Projekt Abnehmen – Woche 25

Das Ergebnis für diesen Tag ist wieder ein bisschen ernüchternd, denn letzte Woche hatte ich mehrmals morgens ein Gewicht von 108,5 KG. Doch gestern war wieder eine Hochzeit mit gutem Essen und wenig Bewegung, so dass sich das Gewicht wieder bei 110,7KG bewegt. Doch ich bin guter Dinge, dass sich das bald wieder nach unten korrigiert.
Nächste Woche habe ich dann vielleicht wieder mehr Zeit um auch mal Sport zu machen.

Essenstechnisch war es wie jede Woche: Normale Sachen, Fleisch, Salat, Wurschd und Brot. Freitag auch mal Schinkennudeln und abends noch auf’m Floss ein Schnitzel.
Für Sport hatte ich diese Woche keine Zeit, da montags Feuerwehr-Dienst war. Dienstag und Mittwochs war Fahrschule. Freitag war ich nachmittags ja noch im Freibad um die Sonne zu genießen und gestern war wie gesagt noch eine Hochzeit. Die kirchliche Trauung nachdem die standesamtliche Hochzeit schon fast 3 Jahre her ist und dazu die „bucklige Verwandtschaft“ gefehlt hat. Ja, das war recht schön in der Weidenkirche und anschließend auf einer Burg. Abends wurde dann noch getanzt und gelacht und gefeiert. Als wir gehen wollten und uns verabschiedet haben, wurden wir auch noch zum Tanzen gebracht. „Hey ihr könnt nicht gehen ohne einmal mit der Braut getanzt zu haben!“ Also haben wir noch ein bisschen getanzt, bzw. so getan und die Schritte einigermaßen nachgemacht, die die Braut auch getan hat.
Bevor ich später mal heirate muss unbedingt noch ein Tanzkurs absolviert werden. Denn eigentlich ist es ja nicht so schwer: Auf einer Freizeit vor 10 Jahren oder so haben wir auch mal einen Walzer geübt und dann ging es auch recht gut… Aber was man nicht übt, gerät schnell wieder in Vergessenheit.
Kurz: Es war ein toller Tag gestern. Schönes Wetter, tolles Ambiente und vor allem sympathische Leute. Mit diesen Verwandten lässt es sich gut aushalten, aber das war ja eigentlich schon immer so. Wobei sich in den letzten 4 Jahren einiges getan hat. Viele neue Kinder wurden geboren und wachsen so langsam heran und machen ihre Späße mit den anderen. :)
Einer meinte dann noch: „Ich kann viele Dialekte nachmachen. Sächsich, Plattdeutsch, etc. Aber Schwäbisch krieg ich nie hin. Das ist schade…“ Wobei Fränkisch und Schwäbisch sind ja nicht ganz verschieden, ein paar Ähnlichkeiten gibt es dort auch… :)

So alt wird koi Sau

oder: Der Tortenmarathon ist vorbei. :D

Nach sagenhaften 6 Tagen, an dem es immer wieder Kuchen und Torten gab und allerlei leckers Essen ist die Zeit der Normalität wieder angebrochen.

Angefangen hat ja alles mit dem Geburtstag meiner Oma. Sie ist am 22. Dezember phänomenale 80 Jahre alt geworden. Zitat aus einem Gespräch mit einer Schwester von ihr abends am Telefon: „So alt wird koi Sau. Des kosch aber einem Hochdeutschen net saga. Des verstanda die net. :)“ Und ich glaub, recht hat Sie. Denn eine Sau, also zu Deutsch ein Schwein wird, wenn sie wirklich so lange lebt 12 Jahre alt. Meistens lebt sie aber dann doch nur 3 oder 4 Jahre. Wir brauchen ja schließlich auch was zu essen. :D Als die Oma das gesagt hat, haben wir übrigens gemütlich Weckle mit Wurst gegessen. Also Schweinefleisch natürlich. ;)

Jo, dann kam ja der 23 Dezember. Da war nicht viel los, es gab auch keine Torte, aber wir haben im Mediamarkt meine alten 5 Euro Gutscheine eingelöst. Die lagen schon seit September bei mir rum. Endlich konnte ich se einlösen. Hab natürlich die saubillige Office 2007 Version gekauft. Dazu noch GTA IV (man muss ja schließlich auch lernen, wie der Metzger die Schweine verarbeitet) nebst Lösungsbuch für meinen absolut lieben und minderjährigen Bruder Micha. „Und nun sehen Sie den nächsten Amokläufer des TGI. Seit recht freundlich zu ihm, er hat gerade GTA IV gespielt und ist stocksauer, weil seine Grafikkarte zu wenig Speicher hat und sein Bruder GTA IV viel besser zocken kann ohne irgendwelche Grafikfehler zu haben. :)“

