bookmark_border„Du siehst so richtig anverliebt aus!“ :)

Mein Jahr war ja relativ spannend. Am Anfang des Jahres hatte ich noch viel Stress auf der Arbeit, aber auch in der Freizeit mit Feuerwehr, Kassierer bei den Pfadis und das Baumhausprojekt. Genau deshalb hab ich einen für mich damals unvorstellbaren Schritt gemacht und hab mal die Bremse angezogen. Ich hab mit meinem Feuerwehrkommandanten gesprochen und mich freistellen lassen. Die Alternative wäre gewesen, dass ich komplett aus der Feuerwehr aussteige. Das wäre mir aber tatsächlich schwer gefallen, da es mir grundsätzlich trotz allem noch Spaß macht.
Danach hab ich das Baumhausprojekt soweit fertig gestellt, dass es auch eine Dokumentation gibt und potenziell andere am Projekt weiterarbeiten können. Na gut, soweit ist es dann doch nicht gekommen, da keiner wirklich auf Arduino und das Projekt Bock hatte. War mir aber egal, da ich die Auszeit gebraucht habe und es mir gut tat mal Abstand zu gewinnen.
Die Kasse habe ich bis September noch weitergeführt, danach aufgehört. Da sich kein neuer Kassierer fand, hängt es nun eben an der Stammesführung. Ist mir aber auch egal, da ich es lange genug gemacht habe und auch mal wieder nach mir schauen musste. Der Tag hat nur 24 Stunden und die muss man so aufteilen, dass alles klappt und wenn dann mal was nicht mehr klappt, muss es eben auch wieder abgegeben werden.
Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass ich so ne leichte Depression hatte. Also bin ich zum Arzt gegangen und der meinte auch, dass ich eine leichte depressive Phase habe. Seitdem bin ich bei einem Psychotherapeuten in Behandlung, aber ganz ohne Medikamente. Und anfangs dachte ich: „Hm, das bringt mir doch eh nichts.“ Mittlerweile war ich eine Weile bei den Einzelgesprächen und in der Gruppe und ist es echt eine große Hilfe.

