Neuer Job ist lustig. ;)

Letzten Freitag war mein erster Tag im neuen Job. Als neuer Mitarbeiter muss man natürlich die Kollegen gleich mal wachrütteln, weshalb zum Einstand gleich mal beide Sicherungen für den Serverraum heraus geflogen sind. Da war mal gleich etwas Action am Start. Die eine USV hat es dann auch nicht überlebt und das auch mit einem kleinen Funkenflug und einem lauten Schlag zum Ausdruck gebracht. Am Ende haben wir die Sicherungen dann nochmal reinbekommen und hatten übers Wochenende Ruhe.
Am Montag war es dann noch relativ lange ruhig. Am Vormittag sind die Sicherungen aber nochmal geflogen. Da haben wir dann schon mal angefangen eine genauere Fehlersuche zu machen und etwas um zu verkabeln. Nach dem Mittagessen ging es dann weiter mit dem Sicherung fliegen. Diesmal haben wir aber festgestellt, dass auch im Lager ein Arbeitsplatz ausgegangen ist. Die Ursache war also recht eindeutig: Die eine Sicherung im Serverraum muss noch mit einer Sicherung im Lager zusammen hängen. Und beide hängen auch noch am gleichen FI Schalter. Das ist natürlich sehr ungeschickt, wenn im Lager gerade das Dach undicht ist und es immer wieder rein regnet.
Nachdem wir das mal grob abgeklärt haben, konnten wir die Verkabelung mal etwas sinnvoller umverkabeln. Eine Ersatz USV hatten wir auch schon am Freitagnachmittag bestellt und diese kam heute dann an. Diese ist nun wieder in Betrieb und macht nun erstmal keinen Ärger mehr. Der Elektriker hat heute auch noch bestätigt, dass tatsächlich eine Sicherung im Lager mit der Sicherung im Serverraum zusammen hängt. Das wird morgen dann nochmal getauscht.
Tja, so ist das eben mit neuen Mitarbeitern. Man braucht sie, aber am Anfang machen diese halt erstmal Ärger. Das Gute ist aber ja: Meistens nur die ersten 3 Tage. Da heute schon der 4. Tag war gab es auch keine Ausfälle mehr. :)
Natürlich hab ich die Ausfälle nicht verursacht, aber so hab ich immerhin schon einen kleinen Spitznamen „Destroyer“ bekommen.

Alles in allem ist es eine lustige Truppe. Es wird gelacht oder ich finde immer wieder nette Stellen im Intranet. An manchen Stellen ist etwas Chaos sichtbar. Aber hey: Wer bis vor Corona immer wieder auf Chaos Veranstaltungen war wie das Camp oder diverse Congresse war ist ein gewisses Chaos gewöhnt. Solang das Chaos noch eine gewisse Struktur hat und sich am Ende auch noch lösen lässt ist alles in Ordnung. Danach sieht es bisher aus.
Das es ein gutes Team ist merkt man auch schnell, wenn man abends noch was trinken geht und auch da noch Dinge zu erzählen hat. Kleine Frotzeleien gehören da auch mal dazu. :)

Deshalb hier noch ein Lied dazu (Fettes Brot geht immer):

Wie sieht ihr Gewicht aus? – JA!

Zur Zeit kann ich auch nur noch zur Frage antworten, wie es um mein Gewicht steht: „Ja!“ Mittlerweile leider fast wieder am gleichen Wert wie es Anfang 2020 war. Grob bei 130 kg. Wenn ich dann mal drüber nachdenke, dass ich im Juni letzten Jahres mal echt gut bei 112 kg war ist das echt ernüchternd. Jo, machst weniger Sport oder ist wieder mehr ist das eben die Konsequenz dazu.
Irgendwie ist gerade keine Motivation mehr bei diesem Thema da.
Es ist halt wirklich so: Wenn ich wieder diszipliniert dran gehen würde, wären 5 kg in einem Monat kein großes Problem. Na gut schauen wir ob das in den nächsten dunklen Monaten besser klappt.

Freunde besuchen in HD

Nachdem am 17.9.2021 nun mein letzter offizieller Arbeitstag im alten Job war, hatte ich noch ein paar Tage frei. Die freien Tage sind aber auch immer schnell verplant, wenn man nicht wegfährt. Da mal auf ner Baustelle helfen, dann noch ein Feuerwehr Einsatz. Das war besonders toll. Ich war am Montag auf der Baustelle und hab beim Gerüstabbau und dem Tragen der Gipssäcke geholfen. Dann ging mein Melder los: „Brandmeldeanlage aufm Wimberg“. Also schnell runtergerannt und schon gewundert wo denn alle sind. Also mal das Alarmfax geholt und die Straße aufgeschrieben, mich gemütlich umgezogen und das Auto bereit gemacht. Dann mich reingesetzt und dann losgefahren. Es hat zum Schluss nur noch ein Gruppenführer gefehlt. Also schnell hochgefahren, aber recht schnell festgestellt, dass mal wieder nur jemand seine Kochkünste ausprobieren wollte und dabei den Rauchmelder ausgelöst hat. ;) Also nichts passiert. So kam ich nach längerer Zeit mal wieder zu einer Alarmfahrt. Ja gut, man hat schon gemerkt, dass ich nicht so oft LKW fahre. Bei der Rückfahrt musste ich dann doch mal stärker bremsen weil die Kurve etwas schneller kam als erhofft. Aber es ist nichts passiert. Alle Kameraden und die Kameradin sind unverletzt geblieben und das Auto auch ganz geblieben.

Der Rest der Woche war dann auch voll. Dienstags das Motorrad zur Werkstatt bringen um noch allerletzte Mängel (Berganfahrhilfe aktivieren, Sturzbügel und Blinker) zu beseitigen.

Dann kam endlich wieder der Freitag. Ich bin dann morgens losgefahren und war gegen Mittag in Heidelberg. Ich hatte mich mit Manu verabredet um zur Demo (die für das Klima) zu gehen und halt dort mal mitzulaufen. Die Fahrt dorthin war recht schön, aber da es überland war auch relativ nervig, da immer viele Dörfer waren die auf der Strecke lagen und man langsam fahren musste. Die Alternative mit der Autobahn wäre fürs Motorrad aber auch sehr nervig gewesen. Trotzdem war die Strecke nicht schlecht und auch relativ kurvenreich. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht.

Die Demo war relativ voll und es gab auch einige tolle Schilder zu sehen (siehe unten in der Gallerie). Ein Schild fand ich bemerkenswert „It’s really bad, even the introverts are on the streets“. Ich hab leider kein Bild davon gemacht, aber das zeichnet für mich die ganze Situation aus. Wenn wir jetzt nicht eine Umkehr zu einer klimafreundlicheren Politik machen geht die Welt zugrunde. Der Welt ist es egal, da sie sich irgendwann nach dem Aussterben der Menschheit erholen wird, aber wir brauchen eben auch eine Lebensgrundlage.
Das Mitlaufen der Demo fand ich sinnvoll, aber die ständigen Parolen fand ich etwas anstrengend. Na gut, aber wenn man nichts sagt ist es ja auch sinnfrei. So irgendwann nach 2 oder 3 Stunden waren wir wieder am Startplatz und sind dann doch recht schnell wieder nach Hause, weil wir Durst hatten. Es wäre sicher noch spannend gewesen eine Band zu sehen, aber die hätten auch erst gegen 18 Uhr gespielt und ich war schon auf 19 Uhr mit Tonessi verabredet. Wäre also ziemlich knapp geworden.
Daheim bei Manu hab ich noch meine Dinge ausgepackt und wieder gepackt und umgezogen. Später noch einen gemütlichen Schwarztee getrunken und über sell und jenes gesprochen. Auch total spannend, wie die Wohnung wirkt, wenn plötzlich kein weiterer Mitbewohner drin ist.

Später bin ich dann direkt zu Tonessi gefahren und hab dort mein Mopped geparkt und mich kurz eingerichtet und wieder umgezogen. Die beiden haben echt Glück mit ihrer Wohnung gehabt. Relativ groß und für Heidelberger Verhältnisse recht günstig. Das ist für Gastfreundschaft echt ein Luxus ein Gästezimmer zu haben. Wir sind dann auch recht schnell wieder ins Städtle um noch was zu Abend zu essen. Dafür habe ich noch ein Fahrrad von Toni bekommen. Hat sich im Nachhinein auch recht gut gelohnt. Die Wege sind zu Fuß doch relativ lange, aber mit dem Fahrrad recht schnell zu meistern.
Wir hatten uns „Judas and the black Messiah“ im Kino angesehen. Wirklich sehenswert wer den Film noch nicht gesehen hat. Da nach dem Film auch schon knapp 0 Uhr war, sind wir auch wieder heim. Hui, da war die Straße zum Spaghetti Monster Platz mit vielen besoffenen Leuten nicht so leicht mit dem Fahrrad zu fahren. Aber es ging dann doch auch noch.

