Kategorie: Feuerwehr

„Sei Dabei“ in der Feuerwehr


Wenn es brennt ist es selbstverständlich, dass die örtliche Feuerwehr (meist bestehend aus freiwilligen Mitgliedern) schnellstmöglich an den Einsatzort kommt und die Menschen aus dem Gefahrenbereich bringt und das Haus löscht oder die Verletzte Person aus dem PKW befreit. :)
Doch was passiert, wenn plötzlich keine „Freiwilligen“ mehr da sind um den Menschen in Not zur Hilfe zu eilen?

Genau deshalb hat die Freiwillige Feuerwehr aus Kelkheim ein kleines aber feines Werbevideo gedreht um die Bevölkerung darüber aufzuklären und zu versuchen mehr Freiwillige in den Aktiven Dienst der örtlichen Feuerwehr zu bringen.
Das Video ist wie ich finde sehr gut gelungen und ich hoffe, dass auch wieder mehr junge Aktive dazu kommen. Zumindest in Calw kommen doch immer mal wieder neue Aktive hinzu. Aber es können nie genug Aktive Feuerwehrkräfte sein.

Informiert euch weiter auf sei-dabei.info

Ich fordere eine allgemeine Feuerwehrabgabe

Jeder sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer zahlt allgemeine Beiträge wie Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und Rentenversicherung. Dieses Geld geht in einen Topf und wird nach Bedürftigkeit verteilt. Gut, dieses Prinzip hat leider auch seine Macken, wie man an der Rentenversicherung sieht. Es gibt einfach zu viele Rentner und zu wenig junge Einzahler.
Neben diesen Sozialversicherungen gibt es auch noch die allgemeine Lohnsteuer und den unbeliebten Solidaritätszuschläg mit dem verschiedene Projekte in allen möglichen Städten (nicht nur in Ostdeutschland) finanziert werden. Doch was ist eigentlich mit der Feuerwehr? Es gibt in beinahe jeder Ortschaft eine Feuerwehr. Die meisten davon bestehen aus freiwilligen Feuerwehrmännern und zum Teil auch Feuerwehrfrauen. Da sie freiwillig sind, spart die Gemeinde relativ viel Geld ein. Da nur bei Einsätzen, Übungen und Lehrgängen kleine Aufwandsentschädigungen gezahlt werden. Diese Zahlungen sind aber im Vergleich zu einer Berufsfeuerwehr immer noch recht gering. Schließlich besteht eine Berufsfeuerwehr aus Hauptamtlichen, die auch bezahlt werden müssen, wenn gerade mal kein Einsatz erforderlich ist.

Nun braucht aber auch eine Freiwillige Feuerwehr Einsatzfahrzeuge, ein Feuerwehrhaus (für die Fahrzeuge und Übungsmöglichkeiten wie Atemschutzstrecke, Schlauchturm, Spind für die Einsatzklamotten) und allerlei Ersatzteile. Diese Kosten hat nach wie vor die Gemeinde zu tragen und hat damit jährlich mit dem Haushaltsplan zu kämpfen. Schließlich ist es so, dass ein Einsatzfahrzeug locker bis zu 20 Jahre oder auch mal 30 Jahre eingesetzt werden kann. Doch mit steigendem Alter fallen auch immer wieder neue Reparaturen an und die Ersatzteile werden schwer beschaffbar. Irgendwann setzt dann auch der TÜV den Gnadenstoß und es muss ein neues Fahrzeug beschafft werden.
Nun sind Feuerwehrfahrzeuge leider keine Massenware und damit immer Sonderfahrzeuge. Solche Fahrzeuge lassen sich die Hersteller oftmals teuer bezahlen (um hinterher doch nicht fehlerfrei zu sein. Doofe Elektronik!). So kostet eine Drehleiter locker mal 800.000 Euro. Ein Rüstwagen ist verhältnis günstig: Schlappe 450.000 Euro.
Diese Kosten müssen dann neben den vielen anderen finanziellen Verpflichtungen der Gemeinde mal eben aufgebracht werden. Gut, meist gibt es auch noch Zuschüsse vom Bundesland oder auch anderen Institutionen. Doch am Ende bleibt doch immer noch ein großer Teil an der Gemeinde hängen.

