Tanzkurs oder eigenes Motorrad?

Manchmal gibt es Entscheidungen, die etwas schwierig sind. Soll man nun ein Motorrad kaufen und sich am Spaß der Kurvenfahrten und Touren erfreuen oder vielleicht doch darauf verzichten und sich zu einem Tanzkurs anmelden um das Tanzen zu lernen?
Der Clevere würde jetzt beides machen um später mit dem Motorrad tanzen zu können.

Aber ich glaube nach diesem Wochenende wäre es wohl vernünftiger, das Motorrad erstmal hinten anzustellen (dann haben auch weniger Leute Angst um mich!) und vielleicht doch einen Tanzkurs auf die ToDo Liste für 2012 zu setzen. Die nächste Hochzeit kommt ja bestimmt, wo man seine Tanzkünste dann einsetzen kann!

Gut, bis die Schule nächstes Jahr vorbei ist, ist ja noch ne Weile hin!

Sinn der Abendschule?

Seit gut zwei Wochen sind die Sommerferien in Baden-Württemberg vorbei. Sprich seit 12. September hat der Alltag wieder 4 Stunden mehr. :)
Die erste Woche fand ich insofern auch noch etwas hart, weil tagsüber noch eine andere Schulung über Active-Directory Grundlagen war. Die Schulung tagsüber fand ich echt gut, weil es vor allem auch spannend war für mich. Endlich lerne ich mal die Grundlagen, die ich mir bisher mehr oder weniger so pie mal Daumen über Foren erarbeitet habe. Und dieses Wissen kann ich mit der Zeit auch in der Firma anwenden. Also ist ein Ziel gegeben, an dem man sich auch bei vielleicht langatmigen Themen durchbeißen kann. Hierbei war dies übrigens nicht der einzige Kurs. Wie damals bei Cisco kann man ja auch Prüfungen machen und bei Bestehen aller 3 Prüfungen bin ich zertifizierter MCITP: Server 2008 R2 Administrator. Also lerne ich viele Grundlagen und hoffentlich auch hier und da praktische Tipps, wie das Admin-Leben in der Firma praktischer gemacht werden kann. Mir fallen da noch viele Sachen ein. WSUS, Softwareverteilung, Gruppenrichtlinien.

Doch nun zur Schule: Als vor den Sommerferien der Bootsführerschein noch aktuell war habe ich auch mal ein paar mal in der Schule gefehlt, an und für sich nichts ungewöhnliches. Aber nun ist es einfach so, dass mir einfach der Sinn fehlt. Wenn ich die Schule dann im Juni abgeschlossen habe, werde ich wohl wieder ganz normal weiter arbeiten. Das einzige was ich davon habe, ist eine schöne Erfahrung. Eine Erfahrung, die mir zeigt, dass ich nie wieder etwas mit BWL zu tun haben möchte. Ist zwar ganz nett, zu erfahren, welche Unternehmensformen es gibt und wie man eine Gewinn und Verlustrechnung aufstellt. But who cares about that ****?
Aber vielleicht hat die Schule ja doch etwas gebracht. Denn seit ich die Schule angefangen habe, ist mein Arbeitgeber auf viele neue Ideen gekommen, wie man die Firma vergrößern könnte. So war es manchmal dann auch etwas mühsam beides unter den Hut zu bekommen. Aber hat ja doch alles geklappt. Der Motorradführerschein ist geschafft, der Sportmotorbootführerschein für BINNEN ist mein und bald dann auch noch das zugehörige Bodenseepatent. Und nun erfolgt eine Schulung zum MCITP: Server Admin. Endlich die Chance ein Zertifikat zu bekommen und gleichzeitig Praxiswissen für den Job. Besser konnte es mir doch gar nicht passieren.

Also habe ich doch eigentlich alles erreicht, für was sollte ich dann noch die Schule fertig machen? Achja, Lebenslauf und so. Man müsste eventuell erklären, warum man die Schule abgebrochen und nicht durchgezogen hat.