Am Samstag haben wir nach einem guten Frühstück noch den Zuckerladen und Alex Schnapsladen aufgesucht und uns damit eingedeckt. Der Zuckerladen ist echt schöne Institution für sich. Man kauft dort ein, aber an der Kasse spielt man noch Würfelspiele. Und dann gibt es noch was extra dazu. Nach einer Essenspause beim Falafel Laden ist Manu auch wieder zu uns gestoßen und wir sind die Tingstätte hochgewandert. War ein imposanter Ausblick und ich finde man könnte dort auch gute Konzerte veranstalten. Aber aktuell ist ja auch Corona, also gibt es eh keine Konzerte. Die Wanderung ist schon auch etwas mühsam, weil es doch ein gutes Stück bergauf geht. Dafür ist die Aussicht dort imposant und auch das Kloster schön und gut erhalten und immer auch gut für neue Ausblicke über Heidelberg.
Aber irgendwann wurde es uns dann auch zu bunt und wir sind wieder runtergelaufen und haben dabei noch eine Raupe entdeckt, die von Nessi heldenhaft von der Straße in den Weg neben der Straße gerettet wurde.

Abends gab es ein paar Wraps zu essen und neben Bier auch einige kleine Schnäpse und Liköre. Das hat einer Runde von einem Spiel (andere Variante von Mensch ärgerere dich nicht, dass man als Team spielt) und zwei Runden „Monopoly“ in Kartenform aber auch nicht geschadet. So ging der Abend auch wieder recht schnell vorbei und es war eine schöne Zeit. Die Nacht war dann auch ganz gut.

Der Sonntag war dann auch nochmal gut. Wir hatten uns am Samstag schon unterhalten ob und in welchen Gottesdienst wir gehen wollen. Es waren zwei zur Auswahl. Einer von einer FeG und einer charismatischen Gemeinde. Ich hab dann recht schnell für die Charismatiker gestimmt, weil dort auch zwei Leute hingehen, die ich auch so schon kannte. Also nach einem guten Frühstück mit Kaffee wieder auf die Fahrräder und losgefahren. Es war eigentlich ein ganz normaler Gottesdienst. Nur wurde bei manchen Liedern eben auch das Horn geblasen, was etwas befremdlich war. Die Predigt war über Masken und andere Bereiche, die wir auch gerne für uns behalten (auch vor Gott) und so eben auch nicht wirklich wachsen können. Gut, es war dann recht frei und ohne Bezug zu Bibelstellen. Aber mich hat es doch irgendwie angesprochen. Später gab es noch eine Zungenrede (was ich etwas befremdlich fand), aber auch eine Auslegung dazu (sogar 3 Leute, die es ausgelegt haben).
Später haben wir uns wieder von Manu verabschiedet und noch gemütlich was zu Mittag gegessen.

Später bin ich dann heim gefahren. Es sah schon nach Regen aus, aber ich wollte es eigentlich nicht wahr haben. Da es dann aber recht bald anfing, bin ich dann doch über die Autobahn heimgefahren und je näher ich wieder in Richtung Calw kam, desto mehr kam die Sonne wieder heraus.

Kurz um: Es war eine schöne Zeit mit Freunden in Heidelberg. Tonessi hab ich immer mal wieder auf der Baustelle oder in der Gemeinde gesehen, aber da ist oft auch nicht so die Zeit zum Schwätzen. Manu hatte ich seit dem Lockdown dann gar nicht mehr wirklich gesehen. Da war es auch mal wieder schön mal wieder im echten Leben zu schwätzen.
Auch wenn ich als Mensch eher schüchtern und introvertiert bin: Begegnungen mit Menschen außerhalb des Bildschirms sind wichtig und haben immer noch eine ganz andere Qualität. Deshalb ist es gut hin und wieder mal wieder Freunde zu besuchen.