So hab ich die neu gewonnene Freiheit genutzt und bin im Sommer öfters Motorrad gefahren oder war auf Konzerten. Beispielsweise an meinem Geburtstag bei Iron Maiden. Zweimal im Motorradurlaub. Das erste Mal leider im Regen in Kroatien. Im Sommer dann nochmal in Italien bei Sonnenschein. Dann noch im August mit den Pfadis Segeln gewesen.
Im Juli hatte ich endlich im Geschäft einen zweiten Kollegen bekommen. Das war erstmal gut. So konnte man leicht die Arbeit aufteilen. Als er dann aber im August das erste Mal Urlaub hatte und ich meinen alten Trott wieder erlebt habe, war für mich klar, dass ich tatsächlich nach über 11 Jahren wieder was anderes machen wollte. Das war nicht komplett neu, das hatte ich auch schon vor 2 Jahren immer wieder. Nur habe ich damals nie den Schritt gewagt, weil ich ja der einzige ITler in der Firma war und ich das ganze auch so aufgebaut habe. So ein Erbe lässt man ja nicht einfach verkommen…
Also hab ich im September offen mit meinem Chef darüber gesprochen. Das ging, weil ich ein recht gutes Verhältnis zu meinem Chef habe und ich gleich mit offenen Karten spielen wollte. In anderen Firmen macht man das vielleicht besser nicht. Natürlich war er da mein Chef erstmal überrascht und leicht geschockt und fand den Zeitpunkt echt suboptimal. Schließlich hatte im Juli erst ein neuer Kollege angefangen. Aber ich hab es dann durchgezogen und insgesamt 2 Bewerbungen geschrieben. Eine durch eine englische Headhunterin, die zuerst Deutsch gesprochen hat und später dann Englisch. Es war dann eine Stelle als Salesforce Consultant bei Lidl. Hab ich ja auch mal gemacht, als ich vor 3 Jahren angefangen habe Salesforce an unsere Firma anzupassen. War nicht unbedingt schön, aber könnte man ja auch machen. Ich wurde dann tatsächlich auch zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Die zweite Bewerbung ging an meinen neuen Arbeitgeber. Jemand hatte mich auf die Seite hingewiesen. Also drauf geschaut und eine Stelle als PC Steuerungsentwickler und als Anwendungsbetreuer gesehen. Da hab ich einfach mal eine kombinierte Bewerbung hingeschickt und wurde prompt eingeladen.
Die Vorstellungsgespräche beim neuen Arbeit und bei Lidl waren hintereinander. Zusammenfassend lässt sich sagen: Beim neuen Arbeitgeber hatte ich gleich ein gutes Gefühl. Die ticken ähnlich wie die alte Firma und etwas größer, aber immer noch eine schwäbische GmbH + Co.KG. Da hatte ich gar nicht mehr so richtige Motivation zum Lidl Gespräch zu fahren. Aber man soll den Abend nicht vor dem Tag loben oder so ähnlich.
Das Gespräch mit Lidl war dann gleich ein Griff ins Klo. Der Techniker hatte schon ein leicht rollendes R. Ist ja nicht schlimm. Meine Verwandten in Pappenheim haben das ja auch. Also mal gefragt ob er denn Franke oder Bayer ist. Ich hab auf Franke getippt und er war Bayer. Also gleich mal den ersten Minuspunkt kassiert. Der Rest des Gesprächs war auch eher so mäh und hat eher das Arbeitsbild beschrieben, wie es das Känguruh oft aufzeigt. „Ich arbeite gern für meinen Konzern!“
So hatte ich also die Wahl zwischen einem neuen Job mit guter Bezahlung und sogar wieder Sonderzahlungen oder meinem alten Job, den ich zwar noch leicht mochte, aber irgendwie auch weg wollte. Ich hab mich dann für den neuen Job entschieden. Die Zeit nach der Entscheidung war etwas schwierig, da wir das Ganze erst im Rahmen eine Betriebsversammlung öffentlich machen wollten. Das hat dann noch ein paar Tage gedauert. Letztendlich waren die Leute auch alle etwas geschockt, haben mich dann aber trotzdem verstanden. Schließlich bin ich noch jung und in meinem Beruf verändert sich dann doch vieles. Der Abschied war auch voller Wertschätzung. Ich hab noch eine Runde Pizza ausgegeben und die Kollegen haben noch für mich gesammelt. Es gab einen netten Hoodie („Programmer… see Wizards“) und einen sehr großzügigen Gutschein von Louis.
Ab Januar geht es dann im neuen Job los und ich bin schon gespannt darauf. Es wird eine Umstellung werden, da viele Aufgaben wegfallen und ich zur Arbeit pendeln muss. Aber da ich die S-Bahn nehmen kann, wird es kalkulierbar bleiben! Ich freu mich schon drauf. Vor allem werde ich von Anfang an in einem Team sein und nicht mehr alleine für alles verantwortlich sein.

Aber auch sonst hat sich mein Leben dieses Jahr wieder weiter verändert. Nach vielen Jahren einfach vor sich Hinlebens hab ich mal wieder etwas bewusster Partnersuche betrieben. Das fiel mir sogar relativ leicht. Nicht viel Schreiberei und schon ein erstes Date. Na gut, sie war schon 40 und ich 31. War irgendwie klar, dass es dann nichts ernstes werden wird. Aber für ein erstes Date doch ganz ok. Haben einen guten Kaffee getrunken und uns nett unterhalten. Sie fährt sogar Motorrad. Das ist nicht so ganz üblich.
Später gab es dann ein zweites Date. Diesmal mit einer 27 Jährigen Katholikin. Wir haben uns auch schnell relativ gut verstanden und dann auch mal zu einem Kaffee getroffen. Das Kaffeetreffen war richtig gut und hat meine Laune richtig angehoben. Das hat sogar dazu geführt, dass eine Kollegin im Geschäft meinte: „Kaum hast du gekündigt, schon bist du wieder fröhlich!“ – „Nö, das liegt an was anderem!“
Und in der Therapiegruppe meinte dann eine Frau: „Tobi du siehst so richtig anverliebt aus!“ Das war echt das Schönste, was mir mal gesagt wurde. Und es war gut, denn das zeigt auch, dass ich mich wieder positiv verändert habe.
Gut, wir hatten dann mal noch ein zweites Date auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt, Das war dann eher nicht so der Burner, weil wir beide müde waren. Und letztendlich hat sie mir dann auch eine Abfuhr erteilt, weil ich doch zu schüchtern bin. Aber hey, ich hatte es versucht und es war toll und hat mich wieder neu lebendig gemacht.

