Kategorie: Leben

Fastenzeit – Zeit für Besinnung

Man kann ja von der Fastenzeit was man will. Manche verzichten dann mal auf Schokolade oder Alkohol, andere auf Computer oder sonstiges. Das kann für 7 Wochen (ab Aschermittwoch bis Ostern) ziemlich lange sein und anstrengend. Der ursprüngliche Gedanke für die Fastenzeit ist ja im Christentum verankert und soll uns Christen auf die Osterzeit etwas vorbereiten. An Ostern wurde Jesus Christus gekreuzigt um am 3. Tag wieder von den Toten aufzuerstehen. Da wir Christen uns ja nun nicht alle selbst kreuzigen lassen können um dann wieder am 3. Tag aufzuerstehen ist die Fastenzeit ein guter Ersatz dafür. Durch das Fasten verzichten wir bewusst auf etwas und können unseren Blick wieder mehr auf Gott und Jesus richten.
Da ich mich nun schon sehr lange Christ nenne und zumindest auch früher recht aktiv meinen Glauben gelebt habe ist das eine gute Gelegenheit das mal wieder aufleben zu lassen. Denn um ehrlich zu sein, lese ich seit einiger Zeit nicht mehr in der Bibel und auch das Beten fällt mir schwer. Trotzdem bin ich nach längerer Zeit ohne Kreis seit einigen Jahren wieder in einem Hauskreis. Da treffen wir uns relativ regelmäßig sonntags um nach einem gemeinsamen Essen uns über den Glauben und das Leben auszutauschen und füreinander zu beten.
Genau deshalb haben wir uns nun mal eine „Fasten Challenge“ überlegt mit der wir uns auch austauschen:

1. Woche: Digitales Fasten (wenig bis kein Fernsehen, Serie, Spiele, Handynutzung etc). Legt jeder für sich selbst fest. Wichtig: zur Ehre Gottes die gewonnene Zeit einsetzen.
2. Woche: Bibelvers statt Handycheck direkt nach dem aufwachen. Kurzer Post, was einem wichtig geworden ist
3. Woche: Süßigkeiten / Chips fasten
4. Woche: Ohne Schimpfwörter
5. Woche: 1 Kapitel in der Bibel zusammen lesen (noch vereinbaren)
6. Woche: ohne Alkohol, Zigaretten und Softdrinks
7. Woche: mehr Alltagsgebet (10 Sekunden Prinzip)

Mal schauen wie gut das Ganze klappt. Wir machen es immerhin in der Gruppe, also sollte es besser klappen, als wenn man es nur für sich selbst macht.

„Du siehst so richtig anverliebt aus!“ :)

Mein Jahr war ja relativ spannend. Am Anfang des Jahres hatte ich noch viel Stress auf der Arbeit, aber auch in der Freizeit mit Feuerwehr, Kassierer bei den Pfadis und das Baumhausprojekt. Genau deshalb hab ich einen für mich damals unvorstellbaren Schritt gemacht und hab mal die Bremse angezogen. Ich hab mit meinem Feuerwehrkommandanten gesprochen und mich freistellen lassen. Die Alternative wäre gewesen, dass ich komplett aus der Feuerwehr aussteige. Das wäre mir aber tatsächlich schwer gefallen, da es mir grundsätzlich trotz allem noch Spaß macht.
Danach hab ich das Baumhausprojekt soweit fertig gestellt, dass es auch eine Dokumentation gibt und potenziell andere am Projekt weiterarbeiten können. Na gut, soweit ist es dann doch nicht gekommen, da keiner wirklich auf Arduino und das Projekt Bock hatte. War mir aber egal, da ich die Auszeit gebraucht habe und es mir gut tat mal Abstand zu gewinnen.
Die Kasse habe ich bis September noch weitergeführt, danach aufgehört. Da sich kein neuer Kassierer fand, hängt es nun eben an der Stammesführung. Ist mir aber auch egal, da ich es lange genug gemacht habe und auch mal wieder nach mir schauen musste. Der Tag hat nur 24 Stunden und die muss man so aufteilen, dass alles klappt und wenn dann mal was nicht mehr klappt, muss es eben auch wieder abgegeben werden.
Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass ich so ne leichte Depression hatte. Also bin ich zum Arzt gegangen und der meinte auch, dass ich eine leichte depressive Phase habe. Seitdem bin ich bei einem Psychotherapeuten in Behandlung, aber ganz ohne Medikamente. Und anfangs dachte ich: „Hm, das bringt mir doch eh nichts.“ Mittlerweile war ich eine Weile bei den Einzelgesprächen und in der Gruppe und ist es echt eine große Hilfe.

