bookmark_borderAmanda Palmer in Stuttgart am 18.9.2019

Letzten Mittwoch war ich mal wieder in einem Konzert. Dieses Konzert war etwas ganz Besonderes. Das erste Besondere: Es war in einem Theaterhaus, sehr dunkel und man hatte eine Platzkarte und saß die ganze Zeit.
Das zweite Besondere war Amanda Palmer. Die Frau ist einfach sehr besonders. Auf der einen Seite recht normal, auf der anderen Seite wieder leicht sarkastisch mit einer krassen Lebensgeschichte. Sie scheint ein Dauerthema zu haben: Sie schreibt ihre besten Songs wenn Sie Zeitdruck hat. Also eine Stunde muss reichen. :)
Der Abend war sehr emotional. Sie hat von ihrer Kindheit, ihrer ersten Abtreibung, ihrer zweiten Abtreibung, einem Wunschkind dass Sie dann doch wieder abgetrieben hat, ihrem ersten richtigen Kind (dass Sie nicht abgetrieben hat :) ), einem zweiten Wunschkind (dass leider dann eine Fehlgeburt wurde) und ihr Leben drumherum erzählt. Das Ganze geschmückt mit vielen tollen Songs. Wenn man nicht durch die Themen getriggert wird ist es auf jeden Fall mal einen Konzertabend wert. Die Frau hat doch was zu erzählen und die Lieder sind einfach zu abgedreht um sie nicht zu hören.
Die rührendste Stelle im Konzert fand ich übrigens als Sie den Song „At least the Baby didn’t die“ gespielt hat. Kurz davor oder danach hat man der Nachbarin oder Nachbar gratuliert dass er nicht gestorben ist.

Noch ein anderer starker Song:

bookmark_borderCynthia Nickschas und Friends in Tübingen am 22. Februar 2019

Letztes Jahr gab es im Herbst noch ein „Sommer/Herbst“ Fest in der alten Firma. Das war insgesamt recht gut, zumindest hab ich es gut in Erinnerung und hatte meinen Spaß dabei. So konnte man seiner Familie mal die Firma zeigen und neben Menschenkicker und Bullenreiten (was aber dann doch kaum einer genutzt hatte ) auch ein Konzert von Cynthia Nickschas und ihrer Band. Wie es mit Musik eben so ist, kann da leider nicht immer jeder was mit anfangen.
Ich bin ja relativ offen für fast jede Musik und höre sie mir doch mal an. Zum Beispiel hab ich letztes Jahr bei einem „klassischem“ Orchesterkonzert und hab da mit etwas Fantasie sogar leichte Black Metal / Death Metal Anleihen rausgehört. So war es wenig überraschend, dass ich dann auch bei diesem Konzert vorne mit dabei war und neben einem anderen Kollegen, der sonst auch eher Metal hört, abgegangen bin. Vom Publikum muss es für die Band aber doch eher enttäuschend gewesen sein, da die meisten einfach nur rumsaßen oder gegangen sind.

Deshalb hab ich mich auf Tübingen gefreut. Das war ein recht kleiner Club und ein Konzert wo man auf Stühlen da saß. Ganz ungewohnt für mich, da ich sonst bei allen Konzerten immer gestanden habe. Auch zwecks Nackengymnastik oder Pogo. Aber hey das Konzert war auch wieder sehr genial. Cynthia und ihre Freunde an Gitarre und Saxophon hatten sichtlich ihre Spielfreude und es war ein sehr schönes Konzert. Und die Texte sprechen einem manchmal aus der Seele. Deshalb hab ich nun auch ein weiteres Poster an meiner Wand.
Manche Texte sind einfach zu gut um sie zu vergessen. Achja und manchmal schreibt sie auch interessante Blogposts.

