Raspberry Pi – Chromium automatisch starten lassen und Ausschalter

Da wir aktuell wegen Corona in unserer Gemeinde ein wenig die Technik hochfahren und es einfach halten wollen, benötigen wir einen relativ einfachen Zugang um das digitale Interface vom Mischpult bereitzustellen. Das Interface wird ganz einfach über eine URL im Browser aufgerufen. Daher lag es nahe einen alten Raspberry Pi 3 (der ist nicht ultraschnell, aber auch nicht so langsam wie der 1er oder 2er) zu nehmen.

Und so hab ich es gemacht:
– RaspiOS installiert und die Grundeinrichtung durchlaufen (Assistenten beim ersten Starten durchmachen).
– Einen Ausschaltknopf anhand dieser Anleitung erstellt. Wobei ich das Starten vom Python Skript später in die LXDE-pi/autostart geschoben habe, da ich den Chrome in der grafischen Oberfläche starte.

Folgenden Code mit sudo nano shutdown.py erzeugen:

# !/bin/python

# Einfaches Skript zum Ausschalten vom Raspberry Pi auf Knopfdruck.

# von Inderpreet Singh

import RPi.GPIO as GPIO

import time

import os

# Legt Nutzung der Broadcom SOC Pin-Anschlussnummern fest

# Setzt den Pin mit eingeschalteten internen Pullup-Widerständen und im Nur-Lesen-Modus

GPIO.setmode(GPIO.BCM)

GPIO.setup(21, GPIO.IN, pull_up_down=GPIO.PUD_UP)

# Unsere Funktion dafür, was passieren soll, wenn man den Button drückt

def Shutdown(channel):

print("Shutting Down")

time.sleep(5)

os.system("sudo shutdown -h now")

# Fügt ein, dass unsere Funktion ausgeführt wird, wenn der Knopfdruck stattfindet

GPIO.add_event_detect(21, GPIO.FALLING, callback=Shutdown, bouncetime=2000)

# Warte jetzt!

while 1:

time.sleep(1)

Das ganze kann man mal testen indem man das Skript laufen lässt mit python3 shutdown.py. Es erscheint „Shutting down“ und 5 Sekunden später ist dann der Pi ausgeschaltet und kann stromlos gemacht werden.

– Außerdem soll beim Start automatisch der Chromium mit einer definierten URL im Kiosk Mode aufgerufen werden. Dazu kann man eine Autostart Datei erstellen. Hier muss erst der Ordnerpfad erstellt werden: /home/pi/.config/lxsession/LXDE-pi/ Fehlende Unterordner einfach erstellen.
Dann mit folgendem Befehl sudo nano /home/pi/.config/lxsession/LXDE-pi/autostart das Editorfenster öffnen und folgendes hineinpasten:

# Bildschirmschoner deaktivieren
@xscreensaver -no-splash
@xset s off
@xset -dpms
@xset s noblank

# lädt Chromium im Vollbild bei einem Neustart
@chromium-browser --kiosk http://192.168.2.4/mixer.html

# Shutdown Skript starten
@python3 /home/pi/shutdown.py

Damit wird der Chromium mit der Mixer URL im Vollbild Kiosk Modus gestartet und der Ausschalter aktiviert.
Eine relativ einfache Geschichte um ein digitales Mixer Interface per Netzwerk bereitzustellen. Klar es geht auch per WLAN und Tablet, aber ein fester Platz ist auch schick.
Man braucht nur folgende Komponenten:
– Digitales Mischpult (beispielsweise Soundcraft)
– Router (als DHCP Server und Switch)
– Raspberry Pi mit Maus und Monitor (Tastatur für die bessere Einrichtung)

Pi Hole auf einem Raspberry Pi 2

Nachdem ich seit gestern nun offiziell auch im Home Office bin und gestern morgen erstmal Verbindungsprobleme hatte um ins Citrix zu kommen, kam auch die Frage auf ob ich daheim auch einen Pi Hole installiert habe. Das hatte ich bisher nicht, also war jetzt mal die Gelegenheit am Schopfe zu packen und endlich mal den 2016 schon gekauften aber nie verwendeten Raspberry Pi 2 auszupacken und das Pi Hole zu installieren.
Die Installation geht wunderbar.

– Aktuelles Raspian (ich hab das mit Desktop, aber Minimal Installation genommen) herunterladen.
– Per Etcher App das Image auf eine SD Karte übertragen.
– SD Karte ins Raspberry Pi einstecken, alles verkabeln und am besten an ein HDMI Gerät anstöpseln. Das HDMI Gerät muss aber bereits laufen.
– Raspberry Pi an Strom anschließen und warten bis es startet und konfigurieren.
– Im Router dem Pi eine DHCP IP Reservierung geben, damit er immer eine feste IP hat. (Es gibt verschiedene Anleitungen, dass der Pi auch eine feste IP bekommt, die haben aber nicht gescheit funktioniert und ich war zu faul, da nachzuforschen)
– Pi Hole nach dieser Anleitung installieren.

Am besten wäre gewesen, wenn ich die Pi Hole Adresse auch direkt über meinen Vodafone Router verteilen könnte. Das geht aber leider nicht. Ist aber nicht weiter schlimm, also habe ich meinen Endgeräten eben selbstständig die Pi Hole Adresse als DNS Server hinzugefügt.

Normalerweise ist die Pi Hole Admin Seite per Passwort gesichert. Wenn man aber zu faul ist und diese Seite eh nur lokal hat, kann man das Passwort auch entfernen!
sudo pihole -a -p

Das sollte man aber nur machen, wenn der Pi Hole wirklich nur lokal erreichbar ist und man seine Gäste kennt.

Insgesamt sind die Webseiten zuerst ein bisschen langsamer, da alle DNS Anfragen über den Raspberry Pi gehen. Aber dafür sind viele Webseiten plötzlich hübsch und haben keine Werbung mehr.
Ich nutze immer noch den Firefox (da ich den schon seit 2003 benutze) und habe auch seit Jahren den Adblock Plus drin. Den habe ich nun mal deaktiviert um einen Unterschied zu testen. Mit deaktiviertem Adblock Plus sehen die Seiten nochmal sauberer aus.

Ja so gehen den Webseite Betreibern vielleicht ein paar Einnahmen flöten. Aber man kann sie ja anderweitig unterstützen. Patreon, Steady oder andere Dienste.

Etcher – Flashen einer SD Karte in schön

Wer kennt das nicht: Man möchte mal einen eine SBC (Single Board Computer) wie Raspberry Pi zum Laufen bekommen. Natürlich muss da aber erst auch noch ein Betriebssystem Image auf eine SD Karte geschrieben werden. Kann man unter Linux natürlich auch schön mit Bordmitteln machen. Aber wenn das nur alle paar Schaltjahre macht, hat man es doch wieder schnell vergessen.
Deshalb ist Etcher ein super Tool. Man muss nur einmal das Image auswählen und dann geht es eigentlich automatisch. Aber seht selbst hier auf etcher.io