Davon abgesehen ist Heidelberg auch recht schön.

Kleine Schwarzwaldtour mit @Des_Roin

Letzten Samstag als ich auf der Gemeindefreizeit war gab es nachmittags von 13:00 bis 18:00 noch freie Zeit. Manche sind Wandern gegangen, andere Stand Up Paddeln oder andere einfach spazieren oder Fußball in der Halle spielen. Da ich mich vor der Freizeit schon mit @Des_Roin zum Motorradfahren verabredet hatte und das Wetter glücklicherweise auch schön war, bin ich eine Runde mit ihm durch den Schwarzwald gefahren.
Dobel – Bad Herrenalb – Gernsbach – Schloss Eberstein – Rote Lache – Forbach – Hundsbach hoch zur Schwarzwaldhochstraße – Abzweigung Achern wieder runter – Kappelrodeck – Allerheiligen – Ruhestein – Seibelsecke.
Dort haben wir uns dann getrennt und ich bin wieder nach Dobel gefahren. Dass es doch noch eine gute Stunde dauert hab ich leicht unterschätzt. So kam ich erst um 18:50 Uhr zum Abendessen. Aber es gab noch was zu futtern.
Die Ausfahrt hat definitiv Spaß gemacht und Des_Roin hat seinen Reifen weiter abgefahren und links den Fußrasten Nippel angeschliffen (rechts war er schon vor unserer Ausfahrt ). Ich hatte ja nie solche Nippel, deshalb kann ich es nicht nachvollziehen wie das Geräusch sein muss. Aber als die Fußraste an der Bandit mal aufsaß war es auch ein kleiner Schrecken. „Hä was isch den jetzt kaputt.“ Am Ende meiner aktiven Fahrerei mit der Bandit ist auch immer öfter der Unterbodenschutz in bestimmten Kurven aufgesetzt… Deshalb kommt se demnächst weg. Die ist mir zu klein geworden und für die Rennstrecke dann doch etwas unhandlich.

Die Tiger macht endlich auch wieder Spaß. Einfach genug Luftdruck im Reifen, mit der Federung rumspielen und kontrolliert fahren. Manchmal ist es auch besser, wenn es nicht so schnell ist. Aber auch da gibt es schon manchmal Situation wo die Fußspitzen den Boden berühren. Nächste Saison mal wieder ein Sicherheitstraining machen, dann lerne ich die Tiger nochmal besser kennen hoff ich!

Des_Roin ist echt ein sympathischer Mensch und hat Freude am Fahren und dass er (noch) nicht so schnell in Kurven ist, tut mir auch gut. Dann fahr ich wenigstens nicht so übertrieben schnell. Aber langsam ist er auch nicht… ;) Ein Foto haben wir vergessen, aber wir fahren sicher mal wieder. Diese Saison oder spätestens nächste Saison wieder.

Ein Job geht zu Ende, ein neuer beginnt

Nachdem nun schon in einem Kommentar gefordert wird, dass ich wieder mehr schreiben soll, gibt es also wieder mehr zum Lesen.

Das Leben ist spannend und mit der Zeit verändert sich alles. Man wird älter, einige werden sesshaft, heiraten und bekommen Kinder. Ich bin nun zwar auch älter geworden, aber immer noch Single, kinderlos und somit relativ frei. Wie ich zu meinem neuen Job, der ab Oktober anfangen wird, gekommen bin steht ja hier.
Die letzten Wochen waren relativ intensiv. So war am ersten September Wochenende noch ein Release Wechsel von unserem ERP System. Da hatte es mir schon leicht davor gekraust. Im Nachhinein war es aber insgesamt recht gut vorbereitet und getestet. So ziemlich alles was wir getestet hatten und am Ende auch akribisch dokumentiert und an den Dienstleister mitgeteilt haben, ging dann recht gut los. Mein Kollege hatte dann von Sonntag auf Montag eine Nachtschicht eingelegt um die ersten Kollegen in Asien supportmäßig abzudecken. Es gab tatsächlich etwas Kleineres was nicht ging. Aber da wir das im Testsystem schon mal gesehen hatten, war es kein Beinbruch. Insgesamt war die Woche nach dem Releasewechsel kurz etwas mühsam, aber die Anfragen der Töchterfirmen bezüglich Problemen hielt sich echt in Grenzen und die neuen Probleme wurden auch immer recht kurzfristig wieder gelöst. Am Ende hat mir diese Zeit wieder am meisten Spaß gemacht. :) Es war zwar auch kurzfristig stressig, aber ich war auch wieder gut gefordert und konnte viele Probleme auch recht einfach lösen. Manches wussten wir während der Testphase schlicht und ergreifend nicht, da es Bereiche sind, die wir nicht nutzen und die Töchter vor vielen Jahren mal eingeführt haben. Das war aber auch kein Problem, da wir die Probleme wie gesagt recht schnell lösen konnten. :)

