Nobody knows but Jesus

Diese Überschrift beschreibt mein Leben irgendwie ganz gut. Ich weiß nicht was der Morgen bringt, die Arbeit, das Leben, die Mopped Ausfahrt, die Feuerwehr oder was auch immer außer Jesus eben!
Nachdem ich vom Oktober bis Februar kurz mal bei einem Arbeitgeber war, der die Energiewende vorantreibt, bin ich nun wieder zurück bei meinem alten Arbeitgeber. Um es nochmal klarzustellen. Der Arbeitgeber in Tübingen ist ein guter Laden, nicht unbedingt klein und die DU Kultur ist definitiv gut. Am Ende war das ERP System aber für mich einfach zu frustrierend und wirklich andere Alternativen hab ich auch nicht gesehen.
Deshalb bin ich nach ein paar Versuchen, woanders unterzukommen, wieder zu meinem alten Arbeitgeber in Leinfelden gegangen. Die meinten ja damals bei meinem Weggang: „Jetzt probieren se es halt mal woanders und wenn nicht, kommen se eben wieder! :) “ Das hab ich gemacht und mich dann im Januar / Februar wieder gemeldet, ob ich doch zurück kommen darf. Der alte Chef hat sich dann erstmal entschuldigt, dass er sich so spät gemeldet hat. Genau zum Zeitpunkt meiner Mail ist er krank geworden. Aber dann hat er sich gefreut und wir haben erstmal telefoniert. „Jo in der Entwicklung könnten wir dich tatsächlich gebrauchen.“ Die sind in der Tat unterbesetzt.
Ziemlich spannend war auch die Einladung zum „Vorstellungsgespräch“ per Teams. Die Firma nutzt halt schon immer Lotus Notes und hat darin alles mögliche verbastelt. Unter anderem auch eine Art Wiki mit Hilfeartikeln, Bedarfsanforderung oder Zeitrückmeldungen. Naja so wie man sich eben eine Software aus den 90ern / 2000ern vorstellt. Die Maildatenbank ist dagegen wirklich schnell und nicht so ätzend langsam wie Outlook. Bei einem maximalen Mailspeicher von 1 GB pro User aber auch irgendwie verständlich! :)
Bei meinem Weggang im September war Teams einfach noch der Teufel für die Firma und Webex das Beste. Dann haben se aber doch mal die Preise verglichen und von Oktober bis Dezember musste dann plötzlich für die ganze Firma Teams eingerichtet werden. Die Integration in den Notes Kalender ist tatsächlich relativ einfach geworden. Man muss nur einmal mit einem Plugin eine Teams Einladung erstellen. Diese wird dann verschickt. Allerdings muss man diese Teams Einladung auch direkt über den Notes Kalender aufrufen. Dann öffnet sich ein Browser und Teams geht auf… Jo voll bequem und einfach überhaupt und sowieso!
Aber immerhin haben sie nun Teams im Einsatz. Natürlich wurde erstmal alles komplett deaktiviert was geht oder auch nicht geht. Dabei wurden wohl nun auch die Option wegkonfiguriert, welche dafür sorgt, dass der Teamsclient im Besprechungsraum keine Besprechungen mehr vom Kalender anzeigen kann. Da kommt einfach nur noch die Meldung „Kalender kann nicht abgerufen werden.“ Der Dienstleister welcher den Besprechungsraum mit den Kameras, Monitoren, der Mikrofonierung (sogar an der Decke) und dem Teamsclient aufgebaut hat, kommt mit seinem eigenen Teams User rein. Damit funktioniert auch die ganze Funktionalität. Das Lustige ist: Irgendwann hat dies auch mal mit dem internen User von uns getan, aber dann wurde wieder viel umgestellt und es tat nicht. Da ich dies nicht angefangen habe mach ich es auch nicht weiter und bin nun vielleicht ein bisschen gehässig. Aber das hat sich mein lieber Kollege selbst eingebrockt. So verbogen wie dieses Teams ist, war zuletzt nur das ERP System vom letzten Arbeitgeber in Tübingen. Jetzt sind se eh grad dran und machen vieles. Ab und zu kommt der Kollege mal wieder vorbei und ich soll mich per Powershell verbinden und Dinge checken. Jo, geht dann natürlich auch erstmal sehr schwierig. Weil einfach immer ALLES geblockt ist. Microsoft ist natürlich böhse!!1! Irgendwann geht es dann natürlich doch, wenn ich lieb darum bitte. Aber bisher hat es noch keinen wirklichen Durchbruch gebracht. Aber Microsoft ist schon involviert. Ich hoffe, die finden irgendwo eine Lösung. Da bin ich tatsächlich recht optimistisch, weil der Microsoft Support hier tatsächlich immer mal wieder gute Support Agents am Start hat.
