Easybox 802 als WLAN Router hinter Kabelmodem

Meine Eltern ziehen ja nun um und haben deshalb für die neue Wohnung diesmal gleich KabelBW für Internet, Telefon und Fernsehen bestellt. Dummerweise wurde nur ein ganz normales Kabel-Modem bereitgestellt. Ich hatte dann schon etwas aufgegeben und hätte dann vielleicht einen WLAN Router gekauft. Denn eine alte Fritzbox 7050 will man heutzutage eigentlich nicht mehr nutzen. Das WLAN ist einfach sehr langsam (11b 56Mbit).

Doch vor ein paar Jahren sind wir von der Telekom zu Vodafone gewechselt und haben damit auch eine tolle Easybox bekommen. Bei den ersten Versuchen konnte ich keine gescheite Einstellung finden um die Easybox als Gateway zum Modem zu bewegen. Doch Google weiß ja alles.

Die Vorgehensweise ist etwas doof, da man tatsächlich noch ein Telefon mit TAE-Stecker braucht. Das ist heutzutage nicht mehr ganz selbstverständlich, da meistens nur noch ein RJ11 – RJ11 Kabel dabei. Aber meine Eltern haben ja noch so alte Geräte und damit konnte es dann auch klappen. Hier die Quelle vom Forum.

0. Alle Kabel an der Box ausstecken und dann nur das Netzkabel einstöpseln.
1. Nun einen Reset der Easy Box 802 durchühren (mit einem spitzen Gegenstand den Rest-Knopf auf der Rückseite drücken).
2. Nach dem Neustart ein Telefon in den mittleren „F“ TAE-Steckplatz anschließen und den Hörer abnehmen. Es kommt „Bitte schließen Sie Ihr DSL Kabel an“
3. Nun folgende Tastenkombination am Telefon eingeben: *8375* (mit Sternchen) eingeben. Nach einer Weile wird ein „Besetzt“ Ton hörbar. Die Box bootet neu im „VDSL-Modus“
4. Netzwerkkabel vom Kabelmodem an LAN-Anschluss 1, Netzwerkkabel vom PC an einen anderen freien LAN-Anschluss (beispielsweise LAN 2.
5. Im Browser am PC 192.168.2.1 eingeben – Startbildschirm von der EasyBox erscheint. In die Checkbox „root“ als Benutzername „123456“ als Passwort eingeben (Standard-Admin!)
6. „Benutzerdefiniert“ auswählen und „weiter“.
7. „Offenen Modus“ wählen und auf „weiter“.
8. Im folgenden Menü auf „Daten“ und „WAN“ gehen. Dort bei WAN 1 Eintragen:

Protokoll: „Routing“
IP-Adresse etc. auf 0.0.0.0. lassen
DHCP Client: checkbox anklicken
802.1Q (1p/VLAN ID) Tagging auf 0

Übernehmen.

9. Nun Kabelmodem und Easybox vom Netz trennen und neustarten.
10. Nach kurzer Zeit steht das Internet zur Verfügung und die EasyBox arbeitet als Router!!

Bei mir hat das dann ganz gut funktioniert. Für die technischversierten Benutzer lohnt sich auch ein Blick ins WLAN Menü um das Standardpasswort zu ändern und vielleicht den Betriebsmodus „11n / 11g / 11b“ anzupassen.

Die aktuellste Firmware gibt es übrigens bei Vodafone. Ich würde immer die aktuellste Firmware nehmen. Allein schon um etwaige Sicherheitslücken zu schließen.

Das Aktivieren von geheimen Features scheint bei Routern zum guten Ton zu gehören. Auch bei modernen Fritzboxen (7390 oder andere) muss man mit Telefon und Nummerncodes das Telnet aktivieren. Bei den Fritzboxen kann man das aber wenigstens noch per Wahlhilfe an der Fritzbox direkt machen. Für die Easybox 802 war immerhin ein echtes Telefon notwendig.

6.000 DSL endlich mit voller Bandbreite

Vor einigen Monaten gingen die Vodafone Außendienstmitarbeiter quasi von Haus zu Haus und haben neue Verträge eingeholt. Das ist durchaus löblich und spricht erstmal für die Firma. Schließlich macht das heutzutage so gut wie keine Firma mehr, es kostet einfach zu viel Geld und die großen Provider haben ja sowieso schon genug Kunden und damit ihre eigenen Probleme (1&1 zum Beispiel ist bei Heise in den letzten Monaten doch immer wieder eine Schlagzeile wert gewesen).
Letzten Freitag war es nun soweit. Der Abschalt und Anschalttermin war gekommen und die damit erhoffte Bandbreitensteigerung von 3.000 kbit/s auf phänomenale 6.000 kbit/s wurde Wirklichkeit. Die Umstellung ging erstaunlich gut vonstatten. Wir waren weiterhin erreichbar (gut, morgens ein paar Minuten nicht, aber das juckt doch eh keinen) und mit dem Internet war es auch ganz einfach. Neue Zugangsdaten in die alte Fritzbox 7050 einpflegen und danach ging die Rakete ab.
Der Upstream (was für FTP und Mail senden besonders wichtig ist) hat sich übrigens auch verbessert. Von 375 kbit/s auf 798 kbit/s. Das schöne an dem Ganzen ist: Wir haben eine schnellere und trotzdem zuverlässige Leitung als bei der Telekom und zahlen weniger im Monat.

In diesem Sinne: Bin mal das Internet downloaden.
Aber das gibt’s ja jetzt auch schon auf DVD: 9 DVDs normal und 3 DVDs ohne Porno. :D Hab ich mal gehört.