Kategorie: Leben

Norwegen Tour war schön, aber mangelhaft

Letzte Woche Montag sind wir von unserer Norwegen Tour wieder heimgekommen und ich habe sehr viel erlebt. Zuallererst ist mein Topcase beim zweiten Zeltplatz gerissen. Es hing dann einfach runter. Deshalb mussten wir es abmontieren und nochmals alle unnötigen Dinge dort hinein packen und zurückschicken lassen. Ich hab dann auf meinem Bike glücklicherweise noch zwei Zurrpunkte entdeckt, welche ich vorher noch gar nicht gesehen habe. Zuerst wollten die Leute vom Zeltplatz den Koffer gar nicht wegschicken, da es aber ein Notfall war hatte der Chef dann doch ein Einsehen.
Den Schlüssel zum Koffer habe ich dann später per einfachem Brief aus Norwegen verschickt. Natürlich ging wie zu erwarten war der Schlüssel auf dem Weg nach Deutschland verloren und der offene Brief ist dann ohne Schlüssel angekommen. :(

Micha BikeIn Dänemark hatten wir dann unseren ersten Regentag. Micha hat es abends nach einem Kreisverkehr gelegt. Passiert ist glücklicherweise nicht viel, da seine Maschine vollverkleidet ist. Sein rechter Koffer hat eine deutliche Schramme und seine rechte vordere Fußraste ist abgerissen. Seine Kombi hat nur einen kleinen Riss. Sprich alles noch gut und nichts schlimmes passiert. Wir haben dann den ADAC gerufen und haben mit einem pfiffigen Mechaniker zu tun gehabt. „Hm die hintere Raste ist ja noch dran, vielleicht passt die ja auch vorne hin!“ Und so war es dann auch. Die hintere Raste ist nun vorne und hält immer noch. Wenn ich das mit meiner Maschine gemacht hätte, wäre sicherlich ein größerer Schaden gewesen. Vorne ist bei mir ja alles offen und kein Sturzbügel vorhanden.

Einmal habe ich mein Bike aber doch mal im Stehen umgeschmissen. Der Seitenständer war nicht richtig unten und beim Absteigen ist se umgekippt. Naja außer einem kleinen Kratzer am Motor / Vergaser ist nichts passiert.
Nerviger war dann eher die Tatsache dass meine Kette zweimal locker war. Das erste Mal hab ich sie nach ca. 2000 km nachspannen lassen. Dafür fing dann später mein Bugspoiler an der hinteren Schraube an locker zu werden. Ohne Werkzeug konnte ich es dann nicht mehr reparieren und so war das Kurvenfahren auch endgültig vorbei. Erstens war es an diesem Tag wieder regnerisch und zweitens hat der Spoiler am Ende so stark gegen den Krümmer gestreift, dass man immer noch die Verfärbungen sieht. In Dänemark hab ich dann immerhin wieder einen verständnisvollen Hotelbesitzer angetroffen, der mich in seiner Werkzeugskiste das nötige Werkzeug benutzen ließ. Dann einmal den Krümmer komplett abgeschraubt und die hintere Schraube mit der Sicherheitsmutter endlich mal auch von oben durch die Halterung verschraubt. Vorher war die Sicherheitsmutter auf der Schraube und nur von unten durch die Halterung gesteckt. Da war es ganz klar, dass das auf Dauer nicht halten kann.
Kommen wir wieder zur Kette. nach weiteren 1700 km hab ich die Kette erneut gespannt und es waren nur noch ca. 1600 zum Nachhauseweg. Diesmal musste ich sie schon fast bis zum Ende spannen und man hat deutliche Rostspuren. Und so kam es wie es kommen musste. Wir fuhren nach Dänemark rein und am letzten Tag die 960 km über die Autobahn und kurz vor Heilbronn ist mir die Kette vollends runtergesprungen. So durfte ich die letzten 100 km auf den ADAC warten mich abschleppen lassen und mit einem Leihwagen nach Hause fahren. Die Heimfahrt war dann auch abenteuerlich. Die ganze Zeit mit dem Motorrad war das Fahren nie ein Problem, das Autofahren war dann doch wieder eine kleine Umstellung. Plötzlich musste ich wieder sauber die Spur halten und nicht zu schnell fahren. Am Ende bin ich trotzdem gesund nach Hause gekommen. Am nächsten Tag wurde mein Bike nach Stuttgart zum Händler geschleppt. „Hallo die Kette muss noch Gewährleistung sein. Ich hab das Bike erst vor 1 Monat geholt!“ – „Jo aber sie sind immerhin schon 6000 km damit gefahren, da kann eine Kette schon mal durch sein! Ich kann ihnen draußen ein aktuelles Beispiel von einem anderen Kunden zeigen!“
Na gut, dann gab es eben einen neuen Kettensatz für 280 Euro Festpreis inklusive Montage. Das war auch nervig, aber es hätte nochmal deutlich teurer sein können.