Aber fangen wir nochmal von vorne an. Ich wurde als DevOps eingestellt. Also um die Entwicklung zu unterstützen und Cognos BI zu übernehmen und mich in Jira einzuarbeiten. Aber da ich natürlich vorher im ERP Bereich, der Netzwerktechnik und Office 365 Umfeld der Töchter aktiv war, sollte ich erstmal dort wieder helfen.
Nach meinem Weggang im September letzten Jahres sollten nämlich zwei neue Kollegen kommen. Einer für das ERP / CRM System und einer für den Office 365 / MDM Bereich. Der ERP Kollege ist seit Dezember da und immer noch hier. Der Office 365 / MDM Kollege hat es nur von Januar bis Ende Februar dort ausgehalten. Gut vielleicht war die Sprache auch ein bisschen problematisch. Er hat nur Englisch gesprochen und fand vielleicht die Struktur dann doch zu seltsam! Also war natürlich gleich am ersten Tag klar: „Hey Tobi schön dass Du wieder da bist. Kannst Du uns bitte nochmal im ERP Bereich aufschlauen und im Töchterbereich aushelfen.“
Jo hab ich dann gemacht. Dann so unter Hand von manchen Kollegen erfahren: „Wie Du schaffst echt wieder 40 Stunden? Ich hab ja reduziert, eigentlich wollte ich ja wechseln. Aber da verdien ich halt deutlich weniger.“ Ein anderer Kollege mit dem ich zukünftig mehr zusammen arbeiten sollte meinte dann: „Du Tobi ich muss Dir mal was beichten: Ich kündige hier und geh dann bald mal auf Reisen.“ Das hat mich dann doch etwas nachdenklich gemacht. Der erste Kollege kam vor 5 Jahren zur Firma dazu. Der zweite der auch Entwickler ist, ist über 10 Jahre dort und hat auch seine Ausbildung dort gemacht. Wenn 2 so Urgesteine solche Gedanken haben ist es schon irgendwie bemerkenswert. Jo die Zusammenarbeit mit der Führungskraft ist auch nicht immer einfach. Aber zumindest mit mir hat es dann irgendwann besser geklappt. Vielleicht weil ich schon damals immer wieder ein Wackelkandidat war und es auch einfach recht offen kommuniziert habe und manchmal auch manche Entscheidungen widersprochen habe. Andere haben sich irgendwann scheinbar angepasst oder resigniert. Es ist eben eine konservative Firma. Aber sie werden so langsam auch modern und lassen immerhin ein paar Cloudfirmen zu. Dafür gibt’s halt einen Tarifvertrag mit vielen Vorteilen und recht guter Bezahlung.
Einerseits wollte ich wieder zurück weil es eben doch manche sinnvolle Strukturen gibt und vor allem das Gehalt wirklich sehr gut ist. Andererseits denk ich jetzt nach dem ersten Monat wieder. Jo gut, ist Arbeit und bringt die Kohle auf den Tisch. Aber irgendwie macht mein Nebengewerbe echt auch richtig viel Spaß. Mal schauen wie lange ich brauche um mit meiner Selbstständigkeit mal die 1000 Euro oder 5000 Euro Umsatzmarke zu knacken. Aber bisher ist das eben wirklich richtig abwechslungsreich und spannend. Es ist tatsächlich ein Bedarf da, da sich irgendwie einige Angestellte auf die alten Tage doch noch selbstständig machen. Sie sind gut in dem Bereich was sie machen wollen, aber mit der IT wird es eben doch schwierig. Office 365 ist da vielen ein Begriff, aber wenn man mal ein privates Konto hatte und dann auf ein Geschäftskonto wechselt, wird einem erstmal wirr im Kopf. Da haben dann so kleine Hansel wie ich relativ einfache Hand. Den Leuten zuhören was sie wollen: Ein einheitliches Konto mit eigener Domain auf mehreren Geräten. Einmal kurz einrichten und erklären. Solche Leute sind auch bereit Geld dafür zu investieren, weil sie es auch wertschätzen. Das schwierige ist aktuell eher: Mich kennt noch kaum jemand! Aber gut, dass ist am Anfang oft so. Deshalb ist Mund zu Mund Propaganda sehr viel wert. Und dafür bin ich meinen Kunden auch dankbar. So baut sich auch für mich immer mal wieder ein kleines Netzwerk auf. Ich kenne jemand, der was kann und höre vielleicht jemand, der etwas braucht. Andere sprechen mit anderen und erzählen sich ihre Probleme und dann meint der eine: „Hm, dafür kenn ich jemand. Ruf den halt mal an!“ 

