Auto gewartet

Es ist doch immer so: Man kauft sich ab und an mal ein Auto (in meinem Fall war es damals ein relativ neuwertiges mit 1,5 Jahren), dann fährt man einige tausend Kilometer und schon kommt der erste Kundendienst. Dann bekommt man wieder einen Schreck mit der Rechnung. So teuer und was haben die eigentlich gemacht?
Wenn man Mitglied der gehobenen Mittelschicht ist, muss das kein Problem sein. Falls man aber ab und an auch mal den Euro umdrehen muss oder einfach nur ein Schwabe ist, kann dies auch mal viel Geld sein. Es gibt auch manche Dinge, die man selbt erledigen kann. Ölwechsel beispielsweise, Bremsen kann man auch ganz gut selbst wechseln oder auch mal die Luftfilter und Innenraumfilter. Einfach mal selbst wechseln und schon hat man ein paar Euros gespart und trotzdem wieder ein vernünftiges Auto.

Genau deshalb habe ich mit meinem Vater (der ein paar Jahre Erfahrungen hat) letzten Samstag an meinem Auto wieder einen Ölwechsel gemacht, dann noch die Bremsscheiben und Bremsbelegen vorne gewechselt und schließlich noch den Luftfilter und Innenraumfilter gewechselt. Ich hab als Laie immer noch etwas Respekt vor diesen Sachen, dabei ist es gar nicht so schwer.
Die Bremse ist zwar sicherheitsrelevant und sobald man die Flüssigkeit wechseln muss, würde ich auch lieber einen Profi ranlassen. Aber ansonsten ist es simple Technik. Die Scheibe wird aufs Radlager geschoben an zwei Punkten fixiert und hinterher kommt der Bremskolben mit den Bremsbelegen drauf. Beim Kolben hilft es dann vorher diesen mit einer Schraubzwinge zurückzudrücken, dann gehen die Bremsbelege leichter zurück und später auch auf die Scheibe. Alles in allem kein großes Problem und mit etwas Übung braucht man auch keine Ewigkeit. Vielleicht 1,5 Stunden haben wir gebraucht. Nun ist aber vor allem auch das Stottern beim Bremsen wieder weg. Das war auch schnell geklärt, da beim letzten Reifenwechsel wohl die Schraube an der rechten Scheibe locker wurde und nicht mehr festgezogen wurde. Wenn man das mal weiß, kann man in Zukunft auch drauf achten.

Ölwechsel ist wie immer meist recht einfach: Untere Abdeckung wegmachen, Öl Auffangbehälter bereithalten und die Ölschraube an der Ölwanne aufschrauben. Das Öl läuft dann von ganz alleine raus. Den Ölfilter zu finden und wegzuschrauben kann dann schon eher ein Problem sein. Mit etwas Übung geht dies aber auch recht fix. In meinem Fall war es aber hilfreich, dass einer von unten den Filter einführt und von oben in die richtige Richtung dirigiert.

Der Innenraumfilter war in meinem Fall etwas schwieriger, da ich erst das komplette Handschuhfach entfernen musste und am Ende vom Bild der Anleitung nicht eindeutig zu erkennen war, welches Teil entferntn werden musste. Nach etwas Suchen und Überlegen ist es trotzdem noch gelungen und plötzlich war es wieder logisch. ;)

Der Luftfilter ist extrem einfach. Die Batterieabdeckung weg und hinten zwei Schrauben lösen und einfach rausziehen. Alten Filter weg und neuen Filter rein. Fertig. Alles in allem haben wir ca. 3 Stunden gebraucht und für die Teile etwa 190 Euro bezahlt. In der Werkstatt wäre es aber deutlich teurer gekommen und auch nicht anders gewesen.

Es gibt trotzdem Teile, die man lieber in der Werkstatt machen lässt: Zahnriemen und Wasserpumpenriemen zum Beispiel. Das sind Dinge, die treiben den Motor an und wenn die kaputt gehen hat man schnell einen Totalschaden am Auto. Da zahl ich lieber einmal den Aufwand und bin hinterher sicher, dass es wieder funktioniert. Da haben die Leute in der Werkstatt einfach mehr Erfahrung und vor allem auch den Platz dazu alles auszubauen und zu reparieren. Das ist im Freien oftmals schwierig.

An und für sich ist es zwar nicht das tollste Geschäft, aber wenn man es dann doch wieder gemacht hat, schätzt man sein Auto wieder mehr. Vor allem für mich als ITler ist es auch mal eine gute Abwechslung mal wieder handwerklich was machen zu können. Wobei ich immer an den Spruch denken muss: „Nach fest kommt ab!“ –> Rechtzeitig aufhören mit Anziehen!

