Die Reise zum Teilzeit Selbstständigen geht weiter

Diese Woche hatte ich mal wieder mein Jahresbewertungsgespräch mit meinem Chef. Da ich den noch von früher kannte und er damals schon mit mir zufrieden war, hatte ich da auch keine großen Bedenken. Durch einen Mitarbeiterwegfall hab ich einige Aufgaben geerbt. Darunter auch ein paar nervenaufreibende Projekte. Aber alles in allem hab ich mich wohl wieder relativ schnell eingefunden und versucht Dinge voranzutreiben und nicht ewig herumliegen zu lassen. Das ist meinem Chef wohl auch aufgefallen und es gab viel Lob und wieder ein paar Prozentpunkte mehr und damit mehr Gehalt.
Dabei habe ich die Gelegenheit auch genutzt, um meine Pläne für nächstes Jahr mal anklingen zu lassen. Nämlich eine 4-Tage-Woche im Hauptgeschäft und so einen Tag in der Woche freizuhaben. Im Idealfall kann ich diesen Tag dann mit Freelancer Aufträgen füllen. Im schlechtesten Fall hab ich an diesem Tag einfach frei. Die Idee ist noch nicht komplett ausgereift, aber so ist mal der Plan.
Da ich als Freelancer anstrebe auch mehr für Geschäftskunden zu arbeiten, ist es sinnvoll meinen Kleinunternehmerstatus auf Vollunternehmer zu ändern. Sprich ab nächstem Jahr werde ich auf meinen Rechnungen dann die Mehrwertsteuer ausweisen. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass ich bei Ausgaben auch Mehrwertsteuer abziehen kann und so manches günstiger bekomme. Ob ich die magische Grenze von 22.000 Euro Umsatz dann erreiche, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Da dieser Entschluss aber mittlerweile doch etwas ernster wird, hab ich nun das erste Mal in meinem Leben Bedarf für einen Steuerberater. Deshalb hab ich mal rumgefragt und einen Steuerberater empfohlen bekommen. Nächsten Dienstag hab ich schon einen Termin bekommen.

Jetzt hab ich mir einfach vorgenommen bis zum Oktober / November Vorbereitungen zu treffen zwecks Statuswechsel vom Nebengewerbe. Dann muss ich mal konkret den Markt beobachten, ob es auch tatsächlich kleinere Freelancer Aufträge gibt, die vielleicht nur einen Tag in der Woche benötigen. Ja und dann kommen wieder die Einkommensgrenzen. Durch die Reduzierung vom Hauptjob von 100 % auf 80 % rutsche ich wieder unter die Beitragsbemessungsgrenze. Ist dann Krankenversicherung, Rentenversicherung wieder relevant im Nebengewerbe?
Aber irgendwie freue ich mich auch auf diese Zeit. Es ist einfach toll, wenn man Aufträge hat, der Kunde zufrieden ist und man dann auch eine Rechnung schreiben und diese auch bezahlt wird. Klar es ist auch nicht immer gleich so einfach, dass jeder sofort sagt: "Hey Tobi, ja ich habe Bedarf, komm doch mal vorbei." Es gibt auch die normalen Reaktionen. Zuerst ganz interessiert und wenn man dann mit konkreten Aussagen kommt, ist das Interesse doch weg.
Eine Anfrage habe ich auch bewusst nicht angenommen, da ich es zeitlich nicht hätte leisten können.
Von dem her muss ich mir das Ganze richtig gut überdenken. 80 % Gehalt bedeutet auch weniger sicheres Einkommen. Ich muss meine Ausgaben also auch im Blick behalten. Der Reiz durch die gewonnene Freiheit, aber auch immer mal wieder andere Kunden und Arbeitsweisen kennenzulernen ist einfach da.

Falls ihr also gerade Bedarf an IT-Consulting im Office 365 Bereich habt: Hier findet ihr meine Kontaktdaten.

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