Warum eigentlich den Job wechseln?

Immer wieder hab ich gehört oder gelesen, dass viele Leute ihren Job wechseln. Das mag manchmal auch gut begründet sein: Betriebsklima unter den Kollegen ist schlecht geworden oder es gibt Gehaltsprobleme… :)
Darum hab ich eigentlich auch immer gedacht:

„Ich hab jetzt zwar den Job, den mach ich 2 Jahre lang und danach such ich mir nen größeren Laden. Oder ich tu mir nochmal die Schule an und studier später. Im Endeffekt müsste ich dass sogar tun, wenn ich später wirklich mal einen anderen Job finden müsste.“

Doch neulich hab ich mal mit dem Boss geredet. Im Nachhinein fehlen mir seitdem schlichtweg die Gründe, was einen Jobwechsel rechtfertigt.

Ich hab bisher sehr gute Vorteile:
– unbefristeter Arbeitsvertrag (das ist nicht mehr selbstverständlich)
– sehr gutes Betriebsklima unter den Kollegen und kurze Wege wenn was zu klären ist (Sprich keine Bürokratie)
– sehr abwechslungsreiches Aufgabengebiet (IT und TK-Landschaft, aber auch Websiteanpassungen und DB Verwalten und eben Tagesgeschäft)
– viele Freiheiten: kann schnell wegspringen wenn Feuerwehreinsatz ist und kann auch so mal früher gehen
– sehr viel Verantwortung für einen „Anfänger“
– recht gutes Gehalt für den Anfang

Gut ein paar Nachteile gibts auch:
– Manchmal muss ich mir förmlich Geschäft suchen, weil die IT eben rund läuft. Wenn dann die verschiedenen Abteilungen auch nicht wirklich was anbieten können, ist das schon etwas nervig. Dauernd den Heise Ticker zu lesen macht auch nicht immer Spaß.
– manche Aufgaben sind teilweise noch vom Chef abhängig (mangels Produktwissen)
– Manche Aufgaben erfordern sehr viel Kreativität was mich manchmal etwas überfordert. Früher in der Ausbildung wurde einem meistens schon der Weg vorgegeben.

Einer der Gründe für mich mal mit dem Gedanken „Jobwechsel“ zu spielen, waren die beruflichen technischen EDV-Herausforderungen. Wenn der Laden größer ist, ist die IT-Infrastruktur auch größer. Ich könnte beispielsweise viel mehr Erfahrungen mit Linux und Netzwerktechnik sammeln. Der zweite Punkt war einfach auch die Frage: Kann ich mit dem Gehalt in 5 bis 7 Jahren eventuell auch eine Familie ernähren?
So im Nachhinein kann ich sagen: Man muss nicht immer in einer großen Firma arbeiten! Denn entweder man hat ein Team und muss sich mit denen wieder „rumplagen“ und ist vielleicht vom Teamleiter eingeengt oder man ist allein und hat kein Privatleben mehr! Diese beiden Extreme gibt es.
Und wegen dem Gehalt lässt sich eigentlich immer verhandeln. Vielleicht nicht gerade in den Krisenzeiten, da muss jeder sparen. Es sollte auch verständlich sein, dass Gehaltserhöhungen warten müssen.
Von dem her gesehen: Warum soll ich mir eigentlich die Mühe machen und die Schule weitermachen, wenn ich dann in 7 Jahren nach einem Studium eventuell einen besser bezahlten Job bekomme, aber der Job nicht zu mir passt. Im Moment hab ich ja auch noch die Möglichkeit interne Weiterbildungen zu machen (ich muss diese nur raussuchen und nochmals nachfragen) und Gehaltstechnisch wird es auch irgendwann wieder weitergehen.

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder.

Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

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