Windows 11 und mehrere Windows Partitionen

Neulich war ich mal wieder bei einem Kunden im Rahmen meiner Nebentätigkeit als Aichele IT Consulting unterwegs. Der hatte einen etwas älteren Rechner aus 2014 am Start. Anfangs muss da wohl mal Windows 8.1 drauf gewesen sein. Dann wurde im Laufe der Jahre mal ein Update auf Windows 10 vorgenommen. Irgendwann muss die Kiste auch mal komplett am Ende gewesen sein, weshalb eine neuere SSD eingebaut wurde. Die alte SSD wurde aber drin gelassen, da hier noch Daten drauf waren und der Kunde diese vielleicht irgendwann brauchen konnte.
Nun waren also 2 Windows Partitionen verbaut und das Ganze muss wohl unter Windows 10 immer gut funktioniert haben. Nun kam aber der Oktober und Windows 10 bekommt seitdem offiziell keine Windows Updates mehr. Also hat es sich angeboten auf Windows 11 upzugraden. Das ging mit dem Trick das Windows 11 Setup als Server auszuführen gut. Dabei muss aber wohl die Windows Installation auch die alte Windows 10 Installation noch erkannt haben und hatte somit dann für Probleme gesorgt.

Was hab ich nun getan? Nun erstmal versucht mit mehreren Windows 10 und Windows 11 USB Sticks zu booten. Das ging immer soweit, dass es geladen hat, aber dann nur blau bzw. violett wurde und nicht weiter ging. Der normale Bootvorgang hat mal normal gestartet und der Kreisel hat sich auch nach 15 Minuten noch gedreht. Beim zweiten Mal kamen dann immer ein automatischer Reparaturversuch, der auch nach 30 Minuten nicht weiter ging. Verschiedene Versuche das Legacy BIOS auf UEFI umzustellen halfen auch nicht. Am Ende hab ich einfach einen Ubuntu 24.04 Stick genommen und gebootet. Siehe da, der hat sich nicht von den Windows Probleme beeindrucken lassen und ist einfach durchgestartet. Ich habe damit dann auch die richtige Windows Partition gesehen und hab mal probehalber die Hiberfil.sys (Ruhezustandsdatei) gelöscht. Danach versucht das Windows von der SSD zu booten und siehe da, es ging wieder weiter. Es kamen dann wirklich die normalen Reparaturversuche und lief aber dann durch. Danach sich normal an Windows angemeldet und der Kunde war wieder drin. Dann im Gerätemanager geschaut welche Platten verbaut sind. Die automatische Reparatur hat tatsächlich die Wiederherstellungspartition der alten SSD angemeckert und versucht zu reparieren. Also noch ein letztes Backup der Daten der alten SSD gemacht. Dann alle Partitionen gelöscht und Windows heruntergefahren. Zum Abschluss haben wir die SSD ausgebaut und somit wirklich auch als Fehlerquelle beseitigt. Siehe da, der Rechner fuhr wieder normal hoch. :) Ganz ohne automatischen Reparaturversuche. Die letzten Windows Udpates und Treiberupdates gingen auch gut durch.

Der Rechner ist zwar schon insgesamt etwas träge, aber das liegt einfach auch ein bisschen am Alter. 12 Jahre merkt man einfach irgendwann, trotz SSD, relativ schneller CPU und 32 GB RAM.

Aber was ich nicht nachvollziehen kann: Warum lässt eine IT-Fachwerkstatt eine alte SSD eingebaut? Klar, der Kunde hat darauf bestanden, dass er diese Daten noch haben will. Aber dann hätte ich die Daten eben auf einen USB Stick gezogen und so zur Verfügung gestellt. Wenn die alte SSD nicht mehr verbaut und angeschlossen gewesen wäre, wäre der Fehler nach dem Windows 11 Upgrade gar nicht erst aufgetreten. ;)

Egal, wieder was gelernt!

Aichele IT Consulting Q1-Q3 2023

Nachdem das Jahr 2023 nun wieder in den Endspurt geht (Heiligabend ist in weniger als 3 Monaten, also denkt an die Geschenke. ), ist es mal wieder spannend, ein Zwischenfazit zu ziehen.
Denn wenn ich zurückschaue, hatte ich im Sommer 2022 mal einen ganz anderen Plan für 2023 im Kopf. Ein bisschen hatte ich deshalb auch im Nebengewerbe vorbereitet. Beispielsweise den Schritt vom Kleinunternehmerstatus (keine MwSt auf Rechnungen ausweisen müssen bis 22.000 Euro Jahresumsatz) zum Vollunternehmer (Rechnungen mit MwSt. ausweisen und damit teurer für den Kunden, aber auch der Vorteil von den Ausgaben die MwSt. abziehen zu dürfen! ) vollzogen. Da mein Kundenkreis sowieso hauptsächlich aus Selbstständigen bestand und nur ab und an mal private Leute dabei waren, macht dies kein großer Unterschied. Es ist sogar eher positiv. Meine Unternehmenskunden können nun endlich auch die MwSt. von meiner Rechnung abziehen und müssen so etwas weniger MwSt. ans Finanzamt abdrücken.
Wenn ich wirklich den Schritt gewagt hätte und statt 5 Tage nur noch 2-3 Tage pro Woche als Angestellter gearbeitet hätte und den Rest der Zeit als Freelancer wäre dies eine Voraussetzung gewesen. Große Firmen brauchen richtige Rechnungen. Im Nachhinein hab ich aber auch festgestellt, dass die meisten Freelance Angebote immer mindestens Projekte mit mindestens 3 Monaten Laufzeit sind und eher 80-100 % Auslastung haben. Ich hätte also mit meinen 40-60 % Auslastung pro Woche eher kaum Projekte gefunden.
Wie man ja in dem letzten Beitrag zum Thema Arbeit lesen kann, bin ich inzwischen doch zur Stadt Calw gewechselt. Wie eben eine schwangere Frau sagen würde: "Ich weiß nicht, wie das passieren konnte."
Nach anfänglichem Gefrotzel bin ich mittlerweile sehr gut bei der Stadt angekommen. Meine Kollegen schätzen mich sehr. Ich schreibe immer wieder humorvolle E-Mails über IT-Themen und man lässt mich einfach machen. Kurzum: Ich bereue den Schritt zur Stadt Calw gegangen zu sein kein Stück. Die brauchen mich und ich darf da gerade richtig viel bewegen. :)

Aber das Spannende ist eben auch, wie sich das Jahr aus Sicht von meinem Nebengewerbe entwickelt hat. Während ich im November 2021 noch kurz Werbung in meinem Whatsapp Status gemacht habe und sogar einen ersten Auftrag bekommen habe, hab ich dieses Jahr bewusst keine Werbung gemacht. Trotzdem kamen bisher schon 13 Rechnungen zusammen, die auch bezahlt sind. Bisher hab ich einfach mal 1541 Euro Netto Umsatz gemacht. Das ist natürlich keine Riesensumme, aber ich hab damit einfach nicht gerechnet. Außerdem muss man ja auch erstmal noch die Zeit finden, für Kunden nebenbei was zu arbeiten, wenn man einen Vollzeitjob hat.
Gut, Anfang des Jahres war es schon fast klar, dass ich 2x 240 Euro garantierten Umsatz haben werden. Ich hab für 2 WordPress Seiten in Betreuung, wo ich regelmäßig nach den Updates schaue und somit eben eine Pauschale von 60 Euro netto pro Quartal verlange. Die eine WordPress Seite ist nach dem 1. Quartal dann erstmal herausgefallen. Somit war noch eine Worpdress Seite mit "garantierten" Einnahmen in meiner Pipeline. Deshalb hab ich im 1. Quartal eher noch mit sehr niedrigem Umsatz rumgekrebst und ich dachte: "Jo wird spannend um die Jahreskosten zu begleichen ... " Aber dann kamen plötzlich Bekannte von mir auf die Idee, dass sie mich auch mal anfragen können. "Hey Tobi, komm doch mal vorbei. Ich muss meine Praxis ein bisschen IT-technisch aufmöbeln." Und plötzlich war dann mal ein Auftrag über knapp 8 Stunden am Start. Als Freundschaftspreis hab ich dann statt meinen 80 Euro netto nur 70 Euro netto pro Stunde verlangt, aber hey es war einfach mal gigantisch zu sehen. Einfach mal eine Rechnung schreiben über knapp 650 Euro brutto. Sowas macht man nicht alle Tage. Und natürlich wurde es dann auch bezahlt.
Gut, dann hat mich eine Familie aus der Gemeinde angefragt, ob ich mal beim VPN helfen kann. Das sei immer so instabil. Gut, am Ende waren es dann auch 1,5 Stunden und ich hab 150 Euro brutto dafür bekommen. Einfach mal eine Erhöhung meines Netto Stundensatzes von 80 auf knapp 85 Euro. Gut, das macht man ja auch nicht immer.
Aber es ging dann im Sommer weiter. Ein Feuerwehrkamerad hat mich mal wieder angefragt: "Hey, ich hab hier einen Scanner. Richte den doch bitte mal ein!" Ok, bin dann vorbeigekommen und den eingerichtet. Er wollte dann noch eine LAN Verbindung machen, dazu ist es aktuell aus Zeitgründen noch nicht gekommen. Aber wieder 'ne Stunde berechnen können.
Und dann war wieder die befreundete Familie angefragt, dass sie einen neuen Laptop haben, der eingerichtet werden müsste. Ich hab so gedacht. Na ja, 'ne Viertelstunde müsste reichen. Am Ende waren es dann doch wieder 2 Stunden und statt meinen 190,40 brutto hab ich halt 220 Euro brutto bekommen. Das entspricht einem Nettostundensatz von ca. 92,50 Euro. Und so langsam frag ich mich ein bisschen, ob ich vielleicht nächstes Jahr meinen Nettostunden doch ein bisschen erhöhen soll. Ich meine, die Leute schätzen meine Arbeit und zahlen auch ihre Rechnungen und es ist alles teurer geworden.
Klar 80 Euro ist auch nicht ganz wenig. Aber wenn man in die Werkstatt geht, ist es schon länger immer 125 Euro pro Stunde. Jede Werkstatt verlangt also mehr Geld als ich ITler. Aber das ist dann eine Überlegung fürs nächste Jahr.

Das Coole ist einfach: Ich hab für dieses Jahr gehofft, mal einigermaßen die 1000er-Marke an Nettoumsatz zu reisen. Dass es nun über 1500 Euro sind, ist natürlich richtig toll. Denn so kann ich dieses Jahr auch mal etwas Überschuss in einen neuen Geschäftslaptop investieren und werde trotz allem noch einen Überschuss haben. Ich möchte eher nicht mit einem Verlust das Jahr beenden. Diesen Umstand dem Finanzamt zu erklären, wäre sicherlich nicht ganz so einfach. Dann lieber einen Gewinn machen und ein bisschen was ins Unternehmen investieren. Mal schauen, was es für ein Laptop wird. Ein Thinkpad wäre cool, aber die sind dann doch zu teuer. Aber ein HP ProBook 455 G10 hat was für sich. So ein RJ45 Anschluss am Laptop ist nämlich in den meisten Fällen doch ganz schön praktisch ...

Aber auch meine Homepage hat eine kleine Wirkung bekommen. Letztes Jahr war Sommer mit Freunden in Finnland. Und in der zweiten Woche ruft ein potenzieller Kunde bei mir. Ja er hätte da ein Problem mit seinem Laptop, ob ich den zurücksetzen kann. Da ich nicht in Deutschland war, hab ich ihn auf eine Woche später vertröstet. Gut, da war er dann nicht mehr erreichbar bzw. das Problem hatte sich dann von alleine erledigt. Anfang des Jahres hat sich mal ein Anrufer bei mir gemeldet, dass er gerne besseres Internet haben möchte. Gut, er wohnt halt leider am Ende der Welt und außer Starlink (mit 100 Euro monatlich nicht ganz günstig) gibt es keine wirklichen Alternativen, da auch der Mobilfunk nicht berauschend ist. Konnte also leider auch nicht helfen. Aber er hat sich für meine kurze Mühe bedankt. Diesen September rief dann eine Dame an, dass sie Hilfe braucht um ein Microsoft Konto von ihrem Ex-Mann auf dem PC zu entfernen. Zeitlich hat es mir leider auch nicht mehr gereicht. Hab ihr dann den Tipp gegeben, am besten mal alle wichtigen Daten zu sichern und Windows neu zu installieren. Hat sie dann auch gemacht. Hab mich dann mal 2 Wochen später doch nochmal gemeldet, um freundlich nachzufragen, ob sie noch meine Hilfe benötigt. Es war dann keine Hilfe mehr erforderlich, aber sie hat sich gefreut.
Sprich bei 2 von 3 Anfragen per Google / Homepage konnte ich leider aus Zeitgründen nicht helfen. Einer hat halt einfach Pech am falschen Ort mit schlechtem Internet zu wohnen. So gesehen wären Bewertungen bisher eher negativ zu sehen. Aber da ich zumindest immer versucht habe zu helfen bzw. auch mal noch kurz nachgefasst habe, sollte es trotzdem noch einen guten Eindruck hinterlassen. Sprich, ein Eintrag bei Google mit eigener Website bringt am Ende doch auch noch ein bisschen Mehrwert. Aber am besten würde das Ganze funktionieren, wenn ich vollständig selbstständig wäre. Als Nebenselbstständigkeit kommen halt aktuell einfach ein paar Anfragen, die ich aber dann doch auch oft vertrösten muss.

Es ist trotzdem eine spannende Sache mit der Selbstständigkeit. Als Angestellter bekommt man ein festes Gehalt. Als Selbstständiger ist man eben abhängig von der Auftragslage, kann aber auch durchaus mal größere Gewinnspannen rausziehen. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt. Bisher gibt es keinen langfristigen Plan, die Stelle bei der Stadt Calw an den Nagel zu hängen. Dafür macht das Umfeld aktuell zu viel Spaß und das Feedback ist zu gut.

Die Reise zum Teilzeit Selbstständigen geht weiter

Diese Woche hatte ich mal wieder mein Jahresbewertungsgespräch mit meinem Chef. Da ich den noch von früher kannte und er damals schon mit mir zufrieden war, hatte ich da auch keine großen Bedenken. Durch einen Mitarbeiterwegfall hab ich einige Aufgaben geerbt. Darunter auch ein paar nervenaufreibende Projekte. Aber alles in allem hab ich mich wohl wieder relativ schnell eingefunden und versucht Dinge voranzutreiben und nicht ewig herumliegen zu lassen. Das ist meinem Chef wohl auch aufgefallen und es gab viel Lob und wieder ein paar Prozentpunkte mehr und damit mehr Gehalt.
Dabei habe ich die Gelegenheit auch genutzt, um meine Pläne für nächstes Jahr mal anklingen zu lassen. Nämlich eine 4-Tage-Woche im Hauptgeschäft und so einen Tag in der Woche freizuhaben. Im Idealfall kann ich diesen Tag dann mit Freelancer Aufträgen füllen. Im schlechtesten Fall hab ich an diesem Tag einfach frei. Die Idee ist noch nicht komplett ausgereift, aber so ist mal der Plan.
Da ich als Freelancer anstrebe auch mehr für Geschäftskunden zu arbeiten, ist es sinnvoll meinen Kleinunternehmerstatus auf Vollunternehmer zu ändern. Sprich ab nächstem Jahr werde ich auf meinen Rechnungen dann die Mehrwertsteuer ausweisen. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass ich bei Ausgaben auch Mehrwertsteuer abziehen kann und so manches günstiger bekomme. Ob ich die magische Grenze von 22.000 Euro Umsatz dann erreiche, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Da dieser Entschluss aber mittlerweile doch etwas ernster wird, hab ich nun das erste Mal in meinem Leben Bedarf für einen Steuerberater. Deshalb hab ich mal rumgefragt und einen Steuerberater empfohlen bekommen. Nächsten Dienstag hab ich schon einen Termin bekommen.