Oder sagt mir mal einer: Was nützt eine FH-Reife, wenn man danach nicht studieren möchte? Ein Fernstudium fang ich auf jeden Fall nicht an. Irgendwann will ich vielleicht auch mal ne Familie gründen und das nicht erst mit 30!

Na gut, ich habs angefangen und schon damals keinen richtigen Plan gehabt. Bzw. war damals die Hoffnung da, dass mir vielleicht der Vertriebsbereich mehr Spaß macht und ich vielleicht später mal dort was machen möchte. Aber nun bin ich eben zum Entschluss gekommen, dass ich mit diesem Bereich nichts am Hut haben möchte. Da bleib ich lieber hier und vergrößere mein NERD-TUM. Und versuch mal Python zu lernen! Aber einfach aufhören tue ich dann doch nicht. Was man angefangen hat, muss man auch zu Ende bringen.

Und weil es so schön ist: BWL vs. Physik

Gefunden bei CONeal

Abendschule: Halbzeit vorbei. Zeit Bilanz zu ziehen!

Gerade habe ich mein Zeugnis von einer Klassenkameradin abgeholt und siehe da: Die Noten sind fast nahezu identisch wie meine Berechnungen. Nur Religion und Gemeinschaftskunde sind etwas verschieden. :(
Anbei meine Berechnungen:

Und das ist das Zeugnis:

Also wie der Reli und Gemeinschaftskundelehrer auf die Abweichungen kommt, weiß ich nun auch nicht. Vielleicht bei Reli noch eine mündliche 3 (1+2 = 3 / 2 = 2 => 2) und bei Gemeinschaftskunde auch eine mündliche 3 (4+3 = 7 / 2 = 3,5 => 3). Egal, passt schon. Der Schnitt hat sich damit ja nicht verändert: 2,375

Hat nun jemand eine Idee, was ich damit anfangen soll? Denn studieren ist langweilig und werde ich wohl nicht machen. Die kaufmännische Sparte mit ihren vielen unlogischen Buchungen und Gesetzen und so kann mir gestohlen bleiben. Dann lieber was anständiges lernen.
Aber das nächste Jahr und die Abschlussprüfung werde ich schon noch mitmachen. Was angefangen wurde, muss ja auch zu Ende gebracht werden! :D

Abendschule und Literatur

Nun ist bald das erste Schuljahr der 2-jährigen Abendschule vorbei und wir mussten schon zwei Bücher in Deutsch lesen. Das erste war „Das Parfüm“ von Patrick Süßkind. Dieses habe ich irgendwann ab Seite 169 aufgegeben und mir stattdessen den Film dazu angeschaut. Die Sprache und das Thema war einfach sehr langatmig und überhaupt nicht so mein Fall. Wen interessiert ein geisteskranker Mensch, der zwar eine sehr gute Nase hat, aber dafür über Leichen geht?!?! Gut, damit war dann das Buch auch irgendwann abgeschlossen und es ging wieder zu ernsten Thema wie Erörterungen zu Texten oder vorgegebenen Themen. Das war für mich dann keine große Qual mehr, es gab schließlich eine 1-2 als Note. :)

Aber nun ging es vor 3 Wochen wieder zu einem neuen Buch zu: „Die dunkle Seite des Mondes“ von Martin Suter. Es ist nicht schlecht geschrieben und liest sich schon etwas flüssiger als das Parfüm-Gedöns. Dabei geht es um einen sehr erfolgreichen Wirtschaftsanwalt, der eine Midlife-Crisis erlebt und durch Dummheiten in einen Pilzzirkel gerät und sich durch Einnahme irgendwelcher Pilze zu einem Monster entwickelt. Er ist einfach nicht mehr er selbst. Fortan ist sein Weg voller Leichen gepflastert. Aber am Ende stirbt er auch. Trotzdem ist das Ende richtig komisch geschrieben. Da fehlt irgendwas.

Beide Romane handeln von Verrückten, die am Ende auch sterben und somit der Welt einen Gefallen tun. Aber ich frage mich ernsthaft, was der Autor damit erreichen will. Es macht keinen Sinn für mich. Warum kann nicht einfach jede Geschichte so gut ausgehen wie „Der Graf von Monte Christo“ oder die „Schatzinsel“?

