Meine Lieblingslehrerin

So, wie im Kommentar versprochen, hier nun noch ne Story vom Montag:

Das fing schon mal blöd an; ich steh immer so um 6:40 Uhr auf, mach mich für die Schule bereit und bin dann meistens erst immer so um 7:10 Uhr fertig. Dann lauf ich los – zur Bushaltestelle an der Linde, wobei ich den am Montag verpasst hab. Also weiter zur nächsten Haltestelle – ZOB. Dann kommt der letzte Bus auch immer erst um 7:30 Uhr, sodass er letztendlich erst um 7:40 Uhr oben an der Gewerblichen Schule (Bushaltestelle Berufsschule) angekommen ist.

Naja, dann mal nix wie los ins Klassenzimmer – zu Spanisch. Doch am schwarzen Brett stehen zwei Mitschüler und sagen mir, dass Spanisch heute ausfällt. Wir gehen dann gemeinsam zur Cafeteria zu den anderen, wo dann auch schon die Info von denen kommt, dass AIT (angewandte Informationstechnik) auch ausfällt, weil der Herr Kiß nich da is.

Aha! Ich hätte also ausschlafen können, hätte mir den Streß erspart und mich dann auf nur zwei Stunden Schule heute freuen können! Super. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Hab dann auf meinen Busplan geschaut, wann denn wieder einer runterfährt (weil ich ja erst um 11 Uhr Schule hab!). 8:04 Uhr. Hab also gewartet, hab mich um 8:03 von den anderen verabschiedet, bin zur Bushaltestelle gelaufen… – doch was ist das?! – Da fährt mir der Bus doch glatt vor der Nase weg.

Bin also wieder zurück und hab zu meinem Verabschiedungskommentar „Bis nachher, Leute!“ noch hinzugefügt, „Oder auch doch nich ^^ !“

Der nächste Bus wär erst um 8:34 Uhr gekommen, also bin ich heimgelaufen. Dann hab ich n paar Bilder vom Zeltlager angeschaut, GTA IV wieder installiert und gespielt und bin dann rechtzeitig zum Bus gegangen, sodass ich dann um 10:58 Uhr im Klassenzimmer eingetroffen bin. Es wäre normalerweise noch Pause. Doch noch ne Überraschung: Die Deutschlehrerin hat gerade die Hausaufgaben ausgegeben (wobei wir doch erst jetzt zwei Stunden Deutsch hätten!). Hab das noch nich ganz geschnallt, hab meine Jacke aufgehängt, wobei mich alle anschauen und der Klassenclown sagt: „Brauchsch dich nich mehr ausziehen!“

In der Sekunde hat sich mein rattenscharfer Polizei-Kombinier-Verstand eingeschaltet und ich hab die Deutsch-Lehrerin gefragt: „Hmm, kann das sein, dass die 5. und 6. Stunde auf die 3. und 4. Stunde vorverschoben wurde?“ – „Ja, richtig.“

Nach etwa einer Minute sind dann auch schon alle auf den Bus gegangen. Doch gerade noch so hab ich einen Freund fragen können, ob er mir den Abschrieb gibt. Er tat das auch. Danach hat mich die Lehrerin dann zu ihr gebeten und mich gefragt, ob sie mit mir den Stoff dieser zwei Stunden nochmal durchgehen solle. „Wow, das wär echt nett von Ihnen!“ Joa, und dann hat sie mir das auch alles nochmal erklärt. Ich hab zu manchem, was ich wusste, meinen Beitrag gegeben, wonach sie mir dann gesagt hat, dass das nicht mal die Klasse herausgefunden hätte. Da musste ich echt lachen – das hat mich sehr geschmeichelt. Und die Hausaufgabe, die ich Ihr letzten Montag gegeben hatte, ist sie auch noch mit mir durchgegangen. Zum Schluss ist nochmal eine ganze Schulstunde vergangen, in der sie mir das alles erklärt hat. Sie hat sich die Zeit nehmen können, weil sie ja jetzt die zwei Stunden frei gehabt hätte (weil sie die Stunden ja vorverschieben konnte).