So hab ich die neu gewonnene Freiheit genutzt und bin im Sommer öfters Motorrad gefahren oder war auf Konzerten. Beispielsweise an meinem Geburtstag bei Iron Maiden. Zweimal im Motorradurlaub. Das erste Mal leider im Regen in Kroatien. Im Sommer dann nochmal in Italien bei Sonnenschein. Dann noch im August mit den Pfadis Segeln gewesen.
Im Juli hatte ich endlich im Geschäft einen zweiten Kollegen bekommen. Das war erstmal gut. So konnte man leicht die Arbeit aufteilen. Als er dann aber im August das erste Mal Urlaub hatte und ich meinen alten Trott wieder erlebt habe, war für mich klar, dass ich tatsächlich nach über 11 Jahren wieder was anderes machen wollte. Das war nicht komplett neu, das hatte ich auch schon vor 2 Jahren immer wieder. Nur habe ich damals nie den Schritt gewagt, weil ich ja der einzige ITler in der Firma war und ich das ganze auch so aufgebaut habe. So ein Erbe lässt man ja nicht einfach verkommen…
Also hab ich im September offen mit meinem Chef darüber gesprochen. Das ging, weil ich ein recht gutes Verhältnis zu meinem Chef habe und ich gleich mit offenen Karten spielen wollte. In anderen Firmen macht man das vielleicht besser nicht. Natürlich war er da mein Chef erstmal überrascht und leicht geschockt und fand den Zeitpunkt echt suboptimal. Schließlich hatte im Juli erst ein neuer Kollege angefangen. Aber ich hab es dann durchgezogen und insgesamt 2 Bewerbungen geschrieben. Eine durch eine englische Headhunterin, die zuerst Deutsch gesprochen hat und später dann Englisch. Es war dann eine Stelle als Salesforce Consultant bei Lidl. Hab ich ja auch mal gemacht, als ich vor 3 Jahren angefangen habe Salesforce an unsere Firma anzupassen. War nicht unbedingt schön, aber könnte man ja auch machen. Ich wurde dann tatsächlich auch zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Die zweite Bewerbung ging an meinen neuen Arbeitgeber. Jemand hatte mich auf die Seite hingewiesen. Also drauf geschaut und eine Stelle als PC Steuerungsentwickler und als Anwendungsbetreuer gesehen. Da hab ich einfach mal eine kombinierte Bewerbung hingeschickt und wurde prompt eingeladen.
Die Vorstellungsgespräche beim neuen Arbeit und bei Lidl waren hintereinander. Zusammenfassend lässt sich sagen: Beim neuen Arbeitgeber hatte ich gleich ein gutes Gefühl. Die ticken ähnlich wie die alte Firma und etwas größer, aber immer noch eine schwäbische GmbH + Co.KG. Da hatte ich gar nicht mehr so richtige Motivation zum Lidl Gespräch zu fahren. Aber man soll den Abend nicht vor dem Tag loben oder so ähnlich.
Das Gespräch mit Lidl war dann gleich ein Griff ins Klo. Der Techniker hatte schon ein leicht rollendes R. Ist ja nicht schlimm. Meine Verwandten in Pappenheim haben das ja auch. Also mal gefragt ob er denn Franke oder Bayer ist. Ich hab auf Franke getippt und er war Bayer. Also gleich mal den ersten Minuspunkt kassiert. Der Rest des Gesprächs war auch eher so mäh und hat eher das Arbeitsbild beschrieben, wie es das Känguruh oft aufzeigt. „Ich arbeite gern für meinen Konzern!“
So hatte ich also die Wahl zwischen einem neuen Job mit guter Bezahlung und sogar wieder Sonderzahlungen oder meinem alten Job, den ich zwar noch leicht mochte, aber irgendwie auch weg wollte. Ich hab mich dann für den neuen Job entschieden. Die Zeit nach der Entscheidung war etwas schwierig, da wir das Ganze erst im Rahmen eine Betriebsversammlung öffentlich machen wollten. Das hat dann noch ein paar Tage gedauert. Letztendlich waren die Leute auch alle etwas geschockt, haben mich dann aber trotzdem verstanden. Schließlich bin ich noch jung und in meinem Beruf verändert sich dann doch vieles. Der Abschied war auch voller Wertschätzung. Ich hab noch eine Runde Pizza ausgegeben und die Kollegen haben noch für mich gesammelt. Es gab einen netten Hoodie („Programmer… see Wizards“) und einen sehr großzügigen Gutschein von Louis.
Ab Januar geht es dann im neuen Job los und ich bin schon gespannt darauf. Es wird eine Umstellung werden, da viele Aufgaben wegfallen und ich zur Arbeit pendeln muss. Aber da ich die S-Bahn nehmen kann, wird es kalkulierbar bleiben! Ich freu mich schon drauf. Vor allem werde ich von Anfang an in einem Team sein und nicht mehr alleine für alles verantwortlich sein.