Ganz ehrlich: Vor meinem Beginn im März hatte ich voller Überzeugung für mich gesagt. „Gut bei dieser Firma bleibst dann nochmal 10 Jahre und dann siehst weiter.“ Aber nachdem ein paar für mich auch recht wichtige und gute Kollegen gemeint haben, dass sie kündigen wollen oder nun auch machen, bin ich nicht mehr so ganz sicher.

Und dann war heute ja noch der 1. April. Also gleich ins Büro gefahren, den Rechner hochgefahren und ich wollte mich anmelden. Dann kam die Meldung: „Ihr Benutzerkonto ist abgelaufen.“
Na gut, dann ist wohl meine Probezeit nicht gut abgelaufen. Aber am Ende war es wohl doch nur ein Problem, dass dieser Haken aus Versehen gesetzt wurde. Bei einem anderen Kollegen übrigens auch, aber der war heute krank.
Kurz hab ich dann gedacht: „Na gut, dann geh ich halt wieder und probier doch intensiver meine Selbstständigkeit.“
Aber dann wurde ich wieder entsperrt und ich hab doch weitergearbeitet!

Also macht das Beste daraus. Wer vor der Entscheidung steht eine Ausbildung zu machen: Quantenmechaniker steht hoch im Kurs.

In diesem Sinne: Keiner weiß was die Zukunft bringt, außer Jesus. Und der ist die meiste Zeit doch relativ wortkarg. Aber im Nachhinein sind viele Lebenswege doch wie immer passend zu meinem Lieblingsspruch:

Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Der Mensche dachte, Gott lachte.

ALLES wird gut!