Ich möchte mich dafür aussprechen, dass in Deutschland eine allgemeingültige Feuerwehrabgabe eingeführt wird. Schließlich profitiert jeder Bürger in Deutschland früher oder später von der Feuerwehr vor Ort. Sei es in einem brennenden Haus, bei einem Verkehrsunfall oder auch bei Türöffnungen. Dabei entstehen aber immer auch Kosten. Der Betroffene bekommt dafür nie eine Rechnung und hat trotzdem unter anderem der Feuerwehr, dem Rettungsdienst sein Leben zu verdanken. Daher wäre es nur richtig, wenn jeder der auch Steuern zahlt auch eine allgemeine Abgabe für die Feuerwehr und eventuell auch die Rettungsdienste zahlt.
Die Abgabe müsste ja nicht mal hoch sein. Ich würde behaupten, dass 1% vom Bruttolohn keinem ernsthaft Probleme machen würden. Die ganzen Arbeitslosen, Minijobber und sonstige Grenzfälle sollten natürlich davon ausgenommen werden. Wer schon so wenig verdient, dass er auch keine sonstigen Abgaben (Steuer, Sozialversicherung) abdrücken muss, sollte auch keine Feuerwehrabgabe zahlen müssen.

Die Feuerwehrabgabe sollte dann an die lokale Gemeinde oder eben auch Landkreis fließen. Dann können davon notwendige Neuanschaffungen mitfinanziert werden. Vermutlich bleibt dann immer noch ein kleiner Betrag übrig, den die Gemeinde für das neue Feuerwehrauto aufbringen muss. Aber so wird die Gemeinde ein wenig entlastet.
Eine Feuerwehrabgabe gab es ja schon mal. Diese musste allerdings nur von männlichen Bürgern bezahlt werden, die nicht zu einer freiwilligen Feuerwehr gingen. Seit 1995 gibt es diese Gesetze nicht mehr und das ist auch gut so, da dieser Ansatz wieder diskriminierend wäre.

Man kann es natürlich auch wie in Amerika machen: Wenn ein Haus brennt, kommt die Feuerwehr. Wer die Abgabe nicht bezahlt hat, bei dem wird nicht gelöscht. Auch dieser Ansatz gefällt mir so nicht, da unser Motto ist: „Alle für einen, einer für alle!“

So, was haltet ihr von einer Feuerwehrabgabe? Gut oder eher schlecht?

Flächenbrand und brennendes Auto

Letzten Freitag war wieder die jährliche Hauptversammlung und uns wurde eigentlich ein erholsames Wochenende gewünscht. Doch dem war leider nicht so:
Gestern wurde ein Flächenbrand in Oberreichenbach gemeldet. Mir hat es nicht aufs Auto gereicht, so konnte ich nach kurzer Zeit wieder heimfahren. Aber das richtig Spektakuläre war heute Abend ein brennendes Auto. Zuerst wurde ein falscher Einsatzort angegeben und ich habe mich schon bei der Anfahrt zum Feuerwehrhaus gewundert, warum da plötzlich ein brennendes Haus in Sicht kommt. Doch das hat sich später als das brennende Auto herausgestellt. Auf dem Auto war einfach noch ein Zeltdach befestigt. Das erst LF war dann schon vor Ort, aber es hat mir dann noch aufs zweite LF gereicht und konnte Atemschutz anlegen. Aber weil meine Kameraden vom ersten LF schon fleißig das brennende Auto gelöscht haben, mussten wir nicht mehr den Lunngenautomaten anschrauben.
Ich hab leider keine Bilder, aber die folgen vielleicht bald auf dem Einsatzbericht der Feuerwehr Calw. Es war auf jeden Fall eine sehr spektakuläre Anfahrt zum Feuerwehrhaus.