Jetzt hab ich mir einfach vorgenommen bis zum Oktober / November Vorbereitungen zu treffen zwecks Statuswechsel vom Nebengewerbe. Dann muss ich mal konkret den Markt beobachten, ob es auch tatsächlich kleinere Freelancer Aufträge gibt, die vielleicht nur einen Tag in der Woche benötigen. Ja und dann kommen wieder die Einkommensgrenzen. Durch die Reduzierung vom Hauptjob von 100 % auf 80 % rutsche ich wieder unter die Beitragsbemessungsgrenze. Ist dann Krankenversicherung, Rentenversicherung wieder relevant im Nebengewerbe?
Aber irgendwie freue ich mich auch auf diese Zeit. Es ist einfach toll, wenn man Aufträge hat, der Kunde zufrieden ist und man dann auch eine Rechnung schreiben und diese auch bezahlt wird. Klar es ist auch nicht immer gleich so einfach, dass jeder sofort sagt: "Hey Tobi, ja ich habe Bedarf, komm doch mal vorbei." Es gibt auch die normalen Reaktionen. Zuerst ganz interessiert und wenn man dann mit konkreten Aussagen kommt, ist das Interesse doch weg.
Eine Anfrage habe ich auch bewusst nicht angenommen, da ich es zeitlich nicht hätte leisten können.
Von dem her muss ich mir das Ganze richtig gut überdenken. 80 % Gehalt bedeutet auch weniger sicheres Einkommen. Ich muss meine Ausgaben also auch im Blick behalten. Der Reiz durch die gewonnene Freiheit, aber auch immer mal wieder andere Kunden und Arbeitsweisen kennenzulernen ist einfach da.

Falls ihr also gerade Bedarf an IT-Consulting im Office 365 Bereich habt: Hier findet ihr meine Kontaktdaten.

OneDrive nicht erlaubte Zeichen

Da ich ja in meinem Nebengewerbe auch Beratung im Office 365 Bereich mache kam ich ja auch mal an OneDrive vorbei. Eine Kundin hat einen Mac und diesen schon sehr lange. Da ihr damals beim Einrichten gesagt wurde, dass Sie kein Backup braucht hat sie mich mal gefragt was man machen könnte. Wenn man Office 365 eh schon nutzt ist OneDrive ja dabei. So fand ich die Idee mal die Daten dort auch reinzuspeichern keine schlechte Idee. So sind die Daten im schlimmsten Fall, wenn der Mac abraucht immer noch in der Cloud. Außerdem auch von anderen Geräten erreichbar.
Ja also dann war die Idee folgende: Wir schon die lokale Ordner Struktur in die Cloud. Das ging eigentlich auch wunderbar. Bis ich nach 2 Monaten mal einen Anruf bekam, dass ein Ordner fehlt. Jetzt muss man dazu wissen, dass es grundlegende Unterschiede auf den Dateisystemen gibt. In der Windows Welt waren schon immer folgende Zeichen im Datei und Ordnernamen nicht erlaubt:

"*: < >? / \ |

Und was hat meine liebe Kundin gemacht. Manche Ordner einfach wie folgt benannt "Kunde 1 \ Kunde 2" (also natürlich anders, aber das \ war im Ordnernamen enthalten). Auf dem Mac ist das kein Problem. Unter Linux soweit auch nicht, aber sobald man versucht diesen Ordner ins OneDrive zu verschieben gibt es Probleme. Er wird schlicht und einfach nicht synchronisiert und wenn einem das nicht auffällt kann dies fatale Folgen haben. Wir hatten während dem Synchronisierung 1 Monat später nämlich mal ein Problem, dass es für den Mac eine neue Clientversion gab. Diese Version hat dann standardmäßig gar nicht mehr alle Dateien lokal vorgehalten, sondern nur noch online. Einfach um Speicherplatz zu sparen. Das hatte dann zur Folge, dass aus welchen Gründen auch immer einfach die Hälfte lokal gefehlt hat aber online verfügbar war. Also hab ich die Synchronisierung nochmals neu eingerichtet und alles aus der Cloud geladen. Dabei ist der einen bestimmte Ordner aufgrund der vielen Unterordner nicht aufgefallen. Gut es ist nochmal gut gegangen. Wir haben den Original Ordner schon in den Papierkorb gesetzt, weil wir gemeinsam meinten dass wir den nicht mehr brauchen. Das war eh schon eine doofe Idee an sich. Ich hatte den alten Ordner nämlich bewusst noch mit ARCHIVDATUM benannt und wollte diesen ursprünglich auch lokal dort lassen. Aber irgendwie meinten wir dann, dass man ja mal "nicht mehr benötigte" Ordner aufräumen könne. Am Ende haben wir den Ordner dann doch noch lokal abgelegt. So kann die Kundin noch hier reinschauen, falls Sie einen alten Ordner oder Datei vermisst. Die Cloud funktioniert nun aber auch gut. Die Versionierung von bestimmten Dateien hat ja auch was für sich. Nur das mit den bestimmten Zeichen wird einem erstmal gar nicht bewusst wenn man nicht regelmäßig in die Fehlermeldungen von OneDrive reinschaut.