Ach ja, mir fällt gerade ein, morgens, als wir am schwarzen Brett waren, ist sie uns auch über den Weg gelaufen. Wir haben ihr erklärt, wie die Situation aussieht und hatte Mitgefühl.

Naja, auf jeden Fall hat sie mich nach der Erklär-Stunde noch gefragt, wie ich heim käme und wo ich wohne. Hab ihr das dann erklärt – in der Nähe vom Krankenhaus. „Wo genau?“-In Richtung Heumaden vom Krankenhaus aus – also von dort noch etwa 100 m zu mir.

Sie sagte mir, dass sie direkt gegenüber wohne – also in der Hindenburgstraße. Hab ihr dann gesagt, dass ich die Straße kenne, weil ich da mal was ausgetragen hab, Werbung, und dann erst mal vorher 3-4 Stunden sortieren musste und danach noch manchmal im Regenwetter austragen musste. Dabei ist mir auch mal die Achse meines Wagens gebrochen.

Also wir sind schon ins Gespräch gekommen. Sie hat mich dann auch noch gefragt, ob sie mich nach Hause fahren solle. „Hmm, dieses Angebot werde ich wohl kaum abstreiten, wenn mein Bus erst in einer halben Stunde fährt.“ Sie musste dann halt noch ein paar Sachen im Lehrerzimmer erledigen – und so warte ich. Bis sie herauskommt und mir sagt, dass ihr Sohn auch auf dieser Schule ist, er heute um Einse aus hat und auch noch gerne mit fahren wolle. Sie hat sich dann entschuldigt und ich hab ihr gesagt, dass das kein Problem wäre – ich hab ja schließlich auch Beine. Doch sie hat mir zum Schluss noch das Angebot gemacht, dass ich mich mal melden könne, wenn ich mal den Bus verpassen würde oder sowas, dass sie mich dann nach Hause fahren könne.

Also echt nett – und Deutsch Unterrichtet sie so intensiv, sie kennt sich echt voll und ganz aus, wie ich es noch nie in meiner Schulkarriere unterrichtet bekommen habe.

So wurde also aus einem schlecht angefangenen Tag noch ein richtig schöner.

Das war meine Story vom Montag.

Danke für’s Lesen ^^.

Liebe Grüße

Micha

Alltag – Jeden Tag der gleiche Mist

Ich muss zugeben, wenn man nur Feuerwehr und Computer als Freizeitaktivitäten hat und vielleicht noch ab und zu mit Freunden was unternehmen dazunimmt, dann ist der Alltag richtig grau.
Schaffen von morgens bis spätnachmittag, dann heimkommen an den Rechner sitzen und Filme schauen. Langweilig. Auf ner Communityseite noch mit ner Bekannten mailen, das wars aber dann auch schon. Doch irgendwie sind Computer schuld, weil man dadurch ziemlich spät ins Nest kommt. „Nur noch kurz die Mails checken, hier mal geschwind ein paar Lieder anhören. Dort ne CD rippen, die Termine für die Homepage einspielen.“ Lauter Kleinigkeiten, aber doch irgendwie zeitraubend.
Da sind dann Dinge wie Bibelkreis, Männervesper oder auch Jugendkreis richtig entspannend. Sie brauchen zwar auch Zeit, aber man hockt nicht vorm Rechner, sondern ist mit Menschen umgeben.

Lesen hilft auch vom Rechner wegzukommen. Einfach mal abschalten, eine spannende Geschichte lesen oder auch mal über einen Bibelvers oder andere Wahrheiten ein paar Zeilen lesen. Aber nur, wenn es keine Fachliteratur ist. Die hat nämlich immer den faden Geschmack und ist meistens dick. Doch spannende Bücher zu finden, ist auch schwierig.