Wochenende. 19ter Geburtstag. Balinger Rockfestival. Mitten im Abi.

Nachdem dieser Tag mit seinen Skurrilitäten nun auch seinem Ende neigt, macht sich der morgige schon an seinem Startblock bereit.
Heute Morgen die IT-Prüfung geschrieben, geärgert über die Tatsache, dass wir nicht im Konferenzraum, sondern in einem Klassenzimmer schreiben, wo keine Uhr hängt, abgegeben, nachdem ich etwa etwas mehr als die Hälfte beantworten konnte (es lag leider nicht an der Zeit, sondern an nicht vorhandenem/vergessenem Wissen) und nichts wie weg von der Schule – ab nach Hause!
Doch halt, wer will denn da so schnell nach Hause? So einfach geht’s an manchen Tagen natürlich nicht. Da fährt mir doch n Mädel hinten „rein“ – ich war mit dem Roller unterwegs. Hat sich gar nicht so schlimm angehört, nachdem sie mich angerempelt hat.
Die Lage war Folgende: Ich fuhr an eine Einmündung ran (die kommt, nachdem man vom Schul-Parkplatz etwa 500m zurückgelegt hat und meistens reicht’s auch noch, ohne anzuhalten; doch wenn noch n Auto kommt, kann das n Tempo von bis zu 100 km/h drauf haben) und musste in letzter Sekunde doch noch halten, weil sich n Auto ziemlich schnell näherte. Die Fahrerin hinter mir hielt wahrscheinlich auch nach dem Auto Ausschau, dachte aber, dass das noch reicht und hat mich zu spät gesehen (vermutlich ist sie einfach davon ausgegangen, dass ich locker noch eingebogen wäre). Und da rumpelte es auch schon. Da ich schon stand und meine Füße auf dem Boden hatte, merkte ich nicht die tatsächliche Intensivität des Zusammenstoßes. Natürlich schaute ich die Fahrerin dann vorwurfsvoll an, sah am Roller aber keinen ernst zu nehmenden Schaden. Trotzdem fuhr ich dann in die nächste Einbuchtung, um das genauer zu untersuchen. Sie folgte mir, stieg aus und fragte mich schuldbewusst, ob irgendetwas Schaden genommen hätte. Nachdem ich das Ganze mal oberflächlich inspiziert hatte, stellte ich nur den Bruch des Schutzblechs fest, ließ mir trotzdem aber mal noch ihre Nummer und ihren Namen geben.
Sie war wieder weg und ich wollte auch weiterfahren, da merkte ich, dass der Motor schier ausging, wenn ich zuviel Gas gab. Also nochmal an die Seite. Aber ich konnte nichts erkennen. Mit ganz wenig Stoff kam ich dann doch noch vom Fleck und war für alle ein Hindernis, weil ich unter den Umständen nur maximal 20 km/h erreichte. Zu Hause hab ich die Ursache dafür aber dann doch gefunden: wie es scheint, liegt’s am Luftfilter, der eingerissen ist. Außerdem läuft der Lüfter nicht mehr mittig. Also hab ich das Mädel angerufen und gefragt, wie wir weiter vorgehen sollen. Sie meinte aber nach Absprache mit ihrem Vater, dass sie den Schaden ohne Meldung an die Versicherung bezahlen möchte (sie hat erst frisch den Führerschein).
Ich denke aber, dass die Reparatur kein Schnäppchen wird. Vor allem, weil die nächste Roller-Werkstatt in Gärtringen ist (ca. 20 km von zu Hause aus) und ich nicht garantieren kann, ob der Roller unterwegs keine Faxen machen würde. Somit muss ich den von der Werkstatt abholen lassen. Dann erst können die nen Kostenvoranschlag machen und ich ihr Bescheid geben. Ich denke alles in allem wird das wahrscheinlich um die 200 Euro kosten. Werkstatt ist Werkstatt.
Den Rest des Tages war ich mit austragen und dem mit meinem Vater und meinem kleinen Bruder gemeinsamen Reinigen unserer Gemeinderäume beschäftigt.
Zeit zum Lernen bleibt da wenig. Montag steht Mathe, am Dienstag Reli an.
Ich muss schauen, dass ich morgen früh aufsteh‘ und dann noch n bissl lern. Denn ab früh nachmittags sind wir schon auf der Fahrt zum Balinger Rockfestival. Und am Sonntag wird nachmittags auch nochmal familiär gefeiert.
Was eigentlich? – Meinen 19. Geburtstag, der mitten im Abi-Stress liegt.
Da heißt’s auch mal abschalten. Ist auch gut so.

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch. 1. Thessalonicher 5,18

Bist du auch ein (Verkehrs-) Sünder?

„Stille Wasser sind tief und manchmal dreckig?“ – Joa, das würde ich mal behaupten.
Denn in den paar Jahren habe ich bisher (Gott sei Dank dafür!) noch keinen Unfall mit Personenschaden verursacht, aber doch schon für eine Kerben auf dem Kerbholz gesorgt.

– August 2007 wurde ich nämlich erstmals in Stuttgart geblitzt, das war nicht viel. 10 km/h zu schnell in einer 50er Zone.

– Ein paar Tage später habe ich dann meinen alten Ford Escort elegant entsorgt: Da waren zwei Ampeln, die eine war grün, die andere auch. Doch die andere war dummerweise auch noch eine Kreuzung und so bin ich einem Schotte auf seinen 14 Jahre alten Polo seitlich reingefahren. Dafür durfte ich dann ordentlich was zahlen (125 Euro, 4 Punkte und ein Monat Fahrverbot!).

