Kategorie: Linux

VM Ware unter Ubuntu

Nachdem ich vor einigen Wochen erfolglos versucht habe unter VirtualBox die USB-Schnittstelle anzusprechen, hat es mir gereicht. Für was soll ich mich abmühen, wenn ich mit dem VMWare Player (der unter anderem auch kostenlos ist nach einer kurzen Registrierung auf der Herstellerseite) auch VMs erstellen kann und dort ohne Probleme USB-Unterstützung bekomme.

Man muss sich eigentlich nur die .bundle Datei herunterladen und anschließend mit dem Terminal ins Verzeichnis wechseln, in welcher die .bundle Datei liegt.

„cd Downloads/“
„sudo sh VMware-Player-3.1.0-261024.x86_64.bundle“

Danach noch das root Passwort eingeben und schon startet der grafische Installer. Die Erstellung einer VM ist kinderleicht. Einfach dem Assistenten folgen und weiterklicken. Danach zum Beispiel Windows 7 installieren und fertig ist das Ganze. Gut, vielleicht sollte man die Computereigenschaften noch anpassen. Beispielsweise Arbeitsspeicher und Prozessoranzahl und bei USB noch ein paar Haken setzen.

Mehr Infos siehe hier (Ubuntuusers.de).

Nun kann ich also auch endlich den USB-Stick von der Fahrschule nutzen. Vielleicht nutze ich die VM anschließend auch noch für eine IDE Installation von Visual C# und Visual Basic Express. Muss fürs Geschäft wieder anfangen ein paar Cronjobs zu programmieren. Wine hilft da wohl nicht wirklich weiter. :)

Ubuntu vs. Windows (XP, Vista und 7)

Nachdem ich Ubuntu nun auch schon eine Weile benutze erlaube ich mir nun auch mal eine kleine Gegenüberstellung von Ubuntu und den aktuelleren Windows Versionen (XP bis 7) im Desktop-Bereich.

Windows:

Vorteile:
– DVD Wiedergabe und Musikwiedergabe funktioniert meistens schon auf Anhieb. Der Windows-Media Player hat die wichtigsten Codecs schon installiert und (hoffentlich) auch lizenziert.
– Als junger Mensch lernt man es heute schon in der Schule
– Es sieht gut aus und ist eigentlich auch recht leicht zu bedienen
– Es gibt viel Freeware auf PC-Zeitschriften und natürlich auch ein breites Angebot an kommerzieller Software auf CDs und DVDs. Daher braucht man nicht zwingend Internet
– Viele Internetbloggs mit Performancetipps und anderen Hacks und Tipps
– Drucker und sonstige Geräte laufen unter Windows besonders gut, da Treiber auf jeden Fall verfügbar sind.

Nachteile:
– Es kostet relativ viel Geld (mindestens 100 Euro)
– Der Browser (IE) ist ziemlich buggy und stört damit die Internetgesellschaft, da kaum Leute alternative Browser wie Opera oder Firefox benutzen, welche die W3C Standards auch einhalten.
– Bei Internetnutzung ist ein Virenscanner Pflicht.
– Zwangsaktivierung von Windows per Telefon oder Internet
– anfangs ist alles schnell, nach einiger Zeit wird es immer langsamer

Ubuntu:

Vorteile:
– es kostet erstmal keine Lizenzkosten
– relativ virenfrei (es gibt seltenst Massenviren für Linux, wenn dann eher gezielte Angriffe auf Unternehmensserver!)
– zahlreiche freie Software
– eine nette Community
– gute Paketverwaltung
– sehr schneller Systemstart und sehr schnelles Herunterfahren

Nachteile:
– Die Installation des Grundsystems ist ohne Internet möglich, aber nachträgliche Installation aus den Paketquellen ist fast nur mit Internet möglich.
– Manche Codecs sind leider lizenzpflichtig, dafür muss man unter Linux zahlen, wenn man ehrlich bleiben möchte.
– Teilweise krasse Umgewöhnung wenn man Windows gewohnt ist.
– Spiele und „wichtige“ Software wie iTunes sind unter Linux nicht verfügbar, wegen der Arroganz von Apple (Spiele ist aber nicht so schlimm, da es auch viele freie Spiele gibt)
– Treiber für Drucker und Co. können manchmal schwierig sein.

