Jupiter Jones – Jupiter Jones

Nachdem ich neulich mal das aktuelle Video „Still“ verbloggt hatte, soll hier mal ein kleines Review zu Jupiter Jones mit dem gleichnamigen Album folgen.
Bisher war mir Jupiter Jones eher weniger bekannt. Ein paar Lieder waren mal auf Visions CDs drauf. Beispiel das eher ruhige „Oh hätt ich dich verloren“ und das wieder rockigere „Das zu wissen“ waren immer wieder gute Lieder, aber haben mich nie so richtig gereizt um mal die Alben näher anzuschauen. Ganz anders war es dann mit „Hey Menetekel!“ das vor Rock nur so strotzt und live ganz sicher gut abgeht. Doch nachdem im Radio eher das ruhigere Lied „Still“ läuft habe ich das aktuelle Album eher wieder vermieden. Melancholie mag ich auf Dauer dann doch nicht und wenn es so ein Album wie Bakkushan wäre, hätte ich mich dann doch geärgert. Hatte neulich wieder ein Anflug von Deutschrock und hatte mir dabei 3 Alben gekauft: 1. Bakkushan – Bakkushan, 2. Madsen – Goodbye Logik, 3. Kettcar – Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen
Und im Gesamtvergleich bin von Bakkushan am meisten enttäuscht, die haben ein, zwei gute Lieder und der Rest ist eher langweilig. Kettcar ist an und für sich auch recht gut. Und Madsen macht auch nach vielen Runden anhören immer wieder neu Spaß. Liegt vielleicht auch daran, dass Madsen Songs schon öfters auf VISIONS CDs drauf waren und mich immer irgendwie begeistert haben. Liegt vielleicht auch bisschen an dem Metallica Cover „Mama Said“. Aber Goodbye Logik ist definitiv ein Album, dass ich mit zur einsamen Insel mitnehmen würde.

Doch nun wieder zu Jupiter Jones. Man kann es insgesamt vom Still her ein bisschen mit Madsen vergleichen. Rockig und schön geradlinig und schlaue Texte. Während die Ansage noch relativ harmlos anfängt und nur ein Zitat von Hermann Hesse (Calwer) hat: „Nun, jeder hat sein Los, und leicht ist keines.“, geht es mit „Hey Menetekel!“ gleich richtig zur Sache mit einer treibenden Bassline. „ImmerfürImmer“ wird dann wieder etwas geradliniger und als kleiner Bremser für „Still“ genutzt. „Still“ ist wohl eine der besten Balladen auf diesem Album und gefällt richtig gut. :)
„Alter Mann wo willst du hin?“ hinterfrägt dann wieder ein bisschen die Ansichten der älteren Generation und eignet sich super um bei einem Konzert entspannt im Kreis zu rennen. Mit einem schönen treibenden Beat. „Vater“ ist auch wieder ein nachdenklicher Song, der auch überraschen rockig ist. „Nur noch wenige Worte wie Schlag ins Genick“.

„Sonne? Scheint!“ ist dann auch wieder ein rockiger Song, der aber auch im Text ein wenig sozialkritisch ist, aber mit einer positiven Grundeinstellung:

Wenn morgen die Sonne scheint,
kann alles so schlimm nicht sein.
Heut schlafen wir selig ein,
weil morgen die Sonne scheint.

Diese Selbstverständlichkeit
und irgendjemand schreit: Familie
Vater, Mutter bin ich blind,
oder will ich nur nicht sehn?
Nebenan verrecken Menschen
mit jedem Atemzug, ein neuer
und wir spenden wo wir können
unser Friede ist was wert.
Vater, Mutter hier läuft irgendwas verkehrt!

„Berlin“ ist ähnlich wie „Still“ eine schöne Ballade über Berlin und macht Spaß sich anzuhören.
Die restlichen Lieder sind eher wieder eingängige Rocklieder mit teils lustigen Texten. :)

Der Hund, der Stock, die Tür

oder aus „Stück vom Weg“:

Hier kämpft ein krankes Herz gegen gesunden Verstand.
Egal ob Ebbe oder Flut hinterm Meer kommt immer Strand.

Und jedes Wort ein Stück vom Weg.
Und wo das Ziel ist kannst Du doch längst schon nicht mehr sehn.
Wenn nichts mehr hält,
dann bleib nicht stehen.
Denn du musst weitergehen

Alles in allem bleibt Jupiter Jones ein tolles Album, dass nicht nur Rock, sondern auch ein paar ruhige Lieder hat. Wer allerdings aufgrund der Single „Still“ ein ruhiges Album erwartet wird wohl ein bisschen enttäuscht sein. Wer gerne Rock mag, wird sich erfreuen, da es doch gut abgeht.
Und die Band steht ab sofort auf meiner Liste mit Bands, die ich noch gerne live sehen möchte.

Über den Autor dieses Artikels: Tobi

Blogger aus Spaß an der Freude, Musikfan, Hauptfeuerwehrmann, Christ und Pfadfinder. Die Beiträge sind meine persönliche Meinung. Oftmals ist auch versteckte Ironie oder Satire dabei. Wer damit nicht umgehen kann, sollte diese Seite verlassen und sich in seinem Loch einbuddeln.

2 Antworten zu “Jupiter Jones – Jupiter Jones”

  1. Eric Kehler sagt:

    Das Album ist nach dem letzten wieder wesentlich besser. Ich finde JupiterJones schon seit vielen Jahren sehr geil und die alten Alben sind echt der Brüller… Und live sind sie einfach sympathisch. Schau sie dir an, du wirst es merken… Nette Leute, grandiose Musik und Gefühl ohne Ende.

    • Tobi sagt:

      @Eric Kehler: Wow, der Eric auf meinem Blog. :)
      Ich kenn bisher nur dieses Album, aber es macht mir definitiv Spaß das zu hören und ein Konzert ist mal geplant. ;) Vielleicht kommen die ja sogar mal nach KA zum FEST! :D Oder irgendwo andershin.

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