Nachdem dies auch erledigt war, war ja schon wieder Weihnachten. Nach der Stunde gabs Fondue. „Lecker Schweine-, Puten-, Rinderwahnsinnsfleisch.“ Und dann bald ins Bett, schließlich sollte ich am nächsten Tag nach Pappenheim fahren. Nun ja, richtig früh bin ich nicht ins Bett gekommen. DER PC HAT MICH GEFANGEN GENOMMEN UND ERST WIEDER AM FRÜHEN MORGEN AUSGESPERRT. Ich sags euch, PCs machen süchtig. Sogar ohne GTA IV.

Natürlich war ich dann am nächsten Morgen saumäßig müde und hab schon gemeint: „Ah wa, ich bleib liegen, fahr doch selber du daube Sau!“ Und so wars dann auch. Nach nem Kaffee ist tatsächlich meine Mutter gefahren und sogar auf der Autobahn. Sauschnell mit 160 isch die durch sämtliche Radarfallen geheizt. Glücklicherweise war überall kein Film drenne, sonst wär das Vergnügen und die Angstüberwindung („Ich fahr alles, aber gwiss kei Autobahn.“ ) sauteuer geworden. Gut, zur Entschuldigung muss ich dann noch sagen. Mir isch erst abends von den vielen Torten sauschlecht gworda, aber gwiss net vom Fahrstil meiner Mutter.

Joa und heut warn dann die Deckenpfronner da („Es gibt Schwarze, Weiße und Deckenpfronner!“ soll einmal der Lehrer zu Deckenpfronn zu meim Vater gesagt haben. Recht hat er ghabt :D) und scho wieder gabs Torte. Vor lauter Torte kann man lange Zeit nichts mehr essen. Außer vielleicht morgen noch den saumäßig viel versprechenden Cordonbleu Braten. Nachdem das Tortengelage endlich ein Ende hat und ich immer noch weiterlebe und alles gut ist, wünsch ich allen LeseRn und LeseRinnen einen sau-beren Rutsch ins neue Jahr („Aber bitte mit Sahne, äh bitte net ausrutschen.“ ).

Bis die Tage

Meine Oma und mein Opa …

… sind einfach die coolsten Menschen in meiner Verwandtschaft. Jetzt nicht, dass die irgendwas besonderes können, aber die haben soo viel erlebt, dass es einfach erstaunlich ist.

Also die beiden wohnen in Deckenpfronn, da wo es noch viele Bauern gibt. Joa, die beiden sind nun schon beide über 75 Jahre alt und haben somit den Krieg auch miterlebt. Dabei mussten sie oftmals sparen, haben auf vieles verzichtet. Doch sie haben sich ständig die Treue gehalten, sind immer noch verheiratet.
In den vergangenen Jahren ging es meinem Opa immer schlechter. Zum Schluss kam es sogar dazu, dass er ins Krankenhaus musste. In dieser Zeit ging vieles nicht mehr so gut. Fast wäre es soo schlimm gewesen, dass er gestorben wäre. Doch nur fast!! Und ich bin Gott echt dankbar dafür, dass er es überlebt hat und jetzt wieder ganz normal daheim leben kann.
Er kann jetzt zwar nicht mehr so viele Heuballen auf den Wagen hieven, aber er hat immer noch unheimlich viel Kraft. Tja einmal ein Bauer, immer ein Bauer!!

Meine Oma hatte dagegen keine Operationen zu befürchten. Sie kann immer noch das Wasser fühlen. „Hm, ich glaub des ist heiß genug!“ und langt dann immer auch noch rein ins Wasser. Wow, so abgebrüht muss man auch erst mal sein.
Yeah, meine Großeltern sind eben noch echte Bauern mit nem Stall voller Kühe (die machen auch viel Mühe ^^ ), vielen Katzen und Hühnern und ab und zu auch mit ein paar Schweine. Joa, meine beiden Onkels sind auch noch da. Der eine, wird den Hof später dann übernehmen.

Ich bin einfach stolz, dass ich solche Großeltern habe. Denn richtige Bauern, die auch noch auf dem Boden bleiben und nicht immer mit ihrem Bulldögle („Fendt“) rumprotzen, des hat net jeder. Daher, liebe Oma und lieber Opa, bleibt weiterhin gesund und gesegnet. Auf die nächsten 10 Jahre.

Ganz liebe Grüße
Euer stolzer Enkel
Tobi