Soviel mal dazu als Kommentar, was für einen Mist wir gerade in Deutsch durchnehmen / durchgenommen haben. Früher war vieles besser. Da gab es noch „Die Physiker“ vom Dürrenmatt oder aktuelle Bücher wie „Blueprint“ oder „Die Welle“, die waren dann doch wieder recht interessant, weil auch das Thema noch nicht ausgelutscht war. Klonen und Hitler kommt immer gut, und darüber lässt sich auch wunderbar streiten. Aber Düfte und Drogen? Das braucht kein Mensch.

Und was habt ihr so für komische Literatur in der Oberstufe lesen müssen / dürfen? :D

Grund zu Danken

Nun hat sich also einiges getan in den letzten Monaten.

Für die letzte, alles entscheidende mündliche Prüfung gebüffelt, beim Abiball das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife entgegengenommen und gewartet und gebetet, während ich auf den Entscheidungsbrief zur Einstellung in den mittleren Dienst bei der Polizei so geduldig wie möglich gewartet habe. Und seither hab ich meinem Nachbarn, der sich vor einigen Jahren selbstständig gemacht hat [in Zukunft in Beiträgen von mir nur noch als selbstständiger Nachbar erwähnt, weil das kürzer ist], immer wieder, wenn er Hilfe gebraucht hat, unter die Hand gegriffen. Diese Hilfe war manchmal harte und auch juckreizende Arbeit, wenn es ans Hecken schneiden in Böblingen ging. Manche Hecken sind so von stacheligem Unkraut durchwuchert, dass man sich während der ganzen Zeit immer wieder von Dornen  unfreiwillig „impfen“ (sprich: picksen) lassen durfte. Nichts desto trotz war und ist es immer wieder ein schöner Moment, wenn man auf die Arbeit der vergangenen 6-8 Stunden zurückblicken darf und sich das Bild, wie es vorher aussah, nochmal vor Augen führt und mit dem aktuellen vergleicht.

Zwischendurch waren die Kräfte meines Vaters, großen Bruders und meinerseits beim familiären Bauernhof in Deckenpfronn gefragt, da nun auch wieder die Heuernte anstand. Viel davon haben wir lose auf Ladewagen verstaut und zu Hause aufgeräumt. Doch noch mehr haben wir zu kleinen Ballen gepresst, auf Hänger verladen und zu Hause wieder abgeladen. Eine stupfige und vor allem staubige Sache, wenn man dann noch ordentlich ins Schwitzen kommt…

Doch ein andermal durfte ich auch wieder Schlepper (so sagt man im Schwäbischen für Traktor) fahren, da wir aus zeit- und wetterbedingten Gründen das restliche Heu von einem mit einer wesentlich größeren Presse ausgestattetem Bauern zu großen Ballen pressen lassen haben. Aufgeladen hat die mein Patenonkel mit einer Gabel am Schlepper befestigt. Anschließdend haben die dann mein Vater, mein anderer Onkel und ich heimgefahren und auf dem Hof per Hydraulik-Kipper runterplumpsen lassen. Hat echt Fun gemacht! 

Doch wie sieht es mit der Bewerbung bei der Polizei aus?

Ich habe alle Tests bestanden und auch die polizeiärztliche Untersuchung fiel positiv aus. Nur: ich habe einen Gesamtschnitt von 104,0 Punkten erreicht und die Mindestpunktzahl für die Einstellung im September liegt bei 108,0 Punkten.

Das habe ich bei durch einen Anruf neulich erfahren. Demnächst wird mir die Post dann einen Brief der Polizei-Personalstelle aus Göppingen überreichen, mit dem ich dann entscheiden muss, ob ich für die Einstellung im März noch in der Warteliste bleiben möchte oder nicht. Meine Entscheidung ist klar: kein anderer Beruf ist wie der der Polizei!