So und nun hoffe ich, dass für eine Weile mal wieder etwas Ruhe einkehrt. Die letzten Wochen waren auch schon ziemlich einsatzreich mit einem Hausbrand und auch ein Flächenbrand. Dazu waren immer wieder Fehlalarme, da ein paar böswillige Mitbürger diverse Druckknopfmelder eines großen Calwer Einkaufzentrums gedrückt haben. So was nervt auf Dauer einfach nur noch! Also liebe Leute, lasst den Mist und macht was vernünftiges.

Die Polizeireform, die Rettungsdienstreform und die Feuerwehr geht leer aus

Wie mittlerweile jeder mitbekommen hat, wird in Baden Württemberg eine Polzeireform geplant. Im Rahmen dieser Reform sollen die einzelnen Polizeidienststellen weg rationalisiert werden, wie unter anderen die Stuttgarter Nachrichten berichten. So dass es statt bisher 37 Stellen nur noch 12 oder noch weniger Stellen geben wird. An und für sich ist das ja ganz ok. Wer braucht schließlich schon die Polizei? Die Verbrechen gehen scheinbar laut Gall zurück und daher kann man ruhig die lokale Sicherheit etwas kleiner gestalten. Andererseits gibt es dadurch wieder mehr Streifenpolizisten.
Doch eigentlich will Gall nur die Landkreise abschaffen und nimmt als Vorwand dafür die Polizeireform. Doch das soll hier nicht weiter thematisiert werden.

Durch Galls Idee, kommen nun auch die Krankenversicherungen wie die AOK auf die Idee, dass man ja die 41 Rettungsdienstleitstellen auf 12 regionale Leitstellen einschrumpfen können. Das ist natürlich sehr sinnvoll, schließlich braucht man dadurch viel weniger Personal. Doch ich finde die Idee mehr als kritisch! Aktuell ist es so, dass der Landkreis Calw seine eigene Leitstelle hat. Dort werden neben dem Rettungsdienst mit Krankentransport und Notfällen auch die ganzen Notfälle für Feuerwehreinsätze abgewickelt. Wird ein Notfall gemeldet, werden von dem zuständigen Disponenten die zuständigen Rettungsdienste und auch die Feuerwehrangehörige alarmiert. Diese Zusammenarbeit zwischen dem Rettungsdienst und der Feuerwehr funktioniert hervorragend, was vielleicht auch daran liegt, dass man sich untereinander eben kennt.
Geht es nach der AOK Baden Württemberg wird es in Zukunft dann so sein, dass die Landkreise Calw, Böblingen und vielleicht auch Freudenstadt eine einzige gemeinsame Rettungsdienstleitstelle bekommen. Für die Rettungsdienste alleine mag dies vielleicht in Ordnung sein. Wer soll aber die Feuerwehr damit abdecken? Die jetzige Leitstelle in Calw kennt die lokale Feuerwehr mit ihren Stärken und Schwächen sehr gut. Das kommt eben aus der langjährigen Zusammenarbeit untereinander. So weiß der Disponent eben auch genau, welche Fahrzeuge er anrücken lassen muss und welche Nachbarwehren zur Hilfe gerufen werden können.
Daher teilen sich momentan die Krankenkassen (für die Rettungsdienste) und der Landkreis (für die Feuerwehr) jeweils zur Hälfte die Kosten für Leitstellen und die Besatzung. Somit ist momentan die Feuerwehr entlastet und kann sich aufs Wesentliche konzentrieren. Nämlich zum Einsatzort fahren und Menschenleben retten.

Sollte die Reform kommen, wird die Situation für die Feuerwehr deutlich schlechter. Eine Alarmierung wird durch die größere Leitstelle in Böblingen vermutlich weiterhin durchgeführt. Allerdings muss die lokale Stützpunktfeuerwehr in Zukunft dann wieder eine eigene Leitstelle unterhalten und im Katastrophenfall somit selbst alle Kräfte zum Einsatz schicken. Das bedeutet eine deutliche Verschlechterung der Infrastruktur und mehr Aufgaben für die freiwilligen Feuerwehren. Sollte dann wirklich mal eine Katastrophe eintreten wird die eine Leitstelle sicher überfordert sein. Schließlich sind statt wie bisher 3 Leitstellen nur noch 1 Leitstelle mit vermutlich gleicher Anzahl an Personal wie bisher bei einer Leitstelle vorhanden und die können unmöglich alle Anrufer gleichzeitig entgegen nehmen.
Das es bisher schon gut funktioniert die Leitstellen untereinander zu vernetzen zeigt der Artikel der Südwestpresse über Bad Mergentheim und Schwäbisch Hall.