Kleine Rückschau aufs Nebengewerbe

Wer mich kennt weiß, dass ich nicht unbedingt der Extrovertierte Mensch bin. Deshalb hab ich mir damals echt lange überlegt ob ein Nebengewerbe für mich überhaupt Sinn macht. Angefangen hat dies aber dann bereits letztes Jahr im Frühjahr als ein Feuerwehrkamerad auf mich zu kam und Hilfe bei Teams und E-Mail Organisation wollte. Ich hab es mir angehört und am Ende gab es dann plötzlich nen Schein. Ein paar Monate später hat er wieder angerufen und sich gemeldet, dass er nochmal Hilfe braucht. Diesmal hab ich sogar einer Kollegin aus seinem Netzwerk geholfen, weil sie manche Mitglieder in Teams nicht mehr einladen konnte. Das spannende war hier auch, dass Sie einen Mac benutzt. Also haben wir gemeinsam ins Admin Center durchgeschaut und recht schnell die Lösung gefunden. Dazu noch ein paar Fragen zu WordPress und Webhosting und kleine Hilfen dazu. Am Ende saßen wir dann doch wieder 3 Stunden zusammen und es gab wieder ein paar Euros. Diesmal aber schon im 3 stelligen Bereich. Und seine Kollegin meinte schon so: „Tobi melde dich doch einfach mal bei mir, dann kannst Du mir sicherlich auch helfen.“ Also hab ich so über den Sommer überlegt ob ich nun wirklich ein Gewerbe anmelden soll oder nicht. Ich habe dann recht schnell herausgefunden, dass der Aufwand sich relativ in Grenzen hält. Ende Oktober / Anfang November hab ich mich dann mal mehr damit auseinander gesetzt. Vor allem weil dann auch ein sehr guter Freund unabhängig von mir auf die gleiche Idee kam ein Gewerbe zu gründen. Also hab ich auch den Schritt gewagt. Ich hatte ja immer schon zwei mal Geld bekommen, was ich als Einnahmen verbuchen konnte. Immerhin im unteren 3 stelligen Bereich. Irgendwann hab ich dann auch noch ein Logo designt und Visitenkarten drucken lassen. Die Visitenkarte hab ich dann einfach mal in meinem Status gepostet und schon kamen einige Reaktionen. Neben einigen Glückwünschen eben auch schon die erste Anfrage ob ich meine Dienstleistung auch für ältere Leute anbiete. Das war dann spannend, da die Personen auch direkt aus der Gemeinde kamen. Da hatte ich dann doch so ein bisschen Hemmungen. Aber nach einem Telefonat zur Abklärung was gewünscht ist, war die Sache recht klar: „Tobi, jede Arbeit ist seines Lohnes würdig.“ :) Sie wollten einen Laptop mit dem sie ins Internet können und endlich die Nachrichten per E-Mail auch lesen können und den Gottesdienst mitverfolgen können. Also einen Laptop rausgesucht, gemeinsam zum örtlichen Computer Händler gelaufen dort angeschaut und schon festgestellt, dass für die Augen ein 17″ doch besser als ein 15″ ist. Diesen gekauft und daheim noch kurz eingerichtet mit einem E-Mail und Schreibprogramm, den Drucker angeschlossen und ein paar Dinge erklärt. Danach waren sie schon sehr glücklich und es funktioniert bis heute noch gut. Es gab noch zwei Rückfragen seither, aber ansonsten funktioniert es einfach…
Ich hab dann aber trotzdem nicht meine komplette Arbeitszeit berechnet. Ich meine es waren dann irgendwann so 4-5 Stunden, wovon ich 3 berechnet habe. Für einen fairen Stundensatz. Aber doch schon eine Rechnung mit 3 stelligem Betrag. ;) Das war dann schon Rechnung Nummer 3.
Die Kollegin mit dem Mac hab ich dann auch mal angeschrieben, dass ich nun auch gegründet habe und ich nun auch Rechnungen schreiben könne. So haben wir uns dann vor Weihnachten auch noch per Teams gesprochen und ich hab ihr geraten ihre Daten doch bitte mal auf OneDrive zu sichern. Ihr Bekannter, der ihr damals zum Mac geraten hatte meinte wohl: „Ach ein Mac braucht kein Backup. Da geht nichts verloren.“ Grundsätzlich geb ich im Recht. Macs sind meistens stabiler als Windows. Aber die Datenträger sind nach wie vor physikalisch und können auch jederzeit kaputt geben. Da sie eh Office 365 im Einsatz hat und per Teams auch schon eine Datenablage für ihr Netzwerk hat, war OneDrive immerhin ein Pseudo Backup. So kann sie ihre wichtigsten Daten dort ablegen und im Hintergrund werden diese in die Cloud geschoben und sind dort auch noch verfügbar, wenn ihr Mac tatsächlich mal die Grätsche macht. Diesmal hab ich dann tatsächlich meinen Standard Stundensatz verlangt und so mit 1,5 Stunden fast soviel wie mit dem Aufwand für den Rechner verlangt. Das war dann immerhin schon Rechnung Nummer 4. Alles in allem hab ich dann durch die ersten beiden Rechnungen fast wieder meine Kosten für Gewerbeanmeldung, Logo, Visitenkarten und QR Code drin gehabt und durch die beiden anderen Rechnungen einen netten ersten Gewinn gemacht.