Für Ubuntu habe ich übrigens auch noch diese schöne „Logo“ gefunden:

Man sieht also, dass Windows einige Vorteile hat, die einfach gut sind. Ubuntu ist in anderen Bereichen und Sicherheit noch ein bisschen besser, hat aber mit Hardwareunterstützung teilweise Probleme. Aber manchmal auch nur deshalb, weil es eben anders läuft.
Für Leute, die frisch mit dem Computer anfangen würde ich auf jeden Fall Ubuntu drauf machen. Aber auch nur dann, wenn diese daheim auch einen Internetzugang haben. Vorteile ist einfach die Kostenersparnis und eine recht gute Community.
Wenn die Leute dagegen viele moderne Gadgets wie Appleprodukte nutzen wird eben Windows oder OS X Pflicht. Einfach, weil da die Unterstützung besser ist und die Leute vermutlich auch Geld haben. Windows ist auch nicht schlecht und kann auch einiges leichter als Linux.
Doch Linux wird immer mehr eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Windows. :)

Und wer selbst die Logo finden möchte gebe bei Google einfach mal Windows Logo oder Ubuntu Logo ein.

Flash-Bug in Ubuntu 10.04 fixen

Das Internet ohne Flash und Youtube ist langweilig, schließlich möchte man die laufenden Bilder nicht missen. Doch bei mir und bei vielen anderen Anwendern gibt es ein Problem mit dem Klicken auf Flashvideos und Anwendungen. Es geht einfach nicht. Also gegoogelt und gefunden.
Ubuntuusers.de schlägt vor den Flashplayer zu entfernen und eine sogenannte „libflashplayer.so“ von Adobe herunterzuladen und ins Pluginverzeichnis vom Firefox zu verschieben. Das mag zwar gehen, aber dann muss der Flashplayer manuell upgegradet werden und das Ganze für jeden Browser gemacht werden.

Eine einfachere Lösung (die auch im oben genannten Forum verlinkt ist) ist folgende von hier

1. Drücke folgendes: ALT+F2, dann gebe nachfolgende Zeile ein: „gksudo gedit /usr/lib/nspluginwrapper/i386/linux/npviewer„, ENTER und dann das Rootkennwort.
2. Und füge folgende Zeile VOR der letzten Zeile ein: „export GDK_NATIVE_WINDOWS=1
3. Speichern und den den Editor wieder schließen.
4. Firefox und sonstige Anwendungen die Flash benutzen neustarten.

Bei mir sieht der Datei übrigens folgendermaßen aus:

#!/bin/sh
TARGET_OS=linux
TARGET_ARCH=i386
export GDK_NATIVE_WINDOWS=1
. /usr/lib/nspluginwrapper/noarch/npviewer

Ich benutze übrigens die 64Bit Variante von Ubuntu. Kann auch sein, dass der Fehler unter 32Bit nicht vorhanden ist. Wer nicht klar kommt: Kommentar hinterlassen und ich versuche zu helfen (abends, tagsüber ist ja XP angesagt!). Aber eigentlich müsste alles klar sein. :)

Bei der Gelegenheit möchte ich auch sagen, dass mir Thunderbird wieder mehr zusagt als E-Mail Client. Evolution ist zu aufgebläht und relativ langsam beim Beenden. Die Einrichtung ging übrigens super von der Hand. Die Server für Googlemail wurden gleich richtig erkannt. Da kann also gar nichts mehr schief gehen.