Aber auch sonst hat sich mein Leben dieses Jahr wieder weiter verändert. Nach vielen Jahren einfach vor sich Hinlebens hab ich mal wieder etwas bewusster Partnersuche betrieben. Das fiel mir sogar relativ leicht. Nicht viel Schreiberei und schon ein erstes Date. Na gut, sie war schon 40 und ich 31. War irgendwie klar, dass es dann nichts ernstes werden wird. Aber für ein erstes Date doch ganz ok. Haben einen guten Kaffee getrunken und uns nett unterhalten. Sie fährt sogar Motorrad. Das ist nicht so ganz üblich.
Später gab es dann ein zweites Date. Diesmal mit einer 27 Jährigen Katholikin. Wir haben uns auch schnell relativ gut verstanden und dann auch mal zu einem Kaffee getroffen. Das Kaffeetreffen war richtig gut und hat meine Laune richtig angehoben. Das hat sogar dazu geführt, dass eine Kollegin im Geschäft meinte: „Kaum hast du gekündigt, schon bist du wieder fröhlich!“ – „Nö, das liegt an was anderem!“
Und in der Therapiegruppe meinte dann eine Frau: „Tobi du siehst so richtig anverliebt aus!“ Das war echt das Schönste, was mir mal gesagt wurde. Und es war gut, denn das zeigt auch, dass ich mich wieder positiv verändert habe.
Gut, wir hatten dann mal noch ein zweites Date auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt, Das war dann eher nicht so der Burner, weil wir beide müde waren. Und letztendlich hat sie mir dann auch eine Abfuhr erteilt, weil ich doch zu schüchtern bin. Aber hey, ich hatte es versucht und es war toll und hat mich wieder neu lebendig gemacht.

So alles in allem war es ein sehr schönes und bewegendes Jahr. Viele Veränderungen erlebt und mitgenommen.
Dinge beendet, neuen Freiraum bekommen und mein Leben mal wieder neu gestaltet. Dinge, die ich schon früher hätte machen können. Manchmal braucht es einen Anstupser von außen um die Dinge wieder neu durchdenken zu können. In diesem Fall war es eben der Psychotherapeut, der einfach zuhört und passende Denkanstöße gibt.
Zum Beispiel mal spontan Urlaub nehmen und spontan auf ein Konzert nach Ingolstadt zu fahren und sich spontan mit einem Cousin zum Kaffee verabreden. Kann man alles machen, macht man aber dann doch sehr selten. Weil man niemand findet, der auch Zeit hat. Es kostet manchmal Überwindung alleine irgendwo hinzugehen und niemand kennt. Aber wenn man die Musik mag, lohnt es sich auf jeden Fall. Und da ich in meinem Fall sehr gerne Metal höre und mag, ist das Publikum oft auch recht umgänglich und freundlich.

Levico / Gardasee Ausfahrt im Juli 2018

Im Juli war ich mal wieder in Italien mit ein paar Leuten vom Motobike Forum. Die meisten Leute kannte ich bis dahin noch nicht, manche habe ich immerhin durch einen Stammtisch mal kennengelernt und mit einem bin ich zumindest mal vorher gefahren. So war die Spannung etwas groß, was mich erwartet. Wie ticken die Leute? Wie fahren sie? Kann ich mithalten oder bin ich eher der Bremser?
So im Nachhinein war es echt gemütlich. Die Leute waren alle recht nett und aufgeschlossen, auch vom Humor hat es gut gepasst. Und beim Fahren war ich zwar nicht der allerschnellste, aber zumindest gefühlt kein Klotz am Bein. Es hat einfach Spaß gemacht.