Unter Linux gehen solche Dinge ja. Zum Beispiel habe ich mir neulich ein paar Heise Artikel als PDF ausgedruckt um sie später noch lesen zu können. Ubuntu macht dazu einfach die Titelzeile vom Browser als Dateinamen. Und es gab auch sonst keine Probleme. Nur als ich dann später mal diesen Ordner unter Windows synchronisieren wollte, staunte ich nicht schlecht. Diese Dokumente waren einfach nicht da. Im Protokoll stand dann: Dateinamen enthält nicht unterstützte Zeichen. Ja es ist einfach immer wieder lustig zu sehen, dass Windows auch im Jahre 2022 noch bestimmte Zeichen nicht zulässt, während andere Betriebssysteme das schon immer konnten oder zumindest schon sehr lange.

Nobody knows but Jesus

Diese Überschrift beschreibt mein Leben irgendwie ganz gut. Ich weiß nicht was der Morgen bringt, die Arbeit, das Leben, die Mopped Ausfahrt, die Feuerwehr oder was auch immer außer Jesus eben!
Nachdem ich vom Oktober bis Februar kurz mal bei einem Arbeitgeber war, der die Energiewende vorantreibt, bin ich nun wieder zurück bei meinem alten Arbeitgeber. Um es nochmal klarzustellen. Der Arbeitgeber in Tübingen ist ein guter Laden, nicht unbedingt klein und die DU Kultur ist definitiv gut. Am Ende war das ERP System aber für mich einfach zu frustrierend und wirklich andere Alternativen hab ich auch nicht gesehen.
Deshalb bin ich nach ein paar Versuchen, woanders unterzukommen, wieder zu meinem alten Arbeitgeber in Leinfelden gegangen. Die meinten ja damals bei meinem Weggang: "Jetzt probieren se es halt mal woanders und wenn nicht, kommen se eben wieder! :) " Das hab ich gemacht und mich dann im Januar / Februar wieder gemeldet, ob ich doch zurück kommen darf. Der alte Chef hat sich dann erstmal entschuldigt, dass er sich so spät gemeldet hat. Genau zum Zeitpunkt meiner Mail ist er krank geworden. Aber dann hat er sich gefreut und wir haben erstmal telefoniert. "Jo in der Entwicklung könnten wir dich tatsächlich gebrauchen." Die sind in der Tat unterbesetzt.
Ziemlich spannend war auch die Einladung zum "Vorstellungsgespräch" per Teams. Die Firma nutzt halt schon immer Lotus Notes und hat darin alles mögliche verbastelt. Unter anderem auch eine Art Wiki mit Hilfeartikeln, Bedarfsanforderung oder Zeitrückmeldungen. Naja so wie man sich eben eine Software aus den 90ern / 2000ern vorstellt. Die Maildatenbank ist dagegen wirklich schnell und nicht so ätzend langsam wie Outlook. Bei einem maximalen Mailspeicher von 1 GB pro User aber auch irgendwie verständlich! :)
Bei meinem Weggang im September war Teams einfach noch der Teufel für die Firma und Webex das Beste. Dann haben se aber doch mal die Preise verglichen und von Oktober bis Dezember musste dann plötzlich für die ganze Firma Teams eingerichtet werden. Die Integration in den Notes Kalender ist tatsächlich relativ einfach geworden. Man muss nur einmal mit einem Plugin eine Teams Einladung erstellen. Diese wird dann verschickt. Allerdings muss man diese Teams Einladung auch direkt über den Notes Kalender aufrufen. Dann öffnet sich ein Browser und Teams geht auf... Jo voll bequem und einfach überhaupt und sowieso!
Aber immerhin haben sie nun Teams im Einsatz. Natürlich wurde erstmal alles komplett deaktiviert was geht oder auch nicht geht. Dabei wurden wohl nun auch die Option wegkonfiguriert, welche dafür sorgt, dass der Teamsclient im Besprechungsraum keine Besprechungen mehr vom Kalender anzeigen kann. Da kommt einfach nur noch die Meldung "Kalender kann nicht abgerufen werden." Der Dienstleister welcher den Besprechungsraum mit den Kameras, Monitoren, der Mikrofonierung (sogar an der Decke) und dem Teamsclient aufgebaut hat, kommt mit seinem eigenen Teams User rein. Damit funktioniert auch die ganze Funktionalität. Das Lustige ist: Irgendwann hat dies auch mal mit dem internen User von uns getan, aber dann wurde wieder viel umgestellt und es tat nicht. Da ich dies nicht angefangen habe mach ich es auch nicht weiter und bin nun vielleicht ein bisschen gehässig. Aber das hat sich mein lieber Kollege selbst eingebrockt. So verbogen wie dieses Teams ist, war zuletzt nur das ERP System vom letzten Arbeitgeber in Tübingen. Jetzt sind se eh grad dran und machen vieles. Ab und zu kommt der Kollege mal wieder vorbei und ich soll mich per Powershell verbinden und Dinge checken. Jo, geht dann natürlich auch erstmal sehr schwierig. Weil einfach immer ALLES geblockt ist. Microsoft ist natürlich böhse!!1! Irgendwann geht es dann natürlich doch, wenn ich lieb darum bitte. Aber bisher hat es noch keinen wirklichen Durchbruch gebracht. Aber Microsoft ist schon involviert. Ich hoffe, die finden irgendwo eine Lösung. Da bin ich tatsächlich recht optimistisch, weil der Microsoft Support hier tatsächlich immer mal wieder gute Support Agents am Start hat.
