Windows 10 endlich mit Paketmanager

Gestern abend war ich bei einem Vortrag über “Windows 10″. Die meiste Zeit war es eher langatmig. Sie haben Neuigkeiten wie “mehrere virtuelle Desktops” gezeigt oder endlich einen Browser der genauso spartanisch wie Chrome daherkommt. An und für sich ist man das aber schon lange von anderen System wie Linux gewöhnt. Ich bin zwar immer noch ein Fan von Firefox, das liegt aber eher an der Gewohnheit. Das Aussehen ist mittlerweile wieder recht gewohnt. Es gibt wieder ein Startmenü, die Apps können im Fenstermodus betrieben werden. Die CMD ist randlos und kann durchsichtig werden. Und es ist alles Touch Optimiert. Alles in allem wird es ein annehmbares System werden, ganz wie Windows 7 oder Windows XP (da bin ich mittlerweile aber froh, dass es nun tot ist!)

Das allerbeste gestern abend: Microsoft hat nun die Leiden der Admins erhört und bietet nun in Zusammenarbeit mit Chocolatey einen eigenen Paketmanager an mit dem man die wichtigsten Pakete (Java, Flash Player, Adobe Reader, Notepad++) ohne diese ganze Toolbars und Klickorgien installieren lassen kann. Das ist echt sehr schön. Das einzige Problem sind momentan noch die Updates der Pakete. Aber warten wir noch ein paar Jahre, dann wird das hoffentlich auch ein gelöstes Problem sein.

Wer Java auf Firmenrechnern installiert hat, weiß dass es blöd ist. Man muss sich wirklich explizit von seinem Benutzerkonto abmelden und extra den Administrator anmelden. Viele andere Programme erlauben die Installation auch mit “Als Administrator ausführen”, was deutlich bequemer ist. Ein Grund mehr, warum ich Java kacke finde!

Der Vortrag wurde angemessen im gemäßigtem Fefe Style gehalten. Optimal geschmacksneutral!

Employee of the month – Kurzfilm

Der folgende Vortrag ist auf französisch, aber mit englischem Untertitel. Wer zumindest eine Sprache versteht, sollte es verstehen!
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Hub of All Things (HAT)

Durch ein schönes Video von Jorge Cham bin ich auf ein neues Projekt gestoßen. Das HAT (Hub of All Things). Ich hab mir noch nicht jede einzelnen Seite dieses Projektes durchgelesen, aber auf dem ersten Blick klingt es nach einer interessanten Idee, wie wir in Zukunft mit den generierten Daten durch Nutzung der verschiedenen Dienste vielleicht wieder einen neuen coolen Dienst erschaffen können. Das Post-Privacy Fass mach ich an dieser Stelle mal nicht auf!

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ArduIDE – Die alternative IDE für Arduino unter Linux

Seit einer Weile beschäftige ich mich ja mit Arduino. Als überzeugter Linux Benutzer (ich muss mich schließlich schon im Geschäft immer wieder mit Windows und seinem nervigem Update Verhalten herumärgern!) wollte ich natürlich auch eine native Anwendung haben. Arduino bietet zwar auch eine IDE an. Mit der kann man zwar die Anfangsbeispiele noch gut nachprogrammieren. Aber sobald man ernsthaft etwas programmieren möchte wird es einfach nervig. Keine Auto Completion und die Syntax Highlighting kommt auch erst wenn man das Wort zu Ende geschrieben hat. Kurzum die bequemen Sachen die man beispielsweise von Visual Studio (ja ich benutze das recht gerne!) kennt gibt es dort alles nicht. Der einzige Vorteil ist: Der Compiler unterstützt alle offiziellen Boards.

