Kategorie: Internet

Der US Secret Service möchte eine Sarkasmus Detektor für Social Media

Dieser Bericht liest sich schon wie eine Satire.

As well as detecting sarcasm, the tool needs to be able to identify ‚influencers‘ (people who start trends on social media), gauge sentiment around particular topics, and interpret content in multiple languages.

The agency does not explain the purpose of the analysis, but does set out its mission, which includes „preserving the integrity of the economy“, and „protecting national leaders, visiting heads of state and government“.

Aber sehr interessant ist auch, dass sie doch noch sehr alte Software verwenden. Beispielsweise Internet Explorer 8, der 2006 auf den veröffentlicht wurde. Naja, es konnte ja auch keiner damit rechen, dass sich Microsoft so schnell einen neuen Browser weiter entwickelt.

In a sign that the agency’s software is not completely up to date, the tender notice specifies the analysis tool must be compatible with Internet Explorer 8, which was released in 2006.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich mir aktuell nicht vorstellen kann, dass man Sarkasmus im Text erkennen kann finde ich die Idee geradezu absurd.

Meanwhile, Peter Eckersley, technology projects director for the Electronic Frontier Foundation, said project is doomed because computers cannot comprehend the complexities of a nuanced conversation

“It’s difficult not to be sarcastic about the idea of the Secret Service automatically, algorithmically, examining all of your social-media posts to determine, among other things, that you’re being sarcastic,” he said.

NEIN! DOCH! OOOOOH!

Vihart – Net Neutrality in the U.S.

Sehr gute Erklärung über die Netzneutralität in den U.S.A.

Zumindest auf europäischer Ebene wurde die Netzneutralität erstmal gestoppt.
Wenn es irgendwann die Netzneutralität nicht mehr geben wird, könnte es bald so aussehen: Klick

Wer die amerikanische Stiftung für Netzneutralität unterstützen möchte, klickt am besten mal hier rum.

Freie Meinungsäußerung

Jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Die anderen haben aber keine Pflicht sich alles anzuhören.

Der XKCD dazu ist einfach genial und sollte ausgedruckt und verteilt werden.
free_speech

Telekom ändert Strategie gegen den Skin Effekt

Heise hat einen schönen Bericht aus Anlass des heutigen Tages zusammen geschrieben. Schade, dass der Bittorrent Aspekte nicht wirklich Realität ist. :)

Nehmt euch mal ein Beispiel an der seriösen Satireseite „Postillon“, die heute ausnahmsweise mal keine Falschmeldung schreibt.

HTTP 2.0 – Mit MITM Proxy der Geheimdienste

Jahrelang wurde uns eingebläut verschlüsselte Verbindungen zu nutzen. Auch bekannt als https:// Dann kam vor einigen Jahren ein Problem mit Diginotar, einer zentralen Zertifikatsstelle, zu Tage die einfach mal für Zweitzertifikate ausgestellt haben.
Dann wurde uns allen durch den Snowden Skandal bewusst, dass die schlimmsten Befürchtungen aller Nerds wahr wurden und die NSA tatsächlich alles überwacht und für später wegspeichert.

Die IETF hat nun einen Vorschlag namens „Explicit Trusted Proxy in HTTP/2.0“ erarbeitet um mal eben einen vertrauensvollen Proxy zu ermöglichen, der mal eben alle https Verbindungen aufmacht und reinschaut. Man könnte fast meinen, die IETF (also die Internet Engineering Task Force und damit die Urväter des Internets) hat sich von DE-Mail beeindrucken lassen. Da gibt es schließlich auch End-to-End Krypto. Doch natürlich muss der Provider ja auf dem Weg der Zustellung nochmal eben die Mail direkt entschlüsseln und auf Viren und Spam überprüfen. Das Absurde an dieser Idee bei DE-Mail ist:
– DE-Mail Benutzer müssen sich bei der Anmeldung mit Ausweis vollständig legitimieren. –> Der Virenversender ist also sofort greifbar und kann sehr schnell gefasst werden.
– Jede DE-Mail kostet richtig Geld. –> Tausende Spammails werden dem Versender also richtig viel Geld kosten.

Beide Gründe dürften davor sorgen, dass Spam und Viren über DE-Mails niemals verschickt werden.

Wenn nun IETF also einen Standard über einen vertrauenswürdigen Proxy erarbeitet haben die Geheimdienste sogar noch einen eigenen offiziellen Standard dafür wie man jede Verschlüsselung aushebeln kann.

Lauren Weinstein schreibt in seinem Blog wirklich treffend:

So this dandy proposal offers a dandy solution: „Trusted proxies“ — or, to be more straightforward in the terminology, „man-in-the-middle attack“ proxies. Oh what fun.

The technical details get very complicated very quickly, but what it all amounts to is simple enough. The proposal expects Internet users to provide „informed consent“ that they „trust“ intermediate sites (e.g. Verizon, AT&T, etc.) to decode their encrypted data, process it in some manner for „presumably“ innocent purposes, re-encrypt it, then pass the re-encrypted data along to its original destination.

Chomping at the bit to sign up for this baby? No? Good for you!

Ironically, in the early days of cell phone data, when full capability mobile browsers weren’t yet available, it was common practice to „proxy“ so-called „secure“ connections in this manner. A great deal of effort went into closing this security hole by enabling true end-to-end mobile crypto.

Now it appears to be full steam ahead back to even worse bad old days!

Und abschließend:

I’m sorry gang, no matter how much lipstick you smear on this particular pig — it’s still a pig.

The concept of „trusted proxies“ as proposed is inherently untrustworthy, especially in this post-Snowden era.

And that’s a fact that you really can trust.

Sollte die IETF wirklich auch noch https aushebeln wollen kann man das Internet so langsam echt vergessen. Denn dann kann wirklich jeder alles mitlesen.