Albanien Rundreise 2025

Als ich Anfang des Jahres noch mit meinem Nachbarn über Albanien gesprochen habe, war noch alles ganz normal. "Machst Du spezielle Reifen drauf?" - "Nö, die normalen Straßenreifen reichen gut. :)"
Ab dem 6. Juni bis zum 20. Juni waren wir dann unterwegs. Knapp 5350 km innerhalb 14 Fahrtagen (ein Pausentag am Meer in der Mitte war dann doch noch notwendig in Pogradec am Ohridsee) und dabei locker und lässig 11 Länder besucht. Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Kosovo, Mazedonien (hier ist der Einreiseversuch über eine grüne Grenze von Kosovo nach Mazedonien leider fehlgeschlagen), Griechenland und auf der Rückreise auch noch Italien bzw. Südtirol. Am Ende des Tages war es einfach nur genial. Soviele schöne Eindrücke und Erlebnisse. Besonders an der grünen Grenze hab ich meine Schotterfahrkünste erweitert. Während ich beim Versuch einen Berg hochzufahren erstmal mein Motorrad ins Gras geworfen. Danach auch den Berg heruntergefahren mit den Füßen unten. Was man nicht machen sollte. Danach den Schotterweg zur grünen Grenze schon mit den Füßen auf den Fußrasten gefahren. Als wir dann umdrehen mussten, weil der Grenzer uns nicht durchlassen wollte, bin ich immerhin schon stehend wieder hochgefahren. Das war doch relativ anstrengend, aber es hat sogar Spaß gemacht. :D
Deshalb ein paar schöne Eindrücke: War einfach nur geil

Michelin Road 6 auf der Tiger 1200 Desert

Nachdem ich nun einige Jahre immer den Conti Road Attack 2 und danach immer den Conti Raod Attack 3 bzw. Trail Attack 3 auf der Bandit und nun auf der Tiger 1200 gefahren bin, war es auch mal wieder Zeit für einen Wechsel. Viele Leute haben den Michelin Road 6 drauf und schwärmen davon. Besonders im Regen soll der richtig genial sein.
Vor 2 Wochen hat mein Bruder mir den Reifen draufmachen lassen und ich dachte noch, dass ich den noch einfahren sollte, bevor Ende Oktober die Saison für mich endet. Also hab ich mal am 21. Oktober noch spontan Flo gefragt, ob er mit mir fahren will. Eigentlich war es nicht so lang geplant. Wir sind um 14 Uhr los und so auf 18/19 Uhr war wieder geplant zurück zu sein. Naja, es war dann doch eher nach 20 Uhr und echt schon dunkel. Und dann hatte ich vor der Fahrt noch angekündigt, mal etwas langsamer zu fahren. ;) Aber dieser Reifen ist einfach soooo geil. Selbst beim Einfahren gibt der Reifen sofort ein gutes Gefühl und rutscht nicht. Die Straßen im Schwarzwald sind ja nun wirklich nicht oft richtig gut. Besonders die Rote Lache ist berüchtigt oder die Erzgrube hinten raus auf die B294 nach Baiersbronn. Mein Fahrwerk war nur knapp unter Sportlich eingestellt, also relativ hart.
Vielleicht war ich meine Maschine auch einfach schon mehr gewohnt als Flo, aber diesmal bin ich einfach doch öfter voraus weggefahren und Flo hatte besonders in den schlechten Straßen mehr zu kämpfen als die letzten Male. Aber man wartet ja aufeinander und lässt den Abstand nicht ewig abreisen. Aber auch wenn ich die Strecken natürlich schon mal irgendwann gefahren bin. Der Ruhestein ist immer noch recht spannend und auch leicht herausfordernd. Aber insgesamt war der Reifen einfach top und ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Kilometer damit. Der gibt so ein gutes Gefühl.
Der Conti Trail Attack 3 hat tatsächlich bei hohen Außentemperaturen auch immer mal wieder leicht angefangen zu schmieren. Da bin ich mit dem Road 6 Reifen mal gespannt, wie sich dieser Reifen verhält. Aber besonders auch auf die Regen Eigenschaften. Denn ab und zu soll ja auch mal Regen vorkommen und besonders bei längeren Touren ist das sicher auch ein Thema.

Mein Reifen ist schon leicht eingefahren und hat scheinbar auch schon 38 Grad Schräglage rechts erfahren, aber ein bisschen Werbefläche ist noch vorhanden. Falls also jemand Werbung buchen will, meldet sich einfach. ;) Ich übernehme aber keine Garantie, dass man diese dann auch dauerhaft bis zum Lebensende des Reifens lesen können wird.