– Im November 2007 musste ich geschäftlich noch etwas besorgen und so habe ich dann den 1er BMW genommen. Da ich sonst auch immer mit dem 4. Gang 50 km/h bis 60 km/h fahre habe ich das auch mit dem BMW gemacht. Doch dummerweise hat der 1er erheblich mehr PS unter der Haube, als die anderen Autos. Und so wurde es am Tag nochmals heller und ich wurde geblitzt. Ergebnis: 85 Euro und 3 Punkte.

– Am 19. März 2009 wurde ich dann noch wegen Parken in zweiter Reihe angemaht. Aber in der Straße war auch gar nichts mehr frei und ich dachte, dass es nicht lange dauert. Naja 15 Euro sind dann schnell bezahlt.

– Jetzt wurde ich Ende Februar nochmals geblitzt mit 60 km/h in der 30er Zone. Nein, da waren keine spielende Kinder und die Straße war sehr übersichtlich, es war also keine Gefahr im Verzug. Ergebnis muss ich noch warten, doch ich habe nachgefragt: 3 Punkte und 123,50 Euro Geldstrafe.

Wenn ich es aber richtig ausgerechnet habe und die Punkte tatsächlich wieder abgegolten sind, dann habe ich nach der Strafe trotzdem wieder nur 3 Punkte in Flensburg.

Und was lernen wir daraus: Gas weg! Schnell fahren nur noch auf der Autobahn.

Naja, wieder ein kleines bis großes Loch im Geldbeutel. Kann man die Strafzettel eigentlich von der Steuer absetzen?
Was habt ihr so für Sachen erlebt? Oder fahrt ihr alle brav?

Flugverkehr online beobachten

Aktuell wird ja viel Staub aufgewirbelt aufgrund der ganzen Vulkanasche aus Island. Doch anscheinend schon seit längerer Zeit gibt es einen Dienst namens: Radar Virtuel
Dort kann man den aktuellen Flugverkehr angucken. Mein Stand über das Flugverbot ist nicht aktuell, doch wenn man den Radar so anschaut ist davon nicht mehr viel übrig geblieben. Der Luftraum ist ja wieder ziemlich voll.

Möchte man Details zu einem Flugzeug erhalten klickt man einfach auf eines der Flugzeugsymbole und rechts werden dann weitere Daten angezeigt. Beispielsweise die aktuelle Fluggeschwindigkeit, Flugnummer, die Gesellschaft und das Datum der letzten Aktualisierung.
Die Zeiten sind ja in UTC. Hier in Deutschland haben wir ja gerade aktuell UTC+2. Von dem her sind die Daten sehr aktuell. Vielleicht einmal eine Minute Unterschied.
Achja, der Internet Explorer sollte lieber draußen bleiben. Er hängt sich gerne an dieser Seite auf.

//Update: Wer noch einige schöne Vulkanbilder sehen möchte (18 Stück) soll doch einfach mal hier klicken. Gefunden bei Piet

Intelligente Straßenkreuzungen in Dortmund

Wie Heise.de schreibt, werden in Dortmund aktuell Straßenkreuzungen mit Objektscanner und WLAN-Antennen für die Datenübermittlung an dafür vorgesehene Autos erprobt.
Ziel ist es Gefahren für abbiegende Autofahrer durch Radfahrer und am Zebrastreifen überquerende Pasanten zu erkenn und optisch und akustisch davor zu warnen. Der Gedanke gefällt mir sehr gut und auch die ersten Aufbauten sprechen für sich.
Dazu wird ein Kasten mit Lasern an Übersichtspunkten aufgestellt, dieser überwacht permanent die Kreuzung auf herannahende Radfahrer und Fußgänger. Sobald sich ein solcher Passant diesem Bereich nähert wird er erfasst und an den Server weitergeben „Passant nähert sich. Ist Auto auch gerade im Anmarsch?“
Nähert sich gleichzeitig ein modernes Auto mit WLAN (5,9GHz Bereich) dieser Kreuzung, bucht sich dieses am Server automatisch ein und bekommt Informationen über eventuell auftretende Gefahren. Blinkt der Autofahrer beispielsweise rechts und möchte abbiegen wird überprüft ob dahinter beispielsweise ein Zebrastreifen ist oder eine Person die auch die Straße überqueren möchte. Falls dem so ist, wird dem Auto via einer Antenne an der Ampel bis zu 500 Meter weit dies mitgeteilt. Der Bordcomputer wertet dies aus und gibt dann Warnungen in akustischer oder optischer Form an der Fahrer ab, so dass dieser dann noch (hoffentlich) rechtzeitig bremsen kann und einen Verkehrstoten weniger für die Statistik beschert.

Das Ganze ist natürlich jetzt sehr vereinfacht dargestellt, doch die Idee und die Umsetzung ist schon mal gut. Sollte sich dieses 40 Millionen Projekt bewähren, könnten in 5 Jahren auch an anderen unübersichtlichen Kreuzungen solche Gerätschaften aufgespürt werden.
Mehr technische Hintergründe und ausführlichere Information gibts auf Heise.

Theoretisch könnte man natürlich dieses System auch als kleines Überwachungsgerät nutzen. Zum Beispiel die Kennzeichen vom erkannten Material in eine Datenbank schreiben und so Bewegungsprofile erstellen. Wie gesagt KÖNNEN, aber nicht müssen. Aber wie war das doch bei Skynet und dem Terminator, man muss alles im Keim ersticken.
Doch wenn man mal solche Möglichkeiten außer Acht lässt (was ja sicher noch höheren technischen Aufwand erfordert) und nur die Verkehrssicherheit nutzt, dann ist das sicher eine gute Sache.