So alles in allem war es ein sehr schönes und bewegendes Jahr. Viele Veränderungen erlebt und mitgenommen.
Dinge beendet, neuen Freiraum bekommen und mein Leben mal wieder neu gestaltet. Dinge, die ich schon früher hätte machen können. Manchmal braucht es einen Anstupser von außen um die Dinge wieder neu durchdenken zu können. In diesem Fall war es eben der Psychotherapeut, der einfach zuhört und passende Denkanstöße gibt.
Zum Beispiel mal spontan Urlaub nehmen und spontan auf ein Konzert nach Ingolstadt zu fahren und sich spontan mit einem Cousin zum Kaffee verabreden. Kann man alles machen, macht man aber dann doch sehr selten. Weil man niemand findet, der auch Zeit hat. Es kostet manchmal Überwindung alleine irgendwo hinzugehen und niemand kennt. Aber wenn man die Musik mag, lohnt es sich auf jeden Fall. Und da ich in meinem Fall sehr gerne Metal höre und mag, ist das Publikum oft auch recht umgänglich und freundlich.

bookmark_borderWenn ich reich wäre…

…dann würde ich mir ein Segelboot schnappen und immer dorthin schippern wo ich (bzw. meine Familie) gerade hin will.
Im Segeln liegt noch eine fast unbegrenzte Freiheit. Man muss sich nicht über nervige Staus aufregen, hat Zeit und vor allem auch sowas wie eine innere Ruhe! :D Und wenn die Leute mich gerade nicht an Land lassen, segel ich eben weiter.
Von Zeit zu Zeit kann ich ja auch wieder an Land gehen und ein paar gediegene Motorradtouren machen. Kommt Zeit, kommen auch wieder Berge. :)

Joa und wenn das Geld einfach erstmal keine Rolle spielen würde, dann wäre auch sicherlich für die Leute um mich herum gesorgt. Wenn es mir gut geht, sollen meine Leute auch nicht hungern. :D

Und was würdet ihr so machen, wenn ihr reich wärt?

Innerlich bin ich ja schon länger reich. Durch Jesus Christus!

Quelle: Segelbild von Flickr-User: s.bär

Und von Jösi habe ich gestern noch eine Postkarte mit Knoten bekommen. Passend um mal schnell was nachschlagen zu können.


Knoten

bookmark_borderWochenende. 19ter Geburtstag. Balinger Rockfestival. Mitten im Abi.

