Kategorie: Leben

Motorradfahren und die Tücken der Autofahrer

Also nachdem mein Tacho nun über 52.000 km anzeigt und ich das Motorrad mit ca. 44.000 km gekauft habe, kann ich ja mal ein kleines Zwischenfazit machen.

1. Meine Bandit ist echt super zu fahren. Durch den hohen Hubraum kann man wirklich gut und entspannt mit 2500 bis 3000 Umdrehungen umhercruisen und hat trotzdem noch genug Spielraum bis 11000 Umdrehungen. Wenn ich mal schnell fahre sind es allerdings auch nur 170 im 5. Gang und dann bin ich bei so ca. 6000 Umdrehungen. Also noch relativ entspannt. Ich bereue es also gar nicht mir gleich eine 1200er geholt zu haben. Denn so muss ich nicht immer mit hohen Drehzahlen fahren, sondern kann entspannt Gas geben und hab nach oben noch viel Luft.

2. Nachdem ich nach meiner ersten und gleich großen Tour nach Norwegen doch ein paar Mängel entdeckt habe, geht es nun eigentlich ganz gut. Die Kette ist neu und dürfte nun so fast 2.000 km runterhaben und ist immer noch fest wie am ersten Tag. Der vordere Unterbodenschutz ist seit dem Festschrauben in Dänemark letztes Jahr gegen Ende der Tour immer noch fest. Die Blinker funktionieren nun auch wieder und zumindest der rechte ist nun richtig fest. Der linke hat nun etwas mehr gelitten und die hat ein gelbes Glas verloren.
Mittlerweile ist mir die Maschine leider auch zum zweiten Mal umgefallen (im Stand als ich drehen wollte) und so ist der Bremshebel am Ende abgebrochen und hat unten am Motorblock eine sichtbare Schramme. Beim Fahren merkt man aber trotzdem nichts.

3. Wenn ich mal wirklich gut drauf bin, komm ich nun deutlich besser in die Kurven. Mein Hinterreifen neigt auf der rechten Seite immer dazu das Gummi nach außen zu tragen, so dass sich außen eine neue Schicht bildet. Das ist nervig und beim nächsten Radwechsel muss man mal die Lager überprüfen, nicht das da doch irgendwas ausgeleiert ist.
Aber trotzdem schaffe ich es immer wieder diese Schicht abzufahren wenn ich mal große Kurven finde. Beispielsweise auf einer Hausstrecke von Calw in die Erzgrube. Da gibt es schöne lange Kurven und da macht es doch erstaunlich viel Spaß. Auch bei vielen anderen Strecken die ich oft fahre, fällt es mir nun deutlich leichter etwas tiefer in die Kurven zu gehen / drücken. Hanging-Off werde ich allerdings nie machen, dazu sind mir die Straßen oftmals zu riskant. Manchmal bremse ich zwar noch stark vor der Kurve ab, aber auch das ist schon teilweise besser geworden. Wie gesagt, wenn ich gut drauf bin. An schlechten Tagen bremse ich trotzdem noch viel und stark an.

4. Autofahrer sind dagegen oft ein nerviges Übel und gestern habe ich dann doch einen guten Schutzengel gehabt. Da bin ich etwas mutig gewesen und wollte gleich 3 Fahrzeuge (das vorderste war ein kleiner LKW) überholen und am Ende kommt dann schon ein Auto entgegen. Es hat zwar noch gereicht, aber da bin ich doch schlagartig geschwind wacher geworden.
Ansonsten ist es doch herrlich, wenn man an übersichtlichen Strecken an langsamen Autos vorbeifahren kann. Manche Motorradfahrer fahren dafür auch an sehr unübersichtlichen Stellen vorbei. Es ist zwar immer gut gegangen, aber irgendwie bin ich da scheinbar noch etwas vernünftiger und meide das Risiko. Andererseits gibt es dann aber auch oftmal Situation wo plötzlich ein Sattelzug auf die eigene Fahrbahn ausweicht und man geschwind kräftig in die Eisen steigt. Oder man setzt zum Überholen an und plötzlich gibt der Autofahrer auch Gas. Bei 130 lässt man es dann doch wieder bleiben, weil gleich die Kurve kommt.

5. Da ich ja nun alle 3 Führerscheinklassen habe und zumindest A und B regelmäßig fahre (C ist leider etwas seltener!), pass ich mein Verhalten auch etwas an. Als A Fahrer hat man immer die Arschkarte und wird von Autofahrern ignoriert und übersehen, also entweder schnell überholen oder doch hinten bleiben. Als B Fahrer mach ich schon bewusst Platz in Staus für Rettungsfahrzeuge und mach auch Moppedfahrern Platz, damit sie gemütlich überholen können. Und als C Fahrer kann dir eigentlich eh nichts passieren. Musst nur genug Platz haben und dir deiner 4 Meter Länge nach dem Hinterrad bewusst sein beim Abbiegen. Ich finde aber, dass das bewusste Fahren aller Klassen das eigene Verhalten positiv beeinflusst, da man automatisch mehr Rücksicht auf andere Teilnehmer nimmt.