Was lernen wir daraus: Wenn du ein Bike kaufst und vor allem beim großen L&L, dann solltest du immer erst alle Schrauben kontrollieren, die Flüssigkeiten wechseln und der Kette nicht mehr allzu viele Kilometer zutrauen.

Ansonsten war Norwegen echt schön. Hübsche Landschaft, tolle Kurven und gemütliche Hütten. Gezeltet haben wir dort nicht mehr allzu oft. Besonders zum Ende hin haben wir eben immer eine Hütte gesucht. Die teuerste hat mal 560 NOK (60 Euro) gekostet. Geteilt durch 2 ist es immer noch günstiger als jedes Hotel. Nur in Dänemark haben wir uns auch mal den Luxus eines Doppelzimmers geleistet, was dann 50 Euro pro Nase gekostet hat. Insgesamt sind wir aber mit den Kosten relativ klein gewesen. Ca. 400 Euro für Sprit. Und vielleicht nochmal 600 Euro für Essen und Übernachtungen. Für 10 Tage also ganz ok. Vom Fahren her fand ich Dänemark und Norwegen sowieso viel angenehmer. Manchmal sind die Straßen zwar sehr zweifelhaft und viele Spurrinnen aber die Leute fahren irgendwie entspannter und scheinen weniger gestresst zu sein. Und ich glaube das lag nicht nur daran, dass wir auf Touristen Straßen unterwegs waren, es waren auch viele Einheimische zu sehen.
In Deutschland angekommen (gut wir waren auf der Autobahn) waren sofort wieder Raser da. Obwohl wir auch schon meistens unsere 150 kmh auf der linken Spur gefahren sind. Was wir leider falsch gemacht haben: Wir sind eigentlich nur die ganze Zeit gefahren und konnten abends nie mal die Stadt anschauen. Das war etwas schade. Gerade Bergen wäre schön gewesen oder vielleicht auch Oslo. Wir hatten auch aber auch einen straffen Zeitplan. 4688 km (+ die 100 km) in 10 Tagen ist auch eine sportliche Leistung, da bleibt nicht viel Zeit. Außerdem haben wir morgens oft rumgetrödelt beim Frühstück und Packen. ;)

Und was man auch wissen sollte: Fahre als Nakedbike Fahrer nie hinter einem Reise Enduro Fahrer hinterher. Der merkt den Seitenwind und Vorderwind nämlich nicht, während du jeden Wind merkst. Das kann dazu führen, dass dein Vordermann weg ist und du nicht mehr hinter kommst. Besonders wenn du als Anfänger/Wiedereinsteiger gerade erst deine ersten 4000 km fährst. ;)

Ein paar Impressionen:

Auf gehts nach Norwegen

Karte-NorwegenNachdem mich mein Bruder dazu überredet hatte mir endlich mal ein Motorrad zu kaufen haben wir nun auch unsere Route geplant.
Innerhalb 13 Tage vom Nordschwarzwald aus über Ulm (Verwandte kurz besuchen), Würzburg, Hamburg (immer schön dort), Kolping in Richtung Frederikshavn zur ersten Fähre in Richtung Oslo. Von Oslo geht es dann weiter in Richtung Norden über Jordet, Engerdal, Roros, Buvika, Trondheim und wieder runter über Sunndalsora, Andalsnes, Dalsnibba. Über die Auerlandsvegen nach Geilo (geiler Name! :) ) über Miland, Treungen nach Kristiansand zur Fähre zurück nach Hirtshals in Dänemark. Dann nach Flensburg (mal unseren Punktestand abfragen ;) ) und über Göttingen / Hannover wieder zurück.
Laut Google Maps sind es wohl so 4573 km und auf den meisten Strecken die Option Autobahn vermeiden aktiviert.

Wir nehmen mal unser Zelt mit und hoffen einfach auf gutes Wetter und sind mal gespannt wie die Landschaft und auch die Leute dort so ticken. So beim Erzählen schwärmen ja viele von Norwegen. Wir packen auf jeden Fall mal die Badehose ein, falls wir ein paar schöne Stellen finden. :)

Eine GSF 1200 S Bandit gehört nun mir

Nach vielen Jahren und auch einigen Abnehmversuchen habe ich letztendlich mein Gewicht nicht auf die entsprechende Marke heruntergesetzt, sondern sogar noch erhöht. Das hat mich immer davon abgehalten mir mal ein Motorrad zu kaufen. Doch dieses Jahr hat mich mein Bruder soweit beackert („Jetzt kauf dir doch endlich eine Maschine und lass uns ne Tour machen“).
Also losgezogen, eine schöne Sporttourer ausgesucht und gekauft.
Bei der Probefahrt ging sie mir ja bei jeder Ampel immer aus. Aber typischer Anfängerfehler: Immer Kupplung fatzen lassen und kein Gas gegeben. Gestern wurde es mir nochmal kurz gezeigt. Leicht Gas und dann Kupplung weg und siehe da, es klappt wunderbar. :)

Die Bandit macht einfach Laune und man merkt die Leistung ganz gut, sobald man einmal den Gasgriff umlegt. Trotzdem bin ich mir bewusst, dass ich erst wieder das Fahren lernen muss. Besonders in den Kurven kann ich mich immer noch mehr reinlegen. Aber sie macht unheimlich Spaß.

Unsere Tour im September ist noch nicht fertig ausgetüftelt, aber irgendwo in Skandinavien werden wir schon landen. :)

Das Abnehmen geht voran.

Wie im Januar schon geschrieben, werde ich dieses Jahr zusammen mit 6 anderen Mitstreitern am Toughmudder in Wassertrüdingen mitlaufen. Ein Ziel ist ganz klar: Spaß zu haben und am Ende anzukommen und nicht zu sterben. Unsere gemeinsame Vorbereitung hat bisher noch nicht so ganz begonnen. Allerdings jogge ich seit Anfang des Jahres (mehr oder weniger regelmäßig) zusammen mit anderen einmal in der Woche 5km.
Ein zweites Ziel ist ja auch, dass ich von meinem Startgewicht über 132 KG auf etwas bessere 110 KG komme.
Dazu hab ich seit ein paar Wochen meine Ernährung etwas umgestellt. Süßigkeiten lass ich die meiste Zeit weg. Mal abgesehen von Edelbitter Schokolade (die nun doch ein paar Tage hält bis sie aufgegessen ist). Weiter schaue ich, dass ich feste Mahlzeiten zu mir nehme. Mittags meist was warmes, abends dann noch etwas Brot mit Wurst. Fastfood vermeide ich doch recht gelassen. Kein McDonalds mehr, kein Döner und Pizza.
Trotzdem hab ich selten richtig viel Heißhunger. Natürlich kann man da noch ein bisschen was optimieren, aber einen gewissen Teilerfolg hab ich trotzdem schon mal erreicht.
Nämlich 127 KG, also 5 KG Unterschied zum Startgewicht. Das ist noch nicht viel, aber es soll ja auch nicht nur kurzfristig sein, sondern langfristig was bringen.

