Yamaha RX-397 durch neuen Kondensator wieder zum Leben erwacht

Neulich haben meine Eltern angerufen, dass ihr Verstärker nicht mehr tat. Also mal aufgeschraubt, doof geschaut, wieder zugemacht und wieder gegangen. Dann hat jemand anderes ihn aufgemacht, ein bisschen Strom gemessen und wieder zugemacht. Nun hab ich mal im Netz geschaut, was die Foren zum Yamaha RX-397 sagen. Und siehe da, eine ganze Menge. Da sei wohl ein Kondensator kaputt. Der geht in vielen Modellen aus den Jahren 2011 öfters kaputt. Wenn dieser wieder erneuert wird funktioniert die FlipFlop Schaltung wieder. Nach etwas genauerem Hinsehen hab ich dann auch noch ein schönes Schaltbild gefunden.
Dann hab ich mich die ganze Zeit vom Löten gedrückt und in der Feuerwehr jemanden gefragt. Der kannte einen, der vor Jahren mal Radios nebenher repariert hat. Nachdem sein Sohn ihn vor 2 Jahren auf eine gebrochene Platine aufmerksam macht, hat er es sein lassen. Ohne gesunde Augen kann man die Reparatur einfach vergessen. Also die Schaltung dem Feuerwehrkameraden gezeigt. Er meinte dann auch nur: „Ja das ist ne FlipFlop Schaltung. Aber einen Folienkondensator mit 630V ist doch etwas ungewöhnlich. Die 1000V wären gängiger! Bestell halt mal so einen Kondensator und löte es rein.“
Also hab ich das Teil dann mal bestellt. Den Folienkondensator MKP 0,022µF 630V gab es dann zumindest beim Conrad. Also bestellt und gewartet. Heute kam der Kondensator dann endlich im Geschäft an. Vorhin dann noch schnell eingelötet, angemacht und mich gefreut. Dann zu den Eltern gefahren und wieder angeschlossen und sie haben wieder einen Ton.

Und was lernen wir daraus: Nicht immer so viel Angst haben, wenn man vorher den Netzstecker vom Gerät zieht und vor dem Löten auch alle elektrischen Stecker von der Platine entfernt kann beim Löte nicht passieren. Das Schöne an diesem Verstärker, die Bauteile sind großzügig platziert, so dass man keine Angst haben muss, beim Anlöten gleich zwei weitere Bauteile zu verletzen. Und ich hab gelernt, dass es gar nicht weh tut. Vor Jahren in der Realschule hab ich auch ein kleines Teil zusammengelötet. Ein Empfänger um Infrarot Zeichen zu empfangen. Hinterher ging es aber nicht ins Sub-D Gehäuse rein. Aber wenn man die Transistoren, LED, Infrarotteile nicht kürzt wird es eben auch schwierig. Die Lötpunkte waren aber damals nicht das Problem. Und so war es nun auch hier. Einfach das Bauteil durch die Löcher stecken, ein bisschen Lötzinn erhitzen und an die Füße halten. Fertig war es. :)

Die Freude war jedenfalls rießig, als der Verstärker wieder anging!