Am Ende war das mit dem Langsamfahren dann doch eine Lüge. Aber wir hatten wieder unseren Spaß beim Fahren und das war einfach genial. ;) Nach den letzten Ausfahrten mit Thomas dem S1000RR Fahrer war Flo wieder eine schöne langsame Alternative. Wobei wir ja trotzdem nicht so langsam sind, nur eben auch mal etwas langsamer.

Wie sind eure Erfahrungen mit Motorradreifen?

Tour durch Tschechien und Prag

Ende Mai bin ich mal wieder mit ein paar Leuten mit dem Motorrad unterwegs gewesen. Unser erstes Ziel war Bayerisch Eisenstein. Ein Örtchen direkt an der tschechischen Grenze. Dort haben wir übernachtet. Wir waren zu viert im Zimmer und haben so einen guten Preis bekommen. Gerade einmal 102 Euro musste ich am Ende zahlen. :)
Die Anfahrt war relativ unspektakulär. Wir haben uns in Plochingen getroffen und sind dann recht straight nach Bayerisch Eisenstein gefahren. Natürlich waren auch wieder viele Pausen dabei, um eine zu rauchen. Alle haben sich gewundert, warum wir 8 Stunden unterwegs waren. Na ja es waren halt 450 Kilometer von Calw nach Bayerisch Eisenstein. Vor Geißlingen an der Steige sind wir dann mal von der Bundesstraße runter und anders gefahren. Soviel Stau wollten wir uns dann auch nicht zumuten. Ansonsten relativ viel Bundesstraßen an dem Tag.
Am zweiten Tag ging es dann gleich nach Prag. Eine Mitfahrerin wollte unbedingt dorthin, um das Hardrock Café T-Shirt zu kaufen. Ich hab eigentlich nichts davon gehalten, aber halt eine Route vorgeschlagen. 4 Stunden hin und 4 Stunden zurück und 2 Stunden Aufenthalt grob. Dass es ein langer Tag wurde, war dann schon klar. Und es waren dann auch wieder 402 Kilometer auf der Uhr. Alles in allem sind die Kilometer eigentlich nie so das große Problem. Aber immer so viele Pausen zwischendurch (gut mein Arsch hat die Tage echt geschmerzt) und halt die relativ langsame Fahrt dorthin. Die Mitfahrerin an zweiter Stelle ist halt immer ihren Stil gefahren (ist grundsätzlich ok), aber leider auch oft langsam und hat in den Kurven extra nochmal abgebremst. Der Tourguide mit seinem Seitenwagen ist so weit in Ordnung gefahren. Wenn 100 war, ist er auch die 100 gefahren. Aber in Kurven halt extra langsam zu fahren ist einfach ewig anstrengend. Ich bin diese 4 Tage bewusst an letzter Stelle gefahren. So konnte ich mich mal zurückfallen lassen und wenigstens ab und an ein bisschen mal zügiger fahren oder auch die Kurven ordentlich angehen.
Am dritten Tag wollten wir es eigentlich gemütlich angehen lassen und sind durch Österreich, Tschechien und Deutschland gefahren. War ganz angenehm und es gab eine interessante Umleitung, auf der uns ziemlich viele Radfahrer begegnet sind und ein bisschen Offroad (steinige Waldstraße) war auch dabei. Aber alle Straßen waren nie für Autos gesperrt. Wir sind uns also keiner Schuld bewusst. Es waren dann auch mal tatsächlich nur 343 km, aber aufgrund des langsamen Fahrstils waren wir auch wieder den ganzen Tag in der glühenden Sonne unterwegs. Dafür haben wir ein paar Hunde gesehen und es wurde viel geraucht. Es hat relativ gut Spaß gemacht und war ein bisschen Erholung für den Arsch.
Am letzten Tag hatten wir erstmal keine konkrete Rückfahrt geplant. Aber irgendwie sind wir dann auch heimgekommen und es waren ein paar schöne kurvige Strecken dabei. Wir hatten am Ende noch einige Gaststätten gefunden, die aber alle aufgrund vom Dienstag geschlossen hatten. Am Ende gab es aber in der Rettichbar noch etwas zu essen und zu trinken. Aufgrund der langen Fahrt bin ich dann zum Schluss den Rest auch noch über die Autobahn heimgefahren. Es waren 465 km von Bayerisch Eisenstein nach Calw. Recht viel und ich war am Ende richtig gut müde.

Alles in allem war die Tour gut. Aber mit der einen Mitfahrerin etwas anstrengend, da wir teilweise einfach extrem langsam unterwegs waren, wo 10 bis 20 km/h möglich gewesen wären. Vielleicht hätten wir uns dadurch ein bisschen Zeit eingespart. Egal, am Ende sind wir wieder gut angekommen und es ist kein Unfall passiert.

Hier noch ein paar Bilder von der Tour in leicht willkürlicher Reihenfolge: