Baumhaus wurde eingeweiht

Der aktuelle Baumhausprototyp 3.0 (der nun auch als Vorlage für die weiteren Baumhäuser dient) wurde am vergangenen Freitag 4.3.2016 feierlich eingeweiht. Daher nun noch als Erinnerung dieses Video:

Weitere Informationen zum Baumhaus wird es in Zukunft hier geben: Baumhaustechnik.de

Update vom 8.3.2016: Sogar der Schwabo berichtet über die Einweihung.

Arduino: GSM Modul und Keypad zusammen macht Probleme

So dele, seit Anfang diesen Jahres bastle ich mehr oder weniger regelmäßig in meiner Freizeit an einem „Schloss“ für ein Baumhaus.
Die Idee: Der Arduino bekommt vom Webserver einen Code als SMS gesendet, der ausgewertet wird. Die SMS enthält ein bisschen Text (geheimer Prefix! Aus Securitysicht natürlich ein Witz. :) ) und hinterher dann den Code. Dieser Code ist dann solange gültig, bis irgendwann eine Lösch SMS kommt. Der Code wird via Keypad eingegeben: Ist der Code richtig, öffnet sich ein Relais und damit das Schloss.
Sobald aber nun ein Code drin ist, ist der Arduino im „Code Eingabe“ Modus und leider gibt es keinen Interrupt vom GSM Modul, der mir mitteilen würde, dass gerade eine SMS gekommen ist.
Deshalb hängt sich der Arduino regelmäßig auf und nach ein paar Mal testen kann das Modul keine SMS mehr empfangen. Sprich die Idee ist zwar eigentlich nicht schlecht, aber momentan viel zu unzuverlässig.

Das kann nun an mehreren Sachen liegen:
1. Die Hardware ist doof. (Würde ich aber fast mal ausschließen wollen, da es selbst mit einem Original Arduino nicht zuverlässig funktioniert!)
2. Ich hab einen Mist programmiert (dabei hab ich die logischen Dinge schon in Funktionen ausgelagert, damit sie nur dann aufgerufen werden, wenn es explizit erforderlich ist)
3. Das GSM macht generell zu viele Probleme.

Vermutlich eine Mischung aus allen 3 Punkten + X!

Irgendwann stelle ich vielleicht den Code nochmal online. Muss dazu aber noch ein paar Dinge wie PIN und Prefix entfernen!

Aber es gibt ja noch andere Ideen: Man nimmt statt einem GSM Modul ein RTC Modul, mit dem man immer ein aktuelles Datum hat. Anhand vom Datum kann man einen Code generieren (ein paar Mal multiplizieren, damit es nicht ganz so offensichtlich ist.) und einem Teil für die Anzahl der Tage. Hinterher kann dann der Besucher einmal den Code eingeben und er wird solange gültig sein, bis irgendwann die Anzahl der Tage überschritten wurde. Das sollte relativ einfach und zuverlässig funktionieren. Der Code Generierungsalgorithmus ist dann einmal auf dem Arduino und einmal auf dem Webserver. Beide sollten gegen Reverse Engineering einigermaßen sicher sein. Zumindest vom Arduino fällt mir gerade keine einfach Methode ei

Alternative 2: Man generiert einen QR-Code und liest diesen dann per Kamera an einem Raspberry Pi aus. Das hätte auch Stil und wäre bequem. Wie zuverlässig es funktioniert bleibt mal dahin gestellt. Wenn ich ab und an mal ein Paket bekomme, dass in der Packstation gelagert wird war es oft mühselig den normalen Barcode erfolgreich einscannen zu lassen. Aber wahrscheinlich hab ich es nur nicht im richtigen Winkel hingehoben oder bin einfach zu doof. Nach Quadrilliarden Versuchen hat es aber dann doch immer geklappt. ;)

Soviel mal zu diesem Thema. Näheres dann, wenn alles klappt. Den Code werde ich dann vermutlich mal einscannen. Den Algorithmus aus Gründen der nationalen Sicherheit natürlich nicht! Das dürfen findige Hacker selbst herausfinden! So schwer wird es aber nicht sein.

Ganz aufgeben möchte ich das GSM Modul noch nicht. Denn zumindest der SMS Versand funktioniert recht zuverlässig. Also könnte man diese Funktion in Form einer Alarmsicherung mit Reedkontakt noch gut verwenden! Jetzt muss aber erstmal ein funktionerendes Schloss her, danach sehen wir weiter! Der Rest ist eher nettes Beiwerk!

Als dritte Alternative kann man sich auch einfach „Android meets Arduino“ ansehen. Die Smartphones sind nicht mehr teuer und haben schon einiges an Sensoren dabei, da wäre es ganz nett wenn man diese auch nutzen könnte.

Ich bin nun Pfadfinder

In der Feuerwehr gibt es jemand, der in seiner Freizeit auch noch bei den Pfadfindern mitmacht und immer wieder verschiedene Projekte am Start hat. So wollte er vor langer Zeit einmal einen Quadrocopter bauen und wollte mich dazu als Programmierer gewinnen. Aber erstens konnte ich nicht so gut in C programmieren und zweitens war mein Zeitbudget ziemlich erschöpft. Nun baut er und seine Pfadfinder und ein paar externe Helfer (Baumingenieur, Statiker, …) schon seit rund 2 Jahren an einem Baumhaus. Mittlerweile steht es auch schon relativ fertig im Wald. Allerdings ist es immer noch ein Prototyp. Nun wurde ich dann nochmal angefragt ob ich nicht Lust hätte ein elektronisches Schloss zu entwickeln. Die Idee war: Es soll nicht nur ein Baumhaus werden, sondern ein Baumhaus Wanderpfad im Schwarzwald. Sprich irgendwann sollen an vielen Waldstücken oder Campingplätzen Baumhäuser sein und ein vom Tagesmarsch erschöpfter Wanderer könnte sich für die Nacht im in der Luft hängenden Baumhaus einen Schlafplatz einmieten. Je nach Ort vielleicht sogar mit Duschen und Toiletten oder sogar mit Brötchen Bring-Service.
Da ein Baumhaus unter diesem Aspekt auch etwas sauber gehalten werden muss, macht ein Schloss sehr viel Sinn. Nun könnte man jetzt einfach ein normales Schlüssel-Schloss verwenden, müsste aber dann immer den Schlüssel an den Mieter übergeben. Wenn der Mieter aber recht spontan um 1Uhr nachts am Baumhaus ankommt schläft vermutlich der Betreiber des Baumhauses schon. Deshalb wäre ein elektronisches Schloss ganz geschickt. Da im Wald oft die Mobilfunkverbindung recht schwach ist, haben wir uns dazu entschlossen den Code den man eingeben muss als SMS zu senden. Unter Hackern ist die SMS natürlich sehr unsicher. Für normale Szenario (wenn wir noch nicht so groß sind!) könnte es noch ausreichen.
Der Kunde bucht also auf einer Internetseite das gewünschte Baumhaus (sofern es noch frei ist), bezahlt und bekommt zum gewünschten Zeitraum per E-Mail oder SMS den Code zum Öffnen des Schlosses mitgeteilt und kann dann für den gebuchten Zeitraum das Schloss mit diesem Code immer wieder öffnen. Nach Ablauf des Zeitraumes ist der Code nicht mehr gültig. Der Kunde kann dann von ihnen zwar noch raus, aber nicht mehr rein. Wenn die Tür nach dem Zeitraum dauerhaft offen bleibt wird eine Alarm SMS an den Betreiber gesendet, damit er mal nachschauen kann.

So war die Idee. Und ein bisschen hab ich mich schon damit beschäftigt und manches schon umgesetzt.