Natürlich findet man den Song auch auf Youtube. Wenn ihr mal ein gutes Singer / Songwriter Konzert mögt: Bei ihr lohnt es sich definitiv.

bookmark_borderWIZO im LKA Longhorn, Stuttgart am 11. Januar 2019

Nachdem ich letztes Jahr meinen alten Arbeitgeber verlassen habe, hat mir mein Chef noch ein T-Shirt und ein Konzert spendiert. Da ich zu der Zeit mal wieder intensiver „Die Elenden“ gehört habe und diese Band leider schon lange nicht mehr aktiv ist, habe ich eben mal wieder in WIZO reingehört und etwas nachgeforscht. Dabei hab ich festgestellt, dass der WIZO sogar ursprünglich aus Sindelfingen kommen. Und sie haben sogar ein aktuelles Album aufgenommen. Und das klang gar nicht schlecht.
So kam es dann dass ich für den 11. Januar 2019 im LKA Longhorn in Stuttgart 2 Karten geschenkt bekommen habe. Da ich leider immer noch Single bin und die üblichen Verdächtigen keine Zeit hatten, war das gar nicht mehr so einfach noch jemanden zu finden, der die Karte nutzen würde. Doch durch Facebook habe ich noch einen alten Klassenkameraden gefunden. Und was soll ich sagen: Es war einfach ein geiler Abend.
Zuerst war die „Kurt Baker Combo“ aus Madrid am Start, welche „Gute Laune“ Rock’n’Roll gespielt hat um mal ein bisschen abzudancen. Später waren dann die „Heideroosjes“ am Start mit ordentlichem Punkrock. Da ging es schon mehr ab mit Pogo und toller Nackengymnastik.
Aber als dann endlich WIZO angefangen habe, ging das Schweißfeuerwerk richtig los. Und hey es waren bei diesem Konzert erstaunlich wenig Smartphones in der Luft um das Konzert zu filmen. Die Leute haben sich stattdessen einfach über die Musik gefreut und mit ordentlichem Pogo und Wall of Deaths honoriert. Das war sehr befreiend und hat einfach Spaß gemacht. So viele friedliche Leute auf einem Haufen, die einfach Spaß haben und trotzdem noch ein klares Ziel haben: Ganz klar gegen Nazis!

bookmark_borderDrottnar – Funeral of Funerals


Irgendwie erstaunlich, dass mich ein Metalsong so mitreist und freudig stimmt! Dabei bin ich auf keinen Fall lebensmüde!

I will watch without eyes
The summoning

I will hear without ears
The cheers (the cheers)

I will scream without tongue
In ecstasy

I will cry without tears
In uttermost joy

I will raise my body
Without bones

I will cross land impossible
To traverse

I will march without feet
In the grand finale

Rejoice, my friend
This is the end
It is the funeral of funerals

Rejoice, my friend
This is the end
It is the funeral of funerals

I will lift mountains
With my bare hands

And I will see all time
From creation to extinction

I will watch my world
Erupt
In sulfur

While your eyes blinked

Rejoice, my friend
This is the end
It is the funeral of funerals

Rejoice, my friend
This is the end
It is the funeral… of funerals

bookmark_borderSpotify Premium

Ich hab seit 2010 kein eigenes Handy mehr gehabt, sondern immer nur ein Geschäfts iPhone, dass ich großzügigerweise auch privat nutzen durfte. Doch da ich etwa zur gleichen Zeit auch meinen privaten Desktop mehr oder weniger komplett auf Linux (Xubuntu) umgestellt habe, war das mit der Musik auf dem Smartphone immer eine Qual. Was Musik angeht, bin ich immer noch recht altmodisch und möchte die Künstler, die ich auch schätze auch finanziell durch Musikkäufe unterstützen.
Doch letztes Wochenende war ich dann doch wieder auf einem Konzert in Ingolstadt von „Equilibrium“. Da wollte ich jetzt nicht unbedingt alle Musik hören, die ich habe. So hab ich mich dann doch mal nach ein paar Jahren entschlossen Spotify Premium zu abonnieren. Dann kann ich auch mal recht unkompliziert einen Song raussuchen und direkt reinhören und der Künstler bekommt auch einen winzigkleinen Anteil am Kuchen.
Jo, so ändert sich im Laufe des Alters doch auch mal das Hörverhalten.
Trotzdem werde ich mir noch manche Musik kaufen, die ich gerne auch für immer haben möchte. Die Ärzte beispielsweise findet man gar nicht auf Spotify.