Daher fordere ich: Lasst die Leitstellen so wie sie jetzt sind! Sie funktionieren aktuell gut und wir können unsere Aufgaben im Ernstfall durch „freiwillige“ Feuerwehrleute und hauptamtliche Rettungskräfte gut erfüllen. Eine Reform durch Streichung einiger integrierter Leitstellen würde die Alarmierung und Erreichbarkeit für Hilfebedürftige sicher deutlich erschweren. Es heißt deshalb Freiwillige Feuerwehr, weil sich Leute bewusst freiwillig in den Dienst der Feuerwehr stellen um Menschen in Not zu helfen. Sie sind aber genauso Menschen wie jeder andere und arbeiten tagsüber an ganz normalen Arbeitsplätzen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Sie bei Alarmierung durch Funkmeldeempfänger zur Feuerwehr gerufen werden und von dort mit dem Feuerwehrauto zum Einsatzort fahren. Ich bin mir sicher, dass jeder Bürger im Notfall (sei es ein Wohnungsbrand oder ein Autounfall) die kompetente Hilfe der örtlichen Feuerwehren und des Rettungsdienstes zu schätzen weiß.
Daher: Lasst es nicht zu, dass die Rettungsdienstleitstellen zusammengelegt werden!

Quelle des Bildes: Feuerwehr Bad Wildbad, Artikel

Bodenseepatent bestanden

Heute morgen hab ich mich auf den Weg nach Plochingen zur Yachtschule Otto gemacht um gemeinsam mit vielen anderen die Bodenseepatentprüfung abzulegen. Meine anderen Feuerwehrkameraden legen diese Prüfung erst im Januar ab, da heute eigentlich schon voll war. Doch da ich im Januar nicht kann, durfte ich heute schon die Prüfung ablegen.
Wie nicht anders zu erwarten habe ich diese Prüfung bestanden. :)
Da ich den Sportbootführerschein MOTOR BINNEN schon hatte, war nur noch eine Theorieprüfung notwendig. Diese ist in mehrere Bereiche eingeteilt. Für jeden Bereich muss immer eine Mindestpunktzahl erreicht werden, ansonsten ist die komplette Prüfung nicht bestanden. In den meisten Bereichen habe ich immer volle Punktzahl doch in zwei Bereichen jeweils 2 Punkte weniger: Im Bereich „Schallzeichen, Lichterführung, optische Signale“ statt 10 Punkte nur die Mindestpunktzahl von 8 Punkten erreicht und im Bereich „Schiffahrtszeichen“ statt 15 Punkten nur 13 Punkte (Mindestpunktzahl: 12). Doch bestanden ist bestanden!
Jetzt muss ich nur noch warten, bis in ein paar Wochen Post aus Konstanz kommt und damit auch das Bodenseepatent. Dann darf ich in allen BINNEN Gewässern und am Bodensee (ohne Hochrhein) Motorboot fahren.

Wenn ich dann mal wieder viel Zeit habe mach ich vielleicht noch den Segelschein und kauf mir einen Segler. Segeltörns habe ich schon zwei mitgemacht und fand diese bisher immer recht spannend und gemütlich. Einmal habe ich zwar meine Brille verloren, aber die wurde dann eben von der Versicherung ersetzt. Damals 2001 und 2003, als es noch die D-Mark gab und der EURO noch jung war.

Und wer geht dann jetzt nächstes Jahr mal mit mir an den Bodensee, leiht ein kleines Motorboot aus und fährt ne Runde mit? Ihr dürft dann auch mal fahren.