1. Vogesentour 2021

Nachdem ich meine Tiger mit neuen Reifen endlich wieder lieben gelernt habe, wurde es Zeit mal wieder eine größere Tour zu machen. Ich kenne immer viele, die fahren wollen. Aber aktuell hat sich halt keiner gefunden, der mal eine Tour geplant hat. Also hab ich es mal gewagt selbst eine Strecke zu planen. Da ich letztes Jahr 2 Mal mit Leuten in den Vogesen war und dabei die Strecken aufgezeichnet hatte, wusste ich ungefähr wo es schön ist und wo ich nicht fahren will. :) Am Ende kamen etwa 500 km zusammen. Innerhalb eines Tages ganz schön knackig, aber gut machbar. So sind wir morgens um 7:30 Uhr gestartet und waren gegen 18:30 Uhr auch wieder daheim. Ich kenn verschiedene Motorradfahrer aus verschiedenen Gruppen. Da ist einmal mein Nachbar mit dem ich letztes Jahr auch unterwegs war und weiß, dass er relativ flott fahren kann. Dann einer mit ner S1000RR und auch Rennstrecke fährt, aber in der Gruppe sich anpasst. Und noch zwei Feuerwehrkameraden. Mit allen bin ich mal gefahren und es war immer recht harmonisch. Hat am Sonntag soweit auch gepasst. Bei einem Mitfahrer hab ich mich leider etwas verschätzt. Er fährt auch eine GS und ist auch öfters mal in Gruppen mitgefahren, wo ich auch dabei war. Da hat aber jemand anders geführt. Er will halt immer hinten fahren und das ist eben manchmal auch etwas herausfordernd, da man auch irgendwie dran bleiben muss.
Beim ersten Tankstop kam dann schon die Frage: „Fährst Du so weiter oder wirst etwas langsamer?“ Jo ich meine, dass ich dann auch etwas langsamer geworden bin. Aber die anderen hingen halt immer an mir dran und in den Vogesen will man jetzt auch nicht zwingend mit 30 durch die Gegend gondeln. Eigentlich haben die Hintermänner auch immer auf die anderen gewartet. Dann waren wir bei der Hälfte und es kam seine Ansage: „Ich fahr jetzt heim.“ Jo ist schade gewesen. Ich habe dann auch die anderen gefragt ob es soweit passt und da kam nur positives Feedback. Passte alles. Dann waren wir als Gruppe wohl insgesamt zu schnell. :D
Eine Stelle in der Route war leider sehr gemein mit Rollsplitt bedeckt. Genau in der ersten Kurve ist mein Hinterrad auch kurz weggerutscht. Aber nach einer Weile ging es dann doch wieder und jeder ist seinen Stiefel für sich gefahren. Einer der vorher hinter mir war, ist dann weiter hinten gefahren und andere waren hinter mir. Dann wurde es auch wieder besser. Danach kam die Abzweigung mit einer normalen Straße wieder. Hier hatten wir dann kurz Pause gemacht und uns voneinander getrennt. Es gehört halt in einer guten Gruppe dazu, dass jeder für sich selbst überholt. Nur weil ich überholen kann, können die anderen es vielleicht aktuell nicht. Aber mit der Zeit haben dann alle überholt und man ist wieder zusammen. :)
Am Ende als wir wieder im heimischen Gebiet waren hab ich mal die anderen vorfahren lassen. Die Zuflucht ist einfach eine geniale Strecke, aber da brems ich vielleicht die anderen doch noch aus. War dann vorletzter und es war echt gut so. Hab ein paar Autos überholt und habe die anderen auch recht schnell wieder gesehen. Als letzter muss man halt manchmal etwas zügiger fahren. Aber wenn der vorletzte trotzdem immer mal wieder Ausschau hält passt es am Ende doch für alle.
Deshalb fand ich am Sonntag die Tour wirklich gut. Wir waren zügig, aber nicht übertrieben unterwegs. Meine Tiger hat sich bewährt und ging auch relativ sportlich um die Kurven. An manchen Stellen geht auch mehr, aber alles in allem war es immer gut und nicht wirklich gefährlich. Wir waren eben eine schnellere Gruppe. Deshalb hab ich hier auch bewusst manche Leute nicht gefragt.
Am ursprünglichen Ort wo wir essen wollten sind wir um 13:30 Uhr angekommen und leider schließen die Restaurants sonntags schon immer um 14 Uhr. Haben dann aber noch eine Alternative gefunden um 13:50 Uhr und da gab es einen leckeren „Kinderteller“ (Pute, mit Pommes, Soße und Salat) in etwas größerer Variante. War sehr lecker und die Wirtin hat auch nichts gesagt, dass wir erst um 15:20 Uhr wieder gegangen sind. :)
Das Wetter war übrigens auch so eine Sache. Morgens war es echt noch wolkig, aber es war nicht wirklich Regen vorausgesagt in dem Gebiet. In Freudenstadt kam dann am Anfang wirklich mal kurz ein kleiner Regenschauer. Zwei Leute haben sich mit Regenkombi angezogen, die anderen aber nicht. Kaum sind wir weitergefahren hat der Regen aber auch wieder aufgehört. Gegen Abend wurde das Wetter immer besser, so dass ich mittags sogar einen leichten Sonnenbrand bekommen habe. Manchmal muss man einfach losfahren. Klar wenn das Regenradar schon Regen anzeigt wird es nicht leicht. Aber wenn nicht wirklich Regen angesagt ist, kann man es schon wagen und wird oft belohnt.

Durch eine andere Gruppe habe nun nochmal die Möglichkeit noch 2 Mal in die Vogesen zu kommen. Vermutlich werde ich diese Gelegenheit nochmal nutzen. :) Die Gegend ist einfach traumhaft schön und ich habe mittlerweile Gefallen am Sound der Tiger gefunden. Ich kann sie auch leise fahren (also in Ortschaften), aber außerhalb im Wald auch einfach mal aufdrehen. :)

Die Kurve stagniert

Der letzte Monat war eigentlich dazu gedacht, dass ich mal wieder aktiv abnehme. Aber wie es halt immer ist, war es wieder nichts. Wenigstens hab ich das Gewicht fast gehalten. Wirklich nur minimal zugenommen. Naja, diesen Monat war auch die zweite Impfung was mich auch kurz aus der Bahn geworfen hat. Dafür war das Ende umso schöner. Ich suche seit Februar wieder aktiv nach einem neuen Job und nachdem nun sehr viele Absagen dabei waren, kam eine Anfrage via Xing von einem Vermittler. Eigentlich war ich schon sehr skeptisch bei diesem Angebot, weil die letzten Erfahrungen mit den Jobvermittlern fürn Arsch waren. Zumal ich vor nem Monat auch mal ein Gespräch mit einem Jobvermittler hatte. Zuerst ganz interessiert und nach 2 Wochen mal nachgehakt was denn daraus geworden ist. „Jo nö, die Firma will jemand anderen!“ Aber mal selbstständig Rückmeldung geben ist halt doch zuviel verlangt. Das Gleiche bei einer anderen Firma neulich wieder. Zuerst ein relativ interessantes Gespräch. Dann mal nach Wochen nachgehakt, was der Stand ist. „Jo die Personalabteilung sollte eigentlich schon eine Absage rausgeschickt haben.“ Hat se halt verpennt. Na gut, was willst halt machen?
Hier noch ein Bild zum Einzelgewicht von diesem Monat.
Und jetzt das aktuelle Gespräch ging wirklich schnell. An einem Mittwoch haben wir gesprochen und hat sich wirklich gut angehört. Am nächsten Tag dann die Anfrage wann ich Zeit habe. Jo nächsten Dienstag klingt gut. Ich war da etwas voreilig, da ich die Anfahrt nach Tübingen unterschätzt habe. Hat aber sogar noch für 5 Minuten vor der Zeit gereicht. Mit dem Motorrad bin ich trotzdem nicht hingefahren, dafür war es zu wolkig und auf der Rückfahrt war auch glaub ich noch Regen dabei.
Ich hab mir ja schon länger einen Witz daraus gemacht das „Backen von Waffeln für die lieben Kollegen“ zu erwähnen. Zumindest vor Corona war dies auch öfter ein Thema. Und sie haben es tatsächlich auch am Ende noch aufgenommen. Nur meinem neuen Chef ist das aufgefallen. Dafür war dem Chefchef der Satz „Besuchen von Konzerten von Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang“ aufgefallen um mal kurz zu fragen was das letzte Konzert war. Fand ich sehr genial und auflockernd und jeder hat was erzählen können. Neben Ramones, Metallica (was auch nicht so gut war), Linkin Park und Tool war schnell klar, dass auch gerne Punk, Rock und Metal gehört wird. Das Gespräch allgemein war übrigens sehr locker. Gleich am Anfang die Frage ob wir aufs Du wechseln. Fand ich die ersten beiden Minuten befremdlich, danach aber vollkommen OK und macht bei dieser Firma auch Sinn. Die stellen PV Module her und leben auch Nachhaltigkeit.
Am Tag darauf hab ich eine Mail mit meiner Einschätzung geschrieben und dass ich gerne dabei wäre. Als Antwort kam das „JA gerne!“ und so hab ich nun ab 1. Oktober 2021 einen neuen Job. Ich freu mich drauf. Endlich wieder mit Kollegen vor Ort zusammenarbeiten und konkret daran arbeiten mithilfe dem ERP System beizutragen, dass die Firma einfach wachsen kann und so die Energiewende befeuern kann. Es gibt auch 2 Home Office Tage, was die Fahrerei nach Tübingen ein bisschen ausgleichen. Trotzdem freue ich mich heute schon alle Kollegen kennenzulernen.

Nach den letzten 2,5 Jahren von Phasen, wo ich doch recht oft unzufrieden war nun wieder einen Job zu finden, der einfach passt ist absolut genial. Im Übrigen gibt es im neuen Job etwas weniger Geld, was aber auch nur bedeutet, dass einfach 2 Monatsgehälter wegfallen. Das Monatsgehalt wird nach der Probezeit sogar etwas mehr als jetzt.

Und weil es gerade wieder wichtig ist und weil im September Bundestagswahl ist noch ein Lied:

Tiger 1200 Desert und der Conti Trail Attack 3

Am 8. Juni war es endlich soweit. Ich hatte einen Termin beim Reifenhändler und hab den Conti Trail Attack 3 draufbekommen. Dummerweise hat mir der Händler mal wieder die üblichen 2,5 / 2,9 Bar wie bei normalen Supersportlern reingemacht anstatt die empfohlenen 2,2 / 2,7 Bar. Deshalb war die erste Fahrt mal wieder sehr wackelig. Es hat aber vielleicht auch einfach noch mit dem Kopf zu tun. :(
Letzten Sonntag bin ich dann nochmal ne kleine Runde gefahren und hab dabei den Luftdruck auf die 2,2 / 2,7 Bar eingestellt und siehe da, sie macht wieder Spaß. Ich hab zwar leider noch nicht ganz die Kanten eingefahren, aber das Vertrauen ist wieder stärker als vorher. So gesehen ist der Conti Trail Attack 3 ein guter Reifen und macht Spaß. Vielleicht probier beim nächsten aber doch auch noch den Pirelli Scorpion Trail 2 aus. Den hat mein Nachbar auf seiner GS drauf und als ich die gefahren bin, war auch kein Rutscher da.
Aber ich glaube ich muss mich insgesamt wieder an die Tiger gewöhnen. Das Vorderrad ist doch deutlich höher und die Lenkung ist etwas schwerfälliger. Eigentlich bin ich das Arbeiten noch von meiner Bandit gewohnt, aber es will noch nicht ganz auf die Tiger überspringen.
Trotz allem finde ich meinen Tiger immer noch genial. Zwar im Rangieren schwer wie Sau, aber wenn se fährt ist es echt angenehm. Das Vertrauen kommt sicher wieder wenn ich mehr fahre. Manchmal ist es ja auch sinnvoll etwas langsamer zu fahren wenn die Kurve etwas steinig ist und man dem Untergrund nicht 100% vertraut.
Was ich mir aber tatsächlich noch zulegen werde, ist so ein Sturzbügel für oben. Sieht dann zwar nicht soo schick aus, aber das dürfte die „Angst“ vor einem Sturz auch nochmal mindern. Und vielleicht nochmal am Fahrstil arbeiten. Wieder mehr Drücken um Druck aufs Vorderrad zu bekommen.

Sonnenuntergang im Spiegel

Gestern Nachmittag war ich im Ortenaukreis unterwegs und hab mich dort zu einem Kaffee getroffen. Irgendwie haben wir uns dann doch etwas verquatscht und so gegen 22 Uhr meinte ich dann: „Oh jetzt wird es aber arg dunkel, ich muss ja noch heimfahren.“ Das hab ich dann auch gemacht. Dabei ist dann dieses tolle Bild mit dem Sonnenuntergang im Spiegel entstanden.
Von der anderen Seite sah es übrigens so aus. :) Die Nebelscheinwerfer die ich extra noch bei der Tiger dazu bestellt habe sind wirklich gut. Aus irgendwelchen Gründen auch immer hab ich nämlich die ganze Zeit kein Fernlicht angemacht bzw. war es mir nicht bewusst, wo der Schalter ist. Erst kurz vor Zielende hab ich dann den Schalter gefunden. Trotz dem Licht: Nachts will ich nicht so gerne fahren. Vor allem, wenn der Vorderreifen schon gut abgefahren ist. Ich bin deshalb über die Autobahn heimgebrettert. Die Kurvenstrecken machen tagsüber mehr Spaß. :)
Schnell will ich mit der Tiger auch nicht fahren. Mehr als 180 km/h machen keinen Spaß, da wackelt einfach zu sehr die Seite und das Vorderrad vom Fahrtwind. Aber gut, ist ja auch keine Supersportler sondern eine tolle Reiseenduro und dort macht sie Spaß.
Anfang Juni bekomm ich jetzt endlich neue Reifen. Den Conti Trail Attack 3. Da freu ich mich schon drauf. Denn der aktuelle Metzeler Tourance Next hat wirklich ein lautes Fahrtgeräusch (ist mir sonst bei keinem Reifen aufgefallen) und gibt mir auf de Vorderrad kein Vertrauen. Vielleicht liegt es auch am Sturz, aber mit dem Conti Road Attack 3 hab ich auf der Bandit deutlich mehr Grip. Deshalb hoff ich auf ähnlich guten Grip auf der Tiger.

Hier mal ein Video zum Conti Trail Attack 3: