Flüchtlinge sind willkommen.

Achtung: Wer es noch nicht weiß. Der Postillon ist einfach nur eine Seite, die Satire verbreitet. Man darf also kein Wort davon glauben. Außer es kommt irgendwann tatsächlich in der Tagesschau.

Ein Artikel von gestern bringt es nochmal ganz gut auf die Spitze, was die ganzen Nazis, besorgte Bürger und andere Menschen die ganze Zeit behaupten. Ein Flüchtling verspeist ein blondes deutsches Kind bei lebendigem Leib. Na wer das nicht als offensichtliche Satire erkennt, der hat ein Problem mit der Realität.

Mal ganz ehrlich: Seid ich zur Schule gehe (vielleicht auch schon im Kindergarten) habe ich Umgang mit ausländischen Menschen gehabt. Da waren Türken, Russen, Italiener und sogar Menschen aus dem Balkangebiet dabei. Einige davon waren in der Schulzeit ziemlich gute Freunde von mir. Mein bester Freund kommt aus dem Kosovo und hat vor 3 Jahren seine Frau aus Serbien geheiratet. Wer es nicht weiß: Die Kosovo Albaner und die Serben haben sich damals gegenseitig die Birne eingeschlagen und nun heiraten zwei Menschen aus beiden Ländern einandner. Ist das nicht toll? Was besseres kann es doch eigentlich nicht geben.
Und was ist heute: Heute haben wir immer noch viele Ausländer in der Umgebung. Die bereichern aber das Stadtbild ungemein. Sei es mit einer Pizzaria, einem Dönerladen, Schuhreparaturen, Schneider oder einfach als Menschen wie du und ich.

Wenn wir als Deutschland regelmäßig Waffen in Länder mit lupenreiner Demokratie (ausnahmsweise mal nicht Russland!) exportieren und die Präsidenten oder Diktatoren diese Waffen dann gegen ihr eigenes Volk einsetzen, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Menschen aus ihrem eigenen Land flüchten. Sie riskieren ihr Leben, indem sie sich auf Boote begeben um ins friedliche Europa zu kommen. Was machen wir als Europa: Einfach mal die Boote zurück ins Mittelmeer schieben und sie oftmals sterben lassen. Das Zentrum für politische Schönheit hat das schon vor ner Weile mit Särgen und Kreuzen öffentlich gemacht. „Die Toten kommen

Wer Wind sät, wird Sturm ernten!

Es ist ja nicht so, als ob wir gezwungen werden unsere tollen Waffen an die Kriegsherren zu exportieren. Soweit ich weiß leben wir offiziell noch in Frieden mit der Welt. Also könnten wir als Bundesrepublik Deutschland auch mal sagen: „Nein wir unterstützen keine Massenmörder! So einen hatten wir selbst vor 70 Jahren.“ Wir könnten stattdessen ja einfach unsere tollen G36 Waffen verkaufen. Die haben eine eingebaute Krümmung und würden damit weniger Leid anrichten.

Klar ist es enorm viel, wie viele Flüchtlingen gerade kommen. Aber letztendlich ist es einfach unsere Aufgabe die Flüchtlinge aufzunehmen. Im Grunde genommen sind wir nämlich eines der reichsten Länder der Welt. Wir haben eine Sozialversicherung, die für jeden Menschen aufkommt. Bist du arbeitslos? Gut, hier bekommst du Arbeitslosengeld. Bist du in Rente? Hier bekommst Rente. Du bist krank geworden? Geh zum Arzt, die gesetzliche Krankenversicherung zahlt schon vieles.
Klar gibt es in unserem Sozialsystem und es reicht vieles nicht mehr aus. Aber im Grunde wird trotzdem keiner komplett allein gelassen. Der Staat kümmert sich schon noch um einen.

Deshalb ist es nur normal, dass wir in Deutschland nun auch mal Flüchtlinge aufnehmen müssen. Wir haben damit nicht gerechnet, deshalb ist es auch oft chaotisch. Aber sie sind nun mal da und damit müssen wir eben umgehen!

Wenn ich dann wieder solche Berichte aus Heidenau lese, schäme ich mich Deutscher zu sein.

Aber wenigstens machen mittlerweile auch viele Leute ihren Mund auf und beziehen Stellung zu diesem Thema:

Habt keine Angst mehr, sondern geht mal mit euren Freunden ins Asylheim oder Flüchtlingsheim und heißt die Menschen mit einem freundlichen Lächeln willkommen. Bisher hab ich noch niemand erlebt, der micht gebissen hätte. :) Besonders die Kinder freuen sich aber umso mehr, wenn man sie mal für eine Weile aus dem Heim nimmt und mit ihnen was macht. Beispielsweise zu einem Kindertag bei der Feuerwehr mitnehmen und sie spielen lassen. Aber auch die jungen Erwachsenen freuen sich, wenn sie mal in Kontakt kommen. Ein bisschen Deutsch lernen oder einfach mit uns abhängen.
Vielleicht kommt ja irgendwann die Zeit, wo auch in Deutschland wieder ein Krieg ausbricht (hoffentlich nicht zu meiner Zeit!) und wir selbst Flüchtlinge werden. Dann sind wir auch froh, wenn wir irgendwo Asyl bekommen und freundlich aufgenommen werden.