Das war dann vor Weihnachten als die 3. und 4. Rechnung tatsächlich auch auf meinem Konto waren ein sehr cooles Gefühl. Während ich für meinen Standard Stundensatz als Angestellter fast 3 Stunden schaffen muss und nach den Abzügen (Steuer und Sozialversicherung) trotzdem nur die Hälfte übrig bleibt, ist es im Nebengewerbe wirklich angenehm. Das kann ich natürlich auch nur deshalb machen, weil ich noch durch meine Anstellung im Hauptjob bereits sozialversichert bin. Außerdem muss ich dank der Kleinunternehmerregelung innerhalb der Umsatzgrenze von 22.000 Euro keine Umsatzsteuer berechnen und keine Gewerbesteuer zahlen. Und der Aufwand für die Buchhaltung hält sich in Grenzen. Für die Steuer ist nur eine EÜR notwendig. Ich hab mich eben für Papierkram.de als Buchhaltung entschieden. Als langjähriger Kassierer ist das Ganze nun auch kein Hexenwerk mehr. Ich brauch einfach für jeden Vorgang einen Beleg und muss es verschiedenen Konten zuordnen. Die EÜR wird dann automatisch erstellt.
Doch dann war das letzte Jahr schon rum und ich hab mich erstmal nicht mehr weiter gekümmert. Ich hab zwar hin und wieder noch bei Bekannten / Freunden ein paar Netzwerkdosen angeschlossen. Aber das war dann rein privat als Freundschaftsdienst. So hab ich mir letztes Jahr noch überlegt wie ich meine Visitenkarten loswerde. Einfach mal eine schöne Schokolade nehmen, meine Visitenkarte draufkleben und dann an ein paar Bekannte verteilen. So werde ich bekannt und vielleicht beißen dann auch ein paar Leute drauf an?
Jo das hat so ein bisschen mäßig geklappt. Es gab dann ein paar Anfragen, die dann aber leider nichts mehr geworden sind. Aber ein anderer Feuerwehrkamerad dem ich auch letztes Jahr die Schokolade in den Briefkasten geworfen habe hat sich neulich noch gemeldet. Er hätte da einen Laptop, der nicht mehr funktioniert und wo man Windows installieren müsste. Jo hier wieder das übliche Vorgehen: Installiert, Kaffee getrunken und den ermäßigten Stundensatz vorgeschlagen. War einverstanden damit, also alles OK. Vielleicht empfiehlt er mich sogar weiter. ;) Rechnung Nummer 5.
Ein anderer hat sich dann auf die Schokolade gemeldet und gemeint, dass STRG + C und STRG + V nicht geht. Heute mal angeschaut und nach 2 Minuten festgestellt, dass einfach die linke STRG Taste nicht mehr tut. Dafür tut die rechte STRG Taste. Da ich von Hardware lieber meine Finger lasse, konnte ich nicht helfen. Na gut, eben einen Kaffee getrunken und keine Rechnung geschrieben.
Dafür hatte der erste Feuerwehrkamerad noch Fragen zu seiner Website, die er nicht selbst beantworten konnte. Also wieder eine Stunde gesessen und auch eine kleine Rechnung geschrieben. Rechnung Nummer 6. Und die Kollegin vom Netzwerk hatte mich dann Ende Januar nochmal angerufen, dass OneDrive plötzlich nicht mehr geht. In diesem Fall hat OneDrive leider den Client geändert, dass die Daten nun immer nur Online sind. Wenn man diese explizit auch lokal vorhalten will, muss man dies explizit anklicken. Außerdem waren auch noch ein paar andere Themen offen.
Diesmal fast 3 in zwei 2 Terminen gearbeitet und dann die Rechnung Nummer 7 geschrieben. Eventuell empfiehlt sie mich auch noch weiteren Netzwerk Kollegen weiter. Und so finden sich dann doch immer wieder Aufträge und am Ende kommt Umsatz rein.
An und für sich ist das alles dann doch gar nicht so schwer. Ich muss nur etwas selbstbewusster auftreten und ganz klar sagen, was ich verlange. Bisher gab es dabei auch noch keine Diskussion („Was SOOO viel?„). Also macht mir das auch klar, dass ich keine Mondpreise verlange.
Ich hab mir auch zwei Preisstrukturen überlegt. Für Unternehmer meinen Standard Stundensatz und für private Kunden (bisher waren dies auch meistens Bekannte) eben den ermäßigten Stundensatz. Ich bin dabei auch immer noch sehr fair und runde auch mal manche Stunde ab. Am Ende macht es einen zufriedenen Kunden und ist gut für die weitere Zusammenarbeit.
Der Februar ist noch nicht vorbei und ich hab schon wieder meine ersten 3 Rechnungen geschrieben für verhältnismäßig wenig Zeitaufwand. Mal schauen, was dieses Jahr noch so an Aufträgen bringt, aber den 4-stelligen Umsatzbereich werde ich sicherlich noch knacken. Ein Drittel davon hab ich schon geschafft.

