3 Jahre alten Laptop flotter machen

Ich hab mir ja 2013 meinen aktuellen Laptop gekauft. Der war damals mit 999 Euro nicht ganz günstig (im PC Bereich schon relativ hochpreisig!), hatte aber schon gute Ausstattungen: ein i7 Prozessor, eine Nvidia Grafik, 8 GB RAM und eine 120 GB SSD und 1 TB Festplatte. Mit dem war ich eigentlich auch immer recht zufrieden. Nur die Festplatte war eben immer ein Flaschenhals. Besonders wenn man Ubuntu verwendet und auch sein /home verschlüsselt hat. Da hat das Laden von Firefox und Thunderbird mit großen Datenmengen einfach unheimlich lange gedauert.
Also hab ich vor kurzem ein bisschen Geld investiert und eine große SSD gekauft. Nämlich die Crucial MX300 750GB. Die war mit 170 GB für die Datenmenge relativ günstig. Die Erfahrungswerte waren sehr zwiegespalten. Manche haben sie gleich wieder reklamiert. Andere schwärmen davon. Ich gehöre eher zu den zufriedenen Benutzern.
Wobei ich sagen muss, dass ich sie auch nicht komplett voll habe. So sind noch immer ca. 200 GB an Speicher frei. Einzig beim Überspielen von einem schnellen USB 3 Stick wie dem SanDisk Extreme 64 GB mit 18000 Bildern hab ich dann doch einen kleinen Performance Einbruch gemerkt. Da hat das System dann plötzlich nicht mehr richtig reagiert. Aber so große Schreibaktionen sind bei mir eigentlich auch eher die Seltenheit. Meistens schreibt man E-Mails, surft im Internet oder ich schreibe am Baumhausprojekt rum. Trotzdem für den Preis war es eine sinnvolle Anschaffung. Samsung SSDs wären auch nicht schlecht. Aber die sind mir momentan einfach noch zu teuer.

Um nun aber auch wieder einen ordentlichen Laptop zu haben, war ein neuer Akku einfach sinnvoll. Mein alter hat trotz Stromsparmodus nur noch ca. 1 Stunde durchgehalten. Angegeben waren aber mal 2,5 Stunden. Nun war die Frage was man kauft. Zuviel Geld wollte ich nicht ausgeben, zu wenig wäre aber vielleicht doof. Deshalb bin ich zufällig auf einen LENOGE Akku gestoßen. Die Bewertungen scheinen zwar alle gekauft zu sein, weshalb ich skeptisch war. Der Preis war aber noch in dem Rahmen, der akzeptabel war. Und ich muss echt sagen: Das Aufladen dauert zwar etwas länger, da es mehr Kapazität ist. Aber der Akku passt wirklich sauber rein, hat keine Erhöhung (wäre im Rucksack doof gewesen) und hat vor allem wirklich mal fast 3 – 4 Stunden Laufzeit. So muss ich tatsächlich weniger an die Steckdose und kann auch mal wieder sinnvoll mobil arbeiten. Ich hab ihn nun ca. 4 Mal geladen und bin begeistert. Daher sind die Lenoge Akkus auf jeden Fall mal einen Versuch wert.

Alles in allem hab ich für das Upgrade nun 170 Euro für die SSD und 35 Euro für den neuen und größeren Akku ausgegeben. Also 205 Euro. Das macht zusammen mit den 999 Euro von 2013 dann 1204 Euro. Dafür kann ich den Laptop nun nochmal einige Jahre verwenden. Denn die Power vom Prozessor ist immer noch gut genug! SSDs sind einfach echt schön. Und heutzutage sind sie auch bezahlbar geworden.

So hab ich nun ein System mit zwei Systemen: Auf der 120 GB SSD läuft Windows 10, auf der großen 750 GB SSD Ubuntu 16.04 als mein Hauptsystem. Beides läuft auch flott. :)

Arch Linux ETPS/2 Elantech Touchpad

Wie ich ja schon mal geschrieben habe besitze ich seit ein paar Wochen einen Laptop von Acer. Der hat leider ein paar kleine Probleme im Zusammenspiel mit Arch Linux. Doch da Arch Linux eh ein Frickelsystem ist darf ich mich nicht beschweren. Aber nun hab ich immerhin den Trick gefunden das Touchpad zu aktivieren.

