues Modem rein – eine Fritzbox! Zuerst ging das Internet eigentlich ganz gut, dann gingen aber meine DYNDNS Dienste nicht mehr, weil meine Konfiguration ein bisschen spezieller ist. Wir haben zwei KabelBW Modems und dahinter einen QuadWAN Router, der das Internet verteilt und ein bisschen Portforwarding und VPN macht. Auf jeden Fall hab ich die Fritzboxen wieder an die WAN Ports des Routers eingestöpselt und erstmal eine private IP der Fritzbox bekommen. Also die Hotline angerufen, was da denn los sei. Letztendlich war die Lösung dann simpel. Einfach einen LAN Port der Fritzbox auf Bridgemodus umschalten und ich bekomme wieder die öffentliche IP von KabelBW durchgereicht. Dann ging das Internet erstmal wieder eine Weile ganz gut.
Letzte Woche hatten wir dann dummerweise einen Stromausfall und unsere kleine USV hat diesen nicht mehr überbrücken können (NEIN da hängen keine Server dran!) und so hat das Internet ein bisschen herumgesponnen. Zuerst meinte ein Hotliner, dass der Fehler an der Leitung von KabelBW liegt. 2 Tage später hab ich dann nochmal angerufen, weil sich niemand gemeldet hat und dann hieß es: Setzen sie die Fritzbox doch mal auf ihre Werkseinstellungen zurück. Das hab ich dann auch gemacht und tatsächlich hat es dann auch geholfen. Das Blöde war nur, dass ich wieder alle Einstellungen (Passwort setzen, Bridgemodus, WLAN aus, Push-Nachrichten) neu setzen musste. Dann ging es wieder eine Weile gut. Dummerweise hatten wir heute morgen wieder einen kurzen Stromausfall. Diesmal hat sogar die Telefonanlage einen Schuss bekommen. Aber nach kurzer Pause ohne Strom hat sie sich glücklicherweise wieder gefangen. Das Internet ging auch erst noch ein bisschen. Irgendwann ging aber dann gar nichts mehr. Also wieder alles zurücksetzen (ich hab ja sonst nichts zu tun! *grml*) und dann ging es auch wieder.
Mal ehrlich wie oft habt ihr eure Fritzbox schon auf Werkseinstellungen zurückgesetzt? Ich jedenfalls noch nie, weil es einfach immer gut und stabil lief.

Danach hab ich doch mal bei KabelBW angerufen und nachgefragt ob die Fritzboxen denn allgemein so schlecht seien. Es gäbe wohl aktuell Probleme mit der Firmware bei den Fritzboxen. Aber die 6360 sollte eigentlich stabil laufen. Na schön, tut sie aber nicht. Einen Austausch der Box will ich aktuell aber auch nicht. Denn nach dem Rücksetzen auf Werkseinstellungen tut sie ja wieder ganz ordentlich funktionieren, also kann es kein Hardwareschaden sein.
Nun hab ich mal nachgefragt wie es denn mit anderen Modem sei. Ich hatte ja schließlich früher ein schönes Arris Modem ohne Konfiguration. Da kam einfach schönes IPv4 (IPv6 brauch ich aktuell ja auch nicht!) raus und gut war es. Sowas hätte ich gerne wieder. Denn ich möchte nicht an die Fritzbox ranmüssen. Dann muss ich ja aufstehen, mich mit dem Laptop da dran quälen und das langsame Webinterface aufrufen. Durch den Bridgemodus komme ich ja sonst nicht vom Netzwerk auf die Fritzbox.
Es gibt nun tatsächlich einen Tarif mit reinem Internet (JUHU! OHNE TELEFONIEGEDÖNS!!!!) und da ist sogar ein Cisco Modem dran. So unter der Hand meinte der Techniker auch, dass die Ciscomodems eigentlich die besseren Modems sind. Nun ist es aber so, dass ich dann auch wieder in einen höheren Tarif wechseln muss. Da wir aber als Firma eh einen ordentlichen Upload haben wollen (Mailserver und Remotezeugs) ist das dann auch verschmerzbar. Und wenn die Aussicht auf mehr Leistung und Stabilität im Raum steht ist der Preis auch verschmerzbar. Vor allem ist mehr Internet tatsächlich mehr Gewinn für die Produktivität. :D

KabelBW war anfangs total gut und hatte einen guten Eindruck gemacht. Anfangs hab ich mich sogar an der Blackbox in Form vom Arris Modem gestört, da ich nicht drauf gucken konnte. Im Nachhinein war das Arris Modem aber das bessere. Es hat einfach funktioniert ohne das ich irgendwas konfigurieren musste. Eigene DNS Server nutzen wir eh nicht. Wir haben intern unseren Windows DNS Server fürs Active Directory mehr aber auch nicht. Und nun den 8.8.8.8 eintragen ist heute vielleicht auch nicht mehr so gute Idee. Den Amerikanern trauen wir nicht mehr so über den Weg!

Easybox 802 als WLAN Router hinter Kabelmodem

Meine Eltern ziehen ja nun um und haben deshalb für die neue Wohnung diesmal gleich KabelBW für Internet, Telefon und Fernsehen bestellt. Dummerweise wurde nur ein ganz normales Kabel-Modem bereitgestellt. Ich hatte dann schon etwas aufgegeben und hätte dann vielleicht einen WLAN Router gekauft. Denn eine alte Fritzbox 7050 will man heutzutage eigentlich nicht mehr nutzen. Das WLAN ist einfach sehr langsam (11b 56Mbit).

Doch vor ein paar Jahren sind wir von der Telekom zu Vodafone gewechselt und haben damit auch eine tolle Easybox bekommen. Bei den ersten Versuchen konnte ich keine gescheite Einstellung finden um die Easybox als Gateway zum Modem zu bewegen. Doch Google weiß ja alles.

Die Vorgehensweise ist etwas doof, da man tatsächlich noch ein Telefon mit TAE-Stecker braucht. Das ist heutzutage nicht mehr ganz selbstverständlich, da meistens nur noch ein RJ11 – RJ11 Kabel dabei. Aber meine Eltern haben ja noch so alte Geräte und damit konnte es dann auch klappen. Hier die Quelle vom Forum.

0. Alle Kabel an der Box ausstecken und dann nur das Netzkabel einstöpseln.
1. Nun einen Reset der Easy Box 802 durchühren (mit einem spitzen Gegenstand den Rest-Knopf auf der Rückseite drücken).
2. Nach dem Neustart ein Telefon in den mittleren „F“ TAE-Steckplatz anschließen und den Hörer abnehmen. Es kommt „Bitte schließen Sie Ihr DSL Kabel an“
3. Nun folgende Tastenkombination am Telefon eingeben: *8375* (mit Sternchen) eingeben. Nach einer Weile wird ein „Besetzt“ Ton hörbar. Die Box bootet neu im „VDSL-Modus“
4. Netzwerkkabel vom Kabelmodem an LAN-Anschluss 1, Netzwerkkabel vom PC an einen anderen freien LAN-Anschluss (beispielsweise LAN 2.
5. Im Browser am PC 192.168.2.1 eingeben – Startbildschirm von der EasyBox erscheint. In die Checkbox „root“ als Benutzername „123456“ als Passwort eingeben (Standard-Admin!)
6. „Benutzerdefiniert“ auswählen und „weiter“.
7. „Offenen Modus“ wählen und auf „weiter“.
8. Im folgenden Menü auf „Daten“ und „WAN“ gehen. Dort bei WAN 1 Eintragen:

Protokoll: „Routing“
IP-Adresse etc. auf 0.0.0.0. lassen
DHCP Client: checkbox anklicken
802.1Q (1p/VLAN ID) Tagging auf 0

Übernehmen.

9. Nun Kabelmodem und Easybox vom Netz trennen und neustarten.
10. Nach kurzer Zeit steht das Internet zur Verfügung und die EasyBox arbeitet als Router!!

Bei mir hat das dann ganz gut funktioniert. Für die technischversierten Benutzer lohnt sich auch ein Blick ins WLAN Menü um das Standardpasswort zu ändern und vielleicht den Betriebsmodus „11n / 11g / 11b“ anzupassen.

Die aktuellste Firmware gibt es übrigens bei Vodafone. Ich würde immer die aktuellste Firmware nehmen. Allein schon um etwaige Sicherheitslücken zu schließen.

Das Aktivieren von geheimen Features scheint bei Routern zum guten Ton zu gehören. Auch bei modernen Fritzboxen (7390 oder andere) muss man mit Telefon und Nummerncodes das Telnet aktivieren. Bei den Fritzboxen kann man das aber wenigstens noch per Wahlhilfe an der Fritzbox direkt machen. Für die Easybox 802 war immerhin ein echtes Telefon notwendig.