Die Pfadfinder in Calw haben dieses Jahr aber auch eine Finnland / Schweden Fahrt gemacht und ich wurde gefragt ob ich mit möchte. Da ich in beiden Ländern noch nicht war, bin ich einfach mal mit. Deshalb hab ich dann eine Kluft bekommen (die typische dunkelblaue BdP „Uniform“), aber erstmal ohne das typische Halstuch. Die 4 Aufnäher (Welt-Pfadfinder Abzeichen, Deutschlandbanner, BdP Abzeichen und Stammesabzeichen) hab ich dann während der Fahrt im Bus aufgenäht. Das ging sogar relativ gut. Irgendwann in der Schule mussten wir auch mal nähen, aber es hat nie besonders Spaß gemacht. Aber das ging dann doch relativ gut. Manches musste ich zweimal annähen, aber dafür dann das zweite Mal richtig mit Knoten am Ende und etwas sauberer.

In Finnland waren wir von einer finnischen Partnergruppe auf ein finnisches Camp eingeladen worden. 1200 Pfadfinder und wir mitten drin dabei. Das war schon ganz witzig, schön warm in der Sauna und ein Abkühlung am See. Ziemlich am Ende mussten wir dann auch noch ein Programm machen. Was macht man, wenn man jemanden dabei hat, der noch kein Halstuch hat: Man nimmt ihm das Versprechen ab und nimmt ihn im Stamm auf. So haben die das also mit mir gemacht.

Ich will, im Vertrauen auf Gottes Hilfe, nach den Regeln der Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit euch leben!

Die Regeln hab ich mir natürlich auch vorher angeschaut. Nicht, dass ich hinterher meine Seele verkauft hätte. :)

Ich will Schwierigkeiten nicht ausweichen!
Ich will den Anderen achten!
Ich will zur Freundschaft aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder beitragen.
Ich will Kritisch sein und Verantwortung übernehmen.
Ich will Hilfsbereit und Rücksichtsvoll sein.
Ich will mich beherrschen!
Ich will dem Frieden dienen und mich für die Gemeinschaft, in der ich lebe, einsetzen.
Ich will aufrichtig und zuverlässig sein.
Ich will die Natur kennenlernen und helfen sie zu erhalten!

Also eigentlich nicht unbedingt viel neues und vieles tue ich sowieso bereits.

Auf jeden Fall war es recht interessant. Auf dem Berg sitzen gefühlt 300 Leute und auf einmal ist alles ruhig. Dann der Schwur über der Fahne, das Halstuch überreicht und in der Runde jeden einmal mit dem Pfadfindergruß begrüßen. Interessanterweise fanden viele Finnen das etwas besonderes. Bei denen ist sowas wohl gar nicht üblich. Da sagt man einmal seinen Spruch runter und dann ist alles gut. Einmal in der Runde jeden seiner Gruppe zu grüßen macht es doch erst fertig. Bei Beförderungen oder Verleihungen gibt man ja auch immer die Hand. Vielleicht ist es aber auch wieder typisch deutsch :) Ich bin nun einer von wenigen im Stamm die sagen können, dass sie ihr Versprechen in Finnland abgegeben haben.

Der Rest der Fahrt war dann noch lustig. Es gab viel zu viel zu essen, immer eine geile Aussicht aufs Meer und der Zusammenhalt in der Gruppe war auch recht gut. Zumindest gab es keine größeren Streitigkeiten, die sich tagelang hinziehen! Alles relativ unkompliziert und coole Leute aus unterschiedlichen Schichten und Bildungsgraden.
Eigentlich wird man idealerweise bereits als Kind Pfadfinder. Bis 25 ist man dann irgendwann Rover / Ranger. Da bin ich mit meinen 28 Jahren doch glatt aus dem Raster gefallen. Meine Motivation war aber sowieso eher das Baumhaus und dort mit meinen Fähigkeiten mitzuhelfen und nebenbei bin ich eben Pfadfinder geworden. Es macht aber Spaß mit den Leuten was zusammen zu machen und vielleicht auch das eine oder andere Liedchen zu singen.

Zum Pfad des Lebens: Das Ende meines Lebens ist für mich durch meinen Glauben an Jesus Christus bereits klar. Was aber dazwischen noch so kommt, dass weiß keiner. Auch deshalb bin ich nun Pfadfinder und Teil einer der größten Friedensbewegungen der Welt.