Dieses Jahr wird mein Sportjahr

Als ich neulich wieder auf der Waage stand war ich doch etwas schockierter als sonst. Bisher war es immer noch im Bereich 12x KG, diesmal waren es schon 132 KG. Das ist wirklich heftig und muss unbedingt mal weg. Dabei bin ich eigentlich nicht ganz so träge, sondern eher faul und es zu viel falsches Zeugs (Süßigkeiten, Fertiggerichte).
Letztes Jahr im Juni bin ich ja schon mal beim Staffellauf mitgelaufen. Meine Rundenzeiten waren mit 4 – 5 Minuten für 800 Meter eher mau, aber fürs erste Mal und meiner Statur hätten sie auch noch schlechter sein können. Dass es auch deutlich schneller geht (3 Minuten oder teilweise sogar 2 Minuten) haben andere aus meinem Team oder richtige Sportler bewiesen.

Von der Feuerwehr haben wir seit nem einem Jahr eine Sportgruppe gegründet. Wir haben sogar eine eigene Trainerin vom TSV Calw, die mit uns Spiele macht (Volleyball, Bewegungsspiele, Fußball, …). Aber wie es eben immer ist: Anfangs ist die Motivation groß und es kommen relativ viele Leute dazu. Später werden es weniger. Dann wurde einmal der Termin gewechselt. Dann wurde in der Zeit zu unserem Termin ein neuer Kurs reingelegt und seither kommen nur noch sehr wenige zum Sport. Dafür ist der neue Kurs fast noch besser für mich und auch die anderen die noch kommen. Wir machen immer 12 Übungen. Im ersten Durchgang immer 30 Sekunden, dann 45 Sekunden und wieder 30 Sekunden. Eben Zirkeltraining. An manchen Tagen spürt man danach richtig noch den Muskelkater.

Und weil es mit dem Joggen letztes Jahr sooo gut geklappt hat, mach ich es dieses Jahr weiter. Im Gegensatz zum letzten Jahr hör ich aber nicht wieder schon nach 3 Kilometer auf und lauf dann weiter, sondern lauf einfach durch. Dieses Jahr waren es schon zwei Runden. Die eine ca. 5 KM, die andere etwas kürzer und nur 4,5 KM. Beides Mal bin ich aber immer durchgelaufen ohne Pause dazwischen. Die Pausen sind eher das Problem und würden bei mir sowieso schneller wieder zu Problemen mit Ziehen und Krampf führen. Was natürlich auch dazu kommt. Aktuell hab ich auch wieder ein paar Läufer, mit denen ich mitlaufe. Die sind zwar eigentlich viel schneller, aber sie laufen trotzdem noch in dem Tempo wie ich auch. Und gemeinsam macht es sowieso mehr Spaß. Oder würdet ihr bei dem aktuellen Wetter (teilweise waren es schon mal -5°C) alleine loslaufen? Mir würde der Antrieb fehlen und ich hätte tausend Ausreden.

Genau deshalb hab ich mir letztes Jahr mit einem Feuerwehrkameraden ein Ziel gesetzt: Toughmudder mitlaufen Da soll man wohl ca. 16 – 18 KM über Hindernisse laufen und wird im September sein. Ich finde, das ist doch mal eine gute Herausforderung und macht sicherlich auch Spaß. Genau deshalb werde ich es machen. Wir müssen uns nur noch anmelden.

Ein anderer Kamerad hat noch den Skyrun in Frankfurt vorgeschlagen. Wenn ich da aber mitmachen würde, dann nur ohne angeschlossenes Atemschutzgerät. Alleine die Ausrüstung ist schon schwer genug und ich muss erst wieder fitter werden. Aber es wäre auch mal eine tolle Herausforderung.

Als App die meine Zeiten trackt verwende ich Runkeeper. Ob die Daten dann auch tatsächlich in der Cloud landen sei mal dahingestellt. Aber es ist ein praktisches Tool.

Jetzt steht es hier drin und es kann jeder nachlesen.

Mein Ziel:
1. Toughmudder erfolgreich zu Ende laufen (unabhängig von der Zeit, ankommen ist mein Ziel!)
2. Gewicht von 132 KG auf 11x KG bis Ende des Jahres und halten.
3. Eventuell den Skyrun mitlaufen.

Schauen wir mal, wie ich am Jahresende dastehe. Aber da ich als Feuerwehrmann auch selbst fit sein möchte um anderen zu helfen, ist das schon ein großes Ziel!