Mein Renault Megane III ist da auch recht wartungsfreundlich. An meinem alten Peugeot 206 1.4 Diesel war es eine Katastrophe. Der war erstens klein und zweitens leider sehr verbaut. Deshalb würde ich beim nächsten Autokauf auch auf solche Sachen achten. Natürlich haben die KFZ Mechatroniker immer noch ihre Berechtigung. Die kennen sich meistens immer noch besser mit Autos aus.

90 glückliche Pferde und Urlaub

Während manche immer nur rummeckern und mit nichts zufrieden zustellen sind, möchte ich hier mal meine Erlebnisse der letzten Zeit zusammenfassen.
Erstens wurde im Geschäft nach bald einem halben Jahr Vorbereitung die Synchronisation zwischen dem Lager und unserem Warenwirtschaftssystem scharf geschalten und es hat von Anfang das meiste funktioniert. *freu* Gut, ein paar Kleinigkeiten wurden vorher nicht bedacht, aber das war dann auch kein großer Act mehr.

Zweitens war mein altes Auto wieder zum Kundendienst fällig, da es aber schon vor einiger Zeit in den Kurven immer wieder ausgeschlagen hat war vermutlich die Achse kaputt. Gut, die Werkstatt hat das noch bestätigt und eine Reparatur der Achslager bzw. der Achse wäre mindestens 1.000 bis 2.000 Euro teuer geworden. Also habe ich mich kurzerhand entschieden, das Auto abzugeben und ein neues zu holen. 700 Euro gabs noch für die alte Karre, der neue Megané von Renault mit 90 PS und 15.000 KM hat dann 15.700 gekostet. Eigentlich sehr viel, aber dafür, dass es recht neu ist und super gut erhalten ein fairer Preis.
Gut, 90 PS und 130 PS sind dann schon nochmal ein gewaltiger Unterschied aber leider auch 10000 Euro Unterschied. Der 130 PS Diesel (ganz neu) kostet 25000 Euro, was leider doch sehr viel Geld ist. Außerdem würden sich die laufenden Kosten (Strafzettel und Steuer) nochmal gewaltig steigern. Für den 90 PS Diesel zahl ich jetzt wahrscheinlich 142 Euro Steuer und der Diesel ist immer noch am günstigsten. Das einzig blöde finde ich den fehlenden 6. Gang. Wobei das Ganze immer noch ein gewaltiger Sprung ist:

Alte Karre: 1.4 Liter mit 68 PS und ca. 1025 KG leergewicht
Neue Karre: 1.5 Liter mit 90 PS und ca. 1290 KG leergewicht
Der neue Wagen fährt trotz allem sportlicher an und hat mehr Leistung unter der Haube und vor allem hat er endlich mal 4 Türen + Kofferraum, was besonders für Ausfahrten mit Freunden angenehm ist. Sogar große Leute haben nun hinter mir Platz. :)

Da schon wieder der Marder drüber gelaufen ist und ich es bisher noch nicht geputzt habe, ist es nicht mehr ganz sauber. Aber die Bilder sprechen für sich.
Das BB Kennzeichen habe ich aus dem ganz einfachen Grund. Damit die Böblinger Bachel endlich lernen wie eine Calwer Wildsau unter fremder Flagge fährt. :) Außerdem ist der Wagen noch nicht auf mich umgemeldet und daher noch ein Vorführwagen.

Ach ja und diese Woche habe ich nach ca. einem halben Jahr endlich mal wieder eine Woche Urlaub (ich bin zwar nicht weg, aber es ist trotzdem schön).

BTW: Früher dachte ich ja immer: Gehste zum Daimler oder zur Telekom, da kriegste großes Geld. Nun bin ich aber doch schon über 3 Jahre bei einer „kleinen“ Firma und habe schon zwei mal 20 % Prozent mehr aufs vorige Brutto bekommen. Da sag noch einer, bei den kleinen Mittelständlern verdient man nichts. Bei den Großen wäre das wahrscheinlich gar nicht möglich, da die Manager schon mehr als 200% Erhöhung bekommen. Andrerseits merkt man manchmal auch, dass die Arbeit manchmal auch die Freizeit auffrisst. In Zeiten als Single noch erträglich, aber wenn das Single Dasein doch mal beendet ist, wirds doof. Doch im Großen und Ganzen bin ich doch relativ glücklich mit dem Job. Man lernt viel, hat trotz all dem Stress meistens noch nette Kollegen und hat teilweise auch große Freiheiten.

Und nun lern ich Physik und Mathe und freu mich aufs Essen am Freitag. Und morgen wird gejoggt.

BTW: Die Feuerwehr Calw hat nun nach langer Wartezeit endlich auch ihre neue Drehleiter.

Und last but not least: Danke ans Windowsbunny für die Onkel Fisch CD. Die habe ich glatt in einem Rutsch durchgehört und hört sich toll an.