Übrigens: Nach einem Anruf bei meiner Bewerbungsberaterin der Polizeidirektion in Calw wurde schnell klar, dass ich im März mit hoher Wahrscheinlichkeit genommen werde. Erstens sind zu diesem Termin weniger Bewerber in der Warteliste und zweitens wird der Einstellungswert niedriger gesetzt. „Da müsste also schon was ganz dumm laufen, wenn das nicht klappt!“, meinte sie.

Was mich auch freut – oder halt! Erst muss ich mal die Situation schildern.

Mein selbstständiger Nachbar hat auch nicht immer Arbeit für zwei und da kam mir eine Anzeige vom h.team, das Schulabgänger für die Mithilfe im Lager sucht, im Calw Journal neulich gerade recht. Der Tobi arbeitet auch dort und sein Chef ist der Vater einer meiner besten Freunde. Also hab ich mich dort nach einem kurzen Anruf sofort professionell per E-Mail beworben, d.h. ich hab mein ausgeklügeltes Bewerbungsschreiben, den Lebenslauf und mein Abi-Zeugnis zu einer einzigen PDF-Datei zusammengeschrumpft, damit mein (es wird noch nichts verraten, also „evtl. zukünftiger“) Chef sofort alles im Blick hat und sich nicht mit drei Dateien herumärgern muss.

Also, was mich wirklich total freut, ist, dass ich gestern nach Feierabend vom Hecken schneiden von meinem (immer noch „evtl. zukünftigem“) Chef angerufen wurde und wir für heute einen Termin zum Vorstellungsgespräch gefunden haben. Was ich sofort positiv aufgefasst habe, ist, dass er Verständnis dafür hatte, dass ich die Zeit, die ich gestern nach Feierabend (16 Uhr) gehabt hätte, nicht wahrnehmen konnte, da ich zur Jungschar eilen musste. Dass ich bisher bei meinem selbstständigen Nachbarn gearbeitet habe, hat ihm auch nichts ausgemacht.

Und vorhin hatte ich nun ein Vorstellungsgespräch mit ihm, während dem er mich durch seine Firma und vor allem durch den für mich wichtigen Teil der Firma, dem Lager, geführt hat, mir einiges erklärt hat und mich beim Staunen beobachten konnte, als ich die ausgetüftelten computergesteuerten Lagertürme gesehen und durch ihn die Funktionsweise derselbigen erlebt habe.

Alles in allem endete das Gespräch damit, dass er noch drei oder vier andere BewerberInnen die Chance geben möchte, sich zu präsentieren, ich aber auf jeden Fall als zukünftiger Eingestellter in Frage käme.

Etwa eine Stunde später bekomme ich nochmal einen Anruf von ihm mit der Information, dass er sich mit der Verantwortlichen im Lager abgesprochen hätte, dabei herausgekommen sei, dass ich vor zwei Jahren schon einmal bei der Überprüfung der Lagerbestände mitgeholfen hätte und er mich u.a. aufgrund des damals gezeigten Fleißes gerne einstellen möchte. Somit hätten die anderen Bewerber die faire Chance, sich jetzt schon nach einem anderen Job umzusehen und müssten nicht noch länger unnötig hingehalten werden.

Genial! Ihr dürft mal raten, wie hoch meine Luftsprünge vor Freude waren! 

Ab Donnerstag darf ich anfangen, in Vollzeit 40 Stunden in der Woche bis Ende September zu arbeiten! Und das bei einem Drittel mehr vom Stundenlohn, den ich bei meinem selbstständigen Nachbarn bekommen hab. Natürlich lasse ich ihn nicht im Stich, wenn’s mal wieder brenzlig wird. Samstags habe ich ja immer noch Zeit. Aber fürs Sparen auf ein eigenes Motorrad und noch viele andere Dinge ist das nun echt wichtig gewesen. Was ich dann ab Oktober mach, weiß ich noch nicht. Und ich muss mir noch Gedanken zu einer Alternative machen, falls mich die Polizei doch nicht nimmt.

Jetzt hab ich jedenfalls erst Mal Grund zu Danken!