Nachdem dieser Tag mit seinen Skurrilitäten nun auch seinem Ende neigt, macht sich der morgige schon an seinem Startblock bereit.
Heute Morgen die IT-Prüfung geschrieben, geärgert über die Tatsache, dass wir nicht im Konferenzraum, sondern in einem Klassenzimmer schreiben, wo keine Uhr hängt, abgegeben, nachdem ich etwa etwas mehr als die Hälfte beantworten konnte (es lag leider nicht an der Zeit, sondern an nicht vorhandenem/vergessenem Wissen) und nichts wie weg von der Schule – ab nach Hause!
Doch halt, wer will denn da so schnell nach Hause? So einfach geht’s an manchen Tagen natürlich nicht. Da fährt mir doch n Mädel hinten „rein“ – ich war mit dem Roller unterwegs. Hat sich gar nicht so schlimm angehört, nachdem sie mich angerempelt hat.
Die Lage war Folgende: Ich fuhr an eine Einmündung ran (die kommt, nachdem man vom Schul-Parkplatz etwa 500m zurückgelegt hat und meistens reicht’s auch noch, ohne anzuhalten; doch wenn noch n Auto kommt, kann das n Tempo von bis zu 100 km/h drauf haben) und musste in letzter Sekunde doch noch halten, weil sich n Auto ziemlich schnell näherte. Die Fahrerin hinter mir hielt wahrscheinlich auch nach dem Auto Ausschau, dachte aber, dass das noch reicht und hat mich zu spät gesehen (vermutlich ist sie einfach davon ausgegangen, dass ich locker noch eingebogen wäre). Und da rumpelte es auch schon. Da ich schon stand und meine Füße auf dem Boden hatte, merkte ich nicht die tatsächliche Intensivität des Zusammenstoßes. Natürlich schaute ich die Fahrerin dann vorwurfsvoll an, sah am Roller aber keinen ernst zu nehmenden Schaden. Trotzdem fuhr ich dann in die nächste Einbuchtung, um das genauer zu untersuchen. Sie folgte mir, stieg aus und fragte mich schuldbewusst, ob irgendetwas Schaden genommen hätte. Nachdem ich das Ganze mal oberflächlich inspiziert hatte, stellte ich nur den Bruch des Schutzblechs fest, ließ mir trotzdem aber mal noch ihre Nummer und ihren Namen geben.
Sie war wieder weg und ich wollte auch weiterfahren, da merkte ich, dass der Motor schier ausging, wenn ich zuviel Gas gab. Also nochmal an die Seite. Aber ich konnte nichts erkennen. Mit ganz wenig Stoff kam ich dann doch noch vom Fleck und war für alle ein Hindernis, weil ich unter den Umständen nur maximal 20 km/h erreichte. Zu Hause hab ich die Ursache dafür aber dann doch gefunden: wie es scheint, liegt’s am Luftfilter, der eingerissen ist. Außerdem läuft der Lüfter nicht mehr mittig. Also hab ich das Mädel angerufen und gefragt, wie wir weiter vorgehen sollen. Sie meinte aber nach Absprache mit ihrem Vater, dass sie den Schaden ohne Meldung an die Versicherung bezahlen möchte (sie hat erst frisch den Führerschein).
Ich denke aber, dass die Reparatur kein Schnäppchen wird. Vor allem, weil die nächste Roller-Werkstatt in Gärtringen ist (ca. 20 km von zu Hause aus) und ich nicht garantieren kann, ob der Roller unterwegs keine Faxen machen würde. Somit muss ich den von der Werkstatt abholen lassen. Dann erst können die nen Kostenvoranschlag machen und ich ihr Bescheid geben. Ich denke alles in allem wird das wahrscheinlich um die 200 Euro kosten. Werkstatt ist Werkstatt.
Den Rest des Tages war ich mit austragen und dem mit meinem Vater und meinem kleinen Bruder gemeinsamen Reinigen unserer Gemeinderäume beschäftigt.
Zeit zum Lernen bleibt da wenig. Montag steht Mathe, am Dienstag Reli an.
Ich muss schauen, dass ich morgen früh aufsteh‘ und dann noch n bissl lern. Denn ab früh nachmittags sind wir schon auf der Fahrt zum Balinger Rockfestival. Und am Sonntag wird nachmittags auch nochmal familiär gefeiert.
Was eigentlich? – Meinen 19. Geburtstag, der mitten im Abi-Stress liegt.
Da heißt’s auch mal abschalten. Ist auch gut so.

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch. 1. Thessalonicher 5,18

bookmark_borderProjekt Abnehmen – Woche 39

Nach ein paar Wochen des „immer-gerade-so-das Gewicht-gehalten“, gibts mal wieder ein erfreuliches Ergebnis. Eine Gewichtabnahme von etwas mehr als nem Kilo. :)

Das kam zum einen daher, dass diese Woche viel Trubel im Geschäft und ich auch nicht immer dazu kam, was zu essen. Andrerseits habe ich auch ein bisschen darauf geachtet, was ich esse. Statt mal großes eben mal was kleines. Und abends eben auch weniger.
Trotzdem war es dann doch eine volle Woche, die Müdigkeit hinterlassen hat. Das hab ich besonders gestern beim Zeltlagernachtreffen gemerkt und beim Tischkickerturnier leider auch. 1 mal Unentschieden, 3 Mal verloren. Wie der VFB halt gerade auch so mehr weniger spielt. Voll doof. Als Schlusslicht hätte es wenigstens ne rote Laterne gegeben, aber dafür waren wir dann zu gut. Eben mittendrin statt nur dabei.

Essenstechnisch gabs alles und nichts. Kartoffelsalat und Fischstäble, Brot und Wurst, eben verschiedenes Zeug. Morgens auch mal Amerikaner, aber mit Zuckerguss oder mal auch ein gutes Laugenweckle.
Zwecks dem Amerikaner mit Zuckerguss, gucksch mal des Video an (aber mit Ton, wegen dene Gags):