Bezahlfunktion mit der elektronischen Gesundheitskarte

Nachdem schon bekannt ist, dass die neue Karte dank kryptographischer Verschlüsselung erstmal erheblich langsamer beim Lesen und Schreiben ist, wurde das Elektronische Rezept wieder verworfen. Schließlich möchte ja niemand für die (teilweise jetzt schon) lange Warteschlangen beim Arzt oder in der Apotheke verantwortlich sein. Außerdem würde die Arbeitszeit der Arztes noch knapper, als sie ohnehin schon ist.
Doch irgendeinen Einsatzzweck außer den nun vorgeschlagen elektronischen Ärztebriefen muss ja gegeben sein. Schließlich muss eine weitere Anfälligkeit für Datenverlust bei einem Kartendefekt sein, ohne elektronischen Schnickschnack kommt man heute ja eh nirgends mehr weiter.
Damit hat die FDP vorgeschlagen eine Bezahlfunktion für die vierteljährliche Praxisgebühr (10 Euro) einzuführen, damit könnte man sich die 10 Euro in bar sparen. Doch wie Heise berichtet, wird noch heiß diskutiert wie man die Bezahlfunktion realisieren möchte. Zum einen könnte eine Geldkartenfunktion zum Tragen kommen. Also der Patient wird zu einem Geldautomaten geschickt, dort muss er die 10 Euro oder mehr auf die Karte laden und kann somit bezahlen. Oder in der Praxis wird direkt ein Zahlungsterminal eingerichtet.
Beide Zahlweisen halte ich für keine Verbesserung. Mein Vorschlag wäre, dass die Krankenkasse die aktuelle Bankdaten des Patienten vorhält und mittels der Gesundheitskarte dem Patienten per Lastschriftverfahren die Gebühr eingezogen wird. Das wäre ein Fortschritt… :)