Mundpropanda ist übrigens bisher das was am besten funktioniert hat. Ich hab zwar mittlerweile auch meine Website am Start. Aber da kam noch keine einzige Anfrage rein. Irgendwann muss ich dafür auch noch ein schickes Foto machen lassen und rein stellen.

Website für mein Nebengewerbe ist online

Zwischen den Tagen habe ich meinen Webhostingprovider gewechselt und gleichzeitig auch meine Website fürs Nebengewerbe aufgebaut. Zuerst dachte ich an eine ganz einfache Website mit Javascript und Bootstrap. Am Ende ist es aber dann doch wieder eine eigene aber feine WordPress Installation geworden. Die Wahl des Themes ist auch immer eine Frage für sich. Ich wollte unbedingt etwas sehr schlichtes, da ich nicht viel zu zeigen habe. Die Wahl fiel dann auf Tove. Sehr schlank und auch grafisch bearbeitbar. Das hat anfangs auch ein paar Bauchschmerzen ausgelöst. Aber nun sieht es meiner Meinung recht gut aus. Man sieht auf einen Blick was ich so anbiete und es ist ein Kontaktformular vorhanden.
Falls also jemanden kennt, der mal Hilfe benötigt: Aichele IT Consulting kann euch sicherlich weiterhelfen.

Papierkram.de – Eine einfache Buchhaltungssoftware

Transparenz Hinweis:
Dieser Post enthält Sponsoren Links zu Papierkram.de. Wenn ihr diese Links anklickt landet ein Cookie bei euch, welches mittrackt ob ihr euch vielleicht darüber bei Papierkram.de anmeldet. Solltet ihr euch darüber anmelden und ein Abo abschließen, bekomme ich einen kleinen Teil als Vergütung. Da ich aber selbst Papierkram.de verwende bin ich davon überzeugt und kann es euch reinen Gewissens empfehlen. ;)

Ich habe ja letztes Jahr ein Kleingewerbe gegründet und angemeldet. Damit kommen natürlich auch kleinere Steuerpflichten auf mich zu. Ich muss zusätzlich zu meiner Einkommenssteuererklärung auch noch die EÜR (Einnahme-Überschuss-Rechnung) anfertigen und abgeben. Auf den ersten Blick sieht das eigentlich recht einfach aus, auf den zweiten Blick ist man dann doch froh wenn man ein Buchhaltungsprogramm nutzt, welches einen dabei unterstützt. Ich habe mich bewusst einmal für ein Cloudprogramm entschieden, weil ich mir erhoffe, dass mit der Zeit auch eine App herauskommt, welche mir von unterwegs schon einige Dinge annehmen kann. Außerdem muss ich mich damit nicht mehr zwangsläufig um das Backup darum kümmern und es läuft im Idealfall unabhängig vom Betriebssystem überall.
Herausgekommen ist nach einer kleinen Recherche und Tipps von hier: Papierkram – Buchhaltung neu gedacht (Affilliate Link)
Papierkram.de kostet zwar 8 Euro netto im Monat, aber dafür sind schon alle wichtigen Tools zusammen:
– Eine Stammdatenverwaltung für Kundendaten
– Einnahmen Management (Angebote, Aufträge, Lieferscheine, Rechnungen und Mahnungen schreiben)
– Ausgaben Management (Alle Eingangsrechnungen erfassen mit der Möglichkeit die PDFs oder Scans direkt zu hinterlegen)
– EÜR
– Cashflow anzeigen