Also hab ich vor längerer Zeit mal diesen Beitrag angeschaut und versucht mit MarioMole glücklich zu werden. Nachdem ich aber nun mit dem GSM Modul arbeiten möchte, brauch ich zwingend noch die 1.0.5er Arduino Version. Und irgendwie hat das mit MarioMole nie so richtig bei mir funktioniert. Also mal den Komodo Edit ausprobiert, hat aber auch nicht funktioniert. Stino für Sublime Text wäre noch eine Möglichkeit gewesen. Ich war aber immer zu faul Sublime wieder zu installieren. Außerdem fand ich den Startvorgang immer enorm langsam. Da ist unter Windows Notepad++ immer noch schneller und unter Linux ein Gedit auch schneller. Dann hab ich die letzten Tage noch den Geany ausprobiert. Ein sehr schicker Editor mit leichten IDE Fähigkeiten. Ich hab nach dieser Anleitung versucht das Ding zum Laufen zu bekommen, hat bei mir (Ubuntu 14.04) aber leider nicht geklappt. Zumindest als ich ein Standard GSM Beispiel ausprobiert habe. Also wieder weg und dann mal richtig gegoogelt: “Alternative Arduino IDE Linux” und die folgende Seite gefunden.
Dann einfach mal die Anleitung zum Installieren Schritt für Schritt nachgemacht und mir sozusagen die IDE selbst aus den Quellen kompiliert. Beim ersten Starten wollte ich die Arduino 1.0.5er Installation von Ubuntu Quellen angeben. Die wurde aber nicht akzeptiert.
Also einfach die 1.0.5 von Arduino geladen in mein Home entpackt und plötzlich funktioniert es auch schon. Der alles entscheidende Test war mal wieder das Kompilieren eines GSM Beispiels und Hochladen. Hat funktioniert. Es gibt auch einen Serial Monitor in dieser IDE. Den hab ich noch nicht ganz kapiert, aber auf jeden Fall hab ich endlich mal eine funktionierende IDE für Linux, die sogar relativ schick aussieht und stabil läuft.

Java Leute hätten mir ja wieder Eclipse empfohlen, aber ich mag kein Java. Das wirft immer seltsame Fehlermeldungen und naja die Runtime lässt sich seit Jahren unter Windows 7 nicht als normaler Benutzer updaten (ich geb ja schon meine Admin Credentials ein!).

Das ino Projekt wäre noch eine interessante Kommandozeilen Sache gewesen. Aber ich möchte gerne eine grafische IDE haben, die einfach das macht, was ich erwarte. Das Kompilieren und Uploaden soll einfach funktionieren. Das Programmieren ist ja auch schon schwer genug.

In diesem Fall: Daumen hoch an die Entwickler von ArduIDE. Schöne IDE und sie funktioniert sogar!

//Update vom 8.3.2015:
Nachdem ich gestern den ganzen Tag mit der IDE gearbeitet habe, gibt es doch noch ein paar Nachteile. Wenn man auf Hochladen (Upload) klickt wäre es schön, wenn er automatisch in die Ausgabe springen würde. Denn manchmal klappt das Hochladen einfach nicht, weil vielleicht die USB Kommunikation wieder auf einen anderen Port gewechselt hat. Oder es liegt ein Fehler im Code vor.
Und die Autocompletion fehlt immer noch. Allerdings gefällt mir die IDE trotzdem sehr gut. Der Code wird relativ gut dargestellt und vor allem auf schwarzem Hintergrund. Da lässt es sich einfach gut lesen und bearbeiten. Wenn der Editor noch mit der Zeit erweitert wird, könnte es noch richtig gut werden. Ich kann den ArduIDE aber weiterhin empfehlen. Mit 1.0.5 von Arduino funktioniert es richtig gut.

Erst HEARTBLEED dann POODLE und nun FREAK

Die Entdecker von Sicherheitslücken in der SSL / TLS Bibliothek sind auch besonders einfallsreich im Benennen von Sicherheitslücken. Die aktuelle Lücke, in der ein uralter Export Schlüssel mit 512 Bit verwendet, wird FREAK genannt. Wer mal seinen Server mit Zertifikat von außen testen lassen möchte, kann dies hier tun.