Fefe hat den Koalitionsvertrag „gehackt“

Als regelmäßiger Hörer vom LNP ist man das Totalversagen Deutschlands in Sachen Digitalisierung gewöhnt. Auch heute gibt es noch weite Teile ohne gescheite Mobilfunkabdeckung, das Internet ist auch immer noch Glückssache. Wobei es die letzten Jahre doch besser geworden ist. Auch die Corona Warn App war dann wieder ein gutes und positives Beispiel. Selbst die Briten hatten uns damals dafür gelobt. :)
Trotzdem werden immer wieder unschöne Dinge wie die Vorratsdatenspeicherung und weitere weitreichende Überwachungsmaßnahmen für die Polizei und Geheimdienst gefordert. Auch der Staatstrojaner ist ein beliebtes Mittel für die CDU und die Polizei. Das mag für Einzelfälle sinnvoll sein, aber durch solche Maßnahmen schränkt man auch die grundsätzliche Sicherheit aller technischen Geräte ein. Für Staatstrojaner müssen Sicherheitslücken geheim gehalten werden, damit man einen Angriffsvektor hat. Das ist grundsätzlich nie eine gute Idee.
Genau deshalb freut es mich, dass es Fefe und weiteren Mitgliedern des CCC gelungen ist endlich technisch sinnvolle Vorschläge für den Koalitionsvertrag abzugeben. Da die Leute scheinbar auch faul sind, haben sie einfach mal weite Vorschläge 1 zu 1 übernommen. Wenn die neue Regierung das tatsächlich umsetzt wird Deutschland hoffentlich auch wieder in Sachen Technologie deutlich besser als bisher.
Vor allem ist es sinnvoll bekannte Sicherheitslücken dem BSI zu melden und nicht mehr geheim zu halten. Eine schöne Zusammenfassung der technischen „Hacks“ gibt es bei Fefe.
Das ist aktuell bei all dem Corona Gedöns wirklich mal eine hoffnungsvolle Botschaft und ich bin gespannt ob die neue Regierung es schafft das Ganze sinnvoll umzusetzen oder ob es es am Ende doch wieder nur eine CDU 2.0 Regierung ist obwohl diesmal keine CDU in der Regierung dabei ist. ;)

11-Jähriger hackt die Schule, weil ihm langweilig ist

Ich bin immer wieder überrascht, wie sicher manche IT Dinge abgesichert sind. Das Schulen generell kein Geld haben und die Lehrer als Nebenadmins das Netzwerk betreuen ist keine neue Sache. Dass aber ausgerechnet ein 11-Jähriger einfach mal das Schulnetzwerk „hackt“ und damit die komplette Kommunikationsinfrastruktur der Schule lahmlegt um schulfrei zu bekommen ist neu. Aber eigentlich auch naheliegend. Nur war ich selbst als 11-Jähriger noch lange nicht so computeraffin. Gut, wir hatten auch erst sehr spät einen Computer im Haushalt.
Das ging soweit mit dem 11-Jährigen Schüler, dass seine Mutter in die Schule gebeten wurde. Dabei wurde sie neben der Schulleitung und einigen Lehrern auch von der Staatsanwaltschaft empfangen. Die Staatsanwaltschaft hatte aber ein Einsehen mit dem 11-Jährigen und wollte nicht gleich sein Leben vorbelasten.
Deshalb haben sie ihm einfach Programmierunterricht verordnet.
Ich finde das sehr löblich. Aus diesem Mensch kann noch was Gutes werden. Und wenn man ihn jetzt schon gut fördert, dürfte er auch nicht auf die dunkle Seite der Macht abrutschen!