Wir sind einige Pässe gefahren. So zum Beispiel den Passo Rolle, Passo Valles, Passo Pardoi oder auch am Gardasee die Viale Europa entlang. Es gab einfach sehr viele Pässe und war daher sehr spannend und teilweise auch anspruchsvoll. Diesmal hatte ich vor der Tour noch einen gescheiten Tourenreifen draufgemacht. Den Road 5 und damit hab ich mich deutlich sicherer gefühlt. Der Reifen haftet einfach sehr gut auf der Straße und dank einer Erinnerung eines Kollegen mit der Blickführung bin ich auch relativ gut durch jede Kehre gekommen. Natürlich gibt es da immer noch Luft nach oben, aber zumindest bin ich nicht stehen geblieben. Eine andere Mitfahrerin hat dies leider nicht so gut beherzigt. Als wir nach einer Kurve stehen bleiben mussten, weil die Strecke mit Ampelregelung gesteuert war, ist sie doch erschrocken und hingefallen. Daneben stand ein Harleyfahrer (nur mit kurzer Hose und T-Shirt) und ist dann auch hingefallen. Ich hab ihm natürlich aufgeholfen, aber ein bisschen Schadenfreude hatte ich für mich dann doch. Es war unheimlich warm und die Schutzkleidung dementsprechend auch, aber ohne wäre ich doch nicht gefahren.
Da unten ist es einfach herrlich. Es gibt auch einen ganz tollen Pass mit Kühen auf der Straße, ich glaube der Mendelpass. Er ist schon auch recht anspruchsvoll, da teilweise auch manche Kurven erst sehr spät einsehbar sind und die Moppedfahrer auch mal direkt auf der Gegenfahrbahn entgegenkommen.
Das Hotel in Aldrans war recht gut und relativ günstig. 50 Euro für ne Nacht, aber mit Frühstück und Sauna und Schwimmbad. Da kann man abends auch mal nach der langen Fahrt entspannen. In Levico Terme war es auch ein gutes Hotel. Zwar nicht ganz günstig, aber auch mit Vollpension und gutem Essen. Man konnte es also gut aushalten.

Bilder folgen im Laufe der Zeit.