DVDs gucken unter Linux

Linux hat ab und an doch ein paar Nachteile und zwar liegen diese oft daran, dass echt nur freie Codecs verwendet werden und somit das Abspielen von Original-DVDs nicht funktioniert. Der Käufer ist leider immer der Angeschmierte und somit gibt es auch keine Möglichkeit kopiergeschützte DVDs abzuspielen.
Dafür brauchst du nämlich eine Bibliothek, welche den Kopierschutz umgeht und die Verschlüsselung entschlüsselt. Ich finde es nebenbei bemerkt hammerhart, dass Windows und OS X diese Funktion schon standardmäßig anbieten und somit dann eigentlich auch wieder im grau-schwarzen Bereich des Gesetzes umherwandern. Um verschlüsselte DVDs anzuschauen, brauchst du ja auch wieder einen Codec und dieser würde dann doch auch wieder gegen das Gesetz verstoßen.
Außer die beiden Steves haben sich mit der Filmindustrie geeinigt und zahlen einen kleinen Obolus um DVDs angucken zu können.

Wer also nun wie ich als ehrliche Haut auch DVDs angucken möchte, sollte mal hier vorbeischauen und die nötigen Bibliotheken installieren. Diese Anleitung funktioniert übrigens auch unter Ubuntu 10.04 und sollte auch nur zum DVDs angucken verwendet werden. Rippen geht dann wieder in die Raubkopie-Richtung und wäre damit verboten.

iPod unter Linux und Evolution als Outlook Ersatz

iPod

Als frisch gebackener Linux-User geht mir der Stoff zum Bloggen nicht mehr so schnell aus. :D Denn es gibt einiges zu entdecken. So langsam kann ich den Applejünger ein bisschen verstehen. Denn es ist wirklich alles so einfach.
CD einlegen, ein paar Schritte abklicken und einstellen und dann wird alles installiert. Und danach tut alles. Sogar mein iPod wird ohne weiteres erkannt. Gut, ich musste die Startautomatik, die beim Einstecken des iPods erscheint noch um den Eintrag für Rhythmbox erweitern. Aber das war ja mal ein Kinderspiel… :D
Wenn man dann Rhythmbox startet erscheint wie in iTunes links eine Liste mit dem Inhalt des iPods. Man kann damit die Musik also ohne Weiteres verwalten.
Doch ein paar Nachteile gibt es auch:
– Rhythmbox kann keine verschlüsselten Musikdateien lesen.
– Apps werden gar nicht eingeblendet.

Doch alternativ kann man auch einfach aufs Dateisystem des iPods zu greifen. Aber das kann man ja doch sicher mit jedem Betriebssystem (wobei bei Windows bin ich mir gar nicht mehr sicher. Da funzt die Ladefunktion auch nur wenn iTunes installiert ist. ;) ).

Mich überrascht das positiv, denn unter Windows habe ich dazu nur Player wie iTunes, Songbird, foobar gekannt, die den iPod unterstützt haben. Einfach genial… :)

Die Ähnlichkeit der Rhythmbox mit iTunes ist sicher kein Zufall. Denn das Design ist an und für sich nicht schlecht. Und die Idee mit einem eigenen Onlineshop für Musik die Kasse von Ubuntu aufzubessern ist auch nicht schlecht. Also ist Apple nun auch ein Vorbild für Ubuntu.

Evolution

Bisher habe ich ja immer Thunderbird verwendet. Seit 2004 nix anderes mehr. Als Mailer und RSS-Leser ist das Ganze auch ziemlich gut zu gebrauchen. Doch ein gescheiter Kalender fehlt nach wie vor. Da kann Outlook schon mehr. Kontakte ordentlich und übersichtlich dargestellt, dazu noch ein Bereich für Aufgaben… Und ganz wichtig ein Kalender.
Kurz gesagt: Evolution ist der perfekte Klon von Outlook 2007 oder hat hier Microsoft wieder von Evolution abgekupfert? :D Ist mir aber auch egal.
Denn es tut einwandfrei. Sogar die Synchronisierung mit IMAP tut einwandfrei mit Gmail. Bei Thunderbird hatte ich immer wieder Probleme mit dem Papierkorb.
Bei Evolution tut die Löschfunktion das, was sie soll. Die Mail wird aus dem Ordner komplett gelöscht und landet im Papierkorb bei Gmail. :)

Also wer Probleme mit Windows hat, probiert mal Linux aus. Softwaretechnisch bekommt man das Gleiche wie bei Windows meistens sogar kostenlos.