So und im Juni mach ich mit meinem Bruder wieder eine kleine Tour über 8 Tage. Diesmal vermutlich in die Vogesen! Davor muss ich nur nochmal den Ölwechsel, Brems und Kupplungsflüssigkeitswechsel und Reifenwechsel. Und meine Blinker wieder in Ordnung bringen. :)

Motomania Videos

Motomania dürfte unter Moppedfahrern gut bekannt sein, daher mal ein paar nette Videos. Ist eine Playlist:

Gehaltrechner online

In Deutschland redet man ja nicht über das Gehalt. Vor allem dann nicht, wenn man deutlich über dem Mindestlohn verdient. :)
Trotzdem ist es doch manchmal ganz sinnvoll zu wissen, wie man seinen Stundenlohn ausrechnet. Hier findet man eine ausführliche Erklärung.

Der normale Mensch (außer die Leute bei großen Firmen wie Autobauer oder Siemens) arbeitet in der Woche 40 Stunden (ohne Überstunden).
Also muss mal der Wochenfaktor pro Monat ermittelt werden: 52 Wochen dividiert durch 12 Monate ergeben 4,333 Wochen pro Monat.
Etwas genauer ist aber dann doch eher 4,35 wegen den Schaltjahren und Co.
Also kommt dann am Ende 174 Stunde pro Durchschnittsmonat raus: 40 Wochenstunden multipliziert mit 4,35 ergeben 174 Stunden pro Monat.

Nun also noch das Monatsbrutto durch 174 und fertig ist der Stundenlohn.

Und wer zu faul ist, kann den sogenannten Mindestlohnrechner verwenden.

Jo, ist doch interessant zu sehen, wieviel eine Zeitstunde vor Steuern und Abgaben wert ist. Umso ernüchternder ist es dann zu sehen, wieviel am Ende davon noch übrig bleibt (also Netto). Da kommt dann nur noch minimal mehr raus als für eine Einsatzstunde bei der Feuerwehr, was immerhin schon 12 Euro sind. Na gut, der Staat und die Sozialversicherungen wollen eben auch bezahlt werden! ;)

Aber eine Erkenntnis bleibt: Nicht Stunden bringen das Geld, sondern ein guter Stundenlohn und den habe ich! :D

US Behörde entdeckt neue Betrugssoftware bei Audi

Die Amerikaner haben mal wieder eine neue Schummelsoftware bei Audi entdeckt.
So richtig überraschen und schocken tut es mich nicht. Es ist halt ganz normal. Ein großes Auto mit einem großen Motor verursacht unweigerlich mehr Schadstoffe. Trotzdem kann man mit mehr Leistung vielleicht den Verbrauch etwas verringern.

Nächstes Jahr stellen sie vielleicht noch raus, das sogar Porsche, Lamborgini, BMW, Daimler und alle anderen Autohersteller genauso betrügen. Aber so ist das eben mit Verbrennungsmotoren. Man kann sie so langsam eben nicht mehr noch weiter optimieren.

Motorradtour nach Pappenheim

Letzten Samstag haben mein Bruder und ich unsere letzte gemeinsame Ausfahrt mit dem Motorrad unternommen. Nämlich von Calw nach Pappenheim um unsere lieben Verwandten zu besuchen. Über Landstraßen war das eine ganz gemütliche Angelegenheit. Erstens waren die Straßen frei und selbst wenn man mal was war: Man konnte relativ gemütlich links vorbei fahren und an der Ampel war man wieder vorne. :) Das war tatsächlich sehr entspannend und schön. So waren wir zwar für die 200 km lockere 3 Stunden unterwegs, aber es gab dafür auch keinen nervigen Stau oder komische Drängler auf der Autobahn.
Die Straßen sind auch einigermaßen schön kurvig und breit, so macht das Fahren richtig Spaß.

Zum Vergleich: Am Sonntag bin ich dann mit dem Auto nach Heidelberg gefahren um mit einem Freund „Triumph des Willens“ anzuschauen und hab es gleich wieder bereut mit dem Auto gefahren zu sein. Lauter Sonntagsfahrer, Drängler auf der Autobahn und Baustellen.

Falls ihr Pappenheim noch nicht kennen solltet: Es lohnt sich tatsächlich. Die Burg ist noch gut erhalten und man hat dort einen schönen Ausblick. :)