Kroatien Tour 2018

So dele, ich bin im Mai mit meinem Bruder Micha mal wieder Motorrad gefahren. Da wir nur 8 Tage Zeit hatten waren es wieder sehr lange Tourentage. Also aufstehen und fast den ganzen Tag lang fahren. Bei 500 bis 600 km tut da einem am Abend schon leicht der Arsch weh. Und dazu kam leider auch noch der Regen.
Es ging von Calw übers Allgäu – Tölz nach Weißbach bei Lofer. Am zweiten Tag dann weiter nach Zagreb, wobei wir da auch wieder soo spät abends angekommen sind und die letzten 10 Kilometer durch eine Waldstrecke führten. Da war selbst mit Fernlicht nicht mehr viel zu sehen und nach einem Regentag am Ende noch eine kurvige Waldstrecke ist schon anstrengend. Aber kein Problem wir sind dann gut in Zagreb angekommen.
Am nächsten Tag ging es dann nach Zadar, das war nach 2 langen Tagen eine etwas kürzere Strecke. Hierbei ist auch zu erwähnen, dass wir um den Plitvicer See herumgefahren sind und dabei eine Waldstrecke erwischt haben. Viele Schlaglöcher und am Ende sahen unsere Moppeds wie Dirt Bikes aus. Aber sie haben es mitgemacht. :) So ist das eben wenn man sich manchmal auf Calimoto (Navi für kurvige Strecke) verlässt. Kurvig war die Strecke, aber auch sehr matschig. ;) Dafür sind wir dann in Zadar in einem Kreisverkehr ausgerutscht und mit den Moppeds gestürzt obwohl wir nicht mal schnell waren. Die Straße ist dort aber einfach so krass rutschig, dass man selbst mit den Schuhen ausrutschen könnte. Am vierten Tag (Sonntag) hätte es mal einen Abstecher nach Split geben sollen. Aber ich war einfach nach den 3 langen Tagen fertig und wollte eine Pause machen. So haben wir einfach mal eine kleine Besichtigungstour durch Zadar gemacht. Ist auch schön dort und am Ende noch fast in Richtung Split gefahren. Da wir aber ohne Kleidung (also Motorradkleidung) unterwegs waren, war es eben nicht ganz so wohlig und sind dann auch wieder umgedreht. In Zadar haben wir dafür 2 mal sehr gut Fleisch gegessen. War sehr lecker und relativ günstig. Allgemein kann man in Kroatien gut essen und trinken, wenn man das möchte.
Am fünften Tag ging es dann weiter nach Rijeka wo wir dann auch tatsächlich relativ früh ankamen. War noch ganz nett um dann noch ein bisschen die Stadt anzuschauen und was zu essen. Hier habe ich dann allerdings mal eine Gorgonzola Pizza erwischt, was mir doch nicht ganz so gut geschmeckt hat. Und dazu noch ein tschechisches Bier in Kroatien, da war ich echt ein Kulturbanause. :(
Am sechsten Tag ging es dann nach Riva del Garda. Kurz vor der Abfahrt dachte ich wir wären schon da. An diesem Tag hat es wie an den anderen Tagen (außer Sonntag) mal wieder stark geregnet, weshalb wir teilweise dann auch mal die Schnellstraße gefahren sind. Aber als wir dann fast unten waren, hat es wieder aufgehört mit regnen und wir konnten noch ein bisschen die Kurven genießen. War echt genial. Und zum Abschied des Tages noch eine leckere Pizza und ein Wein. In dem Haus in welchem wir übernachtet haben, gab es auch ein Klavier, welches Micha tatkräftig genutzt hat. War eine schöne und gemütliche Zeit dort. Am letzten Tag ging es dann weiter in Richtung Heimat nach Imst und dafür mussten wir erstmal ein paar Pässe hochfahren. Da es zu dieser Zeit endlich auch mal wieder Sonnenschein gab, war dies richtig herrlich. Jeden Gang konnte man ausfahren um genüsslich jede Kehre zu nehmen. Das ist es wofür Motorräder erfunden wurden. In Imst hatte Micha schon mal übernachtet und es war echt gemütlich und ein großes Zimmer für keinen übertrieben teuren Preis. Wir konnten sogar unsere Moppeds in einer Garage abstellen. War gut, so konnte ich in Ruhe auch mal die Kette reinigen und wieder fetten ohne dass dann über Nacht wieder Regen draufkommt. Nur mit dem Abendessen und Frühstück haben wir tatsächlich dann echt immer den allerletzten Zeitpunkt erwischt. :) Na gut, wir sind schließlich auch schon ein paar Kilometer gefahren und das hat sich eben auch langsam bemerkbar gemacht.
Am 8. Tag ging es dann wieder nach Hause über das Allgäu und schwäbische Alb mit richtig geilen und langgezogenen Kurven. Die Straßen waren auch sehr sauber, so dass man meinen könnte, da fährt nie ein LKW drüber. Richtig klasse. Als wir dann am Ende wieder in Calw waren, hatten wir rund 2950 km auf der Uhr. Für 8 Tage Motorradfahren keine schlechte Leistung. Aber ich war dann auch erstmal froh noch ein paar Tage Urlaub zu hatten um mal wieder runter zu kommen. Motorradfahren macht schon Spaß, aber bei Regen und Dauerregen ist es einfach doof. Bei Micha mit seiner RT ist das vielleicht nochmal was anderes, aber bei meiner ohne Griffheizung und schlecht gepolstertem Sattel ist es schon anstrengend. Trotzdem war es schön. Man sieht fast keine Polizei und die Landschaft ist traumhaft. Außerdem sehr günstig zum Essen gehen.

Isle of Man – Hart am Limit

Der normale Mensch fragt sich sicherlich warum andere Menschen überhaupt Motorrad fahren. Man hört immer wieder von größeren Unfällen oder sieht die Fahrer immer im Straßenverkehr überholen. Aber ganz ehrlich: Motorrad fahren macht einfach Spaß, weil man leichter an anderen Autos vorbei fahren kann und in Kurven einfach anders fahren kann.
Eine Sache, die mich in den letzten Wochen immer wieder beschäftigt hat, war die Isle of Man. Da wird seit 1907 auf öffentlichen Straßen ein Rennen veranstaltet. Wer selbst Motorrad oder auch Auto fährt, weiß wie unterschiedlich die Straßen sein können und dann fahren die Leute einfach mal mit 130 Meilen pro Stunde in enge Kurven. Einfach faszinierend und sehr cool anzusehen.
Der Film gibt einen netten Überblick über die Geschichte und die Faszination der Isle of Man und der ganzen Rennfahrer und deren Leben.