Aber fangen wir nochmal von vorne an. Ich wurde als DevOps eingestellt. Also um die Entwicklung zu unterstützen und Cognos BI zu übernehmen und mich in Jira einzuarbeiten. Aber da ich natürlich vorher im ERP Bereich, der Netzwerktechnik und Office 365 Umfeld der Töchter aktiv war, sollte ich erstmal dort wieder helfen.
Nach meinem Weggang im September letzten Jahres sollten nämlich zwei neue Kollegen kommen. Einer für das ERP / CRM System und einer für den Office 365 / MDM Bereich. Der ERP Kollege ist seit Dezember da und immer noch hier. Der Office 365 / MDM Kollege hat es nur von Januar bis Ende Februar dort ausgehalten. Gut vielleicht war die Sprache auch ein bisschen problematisch. Er hat nur Englisch gesprochen und fand vielleicht die Struktur dann doch zu seltsam! Also war natürlich gleich am ersten Tag klar: "Hey Tobi schön dass Du wieder da bist. Kannst Du uns bitte nochmal im ERP Bereich aufschlauen und im Töchterbereich aushelfen."
Jo hab ich dann gemacht. Dann so unter Hand von manchen Kollegen erfahren: "Wie Du schaffst echt wieder 40 Stunden? Ich hab ja reduziert, eigentlich wollte ich ja wechseln. Aber da verdien ich halt deutlich weniger." Ein anderer Kollege mit dem ich zukünftig mehr zusammen arbeiten sollte meinte dann: "Du Tobi ich muss Dir mal was beichten: Ich kündige hier und geh dann bald mal auf Reisen." Das hat mich dann doch etwas nachdenklich gemacht. Der erste Kollege kam vor 5 Jahren zur Firma dazu. Der zweite der auch Entwickler ist, ist über 10 Jahre dort und hat auch seine Ausbildung dort gemacht. Wenn 2 so Urgesteine solche Gedanken haben ist es schon irgendwie bemerkenswert. Jo die Zusammenarbeit mit der Führungskraft ist auch nicht immer einfach. Aber zumindest mit mir hat es dann irgendwann besser geklappt. Vielleicht weil ich schon damals immer wieder ein Wackelkandidat war und es auch einfach recht offen kommuniziert habe und manchmal auch manche Entscheidungen widersprochen habe. Andere haben sich irgendwann scheinbar angepasst oder resigniert. Es ist eben eine konservative Firma. Aber sie werden so langsam auch modern und lassen immerhin ein paar Cloudfirmen zu. Dafür gibt's halt einen Tarifvertrag mit vielen Vorteilen und recht guter Bezahlung.
Einerseits wollte ich wieder zurück weil es eben doch manche sinnvolle Strukturen gibt und vor allem das Gehalt wirklich sehr gut ist. Andererseits denk ich jetzt nach dem ersten Monat wieder. Jo gut, ist Arbeit und bringt die Kohle auf den Tisch. Aber irgendwie macht mein Nebengewerbe echt auch richtig viel Spaß. Mal schauen wie lange ich brauche um mit meiner Selbstständigkeit mal die 1000 Euro oder 5000 Euro Umsatzmarke zu knacken. Aber bisher ist das eben wirklich richtig abwechslungsreich und spannend. Es ist tatsächlich ein Bedarf da, da sich irgendwie einige Angestellte auf die alten Tage doch noch selbstständig machen. Sie sind gut in dem Bereich was sie machen wollen, aber mit der IT wird es eben doch schwierig. Office 365 ist da vielen ein Begriff, aber wenn man mal ein privates Konto hatte und dann auf ein Geschäftskonto wechselt, wird einem erstmal wirr im Kopf. Da haben dann so kleine Hansel wie ich relativ einfache Hand. Den Leuten zuhören was sie wollen: Ein einheitliches Konto mit eigener Domain auf mehreren Geräten. Einmal kurz einrichten und erklären. Solche Leute sind auch bereit Geld dafür zu investieren, weil sie es auch wertschätzen. Das schwierige ist aktuell eher: Mich kennt noch kaum jemand! Aber gut, dass ist am Anfang oft so. Deshalb ist Mund zu Mund Propaganda sehr viel wert. Und dafür bin ich meinen Kunden auch dankbar. So baut sich auch für mich immer mal wieder ein kleines Netzwerk auf. Ich kenne jemand, der was kann und höre vielleicht jemand, der etwas braucht. Andere sprechen mit anderen und erzählen sich ihre Probleme und dann meint der eine: "Hm, dafür kenn ich jemand. Ruf den halt mal an!" 