Zuerst hab ich den synatics Treiber für X-Server nachinstalliert.

pacman -S xf86-input-synaptics 

Das hat aber nicht dazu geführt, dass das interne Touchpad auch funktioniert. Stattdessen hat es noch ein bisschen Recherche gebraucht.
Im xfce Window Manager unter Einstellungen – Maus und Touchpad werden ja die Geräte angezeigt und mein Touchpad lautet auf den Namen: „ETPS/2 Elantech Touchpad“

Also mit duckduckgo gesucht und folgende Pastebin Seite gefunden und im angegebenen Verzeichnis die Datei erstellt: „/ect/X11/xorg.conf.d/52-elantech-touchpad.conf“ Vielleicht hätte auch /usr/share/ gereicht, aber ich war eh schon im /etc/X11/ Ordner, da hab ich einfach dort die Datei erstellt.

Folgender Inhalt (falls das Internet die verlinkte Seite vergisst!)

    Section "InputClass"
            Identifier "ETPS/2 Elantech Touchpad"
            MatchProduct "ETPS/2 Elantech Touchpad"
            MatchDevicePath "/dev/input/event*"
            Driver "synaptics"
            Option "TapButton1" "1"
            Option "TapButton2" "3"
            Option "TapButton3" "2"
            Option "VertTwoFingerScroll" "1"
            Option "HorizTwoFingerScroll" "1"
            Option "CoastingSpeed" "10"
            Option "EdgeMotionMinZ" "30"
            Option "EdgeMotionMaxZ" "40"
            Option "EdgeMotionMinSpeed" "100"
            Option "EdgeMotionMaxSpeed" "400"
            Option "FingerLow" "9"
            Option "FingerHigh" "12"
            Option "EmulateMidButtonTime" "0"
            Option "ClickPad" "True"
            Option "SoftButtonAreas" "50% 0 82% 0 0 0 0 0"
    EndSection

Nach einem Neustart von Linux funktioniert nun auch endlich das Touchpad. Andere Distributionen hätten es sicherlich eleganter gelöst, aber ich will ja auch was lernen oder zumindest verstehen, was mein System macht.

Nun fehlt nur noch das WLAN. Zumindest mit wifi-menu und der Fritzbox komm ich da nicht weiter. Ist auch ein komischer WLAN Device Name: „wlp13s0“

Falls jemand weiter weiß gerne hier kommentieren. Aber nun mach ich auch wieder Schluss mich auskurieren.

Arch Linux ist krepelig

Nachdem ich mir endlich mal einen Laptop gegönnt habe (den hier) wollte ich auch mal Arch Linux ausprobieren. Ich dachte mir schon, dass es kein Spaziergang wird. Besonders, da man wirklich alles per Konsole einrichten muss (oder darf). Die Anleitung für Einsteiger wie mich ist recht gut geschrieben. Es ist aber auf jeden Fall sinnvoll ein bisschen Hintergrundwissen zu haben und Freude am Lernen.
Ein paar Probleme die mich gefrustet haben:

1. Mit UEFI ging nicht. –> OK, einfach in Legacy Mode gestellt.
2. WLAN ließ sich nicht einschalten. –> Gut, dann eben ein LAN Kabel genommen.
3. LAN ging nicht. –> Gefrustet gewesen, dann das hier gefunden.
4. Immer noch keine IP Adresse. –> dhcpcd angeschmießen und hurra: „i can has cheezburger“
5. Dann Grundsystem installiert, aber KDE startet nicht, weil X-Server nicht automatisch startet. –> Das hier hat geholfen.
6. Nach jedem Neustart musste immer „dhcpcd“ ausgeführt werden. –> Naja, wird sich schon irgendwann einrenken.
7. Sound ging nicht. –> Hab die ersten Sachen von hier durchgelesen, hat nicht geklappt. Vielleicht wären die Sachen für KDE die Lösung gewesen, hab ich gestern aber überlesen.
8. OpenSuSe installiert. Zuerst mit verschlüsselter /home. Dann Passwort fast vergessen und wieder unverschlüsselte /home installiert.

Ich hätte natürlich weitermachen können und hab auch schon mal die nötigsten Pakete (vlc, libreoffice, firefox) heruntergeladen. Aber wenn es am Anfang schon so doof ist, hab ich einfach keinen Nerv mehr dafür. Außerdem geht manchmal doch wieder was kaputt. Jetzt hab ich OpenSuSe und bin wenigstens wieder weg von Ubuntu. Das läuft recht gut, updatet sich anständig und sieht zudem noch schön aus.

Und wenn nun ein Arch Linux Nutzer herkommt und mich hauen möchte: Arch Linux ist zwar schön, der pacman ist echt genial. Aber mir hat es zu viele Probleme bereitet, die mir das System verleidet haben. Ich möchte ein stabiles System haben und deshalb hab ich eben wieder OpenSuSe genommen. Ich wollte mal KDE ausprobieren.