Es ist damit wirklich sehr einfach gehalten und ist damit für Unternehmen mit Bilanzierungspflicht nicht unbedingt geeignet, da eine Bilanz nicht erstellt werden kann. Man kann aber die Daten auch als DATEV Export bereitstellen. Und die GoBD wird eingehalten. Außerdem kann man einen Steuerberaterzugang einrichten, damit dieser auf die vorsortierte Buchhaltung zugreifen kann.
Ein kleines Manko hatte ich letztes Jahr noch entdeckt, als ich die Fahrtkosten zum Kunden noch als Ausgaben einführen wollte. Es gibt momentan noch kein Reisekostenmodul. Das wäre in der Tat noch ein tolles Feature. So musste ich einfach nur die Ausgabe so eintragen mit einem kleinen Verweis zur Rechnung um es logisch zu sehen.

Meine Anforderungen sind nicht besonders hoch, da ich ausschließlich Dienstleistungen anbiete. Angebote habe ich bisher noch nicht geschrieben, sondern mündlich meine Kosten abgeklärt. Falls Du selbst viel mit Waren arbeitest bin ich mir nicht ganz sicher ob Papierkram das richtige Tool ist. Die Waren und Dienstleistungsverwaltung ist sehr einfach gehalten. Mehr als einen Preis, Steuerschlüssel, Menge und Artikelbezeichnung lässt sich nicht eintragen. Für meine Dienstleistungen passt dies meistens gut.
Für Dienstleister sehr passend ist die Zeiterfassung. So kann man schon recht zeitnah seine Zeiten für den Kunden erfassen und diesen „Stundenzettel“ wenn gewünscht auch an die Rechnung anfügen. Aus der Zeiterfassung heraus lässt sich auch direkt eine Rechnung erzeugen. Dabei wird im Hintergrund schon die passende Dienstleistung gezogen.

Jo theoretisch kann man all diese Schritte auch alles händisch in Excel und Word erledigen oder einfach eine Open Source Software verwenden. Ich habe mich aber ja bewusst dafür entschieden. Ich finde die 8 Euro netto pro Monat fair und angemessen. Der Support reagiert recht schnell und kompetent. Und sie wissen scheinbar auch noch um ihre Schwächen. Das Reisekostenmodul soll noch in naher Zukunft reinkommen.
Vor allem die Vorlage für die EÜR ist eine gute Hilfe bei der Steuererklärung.

Ich finde es auch sehr erstaunlich, dass mir die Buchhaltung doch soviel Spaß macht. Irgendwie ein tolles Gefühl wenn man für vergleichsweise wenig Arbeit etwas höhere Rechnungen schreiben kann. Und am Ende noch ein paar Stellen finden, womit man den Gewinn für die Steuer etwas senken kann. Beispielsweise durch die Fahrtkostenpauschale mit dem Privat-PKW zum Kunden. Ich finde es fair Steuern zu bezahlen, aber an den Staat hab ich trotzdem nichts zu verschenken. :)
Die jahrelange Kassierer Erfahrungen scheinen sich nun endlich mal auszuzahlen.

Quelle: Das Papierkram Logo ganz oben im Text ist Eigentum von Papierkram – Buchhaltung neu gedacht (Affiliate Link)

Nebengewerbe ist gegründet

Nachdem ich Anfang November schon mal geschrieben habe, dass ich mir überlege ein Nebengewerbe anzumelden habe ich nun Taten folgen lassen.
1. Gewerbe bei der Stadt anmelden. CHECK!
2. Steuernummer beim Finanzamt anfordern. CHECK!
Leider dauert es noch ein bisschen, bis ich da endlich Bescheid bekomme.
3. Krankenversicherung abgeklärt ob eine Versicherungspflicht fürs Nebengewerbe besteht. CHECK!
4. Von der Unfallkasse ein Schreiben bekommen, dass ich beitragsfreies Pflichtmitglied bin. CHECK!
5. Domain registriert und provisorisch mit Inhalt gefüllt. CHECK!
6. Logo erstellt und Visitenkarten bestellt. CHECK!
7. Erste Rechnung schreiben! IN ARBEIT!

Irgendwie fühlt sich das gerade richtig gut an!

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