Ganz ehrlich: Vor meinem Beginn im März hatte ich voller Überzeugung für mich gesagt. "Gut bei dieser Firma bleibst dann nochmal 10 Jahre und dann siehst weiter." Aber nachdem ein paar für mich auch recht wichtige und gute Kollegen gemeint haben, dass sie kündigen wollen oder nun auch machen, bin ich nicht mehr so ganz sicher.

Und dann war heute ja noch der 1. April. Also gleich ins Büro gefahren, den Rechner hochgefahren und ich wollte mich anmelden. Dann kam die Meldung: "Ihr Benutzerkonto ist abgelaufen."
Na gut, dann ist wohl meine Probezeit nicht gut abgelaufen. Aber am Ende war es wohl doch nur ein Problem, dass dieser Haken aus Versehen gesetzt wurde. Bei einem anderen Kollegen übrigens auch, aber der war heute krank.
Kurz hab ich dann gedacht: "Na gut, dann geh ich halt wieder und probier doch intensiver meine Selbstständigkeit."
Aber dann wurde ich wieder entsperrt und ich hab doch weitergearbeitet!

Also macht das Beste daraus. Wer vor der Entscheidung steht eine Ausbildung zu machen: Quantenmechaniker steht hoch im Kurs.

In diesem Sinne: Keiner weiß was die Zukunft bringt, außer Jesus. Und der ist die meiste Zeit doch relativ wortkarg. Aber im Nachhinein sind viele Lebenswege doch wie immer passend zu meinem Lieblingsspruch:

Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Der Mensche dachte, Gott lachte.

ALLES wird gut!