Im alten Job wurde uns ab Ende November 2020 wieder Home Office verordnet. Für Mitte September gab es dann wieder die Anweisung, dass wir wieder mindestens ein Tag in der Woche ins Büro kommen sollten. Am Anfang fand ich das eher nervig. Wieder aufstehen ins Auto hocken und im Büro die gleiche Arbeit machen, die ich die ganze Zeit auch daheim gemacht habe. Vor allem das Hören von Musik nebenher war so ohne Weiteres nicht mehr möglich. Aber ich hab die Zeit im Büro auch wieder genossen. Endlich wieder Kollegen zu sehen und ab und an auch mal eine Runde reden. So etwas ist daheim wirklich sehr schwierig. Oder man telefoniert explizit mit den Kollegen. Aber auch Infos die einfach so mal gesagt werden bekommt man daheim nicht mit. Deshalb war ich dann manchmal doch etwas überrascht als eine Neuigkeit gab. Ich finde daher mittlerweile Home Office ganz nett, aber schätze auch wieder das Büro. Manchmal ist es einfach besser im gleichen Büro zu sitzen. Da geht der Informationsfluss einfacher. Außerdem war die Arbeitsatmosphäre auch wieder anders. Irgendwie mehr Konzentration. Natürlich auch recht nervig, wenn man mit 5 Leuten im Büro hockt und 3 davon telefonieren. Aber ansonsten auch einfach recht gut.

Letzte Woche war nun dann wirklich meine letzte Woche. Von Dienstag bis Donnerstag war ich nochmal im Büro. Für Dienstagabend hab ich mich nochmal mit einem Kollegen aus der Produktion zum Moppedfahren verabredet. Wir haben in den letzten 2 Wochen doch immer mal wieder und teilweise auch recht intensiv miteinander zusammengearbeitet. Diese Feierabendrunde war wirklich gut und hat Spaß gemacht. Aber auch recht eindrücklich: „Schade, dass Du gehst. Aber wenn es Dir im neuen Job doch nicht gefallen sollte kommst halt wieder zurück.“
Am nächsten Tag kamen dann auch noch der kaufmännische Geschäftsführer und der Geschäftsführer im Büro vorbei und haben sich auch nochmal persönlich von mir verabschiedet. Auch wieder: „Schade, dass Sie gehen! Aber sie wissen ja: Wenn es im neuen Job doch nichts werden soll, kommen se halt wieder zurück!“
Mittwochabends habe ich dann noch zu einer Runde im Biergarten eingeladen. Viele sind meiner Einladung gefolgt und es war eine schöne Runde. Auch eine Kollegin, die Ende Januar in den Mutterschutz gegangen ist kam zu unserer Runde dazu. Ich glaube alle haben die Runde wieder genossen um auch die anderen Kollegen wieder zu treffen und nicht nur wegen dem Freibier oder Freigetränk von mir. Aber auch hier war es wieder sehr eindrücklich: „Schade Tobi, dass Du gehst. Es war eine schöne Zeit mit Dir. Aber jetzt schaust es Dir halt mal im neuen Job an und so nach 2, 3 Monaten wenn es dort doch doof ist, kommst halt wieder zurück. :)“
Der Donnerstag war dann mein letzter Arbeitstag im Büro. Der war auch nochmal etwas spannend. Einfach noch letzte Dinge abgeben und von ein paar anderen Kollegen verabschieden. Auch hier war es halt immer einstimmig: „Schade, dass Du gehst! Aber Du weißt ja, wenn es im neuen Job nichts wird, den Weg kennst Du ja und die Türen stehen für Dich offen.“

Ich finde, dass zeigt am Ende auch nochmal ein besonderes Lob. Die Kollegen waren wohl mit meiner Arbeit im allgemeinen zufrieden und schätzen mich wohl auch als Kollegen. Von einem Kollegen hab ich zum Abschied auch noch ein Päckle Mehl bekommen. Sogar ein hochwertiges 550er. Normal verwende ich eher Standard 405er. Die Waffeln haben soweit auch geschmeckt.

Zu den Waffeln noch eine lustige Anekdote. Am Mittwoch als die Geschäftsführer dann noch durch unser Büro liefen haben sie noch meine Waffeln entdeckt. Also erstmal die Packung mitgenommen um auch der Sekräterin was zu geben. Der Geschäftsführer dann zu den Kollegen: „Gell, wenn es das nächste Mal wieder so leckere Waffeln gibt, bitte Bescheid geben. Die waren echt lecker!“
Achja. Da ist man jahrelang im gleichen Stock, aber auf die Idee mal Waffeln ins Büro der Geschäftsführer zu bringen kam bisher niemand. Na gut, dann wären ja auch weniger für die Kollegen da gewesen. Wobei meine Mengen schon immer ein paar Tage reichen. Achso übrigens hier noch die Rezepte dazu.

Und nun hab ich seit gestern endlich frei und vermisse schon leicht die Kollegen. Aber andererseits freu ich mich auf die kleine Auszeit bis Ende September. Ab 1. Oktober geht es dann schon wieder im neuen Job los. Das heißt am 30. September muss ich noch ein paar Waffeln backen. Rein jobmäßig war die Entscheidung im alten Job aufzuhören richtig (Die Stelle ist zu stark mit externen und teilweise nervigen Dienstleistern verwachsen), aber dass mir am Ende die Kollegen doch recht nah ans Herz gewachsen sind hab ich dann doch unterschätzt.

Jetzt bin ich mal auf die neue Stelle gespannt. Bisher machen die Kollegen einen netten Eindruck auf mich. Mal schauen wie es sich im Alltag heraus stellt und wie nervig die Pendlerei am Ende doch wieder werden wird. Die Arbeitsaufgaben werden vermutlich wieder spannender und herausfordernder. Andererseits gebe ich auch einiges auf. Finanziell bedeutet das zum Beispiel, dass das Monatsgehalt gleich bleibt bzw. nach der Probezeit minimal höher ist. Aber die ganzen Extra Zahlungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Sonderprämien oder sonstiges komplett wegfällt. Na gut, vermutlich gibt es in guten Jahren am Ende auch mal eine kleine Erfolgsprämie. Die ist ja auch variabel. :)
Dafür gibt es wieder Geschäftssmartphone. Was ich davon halten soll, weiß ich noch nicht. Aber kann auch ganz schick sein. Selbst moderne Smartphones sollen noch eine Ausschaltfunktion besitzen. ;) Die spannendsten Klauseln finde ich 3 Monate Kündigungsfrist und 17 Überstunden, die mit dem Gehalt abgegolten sind. Bei allen Arbeitgebern hab ich bisher immer recht ähnlich verdient. Beim ersten auch schon ähnlich, beim aktuellen gab es halt noch umgerechnet 2 Monatsgehälter in Form von Sonderzahlungen übers Jahr verteilt dazu. Beim neuen fallen diese wieder weg, dafür gibt es ein Geschäftshandy mit Privatnutzung Erlaubnis (auch ein Vorteil) aber bisher die härtesten Bedingungen im Arbeitsvertrag.
Na gut, ich hab ja nicht ohne Grund unterschrieben! Einfach weil ich mir neue Herausforderungen im Job erhoffe (darüber haben wir ja auch schon im Vorstellungsgespräch gesprochen) und ich den Eindruck habe, dass die Du-Kultur, die Öko Kultur (Solar ist eben ökologisch) und die Kollegen auch zu mir passen. Ich pass hoffentlich auch zu Ihnen und nicht nur wegen den Waffeln, sondern auch so. :)

Alles in allem: Es waren nun interessante 2,75 Jahre im alten Job und ab Oktober beginnt eine neue Zeit. Auch wenn der alte Job oft auch nervige Phasen hatte, hab ich am Ende auch wieder vieles gelernt. Fachlich und auch menschlich. Daher: DANKE an